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	<title>bwl zwei null &#187; Apple</title>
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	<description>Matthias Schwenk on the Post Everything Economy</description>
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		<title>Roger McNamee über die Zukunft des Internets: Microsoft und Google werden verlieren, Apple und Facebook gewinnen</title>
		<link>http://www.bwlzweinull.de/index.php/2011/11/25/roger-mcnamee-uber-die-zukunft-des-internets-microsoft-und-google-werden-verlieren-apple-und-facebook-gewinnen/</link>
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		<pubDate>Fri, 25 Nov 2011 07:00:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matthias</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der Mann im Kapuzen-Sweatshirt ist eine schillernde Persönlichkeit: Musiker und (Ex-)Hippie einerseits, Venture-Capitalist und Buchautor andererseits. Im Silicon Valley ist Roger McNamee, Mitgründer von Elevation Partners, als einer der frühen Investoren in Facebook gut bekannt. Seine Aussagen über die Zukunft des Internets sind sehenswert, denn er lehnt sich weit aus dem Fenster und spart nicht mit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Mann im Kapuzen-Sweatshirt ist eine schillernde Persönlichkeit: <a href="https://twitter.com/#!/moonalice" target="_blank">Musiker</a> und (Ex-)Hippie einerseits, Venture-Capitalist und Buchautor andererseits. Im Silicon Valley ist <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Roger_McNamee" target="_blank">Roger McNamee</a>, Mitgründer von <a href="http://www.elevation.com/index.html" target="_blank">Elevation Partners</a>, als einer der frühen Investoren in Facebook gut bekannt. Seine Aussagen über die Zukunft des Internets sind sehenswert, denn er lehnt sich weit aus dem Fenster und spart nicht mit provokativen Aussagen:</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="480" height="295" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/aR6jLD1USW0?version=3&amp;hl=de_DE&amp;rel=0" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="480" height="295" src="http://www.youtube.com/v/aR6jLD1USW0?version=3&amp;hl=de_DE&amp;rel=0" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p>Eine längere Fassung des gleichen Vortrags, dieses Mal mit Sakko statt Kapuzen-Sweatshirt, gibt es <a href="http://fora.tv/2011/06/28/Elevation_Partners_Director_and_Co-Founder_Roger_McNamee#fullprogram" target="_blank">hier</a> (Fora.TV). Ein paar Anmerkungen aus meiner Sicht:</p>
<p>Seine Beobachtungen zu <strong>Microsoft</strong> und <strong>Google</strong> sind zweifellos bemerkenswert. Sie bedeuten aber nicht, dass die beiden Unternehmen in naher Zukunft einfach verschwinden werden: Sie verlieren nur ihre dominante Stellung, weil jetzt zunehmend andere Plattformen neben sie treten und damit die bislang monolithischen Strukturen einebnen werden (bei Betriebssystemen im Fall von Microsoft und bei alternativen Suchmöglichkeiten gegenüber Googles Suchindex).</p>
<p>Die starke Betonung von <strong>Apple</strong> und den <strong>Tablet-Computern</strong> enthält meines Erachtens einen Denkfehler. Tablets werden nicht so dominant werden, wie Roger McNamee vermutet, weil sie nur ein Element eines immer breiter und vielfältiger werdenden Hardware-Spektrums sind. Spielkonsolen erwähnt er gar nicht, vermutlich weil er keine Erfahrung damit hat. Auch das &#8220;Internet der Dinge&#8221; wird nicht thematisiert. Der Wesenskern der gerade ablaufenden Veränderung besteht also nicht darin, dass es jetzt Tablets gibt, sondern dass wir von immer mehr Gegenständen umgeben sind, die mit dem Internet Verbindung aufnehmen können.</p>
<p>Seine Betonung der Bedeutung von <strong>HTML5</strong> ist sicher richtig. Im Vortrag auf Fora.TV gibt er dazu noch eine sehr interessante Antwort auf eine Frage aus dem Publikum, das Urheberrecht betreffend. Sinngemäß führt er aus, dass Raubkopien ein großes Problem waren und noch immer sind, tendenziell aber an Bedeutung verlieren werden, weil künftige Inhalte nicht mehr als einfach zu kopierende Dateien in Erscheinung treten werden, sondern als komplexe und vernetzte Strukturen, die sich schlicht nicht mehr kopieren lassen. Das ist in meinen Augen eine visionäre Aussage, die plausibel und spannend zugleich klingt!</p>
<p>Schließlich noch das Social Web. Hier sei alles gelaufen und <strong>Facebook</strong> als dominierender Akteur etabliert. Das darf man gerne hoffen, wenn man ein größeres Paket an Facebook-Aktien besitzt. Leider hat Roger McNamee hier nicht in die Zukunft, sondern nur in seinen Geldbeutel geschaut. Facebook ist bei weitem nicht die sichere Bank, um die sich alle anderen herum gruppieren müssen, auch wenn Mark Zuckerberg das sicher gerne so hätte (mehr dazu in Kürze hier im Blog).</p>
<p>Insgesamt ein sehr interessantes Video, das mich zu der Überlegung gebracht hat, ob die heute gängige Trennung in &#8220;Web 1.0&#8243; und &#8220;Web 2.0&#8243; nicht bald schon überholt sein wird. Aus der Zukunft rückblickend wird vielleicht neu eingeteilt: In die Phase, in der man praktisch nur mit einem PC bzw. Notebook in Verbindung mit einem Browser im Web unterwegs war (also von 1994 bis ca. 2007), und in die neuere Phase, in der das Web über eine Vielzahl von Geräten und über unterschiedliche Software-Modalitäten genutzt wird, bis hin zum Internet der Dinge, zu dem Smartphones und Tablets nur den Einstieg markieren.</p>
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		<title>Ist das die Zukunft? Sprachsteuerung mit Siri auf dem Apple iPhone</title>
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		<pubDate>Wed, 19 Oct 2011 07:00:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matthias</dc:creator>
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Als Apple das iPhone auf den Markt brachte, war dessen Touchscreen ein Triumph im leider viel zu kurzen Leben des Steve Jobs. Vier Jahre später kommt mit Siri ein Programm zur Sprachsteuerung auf das aktuelle iPhone (4S), mit dem der Touchscreen beinahe arbeitslos zu werden scheint: Man spricht jetzt mit dem Smartphone, wenn man telefonieren, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.flickr.com/photos/68650874@N06/6242983816/" target="_blank"><img class="alignnone size-medium wp-image-5491" title="Apple iPhone 4S" src="http://www.bwlzweinull.de/wp-content/6242983816_bfb2307572-300x198.jpg" alt="Apple iPhone 4S" width="240" height="158" /></a></p>
<p>Als Apple das iPhone auf den Markt brachte, war dessen Touchscreen ein Triumph im leider viel zu kurzen Leben des Steve Jobs. Vier Jahre später kommt mit Siri ein Programm zur Sprachsteuerung auf das aktuelle iPhone (4S), mit dem der Touchscreen beinahe arbeitslos zu werden scheint: Man spricht jetzt mit dem Smartphone, wenn man telefonieren, Musik hören oder Informationen abrufen möchte. Ist das die Zukunft und Apple der Konkurrenz wieder mal um Längen voraus? Oder wird hier nur eine in den Geräten der Konkurrenz relativ ähnlich anzutreffende Technik <a href="http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&amp;v=LEqpfaRaWxU" target="_blank">sehr geschickt vermarktet</a>?</p>
<p>Ob der Sprachsteuerung die Zukunft gehört, kann aus heutiger Sicht noch nicht zwingend mit &#8220;ja&#8221; beantwortet werden. Dagegen spricht der eigentlich erstaunliche Trend zur weniger Sprachtelefonie und mehr Kommunikation via Text auf mobilen Geräten. Die Menschen telefonieren nicht mehr so viel, sie schreiben sich lieber Kurznachrichten, Tweets oder E-Mails. Eine mögliche Erklärung könnte sein, dass zumindest in der Öffentlichkeit diskrete (stille) Kommunikationsmittel lieber verwendet werden. Das aber ist nur eine Vermutung von mir. Würde sie zutreffen, hätte Siri wenig Chancen. Denn wer spricht schon gern mit seinem Mobiltelefon, wenn andere Anwesende alles mithören können, einschließlich vielleicht der laut gesprochenen Antwort von Siri?</p>
<p>Der Mensch von heute findet sich oft genug in Situationen wieder, in denen er zwar sein Mobiltelefon diskret und leise nutzen kann, wo eine laute (sprachbasierte) Kommunikation damit aber verpönt ist: In Besprechungen und auf Konferenzen, in Restaurants und Wartezimmern, in Wellness-Oasen und Museen. Dazu kommen Orte, wo lautes Sprechen zwar möglich, aber vielleicht unangenehm ist, weil fremde Menschen in nächster Nähe sind und alles mithören würden. Im Lift und in der Bahn, im Taxi und in der Warteschlange am Flughafen.</p>
<p>In unserer Kommunikation und den ihr zugrunde liegenden gesellschaftlichen Konventionen gibt es wohl einen Trend zum Gebrauch diskreter Instrumente. Dennoch schreibe ich Siri nicht vorschnell ab.</p>
<p>Denn da ist noch eine andere Komponente. Siri möchte auf ganz unterschiedliche Fragen mit einer präzisen und einfachen Antwort dienen. Damit steht der Traum von der kinderleicht zu nutzenden Wissensmaschine im Raum. Eigentlich würde man so etwas ja eher von Google erwarten. Aber der Suchmaschinenriese optimiert offenbar lieber seine lukrativen Werbeprogramme, anstatt die Ausgabe der Suchanfragen neu zu erfinden. Mit Android, der Software für mobile Geräte, hätte Google eigentlich die Chance dazu gehabt. Nun hat Apple die Gelegenheit ergriffen, auf diesem Gebiet die <a href="http://labs.vectorform.com/2011/10/the-impact-of-apple%E2%80%99s-siri-release-from-the-former-lead-iphone-developer-of-siri/" target="_blank">Vorreiterrolle</a> zu übernehmen, vermutlich aus genau der Überlegung heraus, die Google hat zögern lassen: In einer präzisen Antwort auf eine konkrete Frage ist wenig bis kein Platz für (zusätzliche) Werbeeinblendungen.</p>
<p>Was für Google ein Problem darstellt, weil der Konzern seinen Umsatz fast nur mit Werbung macht, kann Apple getrost in Angriff nehmen, denn Werbeeinnahmen rangieren bei Apple unter &#8220;ferner liefen&#8221;. Erweist sich Siri in den kommenden Monaten als die &#8220;bessere Suchmaschine&#8221;, bekommt Google ein ernsthaftes Problem &#8211; erst recht, wenn Siri nicht mehr nur dem iPhone vorbehalten bleibt, sondern auch auf dem iPad und den Mac-Rechnern verfügbar gemacht wird. Daran dürfte auch das jetzt in Verbindung mit dem <a href="http://thisismynext.com/2011/10/18/galaxy-nexus-iphone-4s-comparison/" target="_blank">Samsung Galaxy Nexus</a> vorgestellte <a href="http://techcrunch.com/2011/10/18/a-quick-ice-cream-sandwich-feature-rundown/" target="_blank">Google Android 4.0</a> (Ice Cream Sandwich) nichts ändern.</p>
<p>Kritiker könnten jetzt einwenden, dass die interessante Technik auch Geld kostet und fragen, wie Apple Siri refinanzieren möchte. Eine erste Antwort darauf liefern uns die <a href="http://www.guardian.co.uk/technology/2011/oct/17/apple-iphone-sales-record" target="_blank">Verkaufszahlen zum iPhone 4S</a>. Obwohl das Gerät dem Vorgängermodell äußerlich weitestgehend gleicht, wurden davon in den ersten Tagen seit Verkaufsbeginn bereits mehr als 4 Mio. Stück abgesetzt. Selbst für die Maßstäbe von Apple ist das ein neuer Rekord.</p>
<p>Siri dürfte also zumindest in den kommenden ein bis zwei Jahren leicht über den Umsatz mit Hardware (kalkulatorisch) finanziert werden können. Darüber hinaus ist denkbar, dass Siri für Applikationsentwickler kostenpflichtig gemacht wird: Wer möchte, dass seine App oder Mac-Software über Siri gesteuert werden soll, muss dann vielleicht Lizenzgebühren bezahlen. Entwickelt sich Siri zum perfekten digitalen Assistenten, könnten auch die Endverbraucher zur Kasse gebeten werden: Apple ist an dieser Stelle bekanntlich nicht zimperlich. Ein Indiz dafür könnte sein, dass Siri derzeit unter dem für Apple ungewöhnlichen &#8220;Beta-Label&#8221; geführt wird.</p>
<p>Aber noch ist das alles Zukunftsmusik. Apple muss mit Siri jetzt erst einmal unter Beweis stellen, dass die neue Technik <a href="http://searchengineland.com/why-siri-yelp-google-maps-iphone-4s-96976" target="_blank">wirklich gut funktioniert</a> und auf Seiten der Anwender bleibt abzuwarten, ob aus dem anfänglich eher spielerischen Interesse ein ernsthafter Dauergebrauch wird. In diesem Zusammenhang sei daran erinnert, dass auch Apple nicht vor Fehleinschätzungen gefeit ist. FaceTime etwa, Apples Variante der Video-Telefonie, die vor gut einem Jahr eingeführt wurde, stand auch eine Zeit lang im Ruf, den Durchbruch für diese Form der Kommunikation zu bringen.</p>
<p>Insgesamt aber deutet sich an, dass mit Siri ein neues, großes Kapitel in unserem Umgang mit Computern aufgeschlagen werden könnte. Schafft es die Software tatsächlich, gesprochene Sprache richtig zu interpretieren und parallel dazu verschiedenste Datenbanken im Hintergrund zu nutzen um sinnvolle Antworten auf die gestellten Fragen auszugeben, wird das unseren <a href="http://techcrunch.com/2011/10/16/siriquora-and-the-future-of-search/" target="_blank">Umgang mit Computern bzw. Informationen</a> massiv verändern. Steve Jobs Aussage vom Juni 2010, wir befänden uns im <a href="http://news.cnet.com/8301-13860_3-20006526-56.html" target="_blank">Post-PC-Zeitalter</a>, erscheint damit plausibler denn je.</p>
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		<title>Ein Fernseher von Apple?</title>
		<link>http://www.bwlzweinull.de/index.php/2011/08/31/ein-fernseher-von-apple/</link>
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		<pubDate>Wed, 31 Aug 2011 10:30:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matthias</dc:creator>
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Die Gerüchte darüber, dass Apple bald schon Fernsehgeräte auf den Markt bringen wird, wollen nicht verstummen. Allerdings halte ich das aus zwei Gründen für wenig wahrscheinlich: Erstens wäre ein Fernseher kein innovatives Produkt und damit ein sehr schlechter Einstand für den neuen CEO, Tim Cook, und zweitens würde sich Apple damit nur die Lagerräume seiner [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.flickr.com/photos/cristiano_betta/432826968/" target="_blank"><img class="alignnone size-medium wp-image-5400" title="Apple TV Screens by Cristiano Betta auf Flickr" src="http://www.bwlzweinull.de/wp-content/432826968_71b1bcac38-300x199.jpg" alt="Apple TV Screens by Cristiano Betta auf Flickr" width="300" height="199" /></a></p>
<p>Die Gerüchte darüber, dass Apple bald schon Fernsehgeräte auf den Markt bringen wird, wollen nicht verstummen. Allerdings halte ich das aus zwei Gründen für wenig wahrscheinlich: Erstens wäre ein Fernseher kein innovatives Produkt und damit ein sehr schlechter Einstand für den neuen CEO, <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Timothy_D._Cook" target="_blank">Tim Cook</a>, und zweitens würde sich Apple damit nur die Lagerräume seiner Apple Stores mit übergroßen Schachteln zustellen.</p>
<p>Also alles nur heisse Luft? Nein. Apple arbeitet mit hoher Wahrscheinlichkeit daran, Fernsehen als Erlebnis und Markt zu verändern. Nur liegt der Ausgangspunkt dazu nicht in den Bildschirmen. Apple geht es vermutlich nicht so sehr um die Hardware, sondern um die Inhalte. Das Fernsehen der Zukunft bringt uns anderes als nur ein paar Dutzend Sender, die im Non-Stop-Modus den ganzen Tag eine kontinuierliche Folge von meist vorab produzierten Sendungen ausstrahlen.</p>
<p>Es wird mehr dem heutigen Feld der Computer-Spiele ähneln, insbesondere den sog. Multiplayer Games. Die Steuerung könnte über eine Konsole (bzw. das iPhone oder iPad) erfolgen, oder wie bei <a href="http://www.xbox.com/de-de/kinect" target="_blank">Microsoft Kinect</a> über die sensorgesteuerte Erkennung von freien Bewegungen. Apple könnte dafür den technischen Rahmen sowie den &#8220;TV App Store&#8221; zur Verfügung stellen, die Inhalte kämen von Applikationsentwicklern bzw. Content-Lieferanten aller Art. Der Fernseher der Zukunft wäre damit eine Art überdimensioniertes iPhone (oder iPad) und Apples Geschäftsmodell bzw. Umsatzquelle läge primär im Markt der neuartigen Anwendungen, von denen die bekannte 30%-Umsatzprovision einbehalten würde.</p>
<p><a href="http://www.flickr.com/photos/jbristowe/5121221966/" target="_blank"><img class="alignnone size-medium wp-image-5406" title="Microsoft Kinect at TechDays Toronto 2010 by John Bristowe auf Flickr" src="http://www.bwlzweinull.de/wp-content/5121221966_00bdcd7d4f-300x199.jpg" alt="Microsoft Kinect at TechDays Toronto 2010 by John Bristowe auf Flickr" width="300" height="199" /></a></p>
<p>Dazu müsste nur die heute schon erhältliche Apple TV-Box um ein paar Funktionen erweitert werden, was keine große Kunst sein sollte. Zudem könnte Apple so elegant einer Auseinandersetzung mit den großen Fernseh-Sendern aus dem Weg gehen, weil diese unangetastet blieben. Anders als Google, wo man den Browser auf den Fernsehbildschirm bringen wollte und damit bislang mehr oder weniger am Wiederstand der TV-Sender gescheitert ist, hätte Apple mit einem TV App Store vielleicht mehr Chancen.</p>
<p>Die Auseinandersetzungen würden erst dann einsetzen, wenn dieser TV App Store so beliebt wäre, dass auch die TV-Sender mit eigenen Apps darauf vertreten sein wollten und sich dabei aber nicht Apples Bedingungen für Umsatzbeteiligungen oder den Richtlinien für Werbeeinblendungen werden unterwerfen wollen. Honi soit qui mal y pense&#8230;</p>
<p>Der entscheidende strategische Punkt scheint mir zu sein, dass Apple weder in Fernsehgeräten noch in der Dimension der klassischen Inhalte (Filme, TV-Shows..) denkt, sondern eine neue und offene Richtung (&#8221;TV Apps&#8221;) anvisiert. Für eine solche Vision von der (näheren) Zukunft des Fernsehens ist es nicht erforderlich, dass Apple in die Produktion von Fernsehgeräten einsteigt. Im Gegenteil: Da es Fernseher schon in allen Wohnungen dieser Welt gibt, muss Apple nur seine Zusatz-Hardware in genügend großer Zahl unter die Leute bringen.</p>
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		<title>Der Untergang für Android? Google kauft Motorola Mobility</title>
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		<pubDate>Thu, 18 Aug 2011 05:00:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matthias</dc:creator>
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		<description><![CDATA[
Google greift tief in seine Taschen um für ca. 12,5 Mrd. US-$ die Mobilfunksparte von Motorola zu übernehmen. Der Schachzug kommt überraschend und die Meinungen darüber sind geteilt. Während manche den Kauf positiv sehen, weil Android  mit künftig rund 17.000 Mobilfunk-Patenten im Rücken besser dastehen sollte, fürchten andere, dass Google seine Android-Partner (HTC, LG, Samsung [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.flickr.com/photos/marc-flores/5816496124/" target="_blank"><img class="alignnone size-medium wp-image-5299" title="Motorolo PHOTON 4G for Sprint" src="http://www.bwlzweinull.de/wp-content/5816496124_c7aa10b461-300x199.jpg" alt="Motorolo PHOTON 4G for Sprint" width="300" height="199" /></a></p>
<p>Google greift tief in seine Taschen um für ca. 12,5 Mrd. US-$ die <a href="http://googleblog.blogspot.com/2011/08/supercharging-android-google-to-acquire.html" target="_blank">Mobilfunksparte von Motorola</a> zu übernehmen. Der Schachzug kommt überraschend und die Meinungen darüber sind geteilt. Während manche den Kauf positiv sehen, weil Android  mit künftig rund 17.000 Mobilfunk-Patenten im Rücken besser dastehen sollte, fürchten andere, dass Google seine Android-Partner (HTC, LG, Samsung und Sony Ericsson) vor den Kopf stossen und sich zudem im margenschwachen Hardware-Geschäft verzetteln könnte.</p>
<p>Ein <a href="http://www.businessinsider.com/sp-downgrades-google-2011-8?op=1" target="_blank">Analyst von S&amp;P</a> hat die Google Aktie deshalb von &#8220;Buy&#8221; auf &#8220;Sell&#8221; gestellt. Aber ist das nicht ein bisschen voreilig?</p>
<p>Im Grunde genommen ist Google bis heute eine Suchmaschine mit angehängter Werbeabteilung, die sich um die Vermarktung der Anzeigenplätze kümmert. Dieses Geschäft läuft gut, sehr gut sogar. Nur hat es sich im Lauf der Jahre eben verändert: Reichte es in den Anfangsjahren aus, überhaupt nur eine sehr gute Suchmaschine zu sein, stellten sich bald Wettbewerbskonflikte auf der Ebene der Browser ein.</p>
<p>Nicht alle Anbieter von Browsern, allen voran Microsoft, waren Googles Suchmaschine wohlgesonnen. Google musste erkennen, dass sein schönes Geschäft bedroht war, weil auf manchen Browsern andere Suchmaschinen vorinstalliert waren und sich sehr viele User damit zufrieden gaben. Also fing Google an, die Mozilla Foundation zu unterstützen und entwickelte parallel dazu seinen eigenen Browser, Google Chrome.</p>
<p>Etliche Jahre reichte das aus, doch dann kann die <a href="http://www.techrepublic.com/blog/hiner/steve-jobs-proclaims-the-post-pc-era-has-arrived/4701" target="_blank">Post-PC-Ära</a>, wie Steve Jobs das nennt: Smartphones und Tablets als neue Gerätegattung lösten die Vormachtstellung des PC ab und Google hatte wieder ein Problem: Wie bringt man nur die Suchmaschine zuverlässig auf alle diese Geräte und das möglichst noch an prominenter Stelle?</p>
<p>Die Antwort hiess: Android, oder auf deutsch: Ein eigenes Betriebssystem für Smartphones und Tablets. Android war eine tolle Sache, abgesehen davon dass Steve Jobs darüber ziemlich böse wurde. Denn die Smartphones mit Googles Software wuchsen seinem Geschäft mit dem iPhone <a href="http://www.bwlzweinull.de/index.php/2011/03/08/kurz-notiert-google-android-prescht-nach-vorn/" target="_blank">über den Kopf</a>. Es begannen die Patentkriege, die aber im Grunde gar keine wirklichen Patent-Streitigkeiten sind, sondern nur eine neue Form des Marketing. Ich schlage dafür den Begriff &#8220;Patent-Marketing&#8221; vor!</p>
<p>Wenn etwa Apple Samsung verklagt, weil der koreanische Hersteller seine Smartphones und Tablets dem iPhone bzw. iPad zu ähnlich gestaltet haben soll, ist das auf der juristischen Ebene eine ziemlich dünne Angelegenheit. Marketingtechnisch aber macht es Sinn. Die Botschaft an die Käufer lautet: Ihr werdet doch nicht so ein abgekupfertes Produkt kaufen, sondern lieber das Original haben wollen?</p>
<p>In diesem Sinne wäre der Kauf von Motorola Mobility durch Google ein reines Patent-Marketing-Geschäft. Das ist es aber nicht. Denn Larry Page, der neue CEO im Hause Google, hat etwas ganz anderes im Auge. Er weiß, dass ihm gerade seine schöne Android-Plattform unter der Hand zerbröselt &#8211; und das nicht wegen irgendwelcher Patente.</p>
<p>Das Problem liegt in der Fragmentierung der Plattform, die aktuell mit der Vielzahl an Endgeräten und mehreren Varianten des Betriebssystems den Käufern keine einheitliche Produkterfahrung mehr bietet, sondern eher Konfusion auslöst und für Enttäuschungen sorgt. Etwa wenn junge Käufer sich ein neues Android-Smartphone kaufen und dann feststellen müssen, dass auf ihrem Gerät bestimmte Apps oder Spiele nur schlecht oder gar nicht laufen. Noch ist das in der Öffentlichkeit kein großes Thema, es könnte aber bald eines werden.</p>
<p>Dazu kommt, dass die meisten Android-Geräte einfach nicht an die Qualität des iPhone herankommen. In der Folge stösst Google mit seinem Ansatz, nur ein gutes Betriebssystem für mobile Geräte anzubieten, an seine Grenzen. Das durfte Larry Page auch an anderer Stelle lernen: Der von Google entwickelte Ansatz, den Chrome Browser zu einem vollwertigen Betriebssystem für Notebooks auszubauen und mit dem <a href="http://www.google.de/chromebook/" target="_blank">Chromebook</a> den drögen Windows-Rechnern etwas Attraktives entgegen zu stellen, ist gescheitert. Nicht an Microsoft, sondern an Apple.</p>
<p>Steve Jobs hat mit der überraschenden Neuauflage des MacBook Air im Jahr 2010 gezeigt, wo der Hammer für mobile Rechner hängt. Diese sind schnell, klein und unglaublich leicht &#8211; und kommen zu einem Preis, der praktisch allen Wettbewerbern die Luft ausgehen lässt. Möglich ist das nur, weil Apple beides kontrolliert, Hard- und Software, und damit hoch performante Systeme schaffen kann, bei denen alle Komponenten bestmöglich zusammen spielen. Das zeigt sich nicht nur am <a href="http://www.bwlzweinull.de/index.php/2011/03/25/das-neue-ipad-kaufen-oder-besser-ein-macbook-air/" target="_blank">MacBook Air</a>, sondern auch am iPad, dessen Preis und Leistungsfähigkeit von den Wettbewerbern im Android-Lager immer noch nicht erreicht ist. Hier kommt Google mit seinem bisherigen Ansatz nicht weiter.</p>
<p>Google muss also tiefer bohren und bei der strategischen Integration einen Schritt weiter gehen, auf die Ebene der Herstellung von Endgeräten. Die vielfach zu lesende Kritik, Google verstünde nichts von der Produktion und könne auch kein Marketing, kann man getrost vergessen: Wenn jeder immer nur das macht, wovon er schon immer etwas verstanden hat &#8211; wo soll dann der Fortschritt herkommen?</p>
<p>Google ist ohne Zweifel reif für diesen Schritt und Larry Page kann jetzt zeigen, was er drauf hat. Dass die Medien noch lange die skeptische Karte spielen und mit <a href="http://www.businessinsider.com/google-motorola-disaster-2011-8" target="_blank">Horror-Szenarien</a> auftrumpfen werden, wird ihn nicht irritieren. Schließlich hat er das im Fall von YouTube alles schon mal erlebt: Google wurde 2006 für <a href="http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,441686,00.html" target="_blank">verrückt erklärt</a>, einen Kaufpreis von 1,65 Mrd. US-$ für ein Video-Portal ohne klar erkennbares Geschäftsmodell auf den Tisch zu blättern. Die Kritik an diesem Deal ist inzwischen verstummt &#8211; gut dass die Analysten und Medien jetzt neuen Stoff für ihre Untergangs-Analysen bekommen&#8230;</p>
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		<title>Apple und die Zukunft der Medien: Newsstand oder Twitter?</title>
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		<pubDate>Thu, 09 Jun 2011 15:34:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matthias</dc:creator>
				<category><![CDATA[Medienkritik]]></category>
		<category><![CDATA[Technologie]]></category>
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		<description><![CDATA[
Steve Jobs scheint ein Faible für schlichte Holzregale zu haben. Anders ist es nicht zu erklären, dass Besitzer eines iPhone oder iPad nach der optisch wenig ansprechenden iBooks-App nun bald ein zweites Holzregal-Imitat auf ihre Geräte bekommen werden, den Newsstand.
Die auf der WWDC vorgestellte App soll im Rahmen des Software-Updates auf iOS 5 im Herbst [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.flickr.com/photos/nnova/2965208854/" target="_blank"><img class="size-medium wp-image-4838 alignnone" title="newsstands von nicolasnova auf Flickr" src="http://www.bwlzweinull.de/wp-content/2965208854_39fc27c7ce-300x199.jpg" alt="Ein Regal mit Zeitschriften in einem Zeitungskiosk" width="300" height="199" /></a></p>
<p>Steve Jobs scheint ein Faible für schlichte Holzregale zu haben. Anders ist es nicht zu erklären, dass Besitzer eines iPhone oder iPad nach der optisch wenig ansprechenden iBooks-App nun bald ein zweites Holzregal-Imitat auf ihre Geräte bekommen werden, den <a href="http://techcrunch.com/2011/06/06/apple-newsstand/" target="_blank">Newsstand</a>.</p>
<p>Die auf der WWDC vorgestellte App soll im Rahmen des Software-Updates auf iOS 5 im Herbst 2011 verfügbar werden. Der Inhalt dieses digitalen Kiosks werden Zeitungen und Zeitschriften sein, die man im Wege eines Abonnements beziehen kann. Als Besonderheit sollen jeweils neue Ausgaben automatisch im Hintergrund geladen werden, so dass der Leser sich immer sofort mit der jeweils neuesten Ausgabe befassen kann, ohne erst noch lange auf einen Download warten bzw. diesen selbst anstossen zu müssen.</p>
<p>Tiefer gehende Details, die insbesondere für die partizipierenden <a href="http://meedia.de/background/meedia-blogs/stefan-winterbauer/stefan-winterbauer-post/article/was-apples-newsstand-fr-verlage-bedeutet_100035200.html" target="_blank">Verlage</a> interessant wären, sind noch nicht öffentlich bekannt. Darum soll es hier auch gar nicht gehen. Interessant ist vielmehr das Konzept des Newsstand an sich, insbesondere vor dem Hintergrund der stärkeren Integration von <a href="http://techcrunch.com/2011/06/06/what-twitter-ios-5-integration-will-look-like-screenshots/" target="_blank">Twitter</a>, die ebenfalls ab Herbst auf dem iPhone bzw. iPad verfügbar sein wird.</p>
<p>Einerseits bekommen die Besitzer dieser Geräte damit einen sehr konventionell ausgerichteten digitalen Kiosk, über den sie Zeitungen und Zeitschriften werden lesen können, wie man es es aus der guten alten Papierwelt hinlänglich kennt, andererseits wird ihnen der Gebrauch von Twitter leichter gemacht, weil mit der besseren Integration das moderne Media-Sharing noch einfacher wird.</p>
<p>Was sagt das darüber aus, wie man sich bei Apple die <strong>Zukunft der Medien</strong> vorstellt?</p>
<p>Meine These ist, dass Apple hier keine klare Vision besitzt und sich deshalb strategisch absichern möchte: Die Medien der Zukunft werden auf der Hardware mit dem Apfel-Logo konsumiert, so viel scheint für Steve Jobs gewiss, alles andere bleibt offen. Denn mit dem Newsstand wird ein sehr traditioneller Medienkonsum vorgeschlagen, der sich voll und ganz in den alten Bahnen der Printmedien bewegt und im Grunde genommen nur das Papier sowie die damit verbundenen Distributionswege überflüssig macht.</p>
<p>Die gleichzeitig stattfindende stärkere Anlehnung an Twitter zeigt, dass man bei Apple erkannt hat, wie eine neue Generation von Medienkonsumenten weit darüber hinaus geht, indem sie nicht nur das gedruckte Papier aufgibt, sondern auch die starre Orientierung an einzelnen Leitmedien zugunsten eines Peer-to-Peer-Modells, in dem Empfehlungen von Freunden sowie damit verbundene Netzwerkeffekte die wesentlichen Komponenten bilden.</p>
<p>Mit iOS 5 positioniert sich Apple offen für verschiedene Entwicklungspfade und signalisiert damit unterschiedlichen Zielgruppen am Markt, dass sie mit Apples Hardware nichts falsch machen können. In der Zwischenzeit wartet man einfach ab, wie sich die mit den Geräten möglichen Formen der Nutzung entwickeln werden.</p>
<p>Für Apple ist diese Strategie keine schlechte Wahl, da das Unternehmen aus einer Position der (Marken-) Stärke heraus handelt. Für Verlage, die mitten im Medienwandel stehen und nach tragfähigen Geschäftsmodellen für die Zukunft suchen, ist die Situation weniger erfreulich: Mit dem Newsstand lockt eine Art &#8220;goldener Käfig&#8221;, der zu einem wahren Paradies werden könnte, wenn nur die Konsumenten sowohl der Hardware von Apple als auch dem alten Bundling-Modell von &#8220;Zeitung&#8221; bzw. &#8220;Zeitschrift&#8221; auf ewig treu blieben.</p>
<p>Aber schon bei einem möglichen Wechsel der Hardware wird es kompliziert: Was ist, wenn ein Konsument sein altes iPad nicht gegen ein neues, sondern in ein Gerät mit Android- oder Windows-Software eintauschen möchte?</p>
<p>In diesem Fall ginge ihm nicht nur die Bibliothek an gesammelten (Alt-) Ausgaben verloren, sondern auch ein Teil des Abos, weil sich dieses kaum friktionslos von einer Apple App auf eine App eines anderen Anbieters wird übertragen lassen.</p>
<p>Sehr viel leichter hat es da der Twitter-User, der gar keine herkömmlichen Abos mehr bezieht, sondern voll und ganz in der Welt der Tweets und ihrer Links lebt. Er installiert auf jeder neuen Hardware einfach die Twitter-App seiner Wahl, loggt sich ein und hat sofort sein gewohntes Umfeld vollständig an der Hand. Alternativ steht ihm Twitter auch im Browser zur Verfügung, so dass ihm der Zugang praktisch überall möglich ist (es funktioniert sogar auf dem <a href="http://www.surfgarden.de/blog/2011-05/kintweet-twitter-auf-dem-kindle/" target="_blank">Kindle von Amazon</a>, wenn auch mehr schlecht als recht).</p>
<p>An diesem Modell sollten sich Verlage orientieren und nicht so sehr an den Sirenengesängen von Apple: Universelle Zugänglichkeit unabhängig von einer bestimmten Hardware und kombiniert mit dem Vorhalten aller relevanten Daten in der Cloud &#8211; das dürfte der Königsweg in die Zukunft werden.</p>
<p><img class="alignright size-medium wp-image-4853" title="Screenshot mit der FT Web App auf einem iPhone" src="http://www.bwlzweinull.de/wp-content/Foto1-199x300.PNG" alt="Screenshot mit der FT Web App auf einem iPhone" width="199" height="300" />Einen Schritt in die richtige Richtung stellt die neue Browser-App der Financial Times dar: Unter <a href="http://apps.ft.com/ftwebapp/?u" target="_blank">app.ft.com</a> gelangt man zu einer Version der Zeitung, die speziell für iPhone und iPad optimiert ist und die man sich als Lesezeichen auf den Homescreen legen kann. Schade ist nur, dass die Financial Times damit immer noch dem guten alten Zeitungs-Abo-Modell die Treue halten will: Der Leser bekommt entweder alles oder nichts, je nachdem ob er sich dazu entschließen kann, die Zeitung vollumfänglich zu abonnieren, oder eben nicht. Aber wer will schon die gesamte FT jeden Tag auf einem iPhone lesen?</p>
<p>Besser wäre es, man würde in neuen Preismodellen denken und dabei einzelne Sektionen als Abo anbieten oder laufende Aktualisierungen untertags als Premium-Feature vermarkten. Die preisliche Einstiegsschwelle muss künftig deutlich niedriger liegen, dazu könnten Discounts für Blogger bzw. Twitter- oder Facebook-User mit Einfluss und Reichweite (&#8221;Meinungsmacher&#8221;) helfen, die Inhalte der Zeitung weiter zu verbreiten.</p>
<p>Den Medienmachern muss endlich klar werden, dass es künftig nicht mehr nur eine mehr oder weniger homogene Leserschaft gibt. Das Feld teilt sich auf in eine Mehrheit von eher passiven Lesern, die noch stark den klassischen Nutzungsgewohnheiten anhängen, und einer neuen Minderheit von hoch aktiven Usern, die Social Media nicht nur nutzen, um sich auf diesem Weg über tagesaktuelle Nachrichten zu informieren, sondern aktiv eingreifen und Themen, die ihnen individuell wichtig sind, unterstützend weiterverbreiten oder diese im Einzelfall sogar selbst erst auf die Tagesordnung setzen (Agenda-Setting).</p>
<p>In einem solchen Umfeld müssen Medien an zwei unterschiedliche Zielgruppen denken lernen: Neben der eher weitläufigen, klassischen Leserschaft braucht jedes Medium künftig auch eine kleinere medienversierte Kernzielgruppe, die mit ihren Kommentaren zu Artikeln, Leseempfehlungen auf Twitter oder Facebook bzw. eigenen Blogposts mithelfen, Inhalte zu verbreiten, Meinungen zu bilden und die Medienmarke im Gespräch zu halten.</p>
<p>Dieses Prinzip dürfte übrigens nicht nur für Medienmarken gelten, sondern für die meisten Unternehmen (auch aus anderen Branchen). Man muss sich dazu nur die Funktionsweise des <a href="http://www.bwlzweinull.de/index.php/2011/01/17/der-edgerank-von-facebook-bald-so-wichtig-wie-googles-pagerank/" target="_blank">EdgeRank</a> auf Facebook anschauen: Der Algorithmus selektiert u. a. nach dem Maß an Interaktion. Eine Marke mit vielen Fans, die nicht mit ihr auf Facebook interagieren, erzielt damit wenig bis keine Werbewirkung. Erst die Interaktion führt zu mehr Sichtbarkeit in der Timeline der Fans und darüber dann bei deren Freunden. Damit haben wir hier genau die Form von Zweistufigkeit, die ich (in allgemeinerer Form) für den Mediensektor sehe.</p>
<p>Das beste Beispiel für diese zweistufige Kommunikation ist Apple. Die Marke verfügt heute über eine ganze Phalanx an medienaffinen Anhängern, die mit ihren Tweets oder Blogposts die Gerüchteküche um Produktneuheiten befeuern können und in Einzelfällen, wie etwa <a href="http://daringfireball.net/" target="_blank">John Gruber</a>, selbst schon so etwas wie den Status eines Prominenten besitzen. Apple ist auf diese Weise permanent im Gespräch ohne selbst viel dazu leisten zu müssen.</p>
<p>Gleichwohl ist man dazu bereit, dem alten Medienmodell in Form des Newsstand als App eine Chance zu geben. Zu groß ist offenbar die Versuchung, neben iBooks und iTunes noch eine dritte, mediale Säule aufzubauen, auf dass die Kunden gar nicht mehr anders können, als immer nur weitere Apple-Hardware zu kaufen, weil die Trennung zwischen medialen Inhalten einerseits und Hard- bzw. Software andererseits immer schwieriger wird und am Ende nur noch von IT-Spezialisten zu bewerkstelligen wäre. Das aber kann es nicht sein. Es ist deshalb an der Zeit, dass Verlage und Medienhäuser ihre Zukunft stärker selbst in die Hand nehmen und sich nicht zu stark auf Apps in der Anmutung eines schlichten Holzregals einlassen.</p>
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		<title>Das neue iPad kaufen? Oder besser ein MacBook Air?</title>
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		<pubDate>Fri, 25 Mar 2011 13:16:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matthias</dc:creator>
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Ab heute (dem 25. März 2011) kann man das neue Apple iPad in Deutschland kaufen. Ohne Zweifel handelt es sich dabei um ein faszinierendes Stück Technik. Vor knapp einem Jahr habe ich mir ein iPad der ersten Generation gekauft und hier auf bwl zwei null darüber geschrieben. Den Kauf habe ich nicht einen einzigen Tag [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.bwlzweinull.de/wp-content/IMG_20110325_132130.jpg" target="_blank"><img class="alignnone size-medium wp-image-4689" title="iPad und MacBook Air März 2011" src="http://www.bwlzweinull.de/wp-content/IMG_20110325_132130-300x225.jpg" alt="iPad und MacBook Air März 2011" width="300" height="225" /></a></p>
<p>Ab heute (dem 25. März 2011) kann man das neue Apple iPad in Deutschland kaufen. Ohne Zweifel handelt es sich dabei um ein faszinierendes Stück Technik. Vor knapp einem Jahr habe ich mir ein iPad der ersten Generation gekauft und hier auf bwl zwei null darüber <a href="http://www.bwlzweinull.de/index.php/2010/06/14/eine-woche-mit-dem-ipad/" target="_blank">geschrieben</a>. Den Kauf habe ich nicht einen einzigen Tag bereut, ich hatte das Gerät fast jeden Tag in der Hand.</p>
<p>Warum also jetzt ein Artikel über das MacBook Air? So interessant das iPad ist, es kann einige Dinge nicht oder nur sehr schlecht. Daran ändert auch die neue Version wenig bis nichts. Vielleicht ist deshalb ja das MacBook Air das bessere iPad? Ich habe es mir vor ein paar Wochen gekauft und kann seither beide Geräte direkt miteinander vergleichen.</p>
<p>Es steht das iPad mit 32 GB (WiFi only) gegen Apples kleinstes MacBook Air: Die Variante in 11&#8221; mit 128 GB Speicher, 4 GB Arbeitsspeicher und 1,6 GHz Prozessor. Ein direkter Vergleich mag unfair erscheinen, kostet das MacBook Air so ausgestattet doch etwas mehr als doppelt so viel wie das iPad. Wenn schon nicht der Preis einen Vergleich nahe legt, dann umso mehr Größe und Gewicht: Beide Geräte schenken sich hier nicht viel, das MacBook Air ist gefühlt kaum schwerer als das iPad und ebenso handlich.</p>
<p>Im täglichen Handling erweist sich das MacBook Air sogar als das praktischere Gerät: Als konventionelles Notebook besitzt es nämlich einen Deckel und kann in geschlossenem Zustand leichter herum getragen bzw. abgelegt werden: Das Gerät ist geschützt, während beim iPad stets der Touchscreen zur Vorsicht mahnt. Zudem ist die Rückseite des iPad empfindlich für Kratzer, während das MacBook Air mit seinen 4 Gummifüssen bedenkenlos auf jedem Untergrund abgestellt werden kann. Im Ergebnis kann man das MacBook Air auch mal ohne Schutzhülle in noch der kleinsten Aktentasche mitnehmen, was ich mit meinem iPad so nicht mache.</p>
<p><img class="alignnone size-medium wp-image-4680" title="MacBook Air auf Waschbeton: Kein Problem dank der Gummifüße" src="http://www.bwlzweinull.de/wp-content/IMG_20110325_114851-300x225.jpg" alt="MacBook Air auf Waschbeton: Kein Problem dank der Gummifüße" width="300" height="225" /></p>
<p>Das iPad ist bekanntlich sehr schnell einsatzbereit, da es praktisch immer im Standby-Betrieb gehalten werden kann. Einmal den Home-Button gedrückt und über die dann erscheinende Schaltfläche gewischt, schon ist der Homescreen erreicht. Wie schlägt sich dem gegenüber das MacBook Air? In meinen Augen noch eine Spur besser, weil eleganter: Einfach den Deckel aufklappen und das Gerät erwacht sofort, womit man in geschäftlichen Terminen schon mal überraschte Gesichter erleben kann. Der typische Windows-User ist so etwas nicht gewohnt. Das MacBook Air ist, dank seines Flash-Speichers, ebenso gut für den Standby-Betrieb ausgelegt wie das iPad.</p>
<p>Traut man dem Standby-Betrieb nicht, kann man das Gerät auch konventionell herunter fahren und später wieder neu starten: Ca. 5 Sekunden für den Shut-Down und 15 Sekunden für das Hochfahren sind Werte, mit denen man sehr gut leben kann.</p>
<p>Wer am iPad das Fehlen von Anschlussmöglichkeiten bemängelt, dem wird das MacBook Air geradezu paradiesisch erscheinen: Volle zwei USB-Buchsen, eine links, eine rechts &#8211; was will man mehr? Mehr wollen eigentlich nur die Besitzer von Netbooks, die zumeist konsterniert feststellen müssen, dass die besseren Anschlussmöglichkeiten ihrer Geräte das Einzige sind, was sie Apples Rechner voraus haben. In jeder anderen Hinsicht lässt das MacBook Air sie weit hinter sich: Sei es bei der Rechenleistung, sei es beim Bildschirm (von der Optik und natürlich auch dem Preis ganz zu schweigen).</p>
<p>Das MacBook Air ist ein ausgesprochen schneller und dabei sehr leiser Rechner. Man muss sich schon viel Mühe geben, um den Lüfter so richtig aus der Reserve zu locken. Meist bleibt es ebenso still wie das iPad. Davon abgesehen, trennen sich dann aber die Wege der beiden Geräte. Apple spricht bekanntlich vom &#8220;Post-PC-Zeitalter&#8221;, was man aber nicht wörtlich nehmen sollte.</p>
<p>Das iPad ist ganz in seinem Element, wenn es um den Konsum von Medien geht: Texte lesen, Bilder betrachten, im Web surfen und auch mal einen Film anschauen, dieses Tablet ist dafür wie geschaffen. Sein Touchscreen mit Zoom-Funktion lässt sich für jedes Medium optimal einstellen und man hat damit ein sehr augenfreundliches Gerät in der Hand. Das MacBook Air muss hier Abstriche machen, auch wenn die Größenverhältnisse beim Bildschirm das nicht vermuten lassen: 11,6 Zoll gegenüber 9,7 Zoll machen nur auf dem Papier Eindruck. In der Praxis ist das iPad eindeutig das lesefreundlichere Gerät.</p>
<p>Sobald man aber schreiben oder gar mehrere Programme parallel nutzen möchte, punktet das MacBook Air einerseits mit seiner vollwertigen Tastatur und andererseits mit der von PC&#8217;s bzw. Mac-Rechnern bekannten Möglichkeit, Programm-Fenster nach Belieben auf dem Bildschirm anzuordnen. Zudem können hier Dateien einfacher sortiert und abgelegt, bzw. über Dienste wie Dropbox oder ZumoDrive mit einem anderen Rechner synchronisiert werden. Wer wirklich produktiv arbeiten will, ist, zumindest derzeit, mit dem MacBook Air um Längen besser dran als mit einem iPad.</p>
<p>Das MacBook Air wird damit zum vollwertigen Begleiter für unterwegs, der durch nichts in Verlegenheit gebracht werden kann, außer vielleicht der gegenüber dem iPad deutlich geringen Akku-Laufzeit. Das iPad mit seinen 10 Stunden setzt hier einen Maßstab, dem das kleine MacBook Air einfach nichts entgegen setzen kann: 5 bis 6 Stunden sind möglich bei schonendem Umgang. Wer jedoch die kleine Kiste voll ausreizt, sollte sich spätestens nach 4 Stunden in Sichtweite einer Steckdose begeben.</p>
<p>Immerhin: Während das iPad so ausgelegt ist, dass es grundsätzlich &#8220;unverkabelt&#8221; genutzt wird und man es während des Ladevorgangs eigentlich nicht gebraucht (nicht zuletzt weil sein Anschluss unpraktisch an der unteren Schmalseite angebracht ist), kann das MacBook Air sehr gut genutzt werden, während es an eine Steckdose angeschlossen ist. Die von Apple mitgelieferten Kabel sind so lang, dass dieser Betriebsmodus ganz offensichtlich den Segen von Steve Jobs besitzt.</p>
<p><img class="alignnone size-medium wp-image-4686" title="MacBook Air unter Strom" src="http://www.bwlzweinull.de/wp-content/IMG_20110325_125230-300x225.jpg" alt="MacBook Air unter Strom" width="300" height="225" /></p>
<p>Mein Fazit: Beide Geräte haben je ihre spezifischen Stärken und Schwächen. Als Arbeitsgerät bleibt das iPad dem MacBook Air unterlegen, während umgekehrt das kleine Notebook sich dem Tablet geschlagen geben muss, wenn es um den spielerischen und unterhaltsamen Part geht.</p>
<p>Wer für unterwegs oder auch zuhause ein vollwertiges Zweitgerät haben möchte, das klein, leicht und vielseitig einsetzbar ist, greift am besten zum MacBook Air. Sein hoher Preis mag auf den ersten Blick abschrecken, bereuen wird man den Kauf aber kaum. Natürlich kann man auch mit einem iPad glücklich werden. Am Glücklichsten jedoch ist zweifellos, wer beide Geräte besitzt&#8230;</p>
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		<title>Kurz notiert: Google Android prescht nach vorn</title>
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		<pubDate>Tue, 08 Mar 2011 17:44:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matthias</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Unternehmen]]></category>
		<category><![CDATA[Android]]></category>
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		<category><![CDATA[Microsoft]]></category>
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Wie schnell und grundlegend sich doch Märkte ändern können: Aktuellen Zahlen von comScore zufolge (und von TechCrunch zitiert) ist in den USA jetzt Android das Betriebssystem für Smartphones mit dem größten Marktanteil, vor Research in Motion (RIM, BlackBerry) und Apple (iOS). Mit deutlichem Abstand auf dieses Spitzentrio folgt Microsoft auf Platz 4. Das im Herbst [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.flickr.com/photos/loopback/5350027067/#/" target="_blank"><img class="alignnone size-full wp-image-4585" title="Droid Gang, watch your back iOS." src="http://www.bwlzweinull.de/wp-content/5350027067_711d4be275.jpg" alt="Droid Gang, watch your back iOS." width="400" height="230" /></a></p>
<p>Wie schnell und grundlegend sich doch Märkte ändern können: Aktuellen Zahlen von comScore zufolge (und von <a href="http://techcrunch.com/2011/03/07/comscore-android-passes-ios-and-rim-for-u-s-smartphone-subscriber-share/" target="_blank">TechCrunch</a> zitiert) ist in den USA jetzt Android das Betriebssystem für Smartphones mit dem größten Marktanteil, vor Research in Motion (RIM, BlackBerry) und Apple (iOS). Mit deutlichem Abstand auf dieses Spitzentrio folgt Microsoft auf Platz 4. Das im Herbst 2010 neu eingeführte Windows Phone 7 scheint bislang Microsofts Verluste bei den Marktanteilen nicht bremsen zu können, comScores Zahlen zufolge hält der Negativtrend an.</p>
<p>In (West-) Europa sieht es kaum anders aus. Auch hier schiebt sich Google&#8217;s Android mit enormen Wachstumsraten in Richtung Spitze und hält, den <a href="http://www.internetretailing.net/2011/03/smartphones-lead-the-way-with-android-becoming-the-os-of-choice-across-europe/" target="_blank">Angaben von IDC</a> zufolge, im vierten Quartal 2010 mit 31 % Marktanteil erstmals den ersten Platz. Auch hier sind RIM und Apple gut positioniert, während Microsoft und Nokia (hier noch mit Symbian) verlieren.</p>
<p>Folgerungen:</p>
<p>Als Apple 2007 das iPhone einführte, wurde damit die Kategorie &#8220;Smartphone&#8221; neu definiert. Allerdings konnte der phänomenale Erfolg des iPhone nicht verhindern, dass Google mit Android an Apple vorbeizog. Die Strategie, ein annähernd gleich gutes Betriebssystem an beliebig viele Hersteller mehr oder weniger zu verschenken, führt am Ende zur größeren Gerätevielfalt und einem viel weiter gefassten Preisspektrum. Der Markt honoriert die größere Vielfalt und ignoriert die vielfach in (Blog-) Medien angestellten peniblen Leitungsvergleiche, die nur für Technik-Freaks interessant sind.</p>
<p>Letztlich können beide Unternehmen hoch zufrieden sein, setzen sie doch mittlerweile die Maßstäbe in einem Markt, auf dem sie vor wenigen Jahren noch überhaupt nicht vertreten waren. Für Microsoft (und Nokia!) brechen allerdings schwere Zeiten an, wenn der Negativtrend in Sachen Windows Phone 7 im weiteren Verlauf des Jahres 2011 anhalten sollte. Die Tage von Steve Ballmer könnten dann gezählt sein.</p>
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		<title>Eine Woche mit dem iPad</title>
		<link>http://www.bwlzweinull.de/index.php/2010/06/14/eine-woche-mit-dem-ipad/</link>
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		<pubDate>Mon, 14 Jun 2010 10:00:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matthias</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[Technologie]]></category>
		<category><![CDATA[Unternehmen]]></category>
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		<description><![CDATA[
Genau vor einer Woche bekam ich mein iPad geliefert und kann seither selbst testen, wie weit meine eher skeptische Einschätzung (und &#8220;Ferndiagnose&#8221;) auf Carta vom Januar diesen Jahres trägt. In einigen Punkten muss ich mich doch tatsächlich revidieren.
Der erste Eindruck bei der Entnahme aus der hübschen Verpackung: Das Gerät ist schwerer als es eigentlich sein [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-medium wp-image-4068" title="iPad 32 GB WiFi" src="http://www.bwlzweinull.de/wp-content/Mitte-Juni-033-300x225.jpg" alt="iPad 32 GB WiFi" width="300" height="225" /></p>
<p>Genau vor einer Woche bekam ich mein iPad geliefert und kann seither selbst testen, wie weit meine eher <a href="http://carta.info/22324/apple-ipad-tablet/">skeptische Einschätzung (und &#8220;Ferndiagnose&#8221;) auf Carta</a> vom Januar diesen Jahres trägt. In einigen Punkten muss ich mich doch tatsächlich revidieren.</p>
<p>Der erste Eindruck bei der Entnahme aus der hübschen Verpackung: Das Gerät ist schwerer als es eigentlich sein sollte. Vielleicht möchte das Gewicht Solidität und Wertigkeit vermitteln, in der täglichen Handhabung wünscht man sich das iPad leichter. Davon abgesehen wirkt es edel und hochwertig, ein typisches Produkt von <a href="http://www.apple.de">Apple</a> eben.</p>
<p>Zum ansprechenden Äußeren kommt die intuitive Bedienung auf dem großen Touchscreen. Doch leider trübt sich hier das Bild etwas: Wer, wie ich, kein iPhone besitzt und zum ersten Mal Bekanntschaft mit der Gestensteuerung von Apple macht, wird nicht nur Freude empfinden. So spielend einfach, wie Steve Jobs das gern verkündet, ist das iPad nämlich nicht immer zu bedienen.</p>
<p>So ist die Gestensteuerung in ihrer Logik nicht immer ganz konsistent. Will man etwa aus der Ansicht einer Seite eine Ebene zurück, so darf man, je nach Anwendung, doppelt klicken (um in Keynote aus dem Präsentations- in den Bearbeitungsmodus zu gelangen), genau in der Mitte des Bildschirms einfach klicken (um im GoodReader aus dem Lese- in den Navigationsmodus zu kommen), vom Rand her beherzt nach links oben wischen (um die Produktfenster in iTunes oder iBooks wieder zu schließen) und das sind nur die Möglichkeiten, die ich in den ersten Tagen teils nach längerem Probieren herausgefunden habe. Wirklich intuitiv ist es auch nicht, wenn grafische Elemente zwar als Schaltflächen funktionieren, dies jedoch nicht kenntlich machen: Das iPad ist so gesehen noch kein fertiges Produkt, sondern ein Experimentierfeld der Usability auf dem Weg zum einfacheren Umgang mit Computern.</p>
<p>Etwas hakelig gerät auch die unvermeidliche Synchronisation mit iTunes auf dem PC. Meistens geht hier alles gut, aber eben nicht immer. Bei mir funkt bisweilen auch noch Windows XP dazwischen und möchte irgendetwas von einer CD installieren. Nur mit Mühe kann das System dann wieder beruhigt werden. Offenbar trägt es schwer daran, dass es jetzt nicht mehr der alleinige Mittelpunkt auf meinem Schreibtisch ist.</p>
<p>Umstände macht auch noch der Bereich &#8220;Fotos&#8221;. Zwar zeigt das iPad diese in nie zuvor gesehener Schönheit an, dazu muss man sie aber erst mal auf das Gerät bringen. Die Synchronisation über iTunes kann man hier nur als mittlere Katastrophe bezeichnen. Wer etwa seine Fotos auf dem PC in einer ausgeprägten Ordnerstruktur verwaltet, kann diese praktisch nicht auf das iPad übernehmen, weil das Gerät keine tiefer gestaffelten Ordnerstrukturen abbilden kann. Selbst mehrere Ordner mit Fotos muss man richtig anzupacken wissen, da das iPad gerne einen schon geladenen Stapel von Bildern löscht, diesen durch den nächsten ersetzt und dabei nonchalant die gliedernden Ordner einfach weglässt. Zudem fehlt eine Löschfunktion: Über iTunes synchronisierte Fotos lassen sich einzeln auf dem iPad nicht löschen, zumindest habe ich diese Funktion noch nicht gefunden.</p>
<p>Doch damit sind wir eigentlich schon am Ende der Mäkelei. Was jetzt kommt, ist pures Vergnügen und wirklich eine neue Erfahrung, die man schon bald nicht mehr missen möchte.</p>
<p>Das iPad vermittelt eine wirklich bemerkenswerte Lesefreude sowohl im Browser, als auch in Applikationen. Das Scrollen und Zoomen mit dem Finger lässt jeden PC dagegen schwer und plump aussehen, während sich man bei Smartphones jetzt fragt, was denn ihr lächerlich kleiner Bildschirm soll. Was Apple mit dem <a href="http://www.bwlzweinull.de/index.php/2007/07/31/das-iphone-mas-der-dinge-oder-maslos-uberschatzt/">iPhone</a> eingeführt hat, kommt hier erst zu seiner wahren Bestimmung: Das knapp 10 Zoll große Display des iPad schafft buchstäblich den optimalen Rahmen für die Darstellung medialer Inhalte.</p>
<p>Etwa bei Pdf-Dateien, die mit ihrem üblichen Hochformat auf den Bildschirmen von PCs nie richtig zur Geltung kamen und zudem schwer zu lesen waren. Anders auf dem iPad: Erst hier fällt auf, dass viele dieser Dateien grafisch sehr sorgfältig gestaltet sind und natürlich lassen sie sich auch gut lesen. Das von mir im Januar noch kritisierte 4:3-Format des iPad macht also durchaus Sinn. Öfter als gedacht nämlich verwende ich das Gerät im Hochformat und lese Texte praktisch so, wie wir beim Papier das DIN A 4 Format auch meist verwenden (obwohl man auf Papier auch im Querformat schreiben könnte, was nur kaum jemand macht).</p>
<p>Darin mag eines der &#8220;Geheimnisse&#8221; des iPad liegen, nämlich dass es uns mit seinem Hochformat, in Kombination mit dem Scrollen und Zoomen der Gestensteuerung ein einfaches und sehr natürlich wirkendes Leseerlebnis bietet, an das kein Netbook und kein Notebook und erst recht kein PC herankommt.</p>
<p>Das Fehlen von Flash (von mir noch im Januar scharf kritisiert) bemerkt man kaum: Nicht wenige Angebote im Web haben sich bemerkenswert schnell auf das iPad (bzw. HTML 5) eingestellt, so dass man seltener als gedacht auf echte Lücken stößt. Auch Videos, vom kurzen YouTube-Format bis hin zu Spielfilmen kann man darauf sehen, es muss nicht immer der große Bildschirm des Fernsehers sein.</p>
<p>Dazu kommt, dass man mit dem iPad nicht nur ein gutes Gerät für die Wiedergabe von Inhalten an der Hand hat, sondern den passenden Kaufladen gleich mit dazu.  iTunes, iBooks und der App Store stehen Tag und Nacht bereit und trüben den Eindruck allenfalls durch ihr bisweilen qualitativ mittelmäßiges Angebot. iTunes kann bei klassischer Musik oder auch den Filmen nicht ganz überzeugen und der iBook-Store steht bekanntlich erst ganz am Anfang.</p>
<p>Was den App Store betrifft, so reibt sich der erstmalige Besucher, der nur den Android Market seines Google Handys kennt, verwundert die Augen: Nicht dass ihm der viele Plunder der hier angeboten wird, fremd wäre, wohl aber, dass es kaum etwas kostenlos gibt. Noch der billigste Taschenrechner oder jede schnöde Wetterapplikation will hier bezahlt sein, sei es auch nur mit kleiner Münze. Zudem gibt es hier noch etliche Lücken, bei den Twitterclients etwa und dringend fehlen bessere Filtermechanismen zur engeren Eingrenzung bei der App Auswahl.</p>
<p>Wie schließlich hält es das iPad bei der Kreation von Inhalten bzw. den Dialogen im Netz? <a href="http://www.buzzmachine.com/2010/04/10/reboxing/">Jeff Jarvis</a> hat seines bekanntlich recht schnell wieder zurückgegeben, weil er keinen &#8220;Usecase&#8221; dafür sehen konnte und ihm vermutlich der Dialogcharakter des Social Web darauf nicht genügend berücksichtigt wurde.</p>
<p>Tatsächlich hat das iPad hier eine leichte Schwäche, denn wer Links twittern oder auf Facebook mehr tun möchte, als nur den Like-Button zu drücken, steht vor größeren Herausforderungen. Das fehlende Multitasking tut ein Übriges, denn ist man erst einmal in einer Anwendung drin, sieht man nicht einmal mehr, ob man neue E-Mails empfangen hat.</p>
<p>Ob das auf Dauer so bleiben wird oder ob dies nur Begleiterscheinungen bei der Einführung eines noch nicht ganz ausgereiften Produktes sind, wird sich zeigen. Ich kann damit leben und setze darauf, dass in künftigen Versionen (oder den Produkten der <a href="http://www.bwlzweinull.de/index.php/2010/06/01/the-hardware-revolution-goes-on-asus-eee-pad-ep121/">Wettbewerber</a>) mehr möglich wird. Das iPad in seiner heutigen Form ist ein vielversprechender und wichtiger Anfang. Zugleich wird es noch auf längere Sicht einen PC (oder ein Notebook) nicht ersetzen, dafür aber sehr gut ergänzen können.</p>
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		<title>The Hardware Revolution Goes On: Asus Eee Pad EP121</title>
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		<pubDate>Tue, 01 Jun 2010 04:00:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matthias</dc:creator>
				<category><![CDATA[Technologie]]></category>
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		<category><![CDATA[Sascha Pallenberg]]></category>
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		<description><![CDATA[Das ist doch mal ein wirklich viel versprechender Ansatz: Asus zeigt, wie ein Tablet-Computer mit einer Tastatur so verbunden werden kann, so dass es sich auch als vollwertiges Netbook einsetzen lässt. Leider kann uns Sascha Pallenberg noch nicht wirklich viel darüber erzählen, weil das Demo-Gerät ausgeschaltet ist. Die Software dazu soll Windows 7 von Microsoft [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das ist doch mal ein wirklich viel versprechender Ansatz: Asus zeigt, wie ein Tablet-Computer mit einer Tastatur so verbunden werden kann, so dass es sich auch als vollwertiges Netbook einsetzen lässt. Leider kann uns <a href="http://www.netbooknews.de/16790/video-asus-eee-pad-ep121-121-zoll-tablet-im-hands-on/">Sascha Pallenberg</a> noch nicht wirklich viel darüber erzählen, weil das Demo-Gerät ausgeschaltet ist. Die Software dazu soll Windows 7 von Microsoft sein.</p>
<p><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Asus">Asus</a> demonstriert damit, dass man es auch anders als Apple machen kann und dass der Markt für Tablets noch für einige Überraschungen gut sein dürfte. Das iPad ist also noch nicht das letzte Wort, auch wenn es derzeit das einzige am Markt erhältliche Gerät dieser Kategorie (und Größenklasse) ist.</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="480" height="295" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/1BLbC1mzOLk&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="480" height="295" src="http://www.youtube.com/v/1BLbC1mzOLk&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p>Insgesamt scheint es mir, als würde gerade die große Innovationswelle bei Social Software stark abflauen und von einem Schub an Neuerungen bei der Hardware abgelöst werden. Über weite Strecken war das hinter uns liegende Jahrzehnt geprägt von den Veränderungen im Internet (&#8221;Web 2.0&#8243;).</p>
<p>Der Fokuswechsel hin zur Hardware (für das Internet) kam mit dem iPhone ab dem Jahr 2007 und setzt sich aktuell mit den Tablets (und E-Book-Readern) fort, während sich die nächste Welle mit dem Einbezug der Fernsehgeräte (Google TV, Apple TV, Boxee&#8230;) bereits abzeichnet.</p>
<p>Natürlich stagniert damit die Entwicklung bei der Software nicht. Nur ist sie aktuell sehr stark gerätebezogen. Bei der Software für <a href="http://www.bwlzweinull.de/index.php/2009/10/14/wozu-wikis-wiki/">Wikis</a>, <a href="http://www.bwlzweinull.de/index.php/2010/04/01/blogs-applikationen-apps/">Blogs</a> oder <a href="http://www.bwlzweinull.de/index.php/2010/03/09/google-buzz/">Social Networks</a> passiert nicht mehr viel Neues, allenfalls Verbesserungen im Detail oder eben die unvermeidlichen Applikationen, seien sie für den App Store von Apple oder den Android Market von Google, machen von sich reden.</p>
<p>Das sogenannte &#8220;Web 3.0&#8243;, als Nachfolger des Web 2.0 ist ohne Zweifel da, nur eben ganz anders als noch vor wenigen Jahren erwartet: Nicht so sehr im Internet bzw. softwaregetrieben, sondern vielmehr auf der Ebene der Geräte, also bei der Hardware. Mitten drin Asus, wo man einen guten Riecher für die Netbooks hatte und jetzt auch bei den Tablets den Anschluss zu finden scheint.</p>
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		<title>Alice for the iPad: Wunderland der neuen Medien</title>
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		<pubDate>Tue, 13 Apr 2010 13:00:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matthias</dc:creator>
				<category><![CDATA[Medienkritik]]></category>
		<category><![CDATA[Strategie]]></category>
		<category><![CDATA[Technologie]]></category>
		<category><![CDATA[Zukunft]]></category>
		<category><![CDATA[Alice im Wunderland]]></category>
		<category><![CDATA[Apple]]></category>
		<category><![CDATA[Buchverlage]]></category>
		<category><![CDATA[ebooks]]></category>
		<category><![CDATA[iPad]]></category>

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		<description><![CDATA[Kinder lieben gut gemachte Bücher und sie werden ohne Zweifel Tablets vom Schlage des iPad ebenfalls lieben. Denn Bücher auf dem iPad wird man nicht nur lesen können: Man kann sie schütteln, drehen und vermutlich auch bald schon mit ihnen sprechen.
Alice for the iPad ist eine Adaption des berühmten Kinderbuches für das iPad und wie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Kinder lieben gut gemachte Bücher und sie werden ohne Zweifel Tablets vom Schlage des <a href="http://www.apple.com/de/ipad/">iPad</a> ebenfalls lieben. Denn <a href="http://mashable.com/2010/04/13/alice-in-wonderland-ipad/">Bücher auf dem iPad</a> wird man nicht nur lesen können: Man kann sie schütteln, drehen und vermutlich auch bald schon mit ihnen sprechen.</p>
<p><a href="http://itunes.apple.com/gb/app/alice-for-the-ipad/id354537426?mt=8">Alice for the iPad</a> ist eine Adaption des <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Alice_im_Wunderland">berühmten Kinderbuches</a> für das iPad und wie das Promotionvideo zeigt, kann man durch Berühren des Bilschirms bzw. Drehen und Kippen des ganzen Gerätes die optische Darstellung beeinflussen.</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="480" height="295" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/gew68Qj5kxw&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="480" height="295" src="http://www.youtube.com/v/gew68Qj5kxw&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p>Für das gute alte (Kinder-) Buch könnten damit schwere Zeiten anbrechen. Denn welches Kind wird noch gerne zum gedruckten Buch greifen, wenn es die gleichen Inhalte animiert auch auf einem Tablet haben kann?</p>
<p>Zugleich dürften animierte eBooks Wasser auf die Mühlen der Hersteller von Computerspielen bzw. -konsolen sein, die damit auch Mädchen als Zielgruppe werden besser adressieren können. Mädchen, die sich bekanntlich weniger für Technik interessieren als Jungen, schaffen den Sprung vom Tablet zur Konsole leicht, wenn nur die Inhalte ähnlich genug sind.</p>
<p>Der Gamingbranche wird man das nicht zweimal sagen müssen: Sie können an den Verkaufszahlen der Apps ablesen, worauf sie ihr Angebot ausrichten müssen. Theoretisch können sie sogar ihr Geschäft um animierte eBook-Apps erweitern. Denn ihre Kernkompetenz ist ja die Animation, da ist die Ergänzung um Textblöcke eine der leichteren Übungen. Die Buch-App könnte so zu einem Teaser werden und das eigentliche Geschäft macht man dann mit Spielen, die optisch und inhaltlich den animierten Büchern angeglichen sind.</p>
<p>Für die klassischen Buchverlage wird der Sprung dagegen groß und hart: Denn Text allein wird nicht mehr zum Erfolg reichen und in Sachen Programmierung haben sie wenig Kompetenzen. Dazu kommt, dass sie sich hier quasi auf vermintes Gelände begeben. Schon bei den Spielekonsolen gibt es keine einheitlichen (Software-) Standards und auch bei den Tablets bzw. E-Book-Readern zeichen sich regelrechte Paralleluniversen ab.</p>
<p><a href="http://carta.info/22324/apple-ipad-tablet/">Apple</a> zum Beispiel tut alles, um sein Ökosystem aus Hard- und Software bestmöglich zu schützen und abzuschotten. Jüngst wurden die Richtlinien für Applikationsentwickler dahingehend <a href="http://daringfireball.net/2010/04/why_apple_changed_section_331">verschärft</a>, dass nur noch in bestimmten Programmiersprachen für das iPhone bzw. iPad entwickelt werden darf. Konzepte, die auf eine Vermarktung von Inhalten (in Form von Applikationen) über mehrere Plattformen zielen, werden dadurch (unnötig) erschwert.</p>
<p>Lamentieren aber hilft nicht. In den nächsten 10 Jahren werden eBooks aus ihrer Nische heraus kommen und dabei einen großen Markt entstehen lassen, der vermutlich mehr kreative Impulse aus dem Bereich des Gaming denn aus der klassischen Buchbranche beziehen wird. Tablets, die heute noch relativ teuer und selten sind, werden in jedem Wohn- und Kinderzimmer Einzug halten. Möge sich die Verlagsbranche darauf einstellen und möge jemand den Buchhandel darauf vorbereiten, dass Kinderbuch-Apps nicht bei ihm, sondern in App Stores und Android Markets direkt auf den Geräten gekauft werden.</p>
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