Findet der Mittelstand ins Web 2.0?

Über Startup-Unternehmen im Bereich des Web 2.0 wird viel geschrieben, so etwa jüngst eine interessante Auflistung der 25 wichtigsten deutschen Startups von Peter Turi. Etwas anderer Meinung ist da Robert Basic und schon entsteht eine muntere Debatte. Viel spannender aber als die Frage, welche dieser überwiegend den Social Communities zuzurechnenden Startups eine prosperierende Zukunft haben werden, scheint mir das Thema Mittelstand und Web 2.0 zu sein.

Denn es ist doch klar, dass wir alle nicht von unseren Profilen auf Xing oder den Fotos bei Flickr leben können, wir brauchen auch ein Dach über dem Kopf, etwas zum Essen und vielleicht auch ein Fortbewegungsmittel (wie immer es auch aussehen mag).

Schaut man sich aber die Internetseiten einschlägiger Konsumgüterhersteller oder von Firmen aus der Hausbau-Branche an, ist es mit der Web 2.0 Herrlichkeit schnell vorbei: Kommentare oder gar offene Diskussionen sind meist unerwünscht, Kundenprofile nicht vorgesehen und von Geo-Tagging oder offenen Schnittstellen hat man hier offenbar noch nie etwas gehört.

Da ist es dann auch kein Wunder, wenn mir meine regional zuständige Industrie- und Handelskammer per Mail mitteilt, dass das Thema „Web 2.0“ derzeit weder für die Kammer noch für die Mitgliedsunternehmen ein Thema sei…

Nun denn. Dieser Blog soll in den kommenden Monaten zeigen, dass gerade der Mittelstand mehr Chancen als Risiken im Web 2.0 hat und wie das konkret aussehen kann. Der Leser (so ich schon einen habe!) möge mir nachsehen, dass ich vorläufig noch mit Links auf Firmen der Region zurückhaltend bin: Über gute Beispiele und interessante Ansätze werde ich schon noch berichten, aber diese gilt es zumeist erst noch zu entwickeln. Immerhin: Bei meinen direkten Kontakten zu Unternehmen ist teilweise schon ein Umdenken erkennbar und einige wenige arbeiten bereits (ganz ohne mein Zutun!) an entsprechenden Konzepten.