blogoscoop

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Keine lange Eloge hier, aber sieht das Blog jetzt nicht gut aus? Mit 15 beherzten Eingriffen in das Stylesheet habe ich die Optik dahin gebracht, wohin ich sie haben wollte: Statt Türkis und Times New Roman wieder das gewohnte Dunkelrot und reichlich Arial.

Ein paar kleinere Bugs gibt es noch, etwa die Bilder in Artikeln, die praktisch randlos am Text kleben. Auch die Nennung des Autors (”von schwenk”) zwischen Titel und Text der Artikel stört mich und wird noch eliminiert.

Hinter den Kulissen arbeiten jetzt zwei (für mich neue) Plugins in Sachen Blogstatistik: CyStats und Stat Traq. Auf Anhieb macht dabei CyStats der aufgeräumteren Optik wegen den besseren Eindruck. Ich lasse aber beide mal eine Weile parallel laufen. Zum Vergleich habe ich ja noch die Zahlen von blogoscoop.

Bis hier alles perfekt sitzt, dürfte vermutlich schon das Update auf WordPress 2.7 anstehen und wehe, die Tarski-Brüder bringen dazu auch ein Update für ihr Theme

Hier im Blog ist den letzten Tagen der übliche Rhythmus, was das Erscheinen neuer Artikel betrifft, sichtlich ins Stocken geraten. Das liegt daran, dass ich mir im Moment nicht schlüssig bin, wie ich weitermachen soll. Zu den Einflussfaktoren zählen folgende Aspekte:

  1. Der Zeitfaktor: Mit dem Blog zu blogoscoop betreue ich seit Februar ein weiteres Blog, was sich im Zeitbudget leider schnell bemerkbar gemacht hat. Selbst bei moderater Posting-Frequenz (und der Unterstützung durch Martin bei blogoscoop) machen zwei Blogs eindeutig mehr Arbeit als einer.
  2. Die Irrelevanz meines Blogs beim Mittelstand: Was immer ich hier schreibe, es wird bei meiner eigentlichen Zielgruppe nicht wahrgenommen. Und daran dürfte sich auch noch auf längere Sicht nichts ändern. Noch vor einem Jahr war ich der festen Überzeugung, die Zeit sei reif für die Themen “Web 2.0″ und “Enterprise 2.0″ in deutschen Unternehmen. Heute sehe ich viel stärker die kulturverändernde Wirkung der Digitalisierung und denke, dass es bei uns noch sehr lange dauern wird (10 bis 15 Jahre?), bis wir Verhältnisse wie heute in den USA oder Japan haben werden.
  3. Die Sprachbarriere: Deutsch als Sprache eines Blogs kann ein Handicap sein. Denn ich kann zwar englischsprachige Blogs verlinken, diese können aber auf mich nicht Bezug nehmen, da es der Gegenseite an Deutschkenntnissen fehlt. Will ich also auf internationaler Ebene mitdiskutieren, muss ich vom Deutschen ins Englische wechseln. Christian Scholz (Mr. Topf) und Martin Koser (frogpond) bemühen sich bilingual, aber so richtig überzeugend finde ich diese Mischung für mich persönlich nicht.
  4. Die Parteilichkeit: Seitdem blogoscoop als Projekt am Laufen ist, hat sich die Perspektive verändert. Die Leichtigkeit des Bloggens ist weg, da ich nun nicht mehr der (freie) Beobachter bin, sondern selbst zum Akteur werde, der auf vielfältige Interessen Rücksicht nehmen muss. Ich kann mich nicht einerseits auf blogoscoop freundlich und offen nach allen Seiten geben und andererseits auf bwl zwei null etwa bestimmte (Blogger-) Kreise laut kritisieren. Damit kommt mir aber hier im Blog das “Salz für die Suppe” abhanden…

Ich bin also ernsthaft am Überlegen, bwl zwei null (nach gut einem Jahr Laufzeit) als Blog ganz einzustellen und irgendwo im Web unter neuem Namen und in englischer Sprache wieder aufzutauchen (bwl zwei null ist als “Marke” im Englischen unaussprechlich und daher unpassend). Für die Beteiligung an den Debatten an der deutschsprachigen Blogosphäre bliebe uns ja noch das Blog zu blogoscoop.

readbox gewinnspiel cybookreaderDie readbox steht kurz vor dem Launch und verlost schon mal einen E-Book-Reader sowie Gutscheine für Lesestoff. Das Team um Ralf Biesemeier bringt mit der readbox eine der weltweit ersten Plattformen für digitales Lesen auf den Markt. Technisch steckt fast alles drin, was heute überhaupt nur möglich ist: Von den verschiedensten Formaten angefangen, um mit möglichst vielen Geräten (für das Lesen) kompatibel zu sein, bis hin zu Audio-Books oder Print-on-demand für einzelne Titel.

Einzelheiten zum Start folgen im Blog, die Website selbst hat leider noch geschlossen. Ich konnte das “Innenleben” aber schon sehen und war positiv überrascht. Das Ganze ist gut durchdacht und alles andere als ein launiger Schnellschuss. Die readbox hat das Zeug dazu, in die engere Wahl für das Startup das Jahres zu kommen. Ob es jedoch auf dem Siegertreppchen für den Platz ganz oben langt, ist noch nicht sicher: Denn da will ja auch blogoscoop hin…

blogoscoop logo in grauHier eine Ankündigung in eigener Sache: Seit heute ist das Blog zu blogoscoop online. blogoscoop wird ein neues Tool zum Ranking von Blogs. Der Anstoß dazu kam nach bzw. mit dem Ende von blogscout. Mich hat das damals kalt erwischt, hatte ich mich doch immer schön auf die Statistiken von Dirk Olbertz verlassen und noch kein eigenes Statistik-Tool (per Plugin) in bwl zwei null eingebaut.

Aber dieses Manko wurde rasch behoben, dank Semmelstatz (Plugin). Allerdings scheint dessen “Produktlebenszyklus” seit Januar 2008 ebenfalls zu Ende zu sein. Zudem ersetzt ein Statistik-Plugin nicht den Vergleich mit anderen Blogs, es sein denn, man spielt ganz oben in der Liga mit und schaut sich die Deutschen Blogcharts an.

blogoscoop will denn auch keine Konkurrenz zu den Deutschen Blogcharts werden, sondern vielmehr den Blogs im Long Tail ein nützliches Instrument an die Hand geben. Dazu haben wir die Idee von blogscout (erheblich) weiterentwickelt und hoffen so wieder mehr Transparenz in die sich ständig wandelnde Blogosphäre bringen zu können.

Hinter blogoscoop stehen Martin Kunzelnick und ich. Warum und wie wir das machen und weshalb dieses “blogoscoop” farblich noch ziemlich “grau in grau” daher kommt, darüber mehr ab heute drüben, im neuen Blog.