Clinton oder Obama: The Show goes on!

Was für ein Wahlkampf! Nachdem Hillary Clinton den „Super Tuesday“ für sich entscheiden konnte, holte Barack Obama seither wieder auf: Washington State, Louisiana und Nebraska gewann er samstags für sich, Maine am Sonntag.

Dabei spielen sich offenbar teilweise unbeschreibliche Szenen vor oder in den Wahllokalen ab, weil so viele Menschen wie nie zuvor von ihrem Wahlrecht Gebrauch machen wollen. Ein entscheidender Faktor hierfür ist laut New York Times, dass inbesondere bei den Demokraten die Wähler in den traditionell spät wählenden Staaten jetzt seit langem wieder einmal richtig mitentscheiden können, weil das Rennen noch offen ist.

Bemerkenswert erscheint mir, dass beide demokratischen Kandidaten immer noch sehr stark ihre jeweils eigene Klientel mobilisieren können. Für Obama käme es jetzt aber darauf an, verstärkt auch Frauen, weniger gut verdienende Weiße und Lationos von sich zu überzeugen. Was ihm zudem helfen sollte: Er wäre wohl der aussichtsreichere Gegenkandidat gegen den Republikaner Jon McCain.

Im Lager von Hillary Clinton wird man indes nervös: Erst ging das Geld aus, weil man wohl an einen frühen Sieg geglaubt und falsch disponiert hatte und dann wurde am Wochenende die Wahlkampfmanagerin ausgewechselt. Frank Hamm macht aktuell auf den unterschiedlichen Wahlkampfstil aufmerksam, wonach „Billary“ sehr traditionellen Mustern folgt, während Obama sich deutlich offener gibt und auch unkonventionellen Methoden der Unterstützung Raum lässt.

Am heutigen Dienstag sind Virginia, Maryland und der Disctrict of Columbia dran und Obama könnte wieder vorne liegen.

Foto: Obey Obama by jarito auf Flickr

2 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Clinton hat den Super Tuesday nicht für sich entschieden, es war ein klares Unentschieden. Sie hat weniger Staaten, dafür aber die größeren, während Obama mehr Staaten hatte. Beide haben in etwa gleich viele Delegates bekommen.

    Im Endeffekt hat niemand besonders toll abgeschnitten. Obama hat bei den Latinos schlecht abgeschnitten, während Clinton nur die Staaten gewonnen hat, in denen ihr Sieg ohnehin erwartet wurde.

  2. @Sebastian: Ja, sie liegen sehr dicht beieinander. Dafür aber, dass Hillary Clinton eigentlich als klare Favoritin gehandelt wurde, macht Obama seine Sache recht gut.