Cloud Computing

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Neben der enormen Beachtung, die der neue Google Browser “Chrome” aktuell bekommen hat, ging eine andere Meldung ziemlich unter: Parallel dazu nämlich hat Google auch angekündigt, seine kommerzielle Version der Google Apps um einen Videoservice zu ergänzen.

Unternehmen, die also auf die Officelösung aus dem Hause Google setzen, können künftig auch Videos hochladen und in ihrem Netzwerk (exklusiv) verfügbar machen. Zusätzliche Kosten entstehen dafür nicht, es bleibt bei den schon bestehenden Lizenzgebühren. Lediglich eine Grenze von 3 GB für die Videos pro Account sind gemeldet, mehr gibt es sicher auf Anfrage und gegen Aufpreis.

Deswegen sollte aber niemand in Extase geraten oder ein neues Zeitalter heraufziehen sehen: Die von Google selbst gezeigten Anwendungsbeispiele sprechen nicht unbedingt für einen schnellen Produktivitätsschub in den Unternehmen:

eingebunden mit Embedded Video

Immerhin hat es Google einmal mehr geschafft, einen bislang eher als komplex und teuer geltenden Dienst als einfache Lösung zu präsentieren. Das Problem dürfte denn auch eher darin liegen, dafür geeignete Anwendungsfälle (sprich: genügend Phantasie) in den Unternehmen zu entwickeln.

Eine “kleine” Bremse dürfte auch die Tatsache sein, dass Microsoft in Sachen Office Software immer noch tonangebend ist. Aber steter Tropfen höhlt den Stein. Ganz sicher!

Gerade hat die FAZ ihren “Reading Room” eingedeutscht und nennt ihn jetzt “Lesesaal”. Wir wünschen weiterhin gutes Gelingen und fragen uns, ob man nicht auch den Begriff des Cloud Computings (endlich) ins Deutsche übertragen sollte…

Was dabei wohl heraus käme? Fragen wir uns lieber, was man unter dem in Amerika immer wichtiger werdenden Begriff versteht. Das folgende Video bietet einige sehr gute aber auch ein paar witzige Erklärungen. Danke an Rod Boothby und das Team von Joyeur.

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SlideRocket LogoRobert Scoble ist wieder mal ganz hin und weg: SlideRocket, ein amerikanisches Startup, hat Powerpoint neu erfunden. Genauer gesagt: Nicht wirklich neu erfunden, sondern nur ins Netz geholt. Also eine Software für Präsentationen als Software as a Service (SaaS).

Die Idee ist grundsätzlich nicht schlecht, aber wie man darüber nur so begeistert sein kann, entzieht sich meinem Verständnis. Die Website der Firma listet nämlich auf, wer außer Scoble die Software noch ganz toll findet – und das sind nicht wenige der großen Tech-Blogs in den USA. Die Begeisterung basiert dabei ganz wesentlich auf den optischen Möglichkeiten, etwa den Übergangseffekten von einer Seite zur nächsten.

Jason Harris (Web Worker Daily) nennt schon mal Preise. Und spätestens an dieser Stelle wird sich zeigen, wer die zweifellos hübschen Effekte wirklich braucht. Aber noch etwas anderes lässt mich zweifeln: Wo ist denn das Alleinstellungsmerkmal (oder der Wettbewerbsvorteil) von SlideRocket?

Sowohl Microsoft als auch Apple können ihre Software jederzeit auch im Netz anbieten (Cloud Computing). Und falls es wirklich die optischen Effekte sein sollten, könnte man bei Microsoft ja noch etwas nachlegen. Das gilt im übrigen auch für Google, dessen Software für Präsentationen auch nicht an den Stand von SlideRocket heran reicht.

In meinen Augen bewegt man sich da auf dünnem Eis, bei SlideRocket in San Francisco. Aber Leute wie Robert Scoble oder Michael Arrington haben das nicht im Blick. Dafür gibt es auch jeden Tag viel zu viele neue Ideen und Startups…