Roboter

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Roboter sind eigentlich nichts anderes als Algorithmen, denen man bei ihrer Arbeit direkt zusehen kann. Hier der aktuelle Stand im Hause Toshiba, wo man einen Roboter gebaut hat, der auf zwei Rädern fährt (den Segways ähnlich) und einen Teller mit Essen von der Küche ins Esszimmer bringen kann.

Dieses kurze Posting ist zugleich auch mein bescheidener Hinweis auf Carta, wo im Kontext der Veranstaltung “Leben im Schwarm – wie das Internet unser Leben verändert” (Livestream!) zwei Artikel die Thesen Frank Schirrmachers (”Payback”) aufgreifen: Stefan Münker (Das Netz denkt nicht) und Gundolf S. Freyermuth (Trojanischer Transfer).

Video via Engadget.

flickr Machine, Not Person oso

Heute noch mag die Frage unsinnig erscheinen. In Zukunft aber werden wir Zwillingsroboter haben, wenn es nach dem japanischen Forscher Hiroshi Ishiguro geht. Auf der Ars Electronica Konferenz 2009 (Linz) hat er sein Konzept (und Alter Ego) vorgestellt.

Im Prinzip geht es ihm darum, einen möglichst menschenähnlichen Roboter zu bauen. Eine Variante davon kann dann der Zwilling sein. Im Interview (in Linz) spricht der echte Professor:

Einmal mehr zeigt sich, dass die Robotik  kein Orchideenfach ist. Wir dürfen gespannt sein, wann die ersten Roboter auf der Basis dieser Forschung als Produkte auf den Markt kommen (und Arbeitsplätze wegrationalisieren).

Danke an Jörg Wittkewitz, der mich auf die Tagung in Linz und Hiroshi Ishiguro aufmerksam machte.

Irgendwann wird es sie geben, die Künstliche Intelligenz. Warum also heute schon sich darüber Gedanken machen? Betrachtet man, was der Student Robin Baumgarten (London) entwickelt hat, nämlich ein Programm, welches das Spiel Super Mario beherrscht, mag man davon vielleicht noch nicht übertrieben beeindruckt sein:

Es ist auch “nur” ein Computerspiel und dazu kommt eben ein Programm, das rechnen und autonome Entscheidungen treffen kann. Immerhin: Michael Anissimov ist davon beeindruckt.

Etwas anders sieht es bei diesen Roboterhänden aus, die mit Bällen spielen können. Sie tun das so schnell, dass das menschliche Auge praktisch nicht mehr mitkommt:

Rick Mans ist davon schwer beeindruckt und ich bin es auch! Wenn ich mir nur vorstelle, dass es irgendwann Roboter als Wächter oder Türsteher gibt, die solche Fähigkeiten haben: Wer kommt da noch unbesehen bzw. ungehindert in ein Gebäude hinein?

Hinter uns liegt die erste Qualifizierungsrunde zum RoboCup 2008. Zur Erinnerung: 2007 wurde ein Team von Schülern aus Bad Saulgau Weltmeister bei den Titelkämpfen in Atlanta. Dieses Siegerteam (jetzt Schüler der 8. Klasse am Gymnasium) trainiert nun den Nachwuchs (Schüler der 5. und 6. Klasse). Das Ergebnis: Beim Qualifikationsturnier in Fürstenfeldbruck räumten die Teams aus Bad Saulgau die Plätze 1, 5, 6, 7 und 8 ab (bei 99 angetretenen Teams). Unglaublich!

Deutlich muss hier unterstrichen werden, dass aktuell weder dem Gymnasium noch dem Schülerforschungszentrum ein Lehrer zur Verfügung steht, der Kenntnisse in Robotik auf dem erforderlichen Niveau vermitteln könnte. Also haben kurzerhand die Schüler des letztjährigen Weltmeister-Siegerteams, die nur ca. 2 Jahre älter als der Nachwuchs sind, die Wissensvermittlung selbst in die Hand genommen.

Als ich vor einigen Wochen Timo Menz fragte, wie das denn bei dieser Praxis mit der Autorität wäre, antwortete er mir, dass es schon ginge: Würden die jungen Schüler zu laut oder zu unkonzentriert, könnte immer noch der gerade aufsichtsführende Lehrer des Schülerforschungszentrums eingreifen.

Leider erscheint dieser Artikel ohne Bild und ohne Video, weil die Veranstalter es auch in diesem Jahr versäumen, ein solches Event in Bildern festzuhalten und diese dann auch ins Netz zu stellen. Da laufen schon die Roboter durch die Gegend, aber vom Web 2.0 scheint man noch nichts gehört zu haben…

Die Robotik macht auch vor der Landwirtschaft nicht halt und dürfte stellenweise schon weiter sein, als mancher Freund des “Naturproduktes” Milch glauben mag. Hier ein Video der schwedischen Firma DeLaval, die seit einiger Zeit eine vollautomatische Melkanlage im Angebot hat.

eingebunden mit Embedded Video

Und wer der Werbung nicht ganz traut, schaue sich dieses Video eines amerikanischen Landwirts an, der die Maschine auf seinem Hof im Einsatz zeigt.

Interessant in diesem Kontext: Beide Videos verzeichnen auf YouTube ähnlich hohe Abrufzahlen. Das belegt in meinen Augen klar den Trend zum “User generated Marketing”, bei dem sich potentielle Käufer vorab bei anderen Käufern informieren (und eben nicht nur bei einem professionellen Vertriebspartner).

Ganz offenkundig ist aber auch, dass man bei DeLaval davon noch nichts wissen will. Ein offenes Diskussionsforum gibt es auf der Firmenwebsite natürlich nicht. Und das Video eines zufriedenen Kunden wird auch (noch) nicht verlinkt – wo kämen wir da hin…

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