Shift happens

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“Shift happens” lautet das Motto der diesjährigen re:publica und so habe ich auch meinen Artikel genannt, der auf Carta erschienen ist. Darin hebe ich darauf ab, dass noch viel zu wenig gesellschaftlich relevante Institutionen begonnen haben, Social Software zu nutzen.

Könnte das auch daran liegen, dass die re:publica als Konferenz relativ “binnenorientiert” ist?

Damit meine ich, dass ihr Programm sehr stark auf die “Web 2.0 Szene” ausgerichtet ist und sich eher wenig Mühe gibt, Interessengruppen, Verbände, Parteien oder Unternehmen einzubinden, die dem Web 2.0 noch fern stehen.

Deutlich wurde das meiner Ansicht nach am ersten Konferenztag (Mittwoch), als das Panel zum Thema “Blogs in Deutschland” keine neuen Erkenntnisse brachte und sich eher im Kreis drehte, soweit man das über den provisorischen Handy-Stream (ohne Bild) zuhause am Rechner mithören konnte. Die Ursache dafür ist auch nicht schwer zu finden: Es diskutieren die immer gleichen Köpfe.

Damit aber langweilt man das Publikum und schlägt auch keine Wellen über die Szene hinaus. Die re:publica müsste mehr Mut zeigen und ergebnisoffener diskutieren. Denn “Shift happens” tritt genau dann nicht ein, wenn nur Gleichgesinnte sich treffen und auch noch gerne unter sich bleiben…

Auf Soulsoup, dem Blog des Inders Anol Bhattacharya habe ich eben den Link zu einem bemerkenswerten Video gefunden, das sich mit der Geschwindigkeit der Veränderungen in unserer heutigen Welt beschäftigt. Sehr sehenswert.

Das Video ist ein schönes Beispiel für die Funktionsweise des Web 2.0, wo Informationen frei zugänglich gemacht, über Links verbreitet und vielfach kommentiert werden (können). Ursprünglich stammen Idee und (Powerpoint-) Präsentation von Karl Fisch, einem amerikanischen High School Director. Scott McLeod von der University of Minnesota griff die Idee auf und machte daraus (mit Einwilligung von Karl Fisch) das Video und stellte es in seinen Blog bzw. auf YouTube. Dort entdeckte es der oben schon zitierte Inder (der in Singapur lebt), auf dessen Blog schließlich ich das Video sah und woraus letztlich dieser Artikel entstand…

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