Persil bloggt und keiner ist damit zufrieden

Persil bloggt. Das ist zunächst einmal eine sehr erfreuliche Tatsache. Schaut man aber auf die Reaktionen in der Blogosphäre, scheint eher eine mittelgroße Katastrophe passiert zu sein. Persil kann es den Blogger-Profis offenbar nicht recht machen. Robert Basic gibt sich noch durchaus witzig, aber schon beim Werbeblogger geht man in die Vollen und andere schließen sich der Kritik an.

Gewiss: Auch ich finde die Tatsache, dass man für das Kommentieren im Persilblog sich erst anmelden muss, etwas merkwürdig, um nicht zu sagen unangemessen. Aber sonst habe ich noch nicht viel zu kritisieren. Die ersten Beiträge sind ein durchaus ordentlicher Einstieg und gerade die Mischung aus aktuellen Themen und Rückblenden in die Historie der Marke Persil finde ich gut.

Ob es auf Dauer gut ist, ähnlich wie im Daimler-Blog, eine recht große Zahl an Autoren in das Blog einzubinden, wird sich weisen. Die Dialogkultur könnte darunter leiden. Aber sie muss es nicht. Denn wir sollten sehen, dass Persil nicht vorrangig für die (etablierte) Blogosphäre schreibt, sondern wohl eher für Freunde der Marke. Und da mögen die Uhren etwas anders laufen, als bei den Geeks und Freaks des Web 2.0.

Und zum Schluss die Frage an die Kritiker des Persilblogs: Welcher Blogger wird schon gerne an seine allerersten Postings erinnert? Müssen wir das neue Blog gleich in die Kochwäsche geben, oder würde für den Anfang nicht auch mal ein Schonwaschgang genügen?