Kommunikationsprobleme: Google, Flickr, YouTube & Co. im Web 2.0

An dieser Stelle ein Rückblick auf ein paar Ereignisse, die in letzter Zeit für Aufregung in der Blogospähre sorgten. Da war zunächst Flickr, der freundliche Bilderdienst im Web 2.0, der kurzerhand eine Art Zensur einführte (Berichte dazu etwa bei Mr. Topf, zunächst hier und aktuell da). Dazwischen gab es dann ein eher individuelles Problem mit Google, das Markus Burkert getroffen hat (gefunden bei Robert Basic), das aber gut ins Bild passt. Und schließlich lese ich noch bei Christian (aka Mr. Topf), dass auch YouTube so seine Schwierigkeiten hat. Schwierigkeiten womit?

Mit der Kommunikation! Mir geht es hier nicht um Fotos, die vielleicht nicht jugendfrei sind, oder Probleme mit der GEMA. Mir fällt auf, dass diese namhaften Firmen, die allesamt im Web 2.0 zuhause sind und die sich alle als Vorkämpfer für das „Mitmach-Web“ und die Folksonomy sehen, im Einzelfall eben doch einen Stil an den Tag legen, der so gar nichts mit den Prinzipien der offenen Kommunikation zu tun hat.

Dabei ist offensichtlich egal, ob es eine Vielzahl von Personen betrifft (Flickr) oder den Einzelnen (Google versus Markus Burkert). Der schnöde Umgangston lässt mich jedenfalls aufhorchen und zeigt mir, dass es mit der Kultur des Web 2.0 in großen (bzw. groß gewordenen) Organisationen noch nicht weit her sein kann.

Aber wie sollen wir dann das Web 2.0 in der „normalen“ Unternehmenswelt als Modell der Zukunft verkaufen, wenn schon die großen Vorbilder im Zweifelsfall schnell einsilbig werden, kuzerhand die Spielregeln ändern und in ihren Blogs darüber kein Wort verlieren?

Wir stehen wohl doch noch ganz am Anfang. Und all die Trendforscher, die schon auf der Suche nach dem „Web 3.0“ sind, dürfen sich ruhig Zeit lassen: Das Web 2.0 braucht wohl noch etwas Zeit, bis es selbst bei den Vorzeigeunternehmen wirklich verinnerlicht ist und vorgelebt wird.