Google schnallt den Gürtel enger

Nun hat die Wirtschaftskrise also auch Google erreicht: Es werden ein paar Stellen gestrichen sowie das Produktportfolio leicht reduziert. Das sind noch keine dramatischen Maßnahmen, zeigt aber den Ernst der Lage.

Google ist als Unternehmen eben doch sehr stark von der Konjunktur bzw. der Stimmung in der Wirtschaft abhängig. Auf längere Sicht dürfte Google sogar ein recht volatiles Unternehmen werden, wenn es nicht gelingen sollte, die starke Abhängigkeit von der Werbung (durch andere Geschäftsfelder) deutlich zu reduzieren.

Steve Rubel (Micro Persuasion) macht sich derweil schon Sorgen um den Google Reader. Seine Überlegungen zeigen exemplarisch, dass nicht wenige der Errungenschaften des Web 2.0 in der Krise auf tönernen Füßen stehen, weil ihnen entweder ein tragfähiges Geschäftsmodell fehlt oder ihnen die Quersubventionierung abhanden kommen kann.

Es dürfte sich lohnen, Google im Auge zu behalten. Die weitere Entwicklung dort könnte seismografischen Charakter für das gesamte Silicon Valley haben.

3 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Ich bin mir nicht sicher, ob Google nicht, wie viele Unternehemen, einfach die Krise zum Aufräumen nutzt.
    Wenn man sich die Umsatzentwicklung des Online Werbemarktes anschaut ist die durchweg positiv. Von daher gilt es jetzt eben die Firma effektiver zu machen…

  2. @webstyle und Thorsten: Die Entlassungen bei Google sehen nicht dramatisch aus, bleiben aber dennoch nicht ohne Wirkung. Denn damit wird Google in nächster Zeit als Arbeitgeber für Hochschulabsolventen massiv ausfallen – es wurde ja gezielt der Bereich „Recruitung“ heruntergefahren.