Upcoming & Co: Das Web 2.0 schießt sich selbst ins Knie

Wo es viele Veranstaltungen, Events und Konferenzen gibt, wäre es gut, den Überblick einfach und rasch behalten zu können. Eine Sache für das Web 2.0? Im Prinzip schon. Ein Anbieter stellt eine Plattform zur Verfügung und die User tragen die Termine ein. Wenn jeder ein paar Termine beiträgt, ergibt das im Ganzen dann ein vollständiges Bild. In der Theorie zumindest.

Ich selbst nutze Upcoming seit diesem Jahr und erlebe immer wieder, dass wichtige Web 2.0 Events nicht eingetragen sind. Zuletzt waren dies etwas die next08 oder auch das Social Media Forum (beide in Hamburg). Nun ist es in diesen beiden Fällen ja kein Problem, die Veranstaltung dann selbst schnell anzulegen. Ärgerlicher wird es, wenn man ein Event verpasst. Denn nicht für alles Interessante wird gleichermaßen laut getrommelt (oder auf den gleichen Kanälen).

So habe ich im Herbst beinahe den Collaboration Summit der IBM in Stuttgart verpasst. Erst als Robert Basic darüber bei sich im Blog berichtete, wurde mir die Sache bekannt (die IBM hatte zum Glück noch einen zweiten Termin im Angebot).

Nicht wirklich besser wird die Sache dadurch, dass es für diesen Zweck verschiedene Plattformen gibt, die sich im Prinzip Konkurrenz machen. Der PR Blogger (Renate Eck) listet aktuell Einige auf. Nicht ganz verständlich ist mir zudem, warum die Veranstalter an dieser Stelle die „Hausaufgaben“ nicht selbst machen. Aber auch Upcoming selbst ist wohl nicht ganz schuldlos an der fehlenden Vollständigkeit: In Teilen ist das Programm schlicht unbrauchbar. Etwa wenn ich meine Freunde zu Events einladen möchte: Was etwa auf Facebook ein Kinderspiel ist, scheitert auf Upcoming daran, dass man die Mailadressen (!) seiner Freunde praktisch auswendig können müsste (oder sie aus Outlook herauskopieren darf?).

Der optimale Veranstaltungskalender für und über das Web 2.0 ist also noch längst nicht erfunden. Das wäre doch mal eine Idee für ein deutsches Startup, oder? Eine Portion Mut, ein bisschen deutsche Gründlichkeit und etwas semantische Software sollten die Sache richten können. Ich wäre dabei (als User)…

15 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Pingback: Basic Thinking Blog | Upcoming, Wevent, Amiando

  2. Pingback: Binary Stone Blog » Unser Business-Model wird diskutiert