Börsencrash II

Da ist er wieder, der Crash auf Raten an den Finanzmärkten. Dieses Mal ausgelöst durch den raschen (Beinahe-) Zusammenbruch der amerikanischen Investmentbank Bear Stearns, die mal schnell von JPMorgan übernommen werden musste. Damit die Relationen klar werden: Für das Jahr 2006 hat Bear Stearns noch Boni in Höhe von 2,6 Mrd $ an seine Mitarbeiter ausbezahlt, jetzt reicht eine Zehntel davon als Kaufpreis für die gesamte Firma.

Das Platzen der amerikanischen Immobilienblase ist damit wie eine Welle, die ihren Anfang bei den Käufern von Häusern und Wohnungen selbst nahm. Im zweiten Schritt sind jetzt die Banken dran, die durch Kredite oder andere Konstrukte von den Zahlungsausfällen in größerem Ausmaß betroffen sind. Aber nicht nur aus dieser Richtung: Aus der Schweiz wird berichtet, dass Kunden begonnen haben, Gelder von den Großbanken (z. B. UBS) abzuziehen und kleineren Instituten anzuvertrauen, die nicht im amerikanischen Subprime-Markt engagiert waren. Kein gutes Zeichen, denn dieses Beispiel könnte (weltweit) Schule machen und den Bankensektor erst recht in Bedrängnis bringen.

Und die Welle? Die nächste Etappe wäre eine Rezession, angefangen in den USA und wieder mit globalen Folgewirkungen. Deutschland wäre wegen seiner sehr hohen Exportabhängigkeit natürlich massiv betroffen. Aber ganz so schlimm ist es im Augenblick ja noch nicht.