Ist Werbung mit Google AdWords noch zeitgemäß?

Google AdWords

Google AdWords ist eines der ältesten Anzeigenformate im Web, im Jahr 2000 wurde es eingeführt. Doch macht es für Unternehmen noch Sinn, weiterhin auf dieses Werbeformat zu setzen, wenn mobile Endgeräte immer wichtiger werden und die Interaktion sich zunehmend weg vom Browser in Richtung Apps verlagert?

Die Zahlen sind ziemlich eindeutig: Nur etwa 10 % der Nutzungszeit bei Smartphones entfallen auf den Browser, 90 % dagegen auf Apps, laut einer Studie von Flurry (Yahoo!). Obwohl diese Zahlen nur für den amerikanischen Markt gelten, müssen sich auch Unternehmen in Deutschland die Frage stellen, ob Google AdWords noch das richtige Werbeformat ist. Welche Zukunft haben die kleinen Anzeigen bei den Suchergebnissen?

AdWords ist eine „Cash Cow“ für Google

Neben der Suchmaschine selbst stellt AdWords die zweite, ganz zentrale Produktentwicklung bei Google dar. Denn erst damit konnte Google als Unternehmen profitabel werden. Bis heute sind diese Anzeigen jedoch die wichtigste Einnahmequelle geblieben, trotz aller Diversifikation und der Gründung von Alphabet als Konzern-Dach. 2015 hat das kalifornische Unternehmen 75,04 Mrd. $ Umsatz erzielt, davon entfielen 90 % auf Erlöse aus Werbung und davon wiederum geschätzt 75 % auf AdWords.

Bei Google hat man also allen Grund, AdWords als wichtiges und wirksames Werbemittel anzupreisen. Doch auf mobilen Endgeräten (Smartphones) wird der Browser und damit auch Googles Suchmaschine kaum genutzt. Damit hat nicht nur Google ein Problem, sondern auch alle Unternehmen, die mit AdWords Kunden auf sich aufmerksam machen wollen: Im mobilen Bereich zeigt dieses Format wenig bis keine Wirkung.

Was tun in dieser Situation? Denn neben der Problematik mit mobilen Endgeräten stellt Google AdWords selbst den Anwender vor eine Reihe von Herausforderungen. Die ständige und gut gemeinte Produktpflege seitens Google hat die Software zu einem relativ komplexen Tool gemacht, das zwar keinen Wunsch seiner Nutzer unerfüllt lässt, der Laie aber schon mal den Überblick verlieren kann.

Zudem sind im Lauf der Jahre durch eine stetig steigende Nachfrage nach diesem Typ von Anzeigen die Preise bestimmter Keywords sehr stark gestiegen. Nicht wenige von ihnen sind inzwischen so stark umkämpft, dass kleinere Unternehmen oft gar nicht mehr mitbieten können. Was spricht also weiterhin für Google AdWords?

Die Vor- und Nachteile von Google AdWords

Unverändert ist AdWords ein unaufdringliches Instrument der Werbung. Denn die Anzeigen bekommen nur potenziell interessierte Kunden zu sehen, die Informationen oder Produktvorschläge zu einem ganz bestimmten Suchbegriff (Keyword) suchen. Damit steht AdWords auch nicht in der Kritik, die allgemeine Werbeverdrossenheit zu fördern.

Zudem bietet AdWords eine sehr gute Kostenkontrolle. Als Kunde legt man ein Tagesbudget fest, das von Google strikt eingehalten wird. Nicht verbrauchtes Budget wird auf den Folgetag vorgetragen. Zudem gibt es umfangreiche Auswertungsmöglichkeiten, mit denen der Erfolg einer Kampagne überprüft oder diese im Lauf der Zeit verbessert werden kann.

Weil bei AdWords nur bezahlt werden muss, wenn die Anzeige angeklickt wird, gibt es keine Probleme mit Adblockern: Haben einzelne Nutzer einen Adblocker in ihrem Browser installiert, bekommen diese die Anzeigen gar nicht zu sehen. Das ist ein entscheidender Unterschied zur Bannerwerbung. Denn diese wird teilweise nach Impressions abgerechnet, wo schon der Aufruf der Seite zählt – obwohl die Anzeige gar nicht zu sehen ist.

Darüber hinaus lassen sich Anzeigen in Google AdWords geografisch filtern und so nur in gewünschten Regionen zum Einsatz bringen. Auch nach Gerätetyp kann differenziert werden (Desktop, Notebook, Smartphone…) und so die Problematik der schwachen Nutzung auf mobilen Endgeräten umgangen werden.

Der alles entscheidende Stellhebel beim Einsatz von AdWords sind und bleiben die Keywords. Hier kann viel falsch gemacht bzw. mit der richtigen Erfahrung eine Kampagne zum Erfolg geführt werden. Um optimale Ergebnisse zu erzielen, ist es empfehlenswert, sich Hilfe von fachkundigen Agenturen zu suchen. Ein Unternehmen mit langjähriger Erfahrung auf diesem Gebiet ist suchhelden.de.

Google AdWords im Medienwandel richtig einsetzen

Grundsätzlich sollten sich Unternehmen überlegen, wie die Customer Journey ihrer Kunden aussieht: Wie finden diese üblicherweise zum Produkt? Wie sehen die Entscheidungsprozesse aus?

Dabei kann sich herausstellen, dass der Trend zum Smartphone vielfach gar keine Rolle spielt, weil die Nutzer gezielte Recherchen lieber am Desktop-Rechner mit seinem großen Bildschirm und der praktischen Tastatur erledigen. Genau hier kann Google AdWords seine Vorteile dann voll ausspielen.

Auch die Werbung in sozialen Netzwerken wie Facebook relativiert sich vor dem Hintergrund, dass Kunden häufig vor einem Kauf Produktmerkmale und Preise vergleichen möchten. Das aber geht nur über eine Suchmaschine wie Google, so dass auch hier AdWords schnell wieder ins Spiel kommt.

Zudem bieten neuere Trends wie der zum Content-Marketing auch Anlass, über den Einsatz von AdWords nachzudenken: Beim Content-Marketing wird mit nützlichen oder unterhaltenden Inhalten auf eine unaufdringliche Art und Weise geworben. Gleichzeitig können solche Inhalte mit AdWords beworben und so breiter gestreut werden. Dabei können weniger stark besetzte Keywords zum Einsatz kommen, um Interessenten auf ein Unternehmen und seine Produkte aufmerksam zu machen.

Google AdWords stellt deshalb nach wie vor ein außerordentlich wirksames Werbemittel dar. Wenn sein Einsatz sorgfältig geplant und austariert wird, is die Werbung damit auf jeden Fall noch zeitgemäß.