Über Twitter, den US Kongress, Wein und FriendFeed

Amerika hat es einfach besser: Dort wird schon im Kongress getwittert. Und damit keiner den Überblick verliert, hat Ari Herzog gerade ein Wiki dazu angelegt: 27 Namen kann er darin schon aufführen. Das ist schon eine bemerkenswerte Entwicklung, die in einigen Monaten vielleicht sogar von einem twitternden Präsidenten gekrönt wird: Sollte Barack Obama gewählt werden und seinen Twitter-Account weiterführen (lassen), wäre das wohl der Durchbruch für das Medium Twitter schlechthin.

Auch an anderer Stelle erstaunt mich, wie sich Twitter verbreitet: Mario Scheuermann hat gerade eine Liste der Top 30 Wein Twitterer erstellt. Also fasst das Medium auch hier langsam aber sicher Fuß! Beide Bereiche, sowohl den Kongress in den USA als auch die Welt der Winzer und Weinfreunde würde man ja gemeinhin eher als konservativ einstufen…

Beide Meldungen habe ich übrigens auf FriendFeed gefunden, wo ich sowohl Ari als auch Mario folge. Wer mal bei mir reinschauen möchte: Herzlich gern. Und falls jemand zwar von Twitter überzeugt ist, aber noch Vorbehalte gegenüber FriendFeed hat, kann diesen sehr guten Artikel von Hao Chen lesen, der im Kern nur aus Verweisen auf FriendFeed besteht – wirklich sehr gut gemacht! Mit Hao habe ich übrigens gerade auf Facebook Freundschaft geschlossen, was auch irgendwie über FriendFeed zustande kam…

5 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Bis vor gut zwei Jahren habe ich die meisten Sachen über google gefunden. Mittlerweile nutze ich google nur noch relativ selten…

  2. @Michael: Da ist was dran. An mir selbst beobachte ich, dass ich Google seit einiger Zeit anders als früher nutze: Nämlich als Rechtschreibhilfe. Wenn ich mir bei der Rechtschreibung nicht sicher bin (insbesondere im Englischen), gebe ich das fragliche Wort einfach bei Google ein und schaue auf die Zahl der Treffer. Gibt es sehr viele Treffer, ist meine Schreibweise vermutlich richtig und ich verwende sie (im Blog). Ist die Trefferzahl gering, probiere ich andere Varianten und schaue, ob sie signifikant höhere Trefferquoten ergeben.

  3. Bei mir verliert der RSS-Reader am Bedeutung. Allerdings ist es so, dass durch Twitter oder Friendfeed vor allem Social Media-Inhalte kommuniziert werden. Andere Themen tauchen eher selten auf.

    Mit Google geht es mir ähnlich, aber woran liegt das? Finden wir über Twitter oder FF wirklich die Infos, die wir früher gegoogelt haben? Hat sich die die Suche denzentralisiert? Oder suchen wir andere Inhalte?

  4. @Christian: Ich hänge auch etwas nach in der Nutzung des Feed-Readers, frage mich aber, ob das eine gute Entwicklung ist. Über Twitter oder FriendFeed bekommt man zwar immer wieder interessante Links und Infos, das ist aber nicht besonders systematisch und zudem – wie Du auch festgestellt hast – thematisch (noch) recht einseitig.

    Was Google und den Unterschied zu früher betrifft: Vermutlich sind wir einfach erfahrener geworden im Umgang mit dem Netz und wissen teilweise schon, wo bestimmte Infos zu finden sind und greifen deshalb gar nicht mehr auf Google zurück.