Erste Eindrücke zum HTC Magic

Mein HTC Magic

Das Wichtigste ist jetzt ein Brillenputztuch. Denn das HTC Magic, seit Ende April 2009 bei Vodafone erhältlich,  kommt äußerlich hochglänzend daher und nimmt nicht nur am Touchscreen Fingerspuren deutlich sichtbar auf. Abgesehen davon hat Vodafone mit diesem Smartphone jetzt endlich auch ein Gerät im Angebot, das in seiner Machart und Philosophie mit dem Apple iPhone gut mithalten kann.

Denn das HTC Magic basiert auf Android, einem Betriebssystem von Google, das stark auf das Internet ausgerichtet ist, einen Touchscreen unterstützt und, vergleichbar dem App Store von Apple, mit seinem Android Market Anwendungen externer Entwickler ermöglicht. Dass der Android Market in seinem Umfang bei weitem noch nicht mit dem App Store von Apple mithalten kann, muss niemanden beunruhigen. Denn bald schon könnte die Zahl der Android Phones am Markt größer werden als die der iPhones, nachdem jetzt immer mehr Hersteller Geräte auf dieser Basis ankündigen.

Doch vorerst hat noch HTC die Nase vorn und mit dem Magic ein attraktives Angebot im Rennen. Mein erster Eindruck ist sehr gut (trotz der Fingerspuren). Das Smartphone wirkt hochwertig und lässt sich kinderleicht einrichten. Kein Vergleich etwa zu einer Initialisierung eines Blackberries, die sich deutlich länger hinzieht und schon etwas Geschick erfordert.

Allerdings ist die Bedienung etwas gewöhnungsbedürftig. Zwar funktioniert der Touchscreen einwandfrei und reagiert blitzschnell. Beim Scrollen im Internet oder einem Twitter-Client kann es aber passieren, dass man anstatt zu scrollen einen Link versehentlich öffnet, weil man mit dem Finger zu dicht dran war.

Auch das Nebenher von Touchscreen, sechs Tasten und einem Scroll Ball schafft eine Situation, die nicht ganz an die Eleganz und Intuition des iPhone heranreicht. Viel mehr gibt es aber nicht zu kritisieren. Außer man kann nicht ohne iTunes leben: Denn iTunes auf einem mobilen Gerät, das nicht von Apple selbst stammt, ist wohl ein Ding der Unmöglichkeit, selbst mit Eric Schmidt im Aufsichtsrat.

Abschließend noch zu Vodafone und den Tarifen. In meinen Augen wurde das HTC Magic preislich sehr ausgewogen positioniert. Klar ist, dass eine Datenflat nicht umsonst zu haben ist. Den Einstiegstarif (Vodafone SuperFlat Internet Wochenende) sollte man aber eher nicht wählen, denn ein Datenvolumen von 200 MB pro Monat reicht nicht weit.

Interessant sind die beiden mittleren Tarife. Hier dürften nur die großzügigen SMS-Kontingente ziemlich an der Zielgruppe vorbeigehen. Denn die wird eher fragen, ob man über das HTC Magic auch skypen darf bzw. das Gerät als Modem für ein Notebook (unterwegs) einsetzen kann. Während Skype unerwünscht ist, kann man das Smartphone immerhin als Modem nutzen, was allerdings separat abgerechnet wird (also nicht in der Datenflat enthalten ist).

Fazit: Das HTC Magic ist ein tolles Spielzeug Arbeitsinstrument mit guten Tarifen bei Vodafone. Nur das zwingend erforderliche und leider nicht im Lieferumfang enthaltene Brillenputztuch kann den Eindruck etwas trüben…

(Anmerkung: Das trübe Bild zeigt mein neues HTC Magic, aufgenommen mit einem Blackberry Pearl 8100)

7 Kommentare Schreibe einen Kommentar

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  2. Ich warte weiterhin auf das Palm Pre oder hoffe, dass das nächste iPhone auch multitasking kann, damit es auch mal erwachsene Menschen benutzen können…

  3. @Jörg: Multitasking ist so eine Sache. Zum einen sieht man auf dem kleinen Bildschirm nicht recht, welche Anwendungen wirklich offen sind, zum anderen dürften Prozessor und Arbeitsspeicher schnell überfordert sein, wenn man (versehentlich) zu viele Applikationen gleichzeitig laufen hat.

    Bei meinem Magic scheint es ein ein „partielles“ Multitasking zu geben: Manches funktioniert im Parallelbetrieb (etwa der Musik-Player), das Meiste jedoch nicht.

    Selbst der E-Mail-Client hält sich schlank: Er informiert mich über neu eingegangene E-Mails und zeigt auch einen Teil von deren Header an. Will man eine E-Mail öffnen, wird diese dann erst vollständig geladen. Bei dem von mir installierten Twitterclient, Twidroid, ist es genauso.

    Der (oder das) Palm Pre könnte eine interessante Alternative sein. Ab Juni werden wir dazu mehr wissen…

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