Die Zukunft der Bücher: Interaktive eBooks

Peter Brantley weist aktuell im O’Reilly Radar auf eine französische Produktion hin, in der ein mögliches Szenario zur Zukunft des Buches entwickelt wird. Auch wer kein (oder nur wenig) Französisch versteht, sollte sich das Video ansehen.

Interessant ist, dass man bei Editis, dem zweitgrößten Verlagshaus in Frankreich, ein Nebeneinander von klassisch gedrucktem Buch und dem elektronischen Buch sieht. Etwas zu wenig herausgearbeitet wird die Tatsache, dass die elektronischen Medien der Zukunft locker mehrere Gattungen verbinden (Text + Grafik + Video + Podcast) werden.

Und ob man seine elektronischen „Bücher“ auch beim Buchhändler um die Ecke kaufen wird? Der Gedanke ist zwar symphatisch, aber ich habe da so meine Zweifel.

10 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Danke für den Link. Manche Navigationsfunktion kennen wir ja nun auch schon vom iPhone… Der Markt für elektronische Literatur kommt langsam in Fahrt, aber es fehlt noch an (a) erschwinglichen und (b) funktionalen „Lese“-Endgeräten, um die mobile Nutzung zu pushen. Am Laptop oder Handy zu lesen ist doch eher mühsam, oder? Die Masse wird man so auf jeden Fall nicht erreichen. Ohne den iPod hätten wir das Massenphänomen mp3-Downloads so auch nicht (nur am PC Musik hören macht ja auch keinen Spass). Es sollten sich mal Display- und Content-Anbieter für eine Kooperation zusammentun…

  2. In der Tat fehlt es noch an tauglichen Lese-Endgeräten. Immerhin läuft die Forschung in Sachen elektronisches Papier oder auch neuartige Displays (etwa auf OLED-Basis) auf Hochdruck.

    Bis es so weit ist, sollten sich aber schon mal die Verlage überlegen, wie sie künftig Bücher vermarkten wollen: als reine Printversion, rein elektronisch oder beides zusammen – und wie die Preisgestaltung dafür aussehen kann!

    Das wird noch spannend werden, denke ich.

  3. … und dann gibt es noch ein anderes heisses Eisen, welches die Buchbranche (und nicht nur die allein) grade schmiedet, genannt VTO (VollTextsuche Online). Für Interessierte: http://www.boersenblatt.net/template/b4_tpl_blog_vto/.

    Als Buchhändler (diesmal Betonung auf Händler) bin ich natürlich sehr am Verkauf von e-Books interessiert, ich war vor Jahren der ersten Generation von e-Books ablehnend gegenüber gestanden, war ja dann auch tatsächlich eine Totgeburt. Aber heute ist heute, die Branche hat dazugelernt, Bücher sind schick, Bücher sind sexy und was nicht sonst noch alles dahergemarketingt wird. Da passen literarische Inhalte dann eben auch prima in so ein cooles Gerät. Ich freu mich schon drauf.

  4. …und hier noch ein Link zu einem verwandten Thema, nämlich Verlage und verlegerisches Publizieren im Web2.0:

    http://www.boersenblatt.net/150547/

    Meiner Meinung nach ein aufschlussreicher, wichtiger und auch sehr lesbarer Artikel über einen wichtigen Zweig der Wissensvermittlung in der nahen Zukunft.

  5. Pingback: Voland & Quist Verlagsblog » Blog Archiv » Zukunft des Buches?

  6. das wird es. ich könnte mir gut vorstellen, dass es zukünftig zwei versionen von büchern geben wird: eine print- und eine billigere digital-version. mal sehen, wie sich das verhältnis der beiden dann entwickelt.

  7. @Frank Eisele: Danke für den sehr guten Artikel im Börsenblatt (Web 2.0: Wo bleiben die Verlage). Ganz so pessimistisch bin ich da nicht: Das Mitmach-Web wird Experten (-Autoren) nicht verdrängen können und somit werden auch Verlage eine Zukunft haben.

    Und der Buchhändler, der mir beides bieten kann, gedruckte Bücher und digitale Versionen, kann mich dann ja auch dazu beraten, wozu ich im Einzelfall eher greifen sollte. Also: Freuen wir uns auf die Zukunft!

  8. Pingback: Die Zukunft der Wörter « readbox blog

  9. Eigentlich müsste man die „elektronischen“ Bücher gerade beim Buchhändler um die Ecke kaufen können, denn die Lagerhaltung erübrigt sich wohl.
    „Mein“ Buchhändler weiß aber, was mich interessiert und wird so zum Lotsen durch ein dann wahrscheinlich unüberschaubares Angebot.

    Die Vision, die im Video gezeigt wird, gefällt mir, danke für das Aufgreifen dieses Themas. Ich bin davon überzeugt, dass es in ein paar Jahren ein Nebeneinander von gedrucktem und digitalem Buch geben wird. Das aber nur, wenn das digitale Buch nicht die idente Kopie der Druckversion darstellt.

    Die Stärke der digitalen Welt ist es doch, dass die Linearität aufgehoben wird. Darauf müssen die Verlage setzen, wenn das digitale Buch zum Erfolg werden soll.