Vodafone

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Von Fälschung zu sprechen ist vielleicht etwas hart. Grundsätzlich aber kann ich nur voll und ganz bestätigen, was das deutsche ZDnet-Blog schreibt: Deutsche Provider übermitteln im mobilen Web nicht exakt den Inhalt von Webseiten, sondern reduzieren gerne das zu übermittelnde Datenvolumen, in dem Bilder bzw. Grafiken in gröberer Auflösung am Bildschirm erscheinen.

Als jahrelanger Nutzer einer Vodafone Mobile Connect Card habe ich mich oft genug darüber geärgert. Kaum besser wurde meine Laune, seitdem ich Besitzer eines HTC Magic samt entsprechendem Datentarif (ebenfalls von Vodafone) bin. Denn hier wird noch rabiater eingegriffen: Beim Surfen im Internet zeigt mir Vodafone erst gar keine Bilder oder Grafiken mehr an!

Egal welche Seite ich mit dem Gerät abrufe, regelmäßig machen mich größere Leerflächen darauf aufmerksam, dass hier etwas fehlt. Wenn man bestimmte Webseiten gut kennt, weiß man auch gleich was: Bei Spiegel Online fehlen sämtliche Illustrationen, egal ob auf der Startseite oder bei einzelnen Artikeln. Das Ganze geht sogar so weit, dass beim nun wirklich bildarmen Blog Carta die Favicons der Autoren ebenfalls nicht übertragen werden.

Anfangs hielt ich das für eine Folge einer örtlich bedingten Empfangsschwäche. Mittlerweile aber habe ich gezielt an Orten gesurft, wo das Mobiltelefon maximale Empfangsstärke sowie UMTS signalisiert. Auch hier bekomme ich keine Bilder übertragen.

Nun könnte man ja großzügig sein und sagen: Was soll’s. Andererseits: Mein Tarif ist nicht wirklich ein Schnäppchen und in manchen Fällen ist es schon unangenehm. Etwa dann, wenn in Blogartikeln Tabellen oder Diagramme eine Argumentation unterstützen und ich sie nicht sehen kann, weil sie als Grafiken eingebettet wurden und deshalb von Vodafone zuverlässig herausgefiltert werden. Gut nur, dass man auf dem Touchscreen schnell über die Leerflächen hinweg scrollen kann…

Was mich mal interessieren würde: Wie geht es denn den Besitzern des sagenumwobenen iPhone? Machen sie bei T-Online ähnliche Erfahrungen?

Man muss keinen Whiskey trinken, um diese Marke zu kennen: Johnnie Walker. Seit 1820 existiert die Firma, seit 1909 wird das Bildmotiv des gehenden Mannes eingesetzt. Auch der Slogan zur Marke variiert seit Jahrzehnten das Motiv des “walking” bzw. “going strong”.

Das ist gute Werbung: Unverwechselbar, sehr charakteristisch, eigenständig und mit hohem Wiedererkennungswert.

Wenn ich neulich hier im Blog Vodafone kritisiert und deren neue Kampagne als Bauchlandung bezeichnet habe, dann wird in der Gegenüberstellung zu Johnnie Walker sehr deutlich warum: Die neuen Spots von Vodafone sind weder unverwechselbar noch besonders charakteristisch. Sie sind auch nicht wirklich eigenständig, sondern variieren nur stereotype Motive, die sich vielfach in den unterschiedlichsten Kampagnen finden.

Mit den Bildmotiven von Vodafone kann man auch für Sparkassen, für den öffentlichen Nahverkehr oder für Fruchtsäfte werben. Die Motive gleichen sich und führen dazu, dass die Konsumenten kein klares Markenbild entwickeln können: Wenn alle mit fröhlichen und hüpfenden Menschen werben, kann man es nirgendwo richtig zuordnen, die Wirkung verpufft.

Ist das wichtig im Zeitalter von Social Media? Sollten wir – laut Marta Kagan – nicht aufhören, in Kampagnen zu denken und stattdessen Gespräche führen (Folie 69)? Gewiss. Nur wird es auch in Zukunft starke Marken geben und diese werden nicht allein über Social Media zu definieren sein. Es braucht auch starke Bilder. Emotionen. Eine klare Markenbotschaft. Ein Versprechen. Und eine Selbstverpflichtung.

In diesem Sinne hat Vodafone soeben leider eine Bauchlandung gemacht, während Johnnie Walker unbeirrt ins 21. Jahrhundert läuft. Was für eine Marke!

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Das Wichtigste ist jetzt ein Brillenputztuch. Denn das HTC Magic, seit Ende April 2009 bei Vodafone erhältlich,  kommt äußerlich hochglänzend daher und nimmt nicht nur am Touchscreen Fingerspuren deutlich sichtbar auf. Abgesehen davon hat Vodafone mit diesem Smartphone jetzt endlich auch ein Gerät im Angebot, das in seiner Machart und Philosophie mit dem Apple iPhone gut mithalten kann.

Denn das HTC Magic basiert auf Android, einem Betriebssystem von Google, das stark auf das Internet ausgerichtet ist, einen Touchscreen unterstützt und, vergleichbar dem App Store von Apple, mit seinem Android Market Anwendungen externer Entwickler ermöglicht. Dass der Android Market in seinem Umfang bei weitem noch nicht mit dem App Store von Apple mithalten kann, muss niemanden beunruhigen. Denn bald schon könnte die Zahl der Android Phones am Markt größer werden als die der iPhones, nachdem jetzt immer mehr Hersteller Geräte auf dieser Basis ankündigen.

Doch vorerst hat noch HTC die Nase vorn und mit dem Magic ein attraktives Angebot im Rennen. Mein erster Eindruck ist sehr gut (trotz der Fingerspuren). Das Smartphone wirkt hochwertig und lässt sich kinderleicht einrichten. Kein Vergleich etwa zu einer Initialisierung eines Blackberries, die sich deutlich länger hinzieht und schon etwas Geschick erfordert.

Allerdings ist die Bedienung etwas gewöhnungsbedürftig. Zwar funktioniert der Touchscreen einwandfrei und reagiert blitzschnell. Beim Scrollen im Internet oder einem Twitter-Client kann es aber passieren, dass man anstatt zu scrollen einen Link versehentlich öffnet, weil man mit dem Finger zu dicht dran war.

Auch das Nebenher von Touchscreen, sechs Tasten und einem Scroll Ball schafft eine Situation, die nicht ganz an die Eleganz und Intuition des iPhone heranreicht. Viel mehr gibt es aber nicht zu kritisieren. Außer man kann nicht ohne iTunes leben: Denn iTunes auf einem mobilen Gerät, das nicht von Apple selbst stammt, ist wohl ein Ding der Unmöglichkeit, selbst mit Eric Schmidt im Aufsichtsrat.

Abschließend noch zu Vodafone und den Tarifen. In meinen Augen wurde das HTC Magic preislich sehr ausgewogen positioniert. Klar ist, dass eine Datenflat nicht umsonst zu haben ist. Den Einstiegstarif (Vodafone SuperFlat Internet Wochenende) sollte man aber eher nicht wählen, denn ein Datenvolumen von 200 MB pro Monat reicht nicht weit.

Interessant sind die beiden mittleren Tarife. Hier dürften nur die großzügigen SMS-Kontingente ziemlich an der Zielgruppe vorbeigehen. Denn die wird eher fragen, ob man über das HTC Magic auch skypen darf bzw. das Gerät als Modem für ein Notebook (unterwegs) einsetzen kann. Während Skype unerwünscht ist, kann man das Smartphone immerhin als Modem nutzen, was allerdings separat abgerechnet wird (also nicht in der Datenflat enthalten ist).

Fazit: Das HTC Magic ist ein tolles Spielzeug Arbeitsinstrument mit guten Tarifen bei Vodafone. Nur das zwingend erforderliche und leider nicht im Lieferumfang enthaltene Brillenputztuch kann den Eindruck etwas trüben…

(Anmerkung: Das trübe Bild zeigt mein neues HTC Magic, aufgenommen mit einem Blackberry Pearl 8100)

Seit etwa einer Woche hat mich Vodafone kurzerhand offline gesetzt. Auslöser dafür war meine erhöhte Inanspruchnahme des Datentarifs für meine Mobile Connect Card.

Bei diesem Tarif handelt es sich um eine Art Flatrate, bei der 5 GB an Datenvolumen für einen monatlichen Preis von 49,95 Euro zu beziehen sind. Der große Vorteil hier ist die Ortsungebundenheit, so dass ich diesen Service in ganz Deutschland nutzen kann, sofern sich nur eine Verbindung ins Netz (mittels UMTS) aufbauen lässt.

Beanspruche ich nun in einem Monat ein Volumen, das höher als 5 GB liegt, greift eine Toleranzregel („Fair Flat“), nach der keine besonderen Kosten anfallen, sofern ich nur im darauf folgenden Monat wieder im üblichen Rahmen liege.

Genau das war jetzt wohl erstmals seit gut 4 Jahren Vertragslaufzeit der Fall: Ich habe in zwei aufeinander folgenden Monaten ein Datenvolumen von 5 GB überschritten und muss nun für den Monat September die erhöhte Inanspruchnahme (erstmals) bezahlen.

So weit keine Überraschung. Warum dann aber die Sperre des Anschlusses?

Die Sperre resultiert offenbar daraus, dass man sich bei Vodafone nicht ganz sicher ist, ob ich aufgelaufene Rechnung auch tatsächlich bezahlen werde. Die sieht nämlich so aus: Für jedes MB, mit dem ich die Grenze von 5 GB überschreite, werden 0,59 Euro berechnet. In meinem Fall macht dies einen Betrag von über 1.000,- Euro aus, da mein Mehrverbrauch wohl knapp über 2 GB liegt (Genaueres wurde mir noch nicht mitgeteilt).

Davon war ich natürlich selbst überrascht und erschrocken. Dass mein Tarif nicht ganz billig war, wusste ich. Dass der Preissprung allerdings so hoch ausfallen würde, nicht. Da ich in den letzten 4 Jahren damit nie Schwierigkeiten hatte, war mir der Preis von 0,59 Euro pro MB auch gar nicht mehr im Kopf (sonst hätte ich natürlich anders reagiert).

Das muss man sich schon mal auf der Zunge zergehen lassen: Im Bereich der Flat kostet ein MB praktisch einen Betrag von 0,01 Euro. Ab der Schwelle von 5.000 MB springt der Preis dann auf 0,59 Euro: Keine Verdoppelung, keine Verzehnfachung, nein es ist das 59-fache.

Aber lässt sich das nicht irgendwo softwareseitig ablesen und kontrollieren?

Tatsächlich gibt es für die Mobile Connect Card ein sog. Dashboard, das ein paar Daten anzeigt. Tarife gehören dazu schon mal nicht. Und lustigerweise wird das verbrauchte Volumen auch nicht MB-genau angezeigt: Der Zähler zeigt nur GB mit zwei Nachkommastellen (es fehlt also die dritte Stelle nach dem Komma!), die Balkengrafik dazu ist noch ungenauer.

Hier will man also ganz offenkundig keine genauen Angaben machen, denn technisch wäre es ein Leichtes, dem Kunden im Dashboard den täglichen Verbrauch anzuzeigen, sowie das Volumen kumuliert für die laufende Rechnungsperiode.

Bei einem durchweg niedrigen Preis würde ich auch gar nichts gegen eine nur grobe Darstellung sagen. Aber bei so einem Preissprung (mit anschließender Zugangssperre!) muss sich Vodafone schon fragen lassen, ob hier nicht die Kunden hinters Licht geführt werden…

Mein Trost ist, dass dieser Vertrag im Dezember ausläuft und von mir nicht verlängert werden muss. Es gibt auch andere Wege ins Netz. Diese sind auch dringend geboten: Denn das Internet kommt mit immer mehr multimedialen Inhalten daher, die reichlich Volumen beanspruchen.

Zudem gibt es immer mehr Seiten, die sich einmal in einem Tab des Browsers geöffnet, laufend selbst nachladen (FriendFeed etwa, aber auch TechMeme). Die ganze Entwicklung ist pures Gift für jemanden, der seinen Verbrauch ständig im Auge behalten muss.

Anbieter wie Vodafone tun sich also keinen Gefallen damit, dass sie die Einstiegspreise laufend nach unten anpassen, aber Volumina und Folgekosten unangetastet lassen. Ein weiterer Nachteil speziell bei Vodafone ist die Tatsache, dass VOIP nicht zugelassen ist. Ich habe da den Verdacht, dass damit auch das jetzt allmählich aufkommende Video-Conferencing unterbunden wird. Gerade im Business-Bereich wird man darauf aber nicht verzichten können.

So modern also die Technik des mobilen Internetzugangs eigentlich ist, so stark hängt sie schon wieder den jüngsten Entwicklungen im Web hinterher. Übrigens warte ich hier immer noch auf einen Rückruf von Vodafone: Nachdem die ganze letzte Woche über das Gespräch mit der ominösen „Fachabteilung“ wegen besetzter Leitungen nicht zustande kam, meldete ich mich am Freitag bei der Business-Hotline. Dort versprach man mir einen Rückruf innerhalb von 24 Stunden, auch Samstags!

Heute haben wir Montag und ich warte immer noch…