And the winner is …Wikipedia!

Ich möchte ja fast darauf wetten, dass Oliver Gassner diese Story damals auch schon als Blogger mitbekommen hat: Im Jahr 2002 wettete Dave Winer mit dem Manager Martin Nisenholtz von der New York Times, dass im Jahr 2007 bei einer Suche mit Google zu den Top 5 Begriffen des Jahres Blogartikel vor der New York Times zu liegen kämen.

Diese Wette hat Dave Winer nun knapp gewonnen. Associated Press veröffentlichte jetzt die Top 10 Schlagzeilen des Jahres, anhand derer sich die Google Suche zur Wette durchführen lässt. Das Ergebnis brachte aber auch noch einen „heimlichen“ Sieger zu Tage, den keiner der Wettenden auf der Rechnung hatte: Die Wikipedia.

Zum Zeitpunkt der Wette war sie erst ein Jahr alt und noch wenig bekannt. Heute scheint sie nicht nur eine führende Quelle für Informationen allgemeiner Art zu sein, sondern auch für tagespolitische Schlagzeilen, die eher die Domäne der Zeitungen bzw. der Blogs sein sollten. Die Wikipedia ist eben als nur ein Online-Lexikon.

2 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Hm, die Wikipediaartikel lieferten eher die Hintergründe zu den Themen, die auch Schlagzeilen machten.

    Ich hab ja auch in meinem Blogartikel angedeutet, dass es IMO auch und vor allem die Blogger waren, die die Wikipedia gepusht haben. (Wer denn sonst? Die Unisites etwa? Die Biz-Sites?)

    Vor ein paar Jahren hab es mal Google-Platz-Fights, bei denen (durch die Masse der Blogger) sichergestellt wurde, dass die ’neutralen‘ Infos der WP ‚vor‘ den gefärbten Infos von Parteigängern auftauchen.

    Ich erinnere mich nicht mehr genau an den genauen Konflikt, aber wenn du bei Martin Röll oder so nach Wikipedia suchst, dürfte sich das finden.

    Aber ne genaue Analyse, woher die Linklove der WP stammt, wäre schon mal interessant 😉

  2. Die Frage, was die Wikipedia bei Google so weit nach oben gebracht hat, ist schon interessant. Aber die Blogger allein werden es wohl nicht gewesen sein, oder? Dazu dürfte deren Reichweite allein zu gering sein.

    Die Wikipedia dürfte vorn sein, weil sie bis heute die nahezu einzige frei verfügbare Wissensbasis im Internet war. Deshalb kannte sie bald jeder, der im Internet nach Informationen gesucht hat.

    Exemplarisch etwa aus meinem Artikel: Suche in bei der New York Times nach „Martin Nisenholtz“, wird mir eine Menge von Artikeln angezeigt, die alle seinen Namen enthalten, wo aber nirgends erklärt wird, wer genau das ist.

    Suche ich dagegen in der englischsprachigen Wikipedia finde ich diesen Artikel und bin sofort im Bild…