Google Wave ist eine neue Technologie, die möglicherweise disruptiven Charakter hat. Man kann damit so umgehen, wie in diesem Video: Pure Begeisterung für eine tolle Technik.
Man kann sich aber auch Fragen stellen, wie etwa Siggi Becker, der mit anderen zusammen ein neues Blog aufgesetzt hat, das sich Wavetank nennt. Daraus sind diese Folien, den Vortrag dazu gibt es als Podcast im Blog.
Betriebswirtschaftlich betrachtet, können die Auswirkungen von Google Wave (und ähnlicher Software) klar ausgemacht werden. Einige wenige Unternehmen, die dafür schon reif sind, werden sie produktiv einsetzen können und damit vor allem schneller bzw. effizienter werden.
Andere Unternehmen, die dafür die nötige unternehmenskulturelle Reife noch nicht ganz haben, werden zumindest spielerisch damit umgehen können und allmählich aufschliessen. Die Software hat in einem solchen Kontext eine positive, katalytische Wirkung.
Übrig bleiben alle Unternehmen bzw. Institutionen, die noch stark hierarchisch funktionieren und daran auch nichts ändern wollen. Für sie ist Google Wave pures Gift. Das Problem liegt nun aber darin, dass der Nicht-Einsatz einer solchen Software gerade keine Lösung ist, da es vermutlich schon bald in jeder Branche einige Player geben wird, die damit arbeiten. Sie werden im Vergleich schneller, kreativer und innovativer sein und somit klare Wettbewerbsvorteile haben.
Das hier skizzierte Problem ist aber so neu nicht. Denn Wikis (aber auch Blogs und andere Collaboration Software) rütteln schon bald 10 Jahre an der diffzilen Legitimation von Hierarchie durch Informationsvorsprünge. Nur konnte man das bislang noch ohne Gefahr ignorieren. Allmählich aber lässt sich nicht mehr leugnen, dass wir sehr grundsätzlich vor Veränderungen stehen, die als Spannung zwischen “Regression und Transformation” (Siggi Becker) sichtbar werden und der Diskussion bedürfen.
Für Unternehmen ist also klar, dass man nicht nochmals 10 Jahre wegschauen kann. Denn wer zu lange wegschaut, ist irgendwann einfach nicht mehr dabei…













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