Die re:publica und ihr Motto: Geht das zusammen?

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„Shift happens“ lautet das Motto der diesjährigen re:publica und so habe ich auch meinen Artikel genannt, der auf Carta erschienen ist. Darin hebe ich darauf ab, dass noch viel zu wenig gesellschaftlich relevante Institutionen begonnen haben, Social Software zu nutzen.

Könnte das auch daran liegen, dass die re:publica als Konferenz relativ „binnenorientiert“ ist?

Damit meine ich, dass ihr Programm sehr stark auf die „Web 2.0 Szene“ ausgerichtet ist und sich eher wenig Mühe gibt, Interessengruppen, Verbände, Parteien oder Unternehmen einzubinden, die dem Web 2.0 noch fern stehen.

Deutlich wurde das meiner Ansicht nach am ersten Konferenztag (Mittwoch), als das Panel zum Thema „Blogs in Deutschland“ keine neuen Erkenntnisse brachte und sich eher im Kreis drehte, soweit man das über den provisorischen Handy-Stream (ohne Bild) zuhause am Rechner mithören konnte. Die Ursache dafür ist auch nicht schwer zu finden: Es diskutieren die immer gleichen Köpfe.

Damit aber langweilt man das Publikum und schlägt auch keine Wellen über die Szene hinaus. Die re:publica müsste mehr Mut zeigen und ergebnisoffener diskutieren. Denn „Shift happens“ tritt genau dann nicht ein, wenn nur Gleichgesinnte sich treffen und auch noch gerne unter sich bleiben…