Verlage ohne Zukunft

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Scott Karp hat es auf den Punkt gebracht. Sein Blogartikel zu Google Fast Flip beschreibt genau das Dilemma der Verlage:

„The publishing business has always been about packaging content. Newspapers. Magazines. Newsletters.“

„In digital media, on the web, the news package is now a function of software – which is why Google is innovating precisely where publishers are not.“

Das Verpacken (und Verkaufen) von Inhalten (Content) ist mit dem Internet eine Frage der Software geworden und genau das ist die Achillesferse der meisten Verlagshäuser. Auf diesem Gebiet haben sie zu wenig Experten.

Schlimmer noch: Der Paradigmenwandel hin zum Internet spiegelt sich oft auch nicht in ihren Management- und Hierarchiestrukturen wider. Je höher man in den Hierarchien von traditionellen (und traditionsreichen) Verlagen und Medienhäusern kommt, desto mehr nehmen Erfahrung und Expertise zum Internet ab.

Strategisch betrachtet ist das eine ganz schlechte Voraussetzung, wenn man mit Unternehmen wie Google, Facebook oder Twitter konkurrieren muss, die das Internet durch und durch kennen und deren Personal fast nur aus Informatikern besteht. Allen dreien ist übrigens gemeinsam, dass sie keine Inhalte erstellen, sondern sich nur um das „Packaging“ kümmern.

Gibt es einen Ausweg aus diesem Dilemma?

Viel Möglichkeiten gibt es nicht, das muss man ganz nüchtern sehen. Auch wenn Berater sonst gern anderes verkünden und bedenkenlos jedem Unternehmen eine Portion „Change Management“ verordnen…