Curiosity has landed: So geht Kommunikation im 21. Jahrhundert

Das ist Weltraum-Technik und Marketing-Kommunikation auf der Höhe der Zeit. Nicht nur, dass die sichere Landung von Curiosity auf dem Mars eine echte Höchstleistung der NASA darstellt, auch der Kommunikationsprozess mit seiner Live-Übertragung im Internet nebst dem Einsatz von Begleitmedien wie Twitter stellt etwas Besonderes dar.

Die Übertragung direkt aus dem Kontrollzentrum des Jet Propulsion Laboratory der NASA war eine mutige Entscheidung. Denn wäre etwas schief gegangen, hätte sich das ungefiltert vor den Augen der Weltöffentlichkeit abgespielt. Und noch eine Besonderheit kam hier zum Tragen: Die NASA steuert den gesamten Kommunikationsprozess allein, Reporter und Redakteure von Zeitungen oder Fernseh-Sendern sind überflüssig. Die alten Medien werden in die Zuschauerrolle gedrängt. Der Link zum Video.

Da passt es nahtlos ins Bild, dass die NASA perfekt aufbereitetes Videomaterial sowohl im Vorfeld als auch nach der Landung erstellen lässt und auf Kanälen wie YouTube zur Verfügung stellt. Eine perfekt inszenierte Selbstvermarktung ist ein wichtiger Baustein für die Zukunft der Weltraumbehörde, die für ihre Zukunftspläne Sympathie in der Bevölkerung und einen offenes Ohr bei der Regierung benötigt.

Allgemein wird man daraus ableiten können, dass wer in diesem Jahrhundert etwas Wichtiges zu kommunizieren hat, dafür am besten selbst Sorge trägt und sich nicht mehr in die Abhängigkeit der klassischen Massenmedien begibt.

1 Kommentar Schreibe einen Kommentar

  1. …und dann per Crowdsourcing entscheiden lassen „Liken, wenn wir diesen Stein hochheben sollen“ 😉