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	<title>bwl zwei null &#187; Kreditkrise</title>
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	<description>Matthias Schwenk über Social Media und den Medienwandel</description>
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		<title>Dubai: Auf Sand gebaut&#8230;</title>
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		<pubDate>Wed, 08 Apr 2009 07:00:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matthias</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<p>Entlarvend und schockierend ist der Artikel von Johann Hari, den er aktuell im Independent über Dubai geschrieben hat (&#8220;The dark side of Dubai&#8221;). Dabei hat er die ökonomische Perspektive noch weitgehend ausgespart und sich nur &#8230; <a href="http://www.bwlzweinull.de/index.php/2009/04/08/dubai/">Weiterlesen</a></p><p>The post <a href="http://www.bwlzweinull.de/index.php/2009/04/08/dubai/">Dubai: Auf Sand gebaut&#8230;</a> appeared first on <a href="http://www.bwlzweinull.de">bwl zwei null</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.flickr.com/photos/rpoll/3147843435/"><img class="alignnone size-medium wp-image-2055" title="flickr-dubai-creek-britrob" src="http://www.bwlzweinull.de/wp-content/flickr-dubai-creek-britrob-300x225.jpg" alt="flickr-dubai-creek-britrob" width="240" height="180" /></a></p>
<p>Entlarvend und schockierend ist der <a href="http://www.independent.co.uk/opinion/commentators/johann-hari/the-dark-side-of-dubai-1664368.html">Artikel von Johann Hari</a>, den er aktuell im Independent über <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Dubai">Dubai</a> geschrieben hat (&#8220;The dark side of Dubai&#8221;). Dabei hat er die ökonomische Perspektive noch weitgehend ausgespart und sich nur auf die menschlichen Tragödien sowie die Umweltproblematik konzentriert.</p>
<p>In Dubai wird eine moderne Form der Sklaverei praktiziert, ohne die weder die Bauwirtschaft noch weite Teile des Dienstleistungssektors funktionieren würden: Ganz bewusst wurden Arbeitskräfte mit falschen Versprechungen ins Land gelockt, ihnen der Pass abgenommen und sie dann zu Arbeitsleistungen unter schlimmsten Bedingungen gezwungen.</p>
<p>Abscheulich finde ich daran, dass Unternehmen aus dem Westen mit ihren hochqualifizierten Mitarbeitern dies offenbar nicht nur tolerieren, sondern sich auch noch aktiv daran beteiligen: Das System der (billigen) Hausangestellten funktioniert nämlich nach dem gleichen Prinzip wie am Bau. Den Mitarbeitern wird der Pass abgenommen, was diese zu Menschen ohne Rechte macht, die ihren Arbeitgebern völlig ausgeliefert sind.</p>
<p>Viel zu lange hat das Emirat es mit seiner sehr selektiven Informationspolitik geschafft, sich weltweit das Image eines Wirtschafts- und Urlaubsparadieses zu geben. Es wird Zeit, dass sich hier eine realistische Sicht auf die Dinge durchsetzt und die Entscheidungsträger im Emirat umdenken.</p>
<p>Aber vielleicht ist ein Umdenken gar nicht mehr notwendig?</p>
<p>Noch im Herbst 2008 musste das Emirat Gerüchten entgegen treten, dass es <a href="http://www.telegraph.co.uk/news/worldnews/middleeast/dubai/3510908/Dubai-reveals-debt-levels-to-dispel-fears-over-growth.html">überschuldet</a> sei. Wirklich beruhigen konnte das nicht, denn die eigentliche Problematik lauert tiefer: So haben Dubais Banken im großen Stil den Bauboom finanziert und sehen sich nun einem Kreditportfolio gegenüber, das in weiten Teilen nicht mehr werthaltig ist, weil die Preise für Immobilien stark gefallen sind (und noch immer unter Druck stehen). <a href="http://iqtisad-alkhaleej.blogspot.com/2009/03/worried-about-uae-banks.html">Schätzungen</a> gehen von rund 100 Mrd $ an erforderlichen Bailouts für die Banken aus.</p>
<p>Parallel dazu bleiben jetzt vermehrt die <a href="http://www.dubai-report.de/news/1551000/sinkende-besucherzahlen-und-zimmerpreise-in-dubai/">Touristen</a> aus und arbeitslos gewordene Gastarbeiter verlassen das Land. Beide Tendenzen verstärken eher den Verfall der Immobilienpreise, als dass sie diesen bremsen könnten.</p>
<p>Machen jetzt noch Berichte über die &#8220;dunkle Seite von Dubai&#8221; öfter die Runde, wofür sich Anzeichen auch im <a href="http://www.guardian.co.uk/world/2009/feb/13/dubai-boom-halt">Guardian </a>und der <a href="http://www.kippreport.com/kipp/2009/04/06/dubai%E2%80%99s-achilles%E2%80%99-heel/">BBC</a> finden, wird der Lack schneller abblättern, als es die Scheichs in Dubai glauben wollen. Dubai als Experiment dürfte gescheitert sein: Man wollte zu schnell zu hoch hinaus und hat dabei doch nur auf Sand gebaut&#8230;</p>
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		<title>Citigroup und Barack Obama: Ohne Schirm im Regen?!</title>
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		<pubDate>Fri, 20 Mar 2009 07:00:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matthias</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<p>Die Citigroup, zeitweilig größtes Finanzkonglomerat der Welt, nutzte lange Jahre ein Logo in der Form eines Regenschirms. Diesen Schirm hat man 2007 verkauft, was der Grund dafür sein muss, dass man jetzt in der Finanzkrise &#8230; <a href="http://www.bwlzweinull.de/index.php/2009/03/20/citigroup-obama/">Weiterlesen</a></p><p>The post <a href="http://www.bwlzweinull.de/index.php/2009/03/20/citigroup-obama/">Citigroup und Barack Obama: Ohne Schirm im Regen?!</a> appeared first on <a href="http://www.bwlzweinull.de">bwl zwei null</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.flickr.com/photos/spencereholtaway/1904214923/"><img class="alignnone size-medium wp-image-1928" title="flickr-citigroup-spencer-e-holtaway" src="http://www.bwlzweinull.de/wp-content/flickr-citigroup-spencer-e-holtaway-300x199.jpg" alt="flickr-citigroup-spencer-e-holtaway" width="270" height="179" /></a></p>
<p>Die <a href="http://www.citigroup.com/citi/homepage/">Citigroup</a>, zeitweilig größtes Finanzkonglomerat der Welt, nutzte lange Jahre ein Logo in der Form eines <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Citigroup_Logo.svg">Regenschirms</a>. Diesen Schirm hat man 2007 <a href="http://www.crainsnewyork.com/apps/pbcs.dll/article?AID=/20070213/FREE/70213004/1048">verkauft</a>, was der Grund dafür sein muss, dass man jetzt in der Finanzkrise so nass geworden ist.</p>
<p>Noch im Februar diesen Jahres nämlich strebte der Aktienkurs der Citigroup unbeirrt Richtung Null und machte eine dritte staatliche Bailout-Runde erforderlich. Seit kurzem nun scheint sich das Institut zu stabilisieren, der Aktienkurs weist wieder zaghaft nach oben. Aber ist dem auch wirklich so?</p>
<p>Im Querschüsse Blog finden wir aktuell eine profunde <a href="http://wirtschaftquerschuss.blogspot.com/2009/03/auferstandencitigroup.html">Auseinandersetzung</a> mit dem jüngsten Jahresbericht (10-K Filing) der Citigroup, der nichts Gutes verspricht: Während die offizielle Bilanz bereinigt scheint, lauern offenbar in Sondervermögen (Special Purpose Entities) außerhalb der Bilanz noch Risiken von enormen Ausmaßen.</p>
<p>Etwa zeitgleich liest man bei <a href="http://www.parkparadigm.com/2009/03/13/citi-to-re-arrange-deck-chairs-market-applauds/">Sean Park </a>(The Park Paradigm), wie die Citigroup gerade ihr Aufsichtsgremium (Board) verjüngt: Drei Mitglieder haben die satzungsgemässe Altersgrenze von 72 Jahren erreicht und scheiden deshalb aus. Ihre Nachfolger sind 64, 63 und 62 Jahre alt. Sean Park fragt sich deshalb, ob man gerade in einer Zeit epochaler Umbrüche nicht jüngere Köpfe hätte wählen können, die neues Denken und innovative Ideen für eine Citigroup des 21. Jahrhunderts hätten einbringen können.</p>
<p>Abgerundet wird dieses Bild von der Tatsache, dass der <a href="http://online.wsj.com/article/SB123732747181462245.html#mod=testMod">Chefökonom der Citigroup</a>, Lewis Alexander, die Bank verlässt und Berater von Finanzminister Timothy Geithner wird. Lautete nicht ein Wahlspruch von Barack Obama: <a href="http://carta.info/4308/obamarismus-amerikanische-werte-und-change-zugleich/">In Change we believe</a>? Zumindest <a href="http://www.barackobama.com/index.php">verkauft er noch T-Shirts</a> mit dem Motto &#8220;Change&#8221;, während der Wechsel von Lewis Alexander ins Finanzministerium weder nach neuem Denken noch nach neuen Werten aussieht.</p>
<p>In meinen Augen ist die Situation alarmierend: Bei der Citigroup lauern weiter große Risiken, richtungsändernde Personalentscheidungen werden nicht für nötig erachtet (weder beim Management noch beim Aufsichtsrat). Der &#8220;Verlust&#8221; des Chefökonomen an das Finanzministerium zeigt nur, dass auch die neue Regierung in Washington jede Menge altes Denken in ihrem wahrscheinlich wichtigsten Ministerium dieser Amtsperiode anhäuft.</p>
<p>Die Dinge laufen also gründlich schief, da sollte man sich keine <a href="http://www.bwlzweinull.de/index.php/2009/01/20/verstaatlichung-banken/">Illusionen</a> machen. Die Citigroup ist ebenso wenig zu retten wie Teile der amerikanischen Autoindustrie. Barack Obama wäre vielleicht gut beraten, in dieser Situation auf <a href="http://www.youtube.com/watch?v=VMajlQZt1BE">Paul O&#8217;Neill</a>, den ersten Finanzminister unter George W. Bush, oder den Ökonomen <a href="http://www.washingtonmonthly.com/features/2009/0903.galbraith.html">James K. Galbraith</a> zu hören.</p>
<p>Vielleicht käme er auch ins Nachdenken, wenn er lesen würde, was Stowe Boyd, einer der Vordenker des Web 2.0, aktuell so in seinem Blog schreibt (oder <a href="http://twitter.com/stoweboyd/status/1355547313">twittert</a>). Der Citigroup wird das nicht mehr helfen, Regenschirm-Logo hin oder her. Die amerikanische Regierung aber kann noch umsteuern&#8230;</p>
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		<title>Gesunde Banken, gesundes Kanada</title>
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		<pubDate>Fri, 06 Mar 2009 07:30:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matthias</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<p>Kk <a href="http://www.bwlzweinull.de/index.php/2009/03/06/banken-kanada/">Weiterlesen</a></p><p>The post <a href="http://www.bwlzweinull.de/index.php/2009/03/06/banken-kanada/">Gesunde Banken, gesundes Kanada</a> appeared first on <a href="http://www.bwlzweinull.de">bwl zwei null</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.flickr.com/photos/shinythings/2367543231/"><img class="alignnone size-medium wp-image-1835" title="flickr-downtown-toronto-shiny_things" src="http://www.bwlzweinull.de/wp-content/flickr-downtown-toronto-shiny_things-300x220.jpg" alt="flickr-downtown-toronto-shiny_things" width="192" height="141" /></a></p>
<p>Auf den ersten Blick sieht die kanadische Finanzmetropole <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Toronto">Toronto</a> kaum anders aus als eine US-amerikanische Großstadt. Und doch gehen hier die Uhren anders: Eine Bankenkrise kennt man hier nämlich nicht. Die großen kanadischen Banken sind alle gesund und brauchen keine wie auch immer geartete Unterstützung vom Staat. Wie kommt das?</p>
<p>Ironischerweise geht das kanadische Modell eines Bankensystems auf das Vorbild des ersten amerikanischen Finanzministers, <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Alexander_Hamilton">Alexander Hamilton</a>, zurück und blieb diesem bis heute relativ treu. Das bedeutet: Einfache Produkte, hohe Eigenkapitalquoten und eine strenge staatliche Überwachung.</p>
<p>Auf dieser Basis blieben die kanadischen Banken weitgehend von der Kredit- und Bankenkrise verschont, weil sie weder selbst <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Collateralized_Debt_Obligation">CDO&#8217;s</a> ausgaben (also die Kredite für Wohnungsbaufinanzierungen in den eigenen Büchern behielten) noch (wie etwa die deutschen Landesbanken) CDO&#8217;s aus den USA (als Anlage auf Kreditbasis) erwarben.</p>
<p>Wer hätte das gedacht: Das <a href="http://www.nakedcapitalism.com/2009/03/in-praise-of-primitive-banking.html">konservative und vermeintlich rückständige System in Kanada</a> erweist sich in der Krise als Hort der Stabilität. Wo seit jeher eine straffe staatliche Überwachung praktiziert wird, können die Banken jetzt ihre Autonomie behalten, über Verstaatlichung spricht man nur anderswo.</p>
<p>In diesen Kontext passt denn auch wunderbar eine Zahl, die <a href="http://egghat.blogspot.com/2009/03/zahl-des-tages-040309-5178835253.html">egghat</a> aufgegriffen hat: In den USA wurden zwischen 1998 und 2008 rund 5,2 Milliarden Dollar vom Finanzsektor für Wahlkampfhilfen und Lobbyarbeit aufgewandt. Der Erfolg für diesen Einsatz blieb nicht aus: Nirgendwo sonst wurde der Finanzsektor so massiv dereguliert und dem freien Spiel der Akteure überlassen wie in den USA. Die Folgen davon sehen wir gerade weltweit!</p>
<p>Offenbar gab es aber auch in Kanada schon Bemühungen, den Finanzsektor nach amerikanischem Vorbild zu deregulieren. Durchgesetzt werden konnte das aber nicht. Kritische Stimmen führen allerdings an, dass die Banken in Kanada zwar nicht in die Subprime-Krise involviert sind, wohl aber im Bereich der <a href="http://www.bmocm.com/products/marketrisk/credit/swaps/default.aspx">Credit Default Swaps</a> (CDS). Das mag stimmen, konnte von mir aber noch nicht genauer nachgeprüft werden. Aber selbst wenn diese Kritik berechtigt wäre, zeigt sich das Gesamtbild doch, dass die gesamte Subprime-Krise ohne viel Aufwand hätte komplett vermieden werden können&#8230;</p>
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		<title>Was die Kreditkrise mit der Renaissance zu tun hat&#8230;</title>
		<link>http://www.bwlzweinull.de/index.php/2009/02/12/kreditkrise-renaissance/</link>
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		<pubDate>Thu, 12 Feb 2009 07:00:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matthias</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<p>&#8230;erfahren wir im Vortrag von Douglas Rushkoff, den er im November 2008 auf der &#8220;Next Generation&#8221; Konferenz der Ofcom in London gehalten hat (und der kürzlich im Web veröffentlicht wurde). Darin spannt er einen weiten &#8230; <a href="http://www.bwlzweinull.de/index.php/2009/02/12/kreditkrise-renaissance/">Weiterlesen</a></p><p>The post <a href="http://www.bwlzweinull.de/index.php/2009/02/12/kreditkrise-renaissance/">Was die Kreditkrise mit der Renaissance zu tun hat&#8230;</a> appeared first on <a href="http://www.bwlzweinull.de">bwl zwei null</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>&#8230;erfahren wir im Vortrag von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Douglas_Rushkoff">Douglas</a> <a href="http://rushkoff.com/">Rushkoff</a>, den er im November 2008 auf der &#8220;<a href="http://www.ofcom.org.uk/">Next Generation</a>&#8221; Konferenz der <a href="http://www.ofcom.org.uk/">Ofcom</a> in London gehalten hat (und der kürzlich im Web veröffentlicht wurde). Darin spannt er einen weiten Bogen von den aktuellen Vorgängen bis zurück in die Renaissance, in der seiner Ansicht nach die Grundlagen für das moderne System der Geldschöpfung durch Kredit gelegt wurden.</p>
<p>Die Geldschöpfung mittels Kredit macht Rushkoff verantwortlich für eine stark expansiv ausgerichtete Ökonomie, da die Unternehmen die Kredite mit Zinsen (zurück-) bezahlen müssten. Die Folge sei eine endlose Jagd nach Profit bis hin zur modernen Massenfertigung mit all ihren negativen Begleiterscheinungen (<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Karl_Marx">Marx</a> lässt grüßen).</p>
<p>Eine Folge der Massenfertigung wiederum sei die Massenkommunikation, weil die in großen Mengen hergestellten Produkte nur mit viel Werbung an den Mann (und die Frau) zu bringen seien. Und dann wird es wirklich interessant, wenn Rushkoff die Probleme der Medien im Zeitalter des Internets diskutiert. So stellt er etwa fest, dass es keine &#8220;digitale Ökonomie&#8221; geben könne, weil im Internet keine Knappheit herrsche. Er sieht denn auch das Internet nicht als &#8220;Economy&#8221;, sondern als &#8220;Ecology&#8221;.</p>
<p>Dabei geht er so weit zu behaupten, dass auch Google eines Tages werde scheitern müssen, weil Werbung im Internet auf Dauer nicht funktionieren könne: Werbung im Kontext von Inhalten auf Webseiten sei unnatürlich und nicht das was der Betrachter dort suche.</p>
<p>Aber nicht nur für den Mediensektor sieht Rushkoff schwere Zeiten aufziehen: Ganz allgemein hätten Unternehmen zu lange auf einen passiven Typ von Konsumenten gesetzt und könnten jetzt mit dem Wunsch nach Partizipation nicht viel anfangen.</p>
<p>Man muss Rushkoff nicht in allen Punkten zustimmen. Zweifellos sieht er aber klarer als andere, dass wir in einer Zeit großer Umbrüche leben. Der junge Daniel Bachhuber, in dessen Blog ich das Video sah, findet das gut: &#8220;&#8230;there is so much potential for high impact creativity and innovation&#8221;.</p>
<p><object width="360" height="303" data="http://blip.tv/play/goQz3MtMkNwi" type="application/x-shockwave-flash"><param name="src" value="http://blip.tv/play/goQz3MtMkNwi" /><param name="allowfullscreen" value="true" /></object></p>
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		<title>Kleines Update zur großen Wirtschaftskrise</title>
		<link>http://www.bwlzweinull.de/index.php/2009/02/02/update-wirtschaftskrise/</link>
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		<pubDate>Mon, 02 Feb 2009 07:00:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matthias</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<p>Die Krise geht weiter und alles wäre vielleicht gar nicht so besorgniserregend, würde man nur von Seiten der Politik richtig reagieren. Aber ist das der Fall? Immobilien Mit dem Platzen der Immobilienblase in den USA &#8230; <a href="http://www.bwlzweinull.de/index.php/2009/02/02/update-wirtschaftskrise/">Weiterlesen</a></p><p>The post <a href="http://www.bwlzweinull.de/index.php/2009/02/02/update-wirtschaftskrise/">Kleines Update zur großen Wirtschaftskrise</a> appeared first on <a href="http://www.bwlzweinull.de">bwl zwei null</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.flickr.com/photos/detroitderek/1505909566/"><img class="alignnone size-medium wp-image-1520" title="flickr-downtown-detroit-derek-farr1" src="http://www.bwlzweinull.de/wp-content/flickr-downtown-detroit-derek-farr1-299x300.jpg" alt="flickr-downtown-detroit-derek-farr1" width="209" height="210" /></a></p>
<p>Die Krise geht weiter und alles wäre vielleicht gar nicht so besorgniserregend, würde man nur von Seiten der Politik richtig reagieren. Aber ist das der Fall?</p>
<p><strong>Immobilien</strong></p>
<p>Mit dem Platzen der Immobilienblase in den USA fing alles an. Problematisch ist hier, dass der Markt bis heute keine Bodenbildung gefunden hat. So fallen die Preise für Immobilien in den USA immer noch weiter, parallel dazu sinken die Baubeginne (Housing Starts) ebenfalls ungebremst weiter. Details hat das Blog Querschüsse (<a href="http://wirtschaftquerschuss.blogspot.com/2009/01/preisverfall-bei-us-immobilien.html">hier</a> und <a href="http://wirtschaftquerschuss.blogspot.com/2009/01/us-baubeginne-auf-allzeittief.html">hier</a>). Die neue Regierung in den USA hat das Problem bislang nicht adressiert, das Konjunkturprogramm enthält jedenfalls keine Maßnahmen die hier greifen können.</p>
<p><strong>Banken</strong></p>
<p>Bekanntlich schwappte die Immobilienkrise auf die Banken über und sorgte dort für eine Vertrauenskrise, weil alle Institute erkannten, dass sie auf Bergen uneinbringlicher Forderungen saßen und sich deshalb gegenseitig kein Geld mehr leihen wollten. Auch dieses Problem ist noch nicht gelöst. Zwar haben die Regierungen eingegriffen und einzelne Institute gestützt. Diese Interventionen sehen aber noch immer so aus, als habe man den wahren Umfang der Probleme noch gar nicht erkannt.</p>
<p>Zudem tragen die Banken nicht unerheblich zur konfusen Lage selbst bei: Während einige auf rasche Hilfe vom Staat setzen, verweigern dies andere und geben vor, aus eigener Kraft durch die Krise zu kommen. Die Situation ist also völlig intransparent (und kann sich wöchentlich ändern). Mittlerweile gibt es auch Schätzungen zum Schadensvolumen der Kredit- und Derivate-Blase: Der IWF spricht von <a href="http://egghat.blogspot.com/2009/01/neue-iwf-prognose-22-billionen-schaden.html">2,2 Billionen US-Dollar</a> (Egghat&#8217;s Blog), Goldman Sachs greift mit <a href="http://www.nakedcapitalism.com/2009/01/goldman-bank-rescue-may-reach-4.html">4 Billionen</a> (naked capitalism) etwas höher.</p>
<p><strong>Staat und Währung</strong></p>
<p>Das Problem ist nun, dass die Regierungen nicht in beliebiger Höhe Löcher stopfen können: Auf diese Weise würden zwar die Banken gerettet, dafür kämen aber einzelne Staaten bzw. ihre Währungen in Misskredit. Was in so einem Fall passieren kann, klingt im <a href="http://dealbook.blogs.nytimes.com/2009/01/30/rogoff/">Artikel des Ökonomen Kenneth S. Rogoff</a> an: Es werden immer noch keine Kredite vergeben oder wenn, dann nur zu exorbitant hohen Zinssätzen.</p>
<p><strong>Hyperinflation</strong></p>
<p>Das Stichwort steht im Raum, wenn es auch von den großen Medien noch vermieden wird. Hier nur der aktuelle Chart aus den <a href="http://www.google.de/trends?q=hyperinflation">Google Trends</a> und ein <a href="http://zerohedge.blogspot.com/2009/01/whither-hyperinflation.html">Link</a> (Zero Hedge Blog):</p>
<p><img class="alignnone size-medium wp-image-1523" title="google-trends-hyperinflation" src="http://www.bwlzweinull.de/wp-content/google-trends-hyperinflation-300x134.png" alt="google-trends-hyperinflation" width="300" height="134" /></p>
<p>Wer so etwas für völlig abwegig hält, sei daran erinnert, dass zumindest das <a href="http://georgewashington2.blogspot.com/2009/01/uk-economy-is-not-so-sterling.html">britische Pfund</a> als &#8220;angezählt&#8221; gilt. Denn die Briten müssen &#8211; wie die USA &#8211; neben der Banken- und Wirtschaftskrise eben auch eine <a href="http://egghat.blogspot.com/2009/01/zahl-des-tages-310109-166.html">Immobilienblase</a> verdauen. Eine ausführliche Debatte zum Thema (und seinen Varianten) hat das <a href="http://nihoncassandra.blogspot.com/2009/01/inflation-vs-deflation-part-ii.html">Cassandra Does Tokyo Blog</a>.</p>
<p><strong>Fazit<br />
</strong></p>
<p>Die Krise hät längst historische Dimensionen erreicht, aber die Politik noch nicht viel getan. Mir scheint, dass vielfach das volle Ausmaß immer noch nicht erfasst wurde und man gerade in Deutschland an ideologischen Fixierungen (&#8220;Bloss keine Verstaatlichung&#8221;) festhält, obwohl diese nicht zur Situation passen. Zudem sitzen, in Europa ebenso wie in Amerika, viel zu viele &#8220;Experten&#8221; mit am Tisch, die eigentlich eher auf die Anklagebank gehörten, weil sie die Probleme mitverursacht haben, von denen sie uns nun befreien wollen&#8230;</p>
<p>The post <a href="http://www.bwlzweinull.de/index.php/2009/02/02/update-wirtschaftskrise/">Kleines Update zur großen Wirtschaftskrise</a> appeared first on <a href="http://www.bwlzweinull.de">bwl zwei null</a>.</p>]]></content:encoded>
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		<title>Verstaatlichung der Banken: Ultima Ratio oder Hirngespinst?</title>
		<link>http://www.bwlzweinull.de/index.php/2009/01/20/verstaatlichung-banken/</link>
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		<pubDate>Tue, 20 Jan 2009 06:00:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matthias</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Medienkritik]]></category>
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		<description><![CDATA[<p>Wird es in Frankfurt im Jahr 2020 so aussehen wie heute in Detroit? Mit vielen aufgegebenen und verfallenden Hochhäusern? Ich wünsche es der Metropole am Main nicht, aber eine Wette würde ich darauf nicht abschließen &#8230; <a href="http://www.bwlzweinull.de/index.php/2009/01/20/verstaatlichung-banken/">Weiterlesen</a></p><p>The post <a href="http://www.bwlzweinull.de/index.php/2009/01/20/verstaatlichung-banken/">Verstaatlichung der Banken: Ultima Ratio oder Hirngespinst?</a> appeared first on <a href="http://www.bwlzweinull.de">bwl zwei null</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.flickr.com/photos/77221056@N00/1586665344/"><img class="alignnone size-medium wp-image-1368" title="flickr-abandoned-detroit-rmatei" src="http://www.bwlzweinull.de/wp-content/flickr-abandoned-detroit-rmatei-300x199.jpg" alt="" width="240" height="159" /></a></p>
<p>Wird es in Frankfurt im Jahr 2020 so aussehen wie heute in Detroit? Mit vielen aufgegebenen und verfallenden Hochhäusern? Ich wünsche es der Metropole am Main nicht, aber eine Wette würde ich darauf nicht abschließen wollen. Denn der Finanz- und Bankensektor steckt in einer beispiellosen Krise.</p>
<p>Nach dem Platzen der amerikanischen Immobilienblase und dem Zwischenspiel um Bernie Madoff zeigt sich, dass die Banken nicht nur faule Immobilienkredite, sondern auch sonst noch <a href="http://egghat.blogspot.com/2009/01/300-mrd-giftmll-in-den-bankbilanzen.html">reichlich &#8220;Giftmüll&#8221; in ihren Bilanzen</a> stehen haben.</p>
<p>Bereits im November war auf <a href="http://wirtschaftquerschuss.blogspot.com/2008/11/otc-casino-wchst-weiter.html">Querschüsse</a> zu lesen:</p>
<blockquote><p>Das Ende des Kreditzyklus, eingebettet von der abzubauenden Entkopplung des Derivate-Marktes von der Realwirtschaft, wird die Derivate-Pyramiden auf den Boden der Realität zurückholen, da viele, der ihnen unterlegten &#8220;Werte&#8221; worauf diese Finanzwetten basieren, kollabiert sind! Der Markt, getrieben vom Deleverage Effekt, wird das Ende des Schneeballsystems erzwingen!</p></blockquote>
<p>Das Ende von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Charles_Ponzi">Schnellballsystemen</a> ist grundsätzlich gut, wenngleich im Fall der Kredit- und Bankenkrise damit ein Schaden von extremen Ausmaß einhergeht. Dieser Schaden ist so groß, dass die derzeit laufenden Maßnahmen diverser (aller?) Regierungen zu Rettung und Stabilisierung der Banken nur eine aufschiebende Wirkung haben, wie <a href="http://wirtschaftlichefreiheit.de/wordpress/?p=299">Thorsten Polleit</a> (Wirtschaftliche Freiheit) feststellt.</p>
<p>Aktuell werden denn auch schon deutlich radikalere Mittel diskutiert: <a href="http://blogs.ft.com/maverecon/2009/01/time-to-take-the-banks-into-full-public-ownership/#more-418">Willem Buiter</a> (ft.com/maverecon) empfiehlt jetzt die vollständige Verstaatlichung aller Banken. Ähnlich argumentiert <a href="http://www.portfolio.com/views/blogs/market-movers/2009/01/19/why-nationalization-is-the-best-alternative?tid=true">Felix Salmon</a> (Portfolio.com) aus amerikanischer Perspektive.</p>
<p>Meine Einschätzung ist, dass wir wohl auf ein solches Szenario zusteuern. Denn eines ist klar: Alle Banken zusammen haben mehr an faulen Risiken aufgehäuft, als von den Regierungen mittels Subventionen, Krediten oder Beteiligungen aufgefangen werden könnte. Zudem ist festzustellen, dass kritische Beobachter der Staatsverschuldung argwöhnisch darüber werden, ob denn die vielen Bailouts und Konjunkturprogramme auf Pump nicht im Staatsbankrott enden müssen. Die deutsche Situation hat Günter Hannich (MMnews) gut aufbereitet, lesenswert aus amerikanischer Perspektive ist die Darstellung von <a href="http://riskaffine.blogspot.com/2009/01/why-us-government-would-be-bankrupted.html">Risk Affine</a>.</p>
<p>Die Auswirkungen der amerikanischen Subprime-Krise allein hätten also die Regierungen mit konventionellen Methoden auffangen können. Nicht aber zusätzlich noch das &#8220;<a href="http://wirtschaftquerschuss.blogspot.com/2009/01/bericht-3quartal-zum-us-derivate-casino.html">Derivate Casino</a>&#8221; sowie die abstürzende Konjunktur: Das bringt selbst robuste Staaten (und ihre Währungen) an den Rand des Bankrotts.</p>
<p>Einen Staatsbankrott werden aber weder Barack Obama noch Angela Merkel wollen. Es bleibt also spannend. Denn spätestens im Frühjahr wird sich nicht mehr verbergen lassen, dass die meisten großen Banken völlig in den Seilen hängen und Finanzspritzen allein nicht weiterhelfen. Dann wird aber auch klar sein, dass die Regierungen nicht laufend neue Rettungspakete in beliebiger Höhe schnüren können!</p>
<p>Als Trost zum Schluss: <a href="http://discussionleader.hbsp.com/haque/2009/01/a_users_guide_to_21st_century.html">Umair Haque</a> (Edge Economy) hat schon mal eine &#8220;Gebrauchsanweisung für das 21. Jahrhundert&#8221; geschrieben. Wer daraus ablesen kann, wie man in Frankfurt Ruinen à la Detroit verhindern kann, darf dies gerne hier in den Kommentaren diskutieren&#8230;</p>
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		<title>Über Wissen und Unternehmertum</title>
		<link>http://www.bwlzweinull.de/index.php/2008/11/03/uber-wissen-und-unternehmertum/</link>
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		<pubDate>Mon, 03 Nov 2008 07:00:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matthias</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<p>Was unterscheidet Wissen von Unternehmertum (Entrepreneurship)? George Gilder (auf Forbes.com) bringt es auf den Punkt: Wissen bezieht sich auf die Vergangenheit, Unternehmertum richtet sich an der Zukunft aus. Bezogen auf die aktuelle Finanzkrise bedeutet dies &#8230; <a href="http://www.bwlzweinull.de/index.php/2008/11/03/uber-wissen-und-unternehmertum/">Weiterlesen</a></p><p>The post <a href="http://www.bwlzweinull.de/index.php/2008/11/03/uber-wissen-und-unternehmertum/">Über Wissen und Unternehmertum</a> appeared first on <a href="http://www.bwlzweinull.de">bwl zwei null</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Was unterscheidet Wissen von Unternehmertum (Entrepreneurship)? <a href="http://www.forbes.com/forbes/2008/1110/036_print.html">George Gilder</a> (auf Forbes.com) bringt es auf den Punkt: Wissen bezieht sich auf die Vergangenheit, Unternehmertum richtet sich an der Zukunft aus.</p>
<p>Bezogen auf die aktuelle <a href="http://blog.nonprofits-vernetzt.de/index.php/nonprofit-blogparade-folgen-der-finanzkrise-fur-nonprofits-bedrohung-oder-chance/">Finanzkrise</a> bedeutet dies nach Gilder, dass die etablierten Institutionen (in Politik, Wirtschaft und Finanzwesen) mit ihrem (überholten) Wissen die Weltwirtschaft nur immer weiter in die Vergangenheit zurücktreiben und das alles im Namen des Fortschritts.</p>
<p>Im Kern kämpfen nämlich in jeder Wirtschaft die bisher erfolgreichen Einrichtungen gegen die innovativen, neuen Kräfte, die nicht nur neue Unternehmen schaffen, sondern ganze Branchen und Märkte auf den Kopf stellen. <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Schumpeter">Innovation</a> ist demnach kein harmonischer, allmählicher Prozess. Innovation bringt vielmehr strukturelle Brüche mit sich, anstelle sanfter Übergänge.</p>
<p>Das Internet und die mit ihm aufs Engste verbundene Computertechnologie ist so eine innovative Kraft, die vieles (wenn nicht alles) verändert und in ihrer Ursache und Wirkung eben nicht mit dem Wissen der Vergangenheit erklärt (und gebändigt) werden kann.</p>
<p>So gesehen haben wir im Anlagen- und Maschinenbau, einer Branche in der die Relevanz des Internets bis heute weitgehend verkannt und ignoriert wird, gar keine Unternehmer am Werk, sondern nur noch Verwalter einer im Untergehen begriffenen Prosperität.</p>
<p>Aber etwa auch das Bildungswesen als überwiegend nicht marktwirtschaftlich organisierte &#8220;Branche&#8221;, sieht nicht gut aus: Schulen und Hochschulen stehen dem Internet und den neuen Ideen des eLearning immer noch recht skeptisch gegenüber und verteidigen lieber die alten Bastionen klassischen Wissens und der herkömmlichen Wissensvermittlung. Und wo die Argumente ausgehen, kommt man dann gerne mit den &#8220;Werten&#8221;&#8230;</p>
<p>Mir jedenfalls hilft das Konzept der Dualität von Wissen und Unternehmertum nach George Gilder, das ich im Blog von <a href="http://www.parkparadigm.com/2008/11/02/going-long-creativity/">Sean Park</a> (The Park Paradigm) gefunden habe. Denn es zeigt mir einmal mehr, wo ich selbst stehe und es hilft, Entwicklungen und Situationen besser zu deuten.</p>
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		<title>Perspektiven für die Wirtschaft: Die Krise als Chance sehen!</title>
		<link>http://www.bwlzweinull.de/index.php/2008/10/13/perspektiven-fur-die-wirtschaft-die-krise-als-chance-sehen/</link>
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		<pubDate>Mon, 13 Oct 2008 07:00:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matthias</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<p>&#8220;Hurra, die Börse brennt!&#8221; tituliert Thorsten Gieseler (Der Blogbeutel) einen Artikel mit Bezug auf den Wertpapierhändler Dirk Müller, weil die Kommentare auf YouTube zum Video keine Trauer oder Betroffenheit zeigen, sondern den Zusammenbruch der Finanzmärkte &#8230; <a href="http://www.bwlzweinull.de/index.php/2008/10/13/perspektiven-fur-die-wirtschaft-die-krise-als-chance-sehen/">Weiterlesen</a></p><p>The post <a href="http://www.bwlzweinull.de/index.php/2008/10/13/perspektiven-fur-die-wirtschaft-die-krise-als-chance-sehen/">Perspektiven für die Wirtschaft: Die Krise als Chance sehen!</a> appeared first on <a href="http://www.bwlzweinull.de">bwl zwei null</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Hurra, die Börse brennt!&#8221; tituliert Thorsten Gieseler (Der Blogbeutel) einen Artikel mit Bezug auf den Wertpapierhändler Dirk Müller, weil die Kommentare auf YouTube zum Video keine Trauer oder Betroffenheit zeigen, sondern den Zusammenbruch der Finanzmärkte eher feiern.</p>
<p>Mir scheint, hier bricht nach dem ersten Schock über die Krise allmählich eine gesunde Erleichterung darüber durch, dass ein völlig aus den Fugen geratenes Finanz- und Wirtschaftssystem in Scherben fällt, nach dem Motto: Besser ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende&#8230;</p>
<p>Um es klar zu sagen: Hier soll kein vordergründiger Humor gefeiert werden. Zudem teile ich die Sorge von Thorsten, dass es am Ende die Kleinen und Schwachen treffen wird. Aber mir zeigen die Kommentare auf YouTube eben auch, dass den ganz normalen Leuten längst bewusst ist, dass hier viel mehr schief liegt und nun zutage tritt, als etwa nur eine (amerikanische) <a href="http://www.bwlzweinull.de/index.php/2008/10/08/woher-kommt-die-krise/">Subprime-Krise</a>.</p>
<p>Im Kern betrifft es das gesamte Wirtschaftssystem, den &#8220;Kapitalismus&#8221;. Denn er hat ein Wesenselement in sich, das schon <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Karl_Marx">Karl Marx</a> kritisiert hat: Die Konzentration von Macht und Geld in den Händen (weniger) Unternehmer. Dass zuviel Macht (und Gier) in den Händen relativ weniger Banker die aktuelle Krise ausgelöst hat, wird wohl niemand bestreiten.</p>
<p>Und historisch betrachtet, legte Karl Marx seinen Finger in die richtige Wunde, wenn auch die Verhältnisse lange gegen ihn sprachen. Denn seit der Industrialisierung bis hin zur Bildung eines breiten Mittelstandes nach dem zweiten Weltkrieg hatten fast alle Betriebe etwas Gemeinsam: An ihrer Spitze stand meist eine kluge Unternehmerpersönlichkeit mit sehr viel Wissen. Ihr gegenüber stand das Personal, das oft nur angelernt war und keine höhere Bildung besaß.</p>
<p>Dieser Typ von Unternehmen wies also nicht nur die von Marx kritisierte, einseitige Kumulation von Kapital auf (d. h. das Unternehmen im Besitz einer Familie oder von Aktionären), sondern zeigte auch eine sehr steile &#8220;Wissenspyramide&#8221;: Der Chef wusste extrem viel, die Arbeiter relativ wenig.</p>
<p>Während sich nun im Laufe des 20. Jahrhunderts an den Besitzverhältnissen der Unternehmen praktisch nichts änderte, wuchsen die Anforderungen an das Personal enorm an. So haben ungelernte Kräfte heute bekanntlich kaum noch eine Chance am Arbeitsmarkt, während Akademiker (insbesondere Ingenieure) Mangelware sind.</p>
<p>Fast alle Unternehmen funktionieren heute nur noch dank eines fachlich sehr hohen Wissenspools seitens der Mitarbeiter. Die Wissenspyramide ist also in den letzten Jahrzehnten immer breiter geworden, die &#8220;Eigentumspyramide&#8221; dagegen nach wie vor steil geblieben.</p>
<p>Mit dem Bild der beiden ungleichen Pyramiden lässt sich nicht nur die aktuelle Krise erklären, sondern vielleicht auch, warum in unserer Wirtschaft so viel von <a href="http://karrierebibel.de/dat-iss-ne-jode-lade-kaum-empfehlungen-fuer-arbeitgeber/">Unzufriedenheit am Arbeitsplatz</a> bis hin zur inneren Kündigung die Rede ist: Den Mitarbeitern wird immer mehr abverlangt, an den Gewinnen jedoch sind immer nur wenige Spitzenmanager, Unternehmer oder Oligarchen beteiligt.</p>
<p>Vor diesem Hintergrund wundert mich übrigens auch nicht, dass Themen wie &#8220;Enterprise 2.0&#8243; gerade in den mittelständisch geprägten Unternehmen nur schlecht vorankommen. Denn die <a href="http://radar.oreilly.com/2008/09/getting-web-20-right-the-hard.html">latente Demokratisierung</a>, die in den neuen Tools aus dem Web steckt, läuft im Grunde ja den (einseitigen) Macht- und Besitzverhältnissen zuwider. Hier kommen also Dinge zusammen, die nicht wirklich zusammen passen.</p>
<p>Das alles ist vielleicht schon etwas harter Tobak aus dem Mund eines Unternehmensberaters. Aber keine Sorge, ich predige hier keinen neuen Sozialismus oder Kommunismus. Die <a href="http://discussionleader.hbsp.com/haque/2008/09/how_to_build_a_nextgen_business_now.html">Lösungen</a> sehen anders aus und es gibt sie! Mehr dazu im Laufe der Woche&#8230;</p>
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		<title>Woher kommt die Krise?</title>
		<link>http://www.bwlzweinull.de/index.php/2008/10/08/woher-kommt-die-krise/</link>
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		<pubDate>Wed, 08 Oct 2008 11:00:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matthias</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<p>Eine der besten und verständlichsten Erklärungen zur aktuellen Finanz- und Bankenkrise habe ich eben bei Willi Schroll (future facts blog) gefunden. Weitere Infos dazu gibt es auf dem Marketplace, der Quelle des Videos: Dabei zeigt &#8230; <a href="http://www.bwlzweinull.de/index.php/2008/10/08/woher-kommt-die-krise/">Weiterlesen</a></p><p>The post <a href="http://www.bwlzweinull.de/index.php/2008/10/08/woher-kommt-die-krise/">Woher kommt die Krise?</a> appeared first on <a href="http://www.bwlzweinull.de">bwl zwei null</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Eine der besten und verständlichsten Erklärungen zur aktuellen Finanz- und Bankenkrise habe ich eben bei <a href="http://blog.futurefacts.net/2008/10/08/global-financial-crisis-may-end-2009/">Willi Schroll</a> (future facts blog) <a href="http://twitter.com/willischroll/statuses/951043235">gefunden</a>. Weitere Infos dazu gibt es auf dem Marketplace, der Quelle des Videos:</p>
<p><iframe src="http://www.youtube.com/embed/eb_R1-PqRrw" height="315" width="420" allowfullscreen="" frameborder="0"></iframe></p>
<p>Dabei zeigt sich ein ganz einfacher, aber verhängnisvoller Fehler: Die Ratings! Wieder einmal haben offenbar die Rating-Agenturen auf ganzer Linie versagt.</p>
<p><span id="more-1025"></span></p>
<p><a href="http://rebellmarkt.blogger.de/stories/1236916/">Don Alphonso</a> (auf Rebellen ohne Markt) wagt einen sehr mutigen Blick nach vorn und wird von den Realitäten fast schon eingeholt: An seinem Szenario kann man sich relativ gut ausrichten. Nur die Sache mit dem Schweizer Franken nehme ich ihm nicht ab &#8211; oder war das als Witz gedacht? Die Schweiz ist ein kleines Land und hängt mit der <a href="http://www.ubs.com">UBS</a> und der <a href="http://www.credit-suisse.com">Credit Suisse</a> tief im Sumpf mit drin. So hoch können die Berge dort gar nicht sein, wie diese Banken ebenfalls faule Papiere im Bestand haben dürften&#8230;</p>
<p>Mein Tipp: <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Dubai_Banking_Group">Dubai</a> und andere Emirate. Wer jetzt noch Geld (flüssig) hat, könnte es dort parken und sehen, was passiert&#8230;</p>
<p>The post <a href="http://www.bwlzweinull.de/index.php/2008/10/08/woher-kommt-die-krise/">Woher kommt die Krise?</a> appeared first on <a href="http://www.bwlzweinull.de">bwl zwei null</a>.</p>]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Eiszeit für kommerzielle Blogs?</title>
		<link>http://www.bwlzweinull.de/index.php/2008/10/06/eiszeit-fur-kommerzielle-blogs/</link>
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		<pubDate>Mon, 06 Oct 2008 06:00:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matthias</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Valleywag]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Die Krise ist da, wer wollte das noch bestreiten? In den USA kürzen die ersten kommerziellen Blogs schon ihre Belegschaft: Gawker Media streicht 19 Stellen, darunter 3 (von insgesamt 5) bei Valleywag. Die Begründung ist &#8230; <a href="http://www.bwlzweinull.de/index.php/2008/10/06/eiszeit-fur-kommerzielle-blogs/">Weiterlesen</a></p><p>The post <a href="http://www.bwlzweinull.de/index.php/2008/10/06/eiszeit-fur-kommerzielle-blogs/">Eiszeit für kommerzielle Blogs?</a> appeared first on <a href="http://www.bwlzweinull.de">bwl zwei null</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Die Krise ist da, wer wollte das noch bestreiten? In den USA kürzen die ersten kommerziellen Blogs schon ihre Belegschaft: <a href="http://www.alleyinsider.com/2008/10/black-friday-at-gawker-media-19-layoffs-at-blog-network">Gawker Media</a> streicht 19 Stellen, darunter 3 (von insgesamt 5) bei <a href="http://valleywag.com/5058760/valleywag-cuts-60-percent-of-staff">Valleywag</a>. Die Begründung ist einfach, man rechnet für das kommende Jahr mit einem deutlichen Einbruch bei den Werbeeinnahmen (via <a href="http://turi-2.blog.de/2008/10/05/heute2-premiere-telekom-gorny-4822544">Turi2</a>).</p>
<p>Das ist ein ausgesprochen schlechtes Zeichen, da so die Krise leicht zur sich selbst erfüllenden Prophezeiung wird: Wenn nur genug Unternehmen glauben, dass schlechte Zeiten kommen und deshalb anfangen, ihre Ausgaben zu kürzen sowie Investitionen aufzuschieben, ist die Krise schon da, egal wie die sonstigen Umstände aussehen!</p>
<p>Nur gut dass bei uns in Deutschland alles anders ist: Von kommerziellen Blogs ist ja weit und breit so gut wie nichts zu sehen, wer wollte da etwas kürzen? Statt dessen schreiben hier jetzt Blogger über Finanzfragen, von denen man das  früher so gar nicht gedacht hätte: <a href="http://blog.fefe.de/?ts=b6197545">Fefe</a> macht jetzt auf Banken, der <a href="http://www.werbeblogger.de/2008/10/01/wenn-das-spielgeld-knapp-wird/">Werbeblogger</a> analysiert die Finanzkrise und <a href="http://blogbar.de/archiv/2008/10/03/wie-das-handelsblatt-mit-seinen-blogger-zensiert/">Don Alphonso</a> reibt sich am Handelsblatt, das einen <a href="http://blog.handelsblatt.de/oekonomie/eintrag.php?id=40">beunruhigenden Blogartikel</a> über mögliche <a href="http://egghat.blogspot.com/2008/10/pssst-jede-bank-kann-ausfallen-und-das.html">Ausfälle bei deutschen Banken</a> schnell wieder hat verschwinden lassen.</p>
<p>Schöne Aussichten sind das. Und möge sich jeder seinen Humor bewahren, wir werden ihn noch brauchen&#8230;</p>
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