Die readbox hat ab heute geöffnet!

Die readbox, ein „Marktplatz im Web für Bücher kleinerer und unabhängiger Verlage“ geht heute (also am 01.10.2008) von der geschlossenen Betaphase in den Normalbetrieb über. Ab jetzt kann jeder auf der readbox Literatur (im Volltext) lesen, bewerten und empfehlen.

Darüber hinaus können die Texte natürlich auch gekauft und heruntergeladen werden. Es stehen Versionen für unterschiedliche Geräte zur Verfügung, z. B. das iPhone, den Kindle, Mobipocket und andere. Auf Wunsch kann man sich jeden Text auch anhören. Dazu steht eine Text-to-Speech Software bereit.

Der Content für die readbox kommt überwiegend von kleinen Verlagen (Independents) und Autoren, die noch keinen Verlag haben. Warum aber sollten diese mit der readbox kooperieren und nicht etwa mit Amazon? Der konzeptionelle Unterschied ist ziemlich eindeutig: Amazon ist im Prinzip ein Händler gedruckter Bücher sowie elektronischer Texte, soweit diese dem Kindle-Standard entsprechen. Lesen kann man auf den Webseiten von Amazon bestenfalls die Rezensionen, nicht aber die Bücher selbst.

Die readbox dagegen präsentiert sich als Community auf der Höhe des Web 2.0, bei der man kostenlos so viel Bücher lesen kann, bis einem die Augen aus dem Kopf fallen. Das Geschäftsmodell baut auf die Idee auf, dass man das, was einem gut gefällt, auch besitzen möchte und man dafür auch bereit ist, einen positiven Preis zu bezahlen. Der zu kaufende Gegenstand kann dann wahlweise das gedruckte Buch sein (etwa über Print on demand) oder eben die persönlich passende digitale Fassung.

Kann das funktionieren? Es kann. Die readbox sitzt in einer Nische, in der ihr weder Amazon noch die großen Verlage wirklich gefährlich werden können. Entscheidend wird nur sein, dass sie es schafft, eine lebendige Community aufzubauen und genügend kleine Verlage zum Mitmachen bewegt.