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	<title>bwl zwei null &#187; Bankenkrise</title>
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	<description>Matthias Schwenk on the Post Everything Economy</description>
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		<title>Dubai: Auf Sand gebaut&#8230;</title>
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		<pubDate>Wed, 08 Apr 2009 07:00:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matthias</dc:creator>
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Entlarvend und schockierend ist der Artikel von Johann Hari, den er aktuell im Independent über Dubai geschrieben hat (&#8221;The dark side of Dubai&#8221;). Dabei hat er die ökonomische Perspektive noch weitgehend ausgespart und sich nur auf die menschlichen Tragödien sowie die Umweltproblematik konzentriert.
In Dubai wird eine moderne Form der Sklaverei praktiziert, ohne die weder die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.flickr.com/photos/rpoll/3147843435/"><img class="alignnone size-medium wp-image-2055" title="flickr-dubai-creek-britrob" src="http://www.bwlzweinull.de/wp-content/flickr-dubai-creek-britrob-300x225.jpg" alt="flickr-dubai-creek-britrob" width="240" height="180" /></a></p>
<p>Entlarvend und schockierend ist der <a href="http://www.independent.co.uk/opinion/commentators/johann-hari/the-dark-side-of-dubai-1664368.html">Artikel von Johann Hari</a>, den er aktuell im Independent über <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Dubai">Dubai</a> geschrieben hat (&#8221;The dark side of Dubai&#8221;). Dabei hat er die ökonomische Perspektive noch weitgehend ausgespart und sich nur auf die menschlichen Tragödien sowie die Umweltproblematik konzentriert.</p>
<p>In Dubai wird eine moderne Form der Sklaverei praktiziert, ohne die weder die Bauwirtschaft noch weite Teile des Dienstleistungssektors funktionieren würden: Ganz bewusst wurden Arbeitskräfte mit falschen Versprechungen ins Land gelockt, ihnen der Pass abgenommen und sie dann zu Arbeitsleistungen unter schlimmsten Bedingungen gezwungen.</p>
<p>Abscheulich finde ich daran, dass Unternehmen aus dem Westen mit ihren hochqualifizierten Mitarbeitern dies offenbar nicht nur tolerieren, sondern sich auch noch aktiv daran beteiligen: Das System der (billigen) Hausangestellten funktioniert nämlich nach dem gleichen Prinzip wie am Bau. Den Mitarbeitern wird der Pass abgenommen, was diese zu Menschen ohne Rechte macht, die ihren Arbeitgebern völlig ausgeliefert sind.</p>
<p>Viel zu lange hat das Emirat es mit seiner sehr selektiven Informationspolitik geschafft, sich weltweit das Image eines Wirtschafts- und Urlaubsparadieses zu geben. Es wird Zeit, dass sich hier eine realistische Sicht auf die Dinge durchsetzt und die Entscheidungsträger im Emirat umdenken.</p>
<p>Aber vielleicht ist ein Umdenken gar nicht mehr notwendig?</p>
<p>Noch im Herbst 2008 musste das Emirat Gerüchten entgegen treten, dass es <a href="http://www.telegraph.co.uk/news/worldnews/middleeast/dubai/3510908/Dubai-reveals-debt-levels-to-dispel-fears-over-growth.html">überschuldet</a> sei. Wirklich beruhigen konnte das nicht, denn die eigentliche Problematik lauert tiefer: So haben Dubais Banken im großen Stil den Bauboom finanziert und sehen sich nun einem Kreditportfolio gegenüber, das in weiten Teilen nicht mehr werthaltig ist, weil die Preise für Immobilien stark gefallen sind (und noch immer unter Druck stehen). <a href="http://iqtisad-alkhaleej.blogspot.com/2009/03/worried-about-uae-banks.html">Schätzungen</a> gehen von rund 100 Mrd $ an erforderlichen Bailouts für die Banken aus.</p>
<p>Parallel dazu bleiben jetzt vermehrt die <a href="http://www.dubai-report.de/news/1551000/sinkende-besucherzahlen-und-zimmerpreise-in-dubai/">Touristen</a> aus und arbeitslos gewordene <a href="http://www.mmnews.de/index.php/200901252071/MM-News/Flucht-aus-Dubai.html">Gastarbeiter</a> verlassen das Land. Beide Tendenzen verstärken eher den Verfall der Immobilienpreise, als dass sie diesen bremsen könnten.</p>
<p>Machen jetzt noch Berichte über die &#8220;dunkle Seite von Dubai&#8221; öfter die Runde, wofür sich Anzeichen auch im <a href="http://www.guardian.co.uk/world/2009/feb/13/dubai-boom-halt">Guardian </a>und der <a href="http://www.kippreport.com/kipp/2009/04/06/dubai%E2%80%99s-achilles%E2%80%99-heel/">BBC</a> finden, wird der Lack schneller abblättern, als es die Scheichs in Dubai glauben wollen. Dubai als Experiment dürfte gescheitert sein: Man wollte zu schnell zu hoch hinaus und hat dabei doch nur auf Sand gebaut&#8230;</p>
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		<title>Schrumpfende Wirtschaft, fehlende Orientierung</title>
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		<pubDate>Tue, 24 Mar 2009 13:00:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matthias</dc:creator>
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		<description><![CDATA[
Die Weltwirtschaft schrumpft, um nicht zu sagen, sie stürzt ab. Aber warum eigentlich? Am Anfang stand das Platzen der amerikanischen Immobilienblase und die daraus folgende Bankenkrise. Längst aber hat die Krise auch die Industrie und den Dienstleistungssektor erfasst. Dort brechen jetzt die Aufträge in einem nie gekannten Umfang weg.
Das Problem ist: Alle wissen, dass die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.flickr.com/photos/maxbraun/83123937/"><img class="alignnone size-medium wp-image-2011" title="flickr-dead-traffic-lights-mackz-2" src="http://www.bwlzweinull.de/wp-content/flickr-dead-traffic-lights-mackz-2-300x225.jpg" alt="flickr-dead-traffic-lights-mackz-2" width="240" height="180" /></a></p>
<p>Die <a href="http://www.ftd.de/politik/international/:Prognose-der-WTO-Welthandel-bricht-ein-wie-nie-zuvor/491207.html">Weltwirtschaft</a> schrumpft, um nicht zu sagen, sie stürzt ab. Aber warum eigentlich? Am <a href="http://www.bwlzweinull.de/index.php/2009/02/02/update-wirtschaftskrise/">Anfang</a> stand das Platzen der amerikanischen Immobilienblase und die daraus folgende Bankenkrise. Längst aber hat die Krise auch die Industrie und den Dienstleistungssektor erfasst. Dort brechen jetzt die Aufträge in einem nie gekannten Umfang weg.</p>
<p>Das Problem ist: Alle wissen, dass die USA in den letzten Jahren deutlich über ihre Verhältnisse gelebt haben und mit dem Platzen der Immobilienblase die nötige <a href="http://wirtschaftquerschuss.blogspot.com/2009/03/fed-im-quantitative-easing-modus.html">Korrektur</a> eingeleitet wurde. Allerdings ist nicht klar, wo die Korrektur ihren Boden finden wird.</p>
<p>Man kann grundsätzlich davon ausgehen, dass es jetzt in vielen Branchen Überkapazitäten gibt. Wie hoch diese sind, kann man aber noch nicht sagen. Die Manager agieren deshalb mit Vorsicht und haben ihre Investitionen vorläufig stark zurückgefahren oder sogar ganz ausgesetzt. Es fehlt ihnen die Planungssicherheit. Gleichzeitig verschlimmert diese kaufmännische Vorsicht die Krise, weil jetzt auch durchaus sinnvolle Investitionen unterbleiben.</p>
<p>In dieser Situation wäre es eigentlich erforderlich, mit einer Modellrechnung zu ermitteln wo der &#8220;Boden&#8221; liegen könnte. Dafür dürfte aber eine entscheidende Größe fehlen, nämlich eine Stabilisierung am <a href="http://egghat.blogspot.com/2009/03/us-immobilienverkaufe-leicht-rauf-inkl.html">amerikanischen Immobilienmarkt</a>. Die amerikanische Regierung hat diesem Problempunkt bisher viel zu wenig Aufmerksamkeit gewidmet. Sie ist vollauf mit den taumelnden Banken befasst.</p>
<p>In Deutschland dagegen ist <span style="text-decoration: line-through;">Karneval</span> Wahlkampf und der Politikbetrieb zeigt wenig Lust, der exportabhängigen Wirtschaft jetzt Orientierungspunkte zu vermitteln. Die Unternehmen sind also auf sich gestellt und werden die Probleme aus eigener Kraft lösen müssen.</p>
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		<title>Citigroup und Barack Obama: Ohne Schirm im Regen?!</title>
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		<pubDate>Fri, 20 Mar 2009 07:00:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matthias</dc:creator>
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Die Citigroup, zeitweilig größtes Finanzkonglomerat der Welt, nutzte lange Jahre ein Logo in der Form eines Regenschirms. Diesen Schirm hat man 2007 verkauft, was der Grund dafür sein muss, dass man jetzt in der Finanzkrise so nass geworden ist.
Noch im Februar diesen Jahres nämlich strebte der Aktienkurs der Citigroup unbeirrt Richtung Null und machte eine [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.flickr.com/photos/spencereholtaway/1904214923/"><img class="alignnone size-medium wp-image-1928" title="flickr-citigroup-spencer-e-holtaway" src="http://www.bwlzweinull.de/wp-content/flickr-citigroup-spencer-e-holtaway-300x199.jpg" alt="flickr-citigroup-spencer-e-holtaway" width="270" height="179" /></a></p>
<p>Die <a href="http://www.citigroup.com/citi/homepage/">Citigroup</a>, zeitweilig größtes Finanzkonglomerat der Welt, nutzte lange Jahre ein Logo in der Form eines <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Citigroup_Logo.svg">Regenschirms</a>. Diesen Schirm hat man 2007 <a href="http://www.crainsnewyork.com/apps/pbcs.dll/article?AID=/20070213/FREE/70213004/1048">verkauft</a>, was der Grund dafür sein muss, dass man jetzt in der Finanzkrise so nass geworden ist.</p>
<p>Noch im Februar diesen Jahres nämlich strebte der Aktienkurs der Citigroup unbeirrt Richtung Null und machte eine dritte staatliche Bailout-Runde erforderlich. Seit kurzem nun scheint sich das Institut zu stabilisieren, der Aktienkurs weist wieder zaghaft nach oben. Aber ist dem auch wirklich so?</p>
<p>Im Querschüsse Blog finden wir aktuell eine profunde <a href="http://wirtschaftquerschuss.blogspot.com/2009/03/auferstandencitigroup.html">Auseinandersetzung</a> mit dem jüngsten Jahresbericht (10-K Filing) der Citigroup, der nichts Gutes verspricht: Während die offizielle Bilanz bereinigt scheint, lauern offenbar in Sondervermögen (Special Purpose Entities) außerhalb der Bilanz noch Risiken von enormen Ausmaßen.</p>
<p>Etwa zeitgleich liest man bei <a href="http://www.parkparadigm.com/2009/03/13/citi-to-re-arrange-deck-chairs-market-applauds/">Sean Park </a>(The Park Paradigm), wie die Citigroup gerade ihr Aufsichtsgremium (Board) verjüngt: Drei Mitglieder haben die satzungsgemässe Altersgrenze von 72 Jahren erreicht und scheiden deshalb aus. Ihre Nachfolger sind 64, 63 und 62 Jahre alt. Sean Park fragt sich deshalb, ob man gerade in einer Zeit epochaler Umbrüche nicht jüngere Köpfe hätte wählen können, die neues Denken und innovative Ideen für eine Citigroup des 21. Jahrhunderts hätten einbringen können.</p>
<p>Abgerundet wird dieses Bild von der Tatsache, dass der <a href="http://online.wsj.com/article/SB123732747181462245.html#mod=testMod">Chefökonom der Citigroup</a>, Lewis Alexander, die Bank verlässt und Berater von Finanzminister Timothy Geithner wird. Lautete nicht ein Wahlspruch von Barack Obama: <a href="http://carta.info/4308/obamarismus-amerikanische-werte-und-change-zugleich/">In Change we believe</a>? Zumindest <a href="http://www.barackobama.com/index.php">verkauft er noch T-Shirts</a> mit dem Motto &#8220;Change&#8221;, während der Wechsel von Lewis Alexander ins Finanzministerium weder nach neuem Denken noch nach neuen Werten aussieht.</p>
<p>In meinen Augen ist die Situation alarmierend: Bei der Citigroup lauern weiter große Risiken, richtungsändernde Personalentscheidungen werden nicht für nötig erachtet (weder beim Management noch beim Aufsichtsrat). Der &#8220;Verlust&#8221; des Chefökonomen an das Finanzministerium zeigt nur, dass auch die neue Regierung in Washington jede Menge altes Denken in ihrem wahrscheinlich wichtigsten Ministerium dieser Amtsperiode anhäuft.</p>
<p>Die Dinge laufen also gründlich schief, da sollte man sich keine <a href="http://www.bwlzweinull.de/index.php/2009/01/20/verstaatlichung-banken/">Illusionen</a> machen. Die Citigroup ist ebenso wenig zu retten wie Teile der amerikanischen Autoindustrie. Barack Obama wäre vielleicht gut beraten, in dieser Situation auf <a href="http://www.youtube.com/watch?v=VMajlQZt1BE">Paul O&#8217;Neill</a>, den ersten Finanzminister unter George W. Bush, oder den Ökonomen <a href="http://www.washingtonmonthly.com/features/2009/0903.galbraith.html">James K. Galbraith</a> zu hören.</p>
<p>Vielleicht käme er auch ins Nachdenken, wenn er lesen würde, was <a href="http://www.stoweboyd.com/message/2009/03/the-great-whipsawing.html">Stowe Boyd</a>, einer der Vordenker des Web 2.0, aktuell so in seinem Blog schreibt (oder <a href="http://twitter.com/stoweboyd/status/1355547313">twittert</a>). Der Citigroup wird das nicht mehr helfen, Regenschirm-Logo hin oder her. Die amerikanische Regierung aber kann noch umsteuern&#8230;</p>
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		<title>Gesunde Banken, gesundes Kanada</title>
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		<pubDate>Fri, 06 Mar 2009 07:30:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matthias</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.flickr.com/photos/shinythings/2367543231/"><img class="alignnone size-medium wp-image-1835" title="flickr-downtown-toronto-shiny_things" src="http://www.bwlzweinull.de/wp-content/flickr-downtown-toronto-shiny_things-300x220.jpg" alt="flickr-downtown-toronto-shiny_things" width="192" height="141" /></a></p>
<p>Auf den ersten Blick sieht die kanadische Finanzmetropole <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Toronto">Toronto</a> kaum anders aus als eine US-amerikanische Großstadt. Und doch gehen hier die Uhren anders: Eine Bankenkrise kennt man hier nämlich nicht. Die großen kanadischen Banken sind alle gesund und brauchen keine wie auch immer geartete Unterstützung vom Staat. Wie kommt das?</p>
<p>Ironischerweise geht das kanadische Modell eines Bankensystems auf das Vorbild des ersten amerikanischen Finanzministers, <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Alexander_Hamilton">Alexander Hamilton</a>, zurück und blieb diesem bis heute relativ treu. Das bedeutet: Einfache Produkte, hohe Eigenkapitalquoten und eine strenge staatliche Überwachung.</p>
<p>Auf dieser Basis blieben die kanadischen Banken weitgehend von der Kredit- und Bankenkrise verschont, weil sie weder selbst <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Collateralized_Debt_Obligation">CDO&#8217;s</a> ausgaben (also die Kredite für Wohnungsbaufinanzierungen in den eigenen Büchern behielten) noch (wie etwa die deutschen Landesbanken) CDO&#8217;s aus den USA (als Anlage auf Kreditbasis) erwarben.</p>
<p>Wer hätte das gedacht: Das <a href="http://www.nakedcapitalism.com/2009/03/in-praise-of-primitive-banking.html">konservative und vermeintlich rückständige System in Kanada</a> erweist sich in der Krise als Hort der Stabilität. Wo seit jeher eine straffe staatliche Überwachung praktiziert wird, können die Banken jetzt ihre Autonomie behalten, über Verstaatlichung spricht man nur anderswo.</p>
<p>In diesen Kontext passt denn auch wunderbar eine Zahl, die <a href="http://egghat.blogspot.com/2009/03/zahl-des-tages-040309-5178835253.html">egghat</a> aufgegriffen hat: In den USA wurden zwischen 1998 und 2008 rund 5,2 Milliarden Dollar vom Finanzsektor für Wahlkampfhilfen und Lobbyarbeit aufgewandt. Der Erfolg für diesen Einsatz blieb nicht aus: Nirgendwo sonst wurde der Finanzsektor so massiv dereguliert und dem freien Spiel der Akteure überlassen wie in den USA. Die Folgen davon sehen wir gerade weltweit!</p>
<p>Offenbar gab es aber auch in Kanada schon Bemühungen, den Finanzsektor nach amerikanischem Vorbild zu deregulieren. Durchgesetzt werden konnte das aber nicht. Kritische Stimmen führen allerdings an, dass die Banken in Kanada zwar nicht in die Subprime-Krise involviert sind, wohl aber im Bereich der <a href="http://www.bmocm.com/products/marketrisk/credit/swaps/default.aspx">Credit Default Swaps</a> (CDS). Das mag stimmen, konnte von mir aber noch nicht genauer nachgeprüft werden. Aber selbst wenn diese Kritik berechtigt wäre, zeigt sich das Gesamtbild doch, dass die gesamte Subprime-Krise ohne viel Aufwand hätte komplett vermieden werden können&#8230;</p>
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		<title>Verstaatlichung der Banken? Ein denkwürdiger Expertendialog auf n-tv</title>
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		<pubDate>Mon, 09 Feb 2009 07:00:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matthias</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Dieses Video sollte man sich unbedingt ansehen, solange es auf YouTube verfügbar ist: Da spricht Raimund Brichta vom Nachrichtensender n-tv mit dem Börsenexperten Friedhelm Busch über die Situation der Hypo Real Estate (HRE).
Während Raimund Brichta die Situation vollkommen richtig sieht, hat Friedhelm Busch sichtlich Mühe, sich mit der Lage der Bank und den verbleibenden Handlungsoptionen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Dieses Video sollte man sich unbedingt ansehen, solange es auf <a href="http://www.youtube.com/watch?v=7hfcnnP7FG0&amp;eurl">YouTube</a> verfügbar ist: Da spricht Raimund Brichta vom <a href="http://www.n-tv.de/1096907.html">Nachrichtensender n-tv</a> mit dem Börsenexperten Friedhelm Busch über die Situation der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Hypo_Real_Estate">Hypo Real Estate</a> (HRE).</p>
<p>Während Raimund Brichta die Situation vollkommen richtig sieht, hat Friedhelm Busch sichtlich Mühe, sich mit der Lage der Bank und den verbleibenden Handlungsoptionen abzufinden. Er redet von &#8220;Enteignung&#8221;, &#8220;schweren Geschützen&#8221; und der Gefahr, dass der Finanzplatz Deutschland kaputt gemacht werden könnte. Brichta schafft es nicht ihm zu vermitteln, dass die Bank pleite ist und es damit auch nichts zu enteignen gibt, wenn es zur &#8220;Verstaatlichung&#8221; kommt.</p>
<p>Eine schöne Parallele dazu sehen wir taggleich bei Paul Krugman, der in seiner <a href="http://www.nytimes.com/2009/02/06/opinion/06krugman.html?partner=permalink&amp;exprod=permalink">Kolumne in der New York Times</a> damit hadert, dass in Washington das Konjunkturpaket von Obama zerpflückt wird, so als gäbe es überhaupt keine Wirtschaftskrise. Auch in Amerika haben einige Leute offenbar große Mühe, die Realitäten als solche zu sehen und beherzt zu handeln.</p>
<p>[Im Feed kann dieses Video nicht angezeigt werden.<a href="http://www.bwlzweinull.de/index.php/2009/02/09/verstaatlichung-banken-expertendialog/">Klicke zum Blogeintrag um das Video anzusehen.]</a></p>
<p>Gefunden im Blog von <a href="http://egghat.blogspot.com/2009/02/friedhelm-busch-vs-raimund-brichta.html">Egghat</a>, der das Video schon zum &#8220;Video des Monats&#8221; ernannt hat&#8230;</p>
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		<title>Kleines Update zur großen Wirtschaftskrise</title>
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		<pubDate>Mon, 02 Feb 2009 07:00:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matthias</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Kreditkrise]]></category>
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Die Krise geht weiter und alles wäre vielleicht gar nicht so besorgniserregend, würde man nur von Seiten der Politik richtig reagieren. Aber ist das der Fall?
Immobilien
Mit dem Platzen der Immobilienblase in den USA fing alles an. Problematisch ist hier, dass der Markt bis heute keine Bodenbildung gefunden hat. So fallen die Preise für Immobilien in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.flickr.com/photos/detroitderek/1505909566/"><img class="alignnone size-medium wp-image-1520" title="flickr-downtown-detroit-derek-farr1" src="http://www.bwlzweinull.de/wp-content/flickr-downtown-detroit-derek-farr1-299x300.jpg" alt="flickr-downtown-detroit-derek-farr1" width="209" height="210" /></a></p>
<p>Die Krise geht weiter und alles wäre vielleicht gar nicht so besorgniserregend, würde man nur von Seiten der Politik richtig reagieren. Aber ist das der Fall?</p>
<p><strong>Immobilien</strong></p>
<p>Mit dem Platzen der Immobilienblase in den USA fing alles an. Problematisch ist hier, dass der Markt bis heute keine Bodenbildung gefunden hat. So fallen die Preise für Immobilien in den USA immer noch weiter, parallel dazu sinken die Baubeginne (Housing Starts) ebenfalls ungebremst weiter. Details hat das Blog Querschüsse (<a href="http://wirtschaftquerschuss.blogspot.com/2009/01/preisverfall-bei-us-immobilien.html">hier</a> und <a href="http://wirtschaftquerschuss.blogspot.com/2009/01/us-baubeginne-auf-allzeittief.html">hier</a>). Die neue Regierung in den USA hat das Problem bislang nicht adressiert, das Konjunkturprogramm enthält jedenfalls keine Maßnahmen die hier greifen können.</p>
<p><strong>Banken</strong></p>
<p>Bekanntlich schwappte die Immobilienkrise auf die Banken über und sorgte dort für eine Vertrauenskrise, weil alle Institute erkannten, dass sie auf Bergen uneinbringlicher Forderungen saßen und sich deshalb gegenseitig kein Geld mehr leihen wollten. Auch dieses Problem ist noch nicht gelöst. Zwar haben die Regierungen eingegriffen und einzelne Institute gestützt. Diese Interventionen sehen aber noch immer so aus, als habe man den wahren Umfang der Probleme noch gar nicht erkannt.</p>
<p>Zudem tragen die Banken nicht unerheblich <a href="http://www.informationarbitrage.com/2009/01/fix-accounting-then-fix-the-system.html">zur konfusen Lage</a> selbst bei: Während einige auf rasche Hilfe vom Staat setzen, verweigern dies andere und geben vor, aus eigener Kraft durch die Krise zu kommen. Die Situation ist also völlig intransparent (und kann sich wöchentlich ändern). Mittlerweile gibt es auch Schätzungen zum Schadensvolumen der Kredit- und Derivate-Blase: Der IWF spricht von <a href="http://egghat.blogspot.com/2009/01/neue-iwf-prognose-22-billionen-schaden.html">2,2 Billionen US-Dollar</a> (Egghat&#8217;s Blog), Goldman Sachs greift mit <a href="http://www.nakedcapitalism.com/2009/01/goldman-bank-rescue-may-reach-4.html">4 Billionen</a> (naked capitalism) etwas höher.</p>
<p><strong>Staat und Währung</strong></p>
<p>Das Problem ist nun, dass die Regierungen nicht in beliebiger Höhe Löcher stopfen können: Auf diese Weise würden zwar die Banken gerettet, dafür kämen aber einzelne Staaten bzw. ihre Währungen in Misskredit. Was in so einem Fall passieren kann, klingt im <a href="http://dealbook.blogs.nytimes.com/2009/01/30/rogoff/">Artikel des Ökonomen Kenneth S. Rogoff</a> an: Es werden immer noch keine Kredite vergeben oder wenn, dann nur zu exorbitant hohen Zinssätzen.</p>
<p><strong>Hyperinflation</strong></p>
<p>Das Stichwort steht im Raum, wenn es auch von den großen Medien noch vermieden wird. Hier nur der aktuelle Chart aus den <a href="http://www.google.de/trends?q=hyperinflation">Google Trends</a> und ein <a href="http://zerohedge.blogspot.com/2009/01/whither-hyperinflation.html">Link</a> (Zero Hedge Blog):</p>
<p><img class="alignnone size-medium wp-image-1523" title="google-trends-hyperinflation" src="http://www.bwlzweinull.de/wp-content/google-trends-hyperinflation-300x134.png" alt="google-trends-hyperinflation" width="300" height="134" /></p>
<p>Wer so etwas für völlig abwegig hält, sei daran erinnert, dass zumindest das <a href="http://georgewashington2.blogspot.com/2009/01/uk-economy-is-not-so-sterling.html">britische Pfund</a> als &#8220;angezählt&#8221; gilt. Denn die Briten müssen &#8211; wie die USA &#8211; neben der Banken- und Wirtschaftskrise eben auch eine <a href="http://egghat.blogspot.com/2009/01/zahl-des-tages-310109-166.html">Immobilienblase</a> verdauen. Eine ausführliche Debatte zum Thema (und seinen Varianten) hat das <a href="http://nihoncassandra.blogspot.com/2009/01/inflation-vs-deflation-part-ii.html">Cassandra Does Tokyo Blog</a>.</p>
<p><strong>Fazit<br />
</strong></p>
<p>Die Krise hät längst historische Dimensionen erreicht, aber die Politik noch nicht viel getan. Mir scheint, dass vielfach das volle Ausmaß immer noch nicht erfasst wurde und man gerade in Deutschland an <a href="http://www.weissgarnix.de/?p=1002">ideologischen Fixierungen</a> (&#8221;Bloss keine Verstaatlichung&#8221;) festhält, obwohl diese nicht zur Situation passen. Zudem sitzen, in Europa ebenso wie in Amerika, viel zu viele &#8220;Experten&#8221; mit am Tisch, die eigentlich eher auf die Anklagebank gehörten, weil sie die Probleme mitverursacht haben, von denen sie uns nun befreien wollen&#8230;</p>
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		<title>Woher kommt die Krise?</title>
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		<pubDate>Wed, 08 Oct 2008 11:00:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matthias</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[Zukunft]]></category>
		<category><![CDATA[Bankenkrise]]></category>
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		<description><![CDATA[Eine der besten und verständlichsten Erklärungen zur aktuellen Finanz- und Bankenkrise habe ich eben bei Willi Schroll (future facts blog) gefunden. Weitere Infos dazu gibt es auf dem Marketplace, der Quelle des Videos:
[Im Feed kann dieses Video nicht angezeigt werden.Klicke zum Blogeintrag um das Video anzusehen.]
Dabei zeigt sich ein ganz einfacher, aber verhängnisvoller Fehler: Die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eine der besten und verständlichsten Erklärungen zur aktuellen Finanz- und Bankenkrise habe ich eben bei <a href="http://blog.futurefacts.net/2008/10/08/global-financial-crisis-may-end-2009/">Willi Schroll</a> (future facts blog) <a href="http://twitter.com/willischroll/statuses/951043235">gefunden</a>. Weitere Infos dazu gibt es auf dem <a href="http://marketplace.publicradio.org/display/web/2008/10/03/cdo/">Marketplace</a>, der Quelle des Videos:</p>
<p>[Im Feed kann dieses Video nicht angezeigt werden.<a href="http://www.bwlzweinull.de/index.php/2008/10/08/woher-kommt-die-krise/">Klicke zum Blogeintrag um das Video anzusehen.]</a></p>
<p>Dabei zeigt sich ein ganz einfacher, aber verhängnisvoller Fehler: Die Ratings! Wieder einmal haben offenbar die Rating-Agenturen auf ganzer Linie versagt.</p>
<p><a href="http://rebellmarkt.blogger.de/stories/1236916/">Don Alphonso</a> (auf Rebellen ohne Markt) wagt einen sehr mutigen Blick nach vorn und wird von den Realitäten fast schon eingeholt: An seinem Szenario kann man sich relativ gut ausrichten. Nur die Sache mit dem Schweizer Franken nehme ich ihm nicht ab &#8211; oder war das als Witz gedacht? Die Schweiz ist ein kleines Land und hängt mit der <a href="http://www.ubs.com">UBS</a> und der <a href="http://www.credit-suisse.com">Credit Suisse</a> tief im Sumpf mit drin. So hoch können die Berge dort gar nicht sein, wie diese Banken ebenfalls faule Papiere im Bestand haben dürften&#8230;</p>
<p>Mein Tipp: <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Dubai_Banking_Group">Dubai</a> und andere Emirate. Wer jetzt noch Geld (flüssig) hat, könnte es dort parken und sehen, was passiert&#8230;</p>
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		<title>Eiszeit für kommerzielle Blogs?</title>
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		<pubDate>Mon, 06 Oct 2008 06:00:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matthias</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Krise ist da, wer wollte das noch bestreiten? In den USA kürzen die ersten kommerziellen Blogs schon ihre Belegschaft: Gawker Media streicht 19 Stellen, darunter 3 (von insgesamt 5) bei Valleywag. Die Begründung ist einfach, man rechnet für das kommende Jahr mit einem deutlichen Einbruch bei den Werbeeinnahmen (via Turi2).
Das ist ein ausgesprochen schlechtes [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Krise ist da, wer wollte das noch bestreiten? In den USA kürzen die ersten kommerziellen Blogs schon ihre Belegschaft: <a href="http://www.alleyinsider.com/2008/10/black-friday-at-gawker-media-19-layoffs-at-blog-network">Gawker Media</a> streicht 19 Stellen, darunter 3 (von insgesamt 5) bei <a href="http://valleywag.com/5058760/valleywag-cuts-60-percent-of-staff">Valleywag</a>. Die Begründung ist einfach, man rechnet für das kommende Jahr mit einem deutlichen Einbruch bei den Werbeeinnahmen (via <a href="http://turi-2.blog.de/2008/10/05/heute2-premiere-telekom-gorny-4822544">Turi2</a>).</p>
<p>Das ist ein ausgesprochen schlechtes Zeichen, da so die Krise leicht zur sich selbst erfüllenden Prophezeiung wird: Wenn nur genug Unternehmen glauben, dass schlechte Zeiten kommen und deshalb anfangen, ihre Ausgaben zu kürzen sowie Investitionen aufzuschieben, ist die Krise schon da, egal wie die sonstigen Umstände aussehen!</p>
<p>Nur gut dass bei uns in Deutschland alles anders ist: Von kommerziellen Blogs ist ja weit und breit so gut wie nichts zu sehen, wer wollte da etwas kürzen? Statt dessen schreiben hier jetzt Blogger über Finanzfragen, von denen man das  früher so gar nicht gedacht hätte: <a href="http://blog.fefe.de/?ts=b6197545">Fefe</a> macht jetzt auf Banken, der <a href="http://www.werbeblogger.de/2008/10/01/wenn-das-spielgeld-knapp-wird/">Werbeblogger</a> analysiert die Finanzkrise und <a href="http://blogbar.de/archiv/2008/10/03/wie-das-handelsblatt-mit-seinen-blogger-zensiert/">Don Alphonso</a> reibt sich am Handelsblatt, das einen <a href="http://blog.handelsblatt.de/oekonomie/eintrag.php?id=40">beunruhigenden Blogartikel</a> über mögliche <a href="http://egghat.blogspot.com/2008/10/pssst-jede-bank-kann-ausfallen-und-das.html">Ausfälle bei deutschen Banken</a> schnell wieder hat verschwinden lassen.</p>
<p>Schöne Aussichten sind das. Und möge sich jeder seinen Humor bewahren, wir werden ihn noch <a href="http://paul.kedrosky.com/archives/2008/10/05/economist_world.html">brauchen</a>&#8230;</p>
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		<title>Bankenkrise und Börsencrash (Teil III)</title>
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		<pubDate>Wed, 17 Sep 2008 06:00:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matthias</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
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		<description><![CDATA[An den Börsen fallen mal wieder die Kurse und in Amerika die Banken: Nachdem im März schon Bear Stearns von JPMorgen übernommen werden musste, flüchtet sich jetzt Merill Lynch unter das Dach der Bank of America und Lehmann Brothers darf gar Insolvenz anmelden. Damit bleiben von einst fünf namhaften und unabhängigen Investmentbanken nur noch zwei [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>An den Börsen fallen mal wieder die Kurse und in Amerika die Banken: Nachdem im März schon <a href="http://www.bwlzweinull.de/index.php/2008/03/18/borsencrash-ii/">Bear Stearns</a> von JPMorgen übernommen werden musste, flüchtet sich jetzt Merill Lynch unter das Dach der Bank of America und Lehmann Brothers darf gar Insolvenz anmelden. Damit bleiben von einst fünf namhaften und unabhängigen Investmentbanken <a href="http://dealbook.blogs.nytimes.com/2008/09/16/market-jitters-hit-goldman-and-morgan-stanley/">nur noch zwei übrig</a>: Goldman Sachs und Morgan Stanley.</p>
<p>Warum es so gekommen ist, hat <a href="http://www.weissgarnix.de/?p=497">Thomas Strobl</a> (Weissgarnix) treffend beschrieben: Wertlose Immobilienkredite zu Paketen schnüren bzw. sie zu verbriefen ist eine Sache, größere Mengen der so neu geschaffenen &#8220;Wertpapiere&#8221; dann aber im eigenen Bestand zu halten eine andere.</p>
<p>Auch <a href="http://www.nytimes.com/2008/09/15/opinion/15krugman.html?ex=1379217600&amp;en=30a0512211a8dbaa&amp;ei=5124&amp;partner=permalink&amp;exprod=permalink">Paul Krugman</a> spart jetzt nicht mehr mit deutlichen Worten und verurteilt die Geschäftspraxis der Investmentbanken, die Risiken nicht reduziert und verteilt, sondern nur geschickt versteckt hätten.</p>
<p>Bände sprechen auch die <a href="http://economistsview.typepad.com/economistsview/2008/09/post.html">Erkenntnisse</a>, die man jetzt wegen des aktuell strauchelnden Versicherungsriesen AIG gewinnt: Schlagartig nämlich wird den Akteuren bewusst, dass dieser Riese, der einmal ins Taumeln gekommen eine weltweite Finanzkrise auslösen könnte, zuhause nur der Aufsicht einer lokal auf der Ebene der Stadt New York angesiedelten Behörde unterstellt ist. Schöne Zustände sind das&#8230;</p>
<p>Eine Spur zu positiv wirkt auf mich Gespräch, das <a href="http://gigaom.com/2008/09/16/gigaom-interview-bill-hambrecht-legendary-silicon-valley-banker/">Om Malik</a> mit einem erfahrenen Investmentbanker geführt hat. <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Bill_Hambrecht">Bill Hambrecht</a>, der &#8220;nur&#8221; eine <a href="http://www.wrhambrecht.com/index.html">Investmentboutique</a> führt, die in keiner Weise in die Kredit- und Bankenkrise verwickelt ist, kann die Situation entspannt betrachten und sieht auch für das Silicon Valley bzw. den Tech-Sektor keine großen Gefahren (Achtung: 25 Minuten Dauer mit teilweise wackelnder Kameraführung und mäßigem Ton; Hier wurde wirklich spontan gefilmt!):</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="432" height="306" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="src" value="http://blip.tv/play/Ac3NaoX+KQ" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="432" height="306" src="http://blip.tv/play/Ac3NaoX+KQ"></embed></object></p>
<p>Also alles halb so schlimm? Den untergehenden Banken müsste man keine Träne nachweinen, wäre da nicht das Problem mit der Einlagensicherung. Mehr dazu bei <a href="http://egghat.blogspot.com/2008/09/einlagensicherungsfonds-deutschland-vs.html">egghat</a>. Hoffen wir, dass uns hier nichts anbrennt.</p>
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