Kurz notiert: Soziale Spaltung im Netz

Some Say We're Out Of Our Litte Minds by Nicki Varkevisser on Flickr

Die Frage der sozialen Spaltung im Netz ist ein wichtiges Thema, nicht nur für die Pädagogik oder die Politik, sondern auch für das Marketing. Unter der Überschrift „Ich will keine Asis als Freunde“ weist Spiegel Online aktuell auf das Thema hin.

Dabei arbeitet der Artikel heraus, dass Jugendliche bzw. junge Erwachsene bei der Wahl von Social Networks, denen sie beitreten und über die sie mit ihren Freunden kommunizieren wollen, vom persönlichen Bildungshintergrund beeinflusst sein können.

Gymnasiasten und Realschüler tendieren demnach eher zu Facebook, Hauptschüler zu Netlog oder Jappy. Offenbar haftet Facebook bis heute sein elitärer Ursprung auf dem Campus der amerikanischen Elite-Universität Harvard an – und stösst damit Menschen mit geringerer Bildung etwas ab. Sollte sich diese Tendenz-Aussage auf längere Sicht als statistisch signifikant und stabil erweisen, hätte Facebook ein Problem: Das Netzwerk wäre nicht repräsentativ für Grundgesamtheiten der Bevölkerung und damit auch für Marketing-Kampagnen weniger wertvoll.

Unternehmen, nicht zuletzt solche des Mittelstandes, die über Facebook Marketing betreiben möchten, sollten deshalb schon heute darauf achten, welche Zielgruppe(n) sie hierüber ansprechen möchten. Die pauschale Annahme, dass junge Erwachsene dort gut zu erreichen sind, muss so nicht stimmen.