Dieses bemerkenswerte Lexikon ist jetzt also online und Andreas Dittes sorgt sich, ob die User da auch genügend Mitspracherechte haben werden. Das Wort “genügend” ist dabei natürlich dehnbar. Tatsächlich ist eine Art Zweistufigkeit vorgesehen: An der Basis kann jeder mitmachen und Fotos, Zeichnungen oder Texte beisteuern. Darüber aber gibt es eine zweite Ebene, die von Experten geführt wird. Dabei sollen Wissenschaftler aus der ganzen Welt die redaktionelle Verantwortung für einzelne Seiten übernehmen und so für eine hohe Qualität der Inhalte sorgen.
Das Mitmach-Web wird hier also etwas anders interpretiert als bei der Wikipedia. “Offen” gibt man sich auf beiden Stufen, wobei aber die fachliche Qualifikation den Unterschied ausmacht, auf welcher der beiden Stufen man zugelassen wird.
Da passt es eigentlich sehr gut, dass in Deutschland demnächst der Brockhaus online geht. Bei diesem Traditionsverlag will man am klassischen Redaktionsprinzip festhalten und gibt sich überzeugt, seine 60köpfige Redaktion halten zu können. Wir haben somit drei unterschiedliche Modelle, wo Wissen für ein breites Publikum im Netz bereitgestellt wird.
Meine Einschätzung: Der Wikipedia werden weder die Encyclopedia of Life noch der Brockhaus auf Dauer das Wasser reichen können. Die beiden Letztgenannten mögen vielleicht bei der Qualität der Inhalte die Nase vorn haben. Das aber macht die Wikipedia durch ihren Umfang und die Schnelligkeit vermutlich wett.













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