E-Book statt Artikelserie im Blog: PandoDaily probiert etwas Neues

Screenshot PandoDaily zu E-Book statt Artikelserie

So macht man das heute: Man nimmt einen aktuellen Anlass (hier den Börsengang von Facebook) und schreibt dazu ein paar längere Artikel. Diese kommen aber nicht ins Blog, sondern werden als E-Book (über Amazon) zum Kauf angeboten. Ein E-Book statt Artikelserie also als Versuch, seinen Content besser zu vermarkten. Der Preis ist niedrig angesetzt: 4,11 US-$ bzw. 3,18 €.

Abzuwarten bleibt, wie viele dieser E-Books sich damit absetzen lassen. Insgesamt aber scheint mir das ein geeignetes Konzept zu sein, um ein Blog mit einer Paid-Content-Komponente zu verbinden. Dabei können die Artikel des E-Books später immer noch einzeln im Blog veröffentlicht werden, vielleicht in gekürzter Form.

PandoDaily, das von Sarah Lacy 2012 gegründete Blog, hatte zuletzt keine übertrieben gute Presse: Es fehle an Scoops sowie an originellen Analysen wurde moniert. Mit dem E-Book versucht die junge Herausgeberin offensichtlich wieder Boden gut zu machen.

Festzuhalten bleibt, dass die Kombination aus Blog und E-Books sich zu einer interessanten Freemium-Strategie entwickeln könnte. Das wäre dann auch eine Option für deutschsprachige Blogs – und nicht zuletzt natürlich für Carta.

Nachtrag zum Inhalt des E-Books (18.05.2012):

Das E-Book von Sarah Lacy kann mit einigen interessanten Details zu Facebook aufwarten und bietet insgesamt einen guten Überblick zur Entwicklungsgeschichte des jungen Unternehmens und seinen aktuellen Herausforderungen. Negativ fällt auf, dass nur Text zum Einsatz kommt und weder Fotos noch Grafiken verwendet werden. Ein paar Tabellen zur Entwicklung von Umsatz, Gewinn oder den Mitgliederzahlen hätten nicht geschadet. Dennoch ist das Buch seinen Preis wert, weil Sarah Lacy Mark Zuckerberg schon sehr lange genau beobachtet und aus dieser Erfahrung Einsichten und Zusammenhänge liefern kann, mit denen so nicht jeder Tech-Blogger aktuell aufwarten kann.

1 Kommentar Schreibe einen Kommentar

  1. Hatte ich auch mit Interesse gestern über Twitter verfolgt. Auch wenn mich die E-Books zu fb nicht interessieren kann ich mir das bei anderen Themen gut vorstellen. Gerade einzelne Artikel bei test.de oder Fachzeitschriften per Micropayment zu kaufen schätze ich schon lange, warum sollte das also nicht auch bei entsprechender Qualität bei Blogs funktionieren.