Robert Basic hat frisch tapeziert

Eines unserer prominentesten Blogs hat dieser Tage ein neues „Gesicht“ bekommen: Bei Basic Thinking wurde frisch tapeziert. Auch wenn noch nicht alles fertig ist, hier mal ein Blick auf das (vorläufige) Ergebnis:

  1. Optik: Aus meiner Sicht kann man das Remake nur loben. Robert ist das große Kunststück gelungen, seinem Blog eine neue, frische Anmutung zu geben ohne dass darunter die Wiedererkennbarkeit gelitten hätte. Das breitere Format verbessert die Lesefreundlichkeit erheblich, das Farbschema ist gut gewählt. Die beiden rechten Spalten wirken bislang dezent, sind aber auch noch nicht ganz fertig. Abzuwarten bleibt, ob die geplanten Werbebanner (zu viel) Unruhe ins Bild bringen.
  2. Werbekonzept: Hier beschreitet Robert Neuland, indem er die Google-Anzeigen rauswirft und künftig auf individuelle Anzeigen setzt, die ihm seine Leser (gegen Provision) vermitteln sollen. Peter Turi hat dazu kritisch nachgefragt, der Praxistest steht noch aus. Ich vermute, dass auf längere Sicht Firmen direkt bei Robert den Anzeigenplatz buchen bzw. Agenturen diese Möglichkeit in ihre Media-Planung aufnehmen werden.
  3. Artikel-Schreibe: Hier hat sich gar nichts geändert, Robert ist sich und seinem Stil treu geblieben. Für die Leser bedeutet das, dass sie weiterhin einem Wechselbad von kurzen und langen Artikeln ausgesetzt sind. Ihm reichen schon acht Worte für ein Posting, auch wenn Journalisten alter Schule sich hier mit Grausen abwenden dürften. Und wie die Länge der Artikel, schwankt auch die Qualität: Von banal bis genial ist alles vertreten. Positiv zu Buche schlägt das hohe Maß an persönlicher Authentizität. Robert versteckt sich nicht hinter seinem Blog, er verkörpert es wie kaum jemand sonst in der Blogosphäre.
  4. Inhalte: Robert Basic steht mitten im Web 2.0, ist aber nicht darauf fixiert. Sein Themenspektrum ist eigentlich sogar ziemlich breit und das dürfte auch ein wesentlicher Erfolgsfaktor seines Blogs sein: Hier ist für jeden (Leser) etwas dabei.

Fazit und Empfehlung: An der neuen Optik gibt es nichts auszusetzen, das Blog macht im neuen Kleid wirklich einen Sprung nach vorn. Aber bei den Inhalten bzw. deren Qualität würde ich mir auch einen Sprung nach vorn wünschen: Etwas weniger Quantität, dafür mehr Qualität. Es müssen nicht 20 Blogartikel am Tag sein, oder?

Und mit mehr Konstanz in der Qualität könnte Robert es schaffen, über die Blogosphäre hinaus deutlich stärker wahrgenommen und als Meinungsführer in Sachen Internet bzw. Web 2.0 beachtet zu werden. Das wäre gut für ihn und gut für die gemeinsame Sache.