Auch Blogs entwickeln sich weiter

Was ich da am Rosenmontag über WordPress geschrieben habe, war natürlich aus der Luft gegriffen. Niemand plant dort die Integration semantischer Software in WordPress. Aber für die „fünfte Jahreszeit“ fand ich es ganz passend, zumal ich erst wenige Tage zuvor mit einer Softwarefirma gesprochen habe, die keine Schwierigkeit damit hätte, die eine oder andere meiner Ideen umzusetzen und in eine Blogsoftware zu integrieren.

Doch wohin geht die aktuelle Entwicklung bei Blogs bzw. Blogsoftware tatsächlich?

Auffällig sind für mich die Entwicklungen auf der Ebene der Sidebar. Mein eigenes Blog mag da noch als (schlechtes) Beispiel der alten Schule herhalten, bei der außer der Blogroll eigentlich alle Elemente „in“ das Blog verweisen.

Aktueller wären da etwa Kommentarlisten, bei denen nicht nur die letzten Kommentare übersichtlich angezeigt, sondern auch mit Fotos der Autoren versehen sind, die ihrerseits direkt auf das Blog des Autors verlinken – immer vorausgesetzt, die kommentierende Person hat auf der Blogsoftware (etwa WordPress) ein Profil mit Foto und ein Blog.

Ganz im Trend der Zeit liegt Six Apart mit seinem Action Streams Plugin, mit dem man seine Aktivitäten von anderen Websites darstellen und verlinken kann. Das Prinzip entspricht dem Mini-Feed bzw. News Feed auf Facebook.

Wer nicht Moveable Type verwendet, braucht sich aber nicht zu grämen: Man greife einfach zu Sprout, womit man sich seine eigenen Flash-Widgets wie aus dem Lego-Baukasten selber bauen kann. Programmierkenntnisse sind hierzu nicht erforderlich.

Damit werden Blogs tendenziell immer offener und durchlässiger und es ist vielleicht gar kein so großer Schritt mehr zur Vision von Matias Roskos (VisualBlog), der sich ein WordPress für Social Networks wünscht, einschließlich der Integration von E-Commerce. Das eigene Blog quasi als Profil in einem Social Network? Warum eigentlich nicht?

2 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Lass deine Sidebar bitte so wie sie ist Matthias.
    Wenn es etwas gibt wovon ich jedesmal Augenkrebs kriege, dann sind es Blogs wie http://www.volldoll.de/ in der die Sidebar dermaßen vollgehauen ist, dass es eher kontraproduktiv wirkt, als das es einen Mehrnutzen bietet.

    Gerade diese Schlichtheit deines Blogs ist es, die mir das Lesen angenehmer macht.

    Manchmal ist weniger eben mehr 😉

  2. @Sapere aude: Danke für den Hinweis. Ich habe auch nicht vor, dem Extrembeispiel von „Volldoll“ zu folgen.

    Konkret überlege ich den Einsatz eines Plugins, mit dem die letzten Kommentare angezeigt werden. Dazu vielleicht viel- bzw. meistgelesene Artikel für die Besucher, die von den Suchmaschinen kommen.

    Außerdem such ich noch eine Art Artikelarchiv, wo ich meine Postings nach Branchen sortieren kann. Das kommt dann aber nicht in die Sidebar, sondern wohl auf eine eigene Seite.