Business Twitter? Aber klar doch!!

Twitter ist in aller Munde und mit Twitterdings und twitkrit gibt es hierzulande zwei sehr schöne neue Blogprojekte rund um das Faszinosum. Während sich twitkrit mehr der künstlerisch, literarischen Seite von Twitter annimmt, dürfte Nico Lummas Twitterdings bald schon ein unentbehrlicher Wegweiser durch den rasch immer dichter werdenden Dschungel an Applikationen und Mashups rund um Twitter werden.

Alles schön und gut, aber über die Ebene der Spielerei sind wir damit noch nicht hinaus, oder? Hat Twitter auch bei der „richtigen“ Arbeit eine Perspektive? Ich habe das lange nicht gesehen, bis ich bei mir Alert Thingy installiert habe. Seither habe ich in kompakter Form und frei auf dem Desktop einen Anschluss an den Datenstrom, den Twitter ununterbrochen produziert. Das Praktische daran ist, dass ich über Alert Thingy nicht nur passiv mitlesen, sondern auch selbst twittern kann.

Und ich kann mir sehr gut vorstellen, dass man so etwas auch in komplexen Projekten einsetzen kann. Etwa wenn ein (teilweise) räumlich getrenntes Team sich untereinander in knapper Form auf dem Laufenden halten möchte. Twitter ist da nämlich überraschend vielseitig und vor allem extrem schnell: Bis man etwa bei einer E-Mail nur die Adresse des Empfängers eingegeben oder aus einem Verzeichnis ausgewählt hat, hat man bei Twitter die Botschaft schon formuliert und abgeschickt.

Noch Fragen? Was Twitter wert ist, weiß Michael Arrington (TechCrunch) ziemlich genau und wer (wie ich) noch etwas Nachholbedarf bei den Begrifflichkeiten hat, mag in diesem kleineren Wiki (Twitter Fan Wiki) fündig werden. Mir auf Twitter zu folgen lohnt jetzt noch nicht, ich bin noch ziemlich stumm und höre vorerst nur zu…

8 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. The one thing I’m noticing, is that it’s getting a lot more mainstream, at least in the business community. Over the last three months, a lot more people joined, including people like Pierre Omidyar (founder of ebay), Frank Addante (founderblog.com and serial entrepreneur), Craig Newmark (the list guy), and even John Hodgeman („I’m a PC“), and is just a few of the many.

    Twitter’s worth, in my opinion, is two things. For people like me, it’s a glorified RSS-feed of content, which works 2-ways, as I feed my own content there too. For people with 100-1000-20000+ followers, it’s a great sounding-board to ask questions and get crowd-sourced answers. There’s also an idiotic 3rd way, procrastination & spam, but at least the last kind quickly gets blocked.

  2. Willkommen zurück 🙂 – schön, dass es hier weitergeht 🙂

    Zu Twitter selbst habe ich noch immer gemischte Gefühle. Auf der einen Seite ist es sehr schön, eine große Zuhörerschar schnell und einfach zu informieren. Auf der anderen Seite ist es nicht leicht, als Leser aka Zuhörer bei dem ganzen „Gezwitscher“ die Übersicht zu behalten bzw. die Perlen aus den Datenströmen zu picken.

    Dass sich die Kommunikation a la Twitter als ein weiterer Nachrichtenkanal – mit eigenen Stärken und Schwächen – etablieren wird, kann ich mir gut vorstellen; ich bin gespannt, welche Anwendungen sich ergeben … z.Z. ist Twitter eine schöne Spielwiese für mich 🙂

  3. @Vincent: Twitter certainly is getting more attention now and the fact that tons of links are spread around via Twitter surprised me a lot. So there already is a lot of value in Twitter-conversation today!

    @Rainer: Sie sprechen einen sehr entscheidenden Punkt an. Twitter führt leicht zur Überflutung mit viel Belanglosem! Deshalb sollte man das Medium aber nicht abschreiben sondern lieber versuchen, für sich persönlich die richtigen Filter zu entwickeln. Daran arbeite ich selbst gerade… 🙂

  4. Sehe ich auch so! Und es gibt noch einen Punkt, den ständigen Kampf um die Aufmerksamkeit 🙂 – nennt sich dann wohl Aufmerksamkeitsökonomie …

    Habe Sie gerade auf meine Liste der „Verfolgten“ gesetzt 🙂 ich sehe noch immer großes Potenzial in Twitter.

  5. @Rainer: Die Sache mit der Aufmerksamkeitsökonomie ist wohl richtig beobachtet. Manche können es offenbar nicht lassen, auch Twitter dazu zu nutzen, lautstark auf sich aufmerksam zu machen.

    @Jan: Thwirl ist sicher auch eine gute Lösung. Ich habe mich aber wegen des „Doppelfensters“ dagegen entschieden.

  6. Twitter ist ein super Instrument der Unternehmenskommunikation auf der eigenen Webseite. Soweit ich weiß gibt es ja Plugins um den eigenen „Twitter – Strom“ einzubinden. Zumindest wird das bei Werbeblogger gemacht.

    Kunden möchten Transparenz und Vertrauen. Unternehmen hingegen möchten ihre „Message“, ihre Philosophie kommunizieren. Mit der Updatefunktion wie sie in Twitter genutzt wird lassen sich alle Punkte vereinen.

    Per Mikroblogging(grundsätzlich auch per normalen Blog) lässt sich ganz bewusst ein transparenter und authentischer Eindruck des Unternehmens (oder Produktes) kommunizieren.

    Aber das wird wohl noch dauern bis die Leute das verstehen 🙂

    Und! Super, dass es weiter geht!

  7. Was es bei Twitter bald vermehrt geben wird (oder bei Vielnutzern sicher schon gibt): Mehrere Accounts anlegen, die unterschiedliche inhaltliche Schwerpunkte haben (privat, beruflich etc.) und die entsprechend auch unterschiedlichen Leuten folgen. Im Grunde so, wie es sich auch bei Blogs entwickelt hat: Neben den klassischen bunten Blogs über alles und nichts gibt es inzwischen viele gut gemachte monothematische Blogs. Die einen verfolge ich aus privatem Interesse, die anderen aus professionellem Interesse. Wäre klasse, wenn sich das bei Twitter ebenso entwickeln würde. Denn im Grunde ist Twitter ein (derzeit rudimentäres) Kommunikationstool mit erheblichem Potenzial.