Buchformate und Blogs im Wandel: CommentPress als Alternative

Wer sich mit Blogs und längeren Blogpostings auseinandersetzt, weiß, dass man zwar aus einem Blogartikel heraus sehr gezielt verlinken kann, aber umgekehrt nicht direkt kommentieren: Kommentare auf Blogs stehen grundsätzlich am Ende jedes Artikels, egal wie lang dieser ist und worauf sich der Kommentar speziell bezieht.

Mit CommentPress gibt es jetzt eine Alternative, bei der versucht wurde, eine Synthese aus Blog und Buch zu schaffen. Die Software leitet sich von WordPress ab, richtet sich aber an Autoren längerer Texte. Wer kommentieren will, kann dies abschnittsweise tun, also sehr gezielt.

Hinter dieser Neuentwicklung steht das Institute for the Future of the Book (Brooklyn, New York). Auf deren Blog wird aktuell eine Publikation besprochen, die mit CommentPress erstellt wurde (weitere Beispiele sind auf der Website des Insituts verlinkt).

Mein erster Eindruck anhand dieses und jenes Beispiels: Sehr gut gemacht und gut durchdacht. Einzig die Fußnoten erscheinen nur als eigene, lange Liste am Textende. Aber das ist eher eine persönliche Geschmacksfrage. Robert Basic, der sich Ende Juli unter dem Titel „Tiefe und Bloggen“ Gedanken zur Publikation längerer Texte gemacht und sich dann offenbar für Serendipity entschieden hat, könnte dies vielleicht nochmals überdenken…

Wer sich (wie ich) erst einmal in Texte eingelesen hat, die mit CommentPress erstellt wurden, mag auch nicht mehr wirklich zurück zu den zahllosen, eindimensionalen Pdf-Dateien. Pdf’s sind ja eine schöne Sache, aber irgendwie gehören sie doch zum Web 1.0 (sorry an Adobe), allen Weiterentwicklungen der Software zum Trotz.