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	<title>bwl zwei null &#187; Apple</title>
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	<description>Matthias Schwenk on the Post Everything Economy</description>
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		<title>Eine Woche mit dem iPad</title>
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		<pubDate>Mon, 14 Jun 2010 10:00:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matthias</dc:creator>
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Genau vor einer Woche bekam ich mein iPad geliefert und kann seither selbst testen, wie weit meine eher skeptische Einschätzung (und &#8220;Ferndiagnose&#8221;) auf Carta vom Januar diesen Jahres trägt. In einigen Punkten muss ich mich doch tatsächlich revidieren.
Der erste Eindruck bei der Entnahme aus der hübschen Verpackung: Das Gerät ist schwerer als es eigentlich sein [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-medium wp-image-4068" title="iPad 32 GB WiFi" src="http://www.bwlzweinull.de/wp-content/Mitte-Juni-033-300x225.jpg" alt="iPad 32 GB WiFi" width="300" height="225" /></p>
<p>Genau vor einer Woche bekam ich mein iPad geliefert und kann seither selbst testen, wie weit meine eher <a href="http://carta.info/22324/apple-ipad-tablet/">skeptische Einschätzung (und &#8220;Ferndiagnose&#8221;) auf Carta</a> vom Januar diesen Jahres trägt. In einigen Punkten muss ich mich doch tatsächlich revidieren.</p>
<p>Der erste Eindruck bei der Entnahme aus der hübschen Verpackung: Das Gerät ist schwerer als es eigentlich sein sollte. Vielleicht möchte das Gewicht Solidität und Wertigkeit vermitteln, in der täglichen Handhabung wünscht man sich das iPad leichter. Davon abgesehen wirkt es edel und hochwertig, ein typisches Produkt von <a href="http://www.apple.de">Apple</a> eben.</p>
<p>Zum ansprechenden Äußeren kommt die intuitive Bedienung auf dem großen Touchscreen. Doch leider trübt sich hier das Bild etwas: Wer, wie ich, kein iPhone besitzt und zum ersten Mal Bekanntschaft mit der Gestensteuerung von Apple macht, wird nicht nur Freude empfinden. So spielend einfach, wie Steve Jobs das gern verkündet, ist das iPad nämlich nicht immer zu bedienen.</p>
<p>So ist die Gestensteuerung in ihrer Logik nicht immer ganz konsistent. Will man etwa aus der Ansicht einer Seite eine Ebene zurück, so darf man, je nach Anwendung, doppelt klicken (um in Keynote aus dem Präsentations- in den Bearbeitungsmodus zu gelangen), genau in der Mitte des Bildschirms einfach klicken (um im GoodReader aus dem Lese- in den Navigationsmodus zu kommen), vom Rand her beherzt nach links oben wischen (um die Produktfenster in iTunes oder iBooks wieder zu schließen) und das sind nur die Möglichkeiten, die ich in den ersten Tagen teils nach längerem Probieren herausgefunden habe. Wirklich intuitiv ist es auch nicht, wenn grafische Elemente zwar als Schaltflächen funktionieren, dies jedoch nicht kenntlich machen: Das iPad ist so gesehen noch kein fertiges Produkt, sondern ein Experimentierfeld der Usability auf dem Weg zum einfacheren Umgang mit Computern.</p>
<p>Etwas hakelig gerät auch die unvermeidliche Synchronisation mit iTunes auf dem PC. Meistens geht hier alles gut, aber eben nicht immer. Bei mir funkt bisweilen auch noch Windows XP dazwischen und möchte irgendetwas von einer CD installieren. Nur mit Mühe kann das System dann wieder beruhigt werden. Offenbar trägt es schwer daran, dass es jetzt nicht mehr der alleinige Mittelpunkt auf meinem Schreibtisch ist.</p>
<p>Umstände macht auch noch der Bereich &#8220;Fotos&#8221;. Zwar zeigt das iPad diese in nie zuvor gesehener Schönheit an, dazu muss man sie aber erst mal auf das Gerät bringen. Die Synchronisation über iTunes kann man hier nur als mittlere Katastrophe bezeichnen. Wer etwa seine Fotos auf dem PC in einer ausgeprägten Ordnerstruktur verwaltet, kann diese praktisch nicht auf das iPad übernehmen, weil das Gerät keine tiefer gestaffelten Ordnerstrukturen abbilden kann. Selbst mehrere Ordner mit Fotos muss man richtig anzupacken wissen, da das iPad gerne einen schon geladenen Stapel von Bildern löscht, diesen durch den nächsten ersetzt und dabei nonchalant die gliedernden Ordner einfach weglässt. Zudem fehlt eine Löschfunktion: Über iTunes synchronisierte Fotos lassen sich einzeln auf dem iPad nicht löschen, zumindest habe ich diese Funktion noch nicht gefunden.</p>
<p>Doch damit sind wir eigentlich schon am Ende der Mäkelei. Was jetzt kommt, ist pures Vergnügen und wirklich eine neue Erfahrung, die man schon bald nicht mehr missen möchte.</p>
<p>Das iPad vermittelt eine wirklich bemerkenswerte Lesefreude sowohl im Browser, als auch in Applikationen. Das Scrollen und Zoomen mit dem Finger lässt jeden PC dagegen schwer und plump aussehen, während sich man bei Smartphones jetzt fragt, was denn ihr lächerlich kleiner Bildschirm soll. Was Apple mit dem <a href="http://www.bwlzweinull.de/index.php/2007/07/31/das-iphone-mas-der-dinge-oder-maslos-uberschatzt/">iPhone</a> eingeführt hat, kommt hier erst zu seiner wahren Bestimmung: Das knapp 10 Zoll große Display des iPad schafft buchstäblich den optimalen Rahmen für die Darstellung medialer Inhalte.</p>
<p>Etwa bei Pdf-Dateien, die mit ihrem üblichen Hochformat auf den Bildschirmen von PCs nie richtig zur Geltung kamen und zudem schwer zu lesen waren. Anders auf dem iPad: Erst hier fällt auf, dass viele dieser Dateien grafisch sehr sorgfältig gestaltet sind und natürlich lassen sie sich auch gut lesen. Das von mir im Januar noch kritisierte 4:3-Format des iPad macht also durchaus Sinn. Öfter als gedacht nämlich verwende ich das Gerät im Hochformat und lese Texte praktisch so, wie wir beim Papier das DIN A 4 Format auch meist verwenden (obwohl man auf Papier auch im Querformat schreiben könnte, was nur kaum jemand macht).</p>
<p>Darin mag eines der &#8220;Geheimnisse&#8221; des iPad liegen, nämlich dass es uns mit seinem Hochformat, in Kombination mit dem Scrollen und Zoomen der Gestensteuerung ein einfaches und sehr natürlich wirkendes Leseerlebnis bietet, an das kein Netbook und kein Notebook und erst recht kein PC herankommt.</p>
<p>Das Fehlen von Flash (von mir noch im Januar scharf kritisiert) bemerkt man kaum: Nicht wenige Angebote im Web haben sich bemerkenswert schnell auf das iPad (bzw. HTML 5) eingestellt, so dass man seltener als gedacht auf echte Lücken stößt. Auch Videos, vom kurzen YouTube-Format bis hin zu Spielfilmen kann man darauf sehen, es muss nicht immer der große Bildschirm des Fernsehers sein.</p>
<p>Dazu kommt, dass man mit dem iPad nicht nur ein gutes Gerät für die Wiedergabe von Inhalten an der Hand hat, sondern den passenden Kaufladen gleich mit dazu.  iTunes, iBooks und der App Store stehen Tag und Nacht bereit und trüben den Eindruck allenfalls durch ihr bisweilen qualitativ mittelmäßiges Angebot. iTunes kann bei klassischer Musik oder auch den Filmen nicht ganz überzeugen und der iBook-Store steht bekanntlich erst ganz am Anfang.</p>
<p>Was den App Store betrifft, so reibt sich der erstmalige Besucher, der nur den Android Market seines Google Handys kennt, verwundert die Augen: Nicht dass ihm der viele Plunder der hier angeboten wird, fremd wäre, wohl aber, dass es kaum etwas kostenlos gibt. Noch der billigste Taschenrechner oder jede schnöde Wetterapplikation will hier bezahlt sein, sei es auch nur mit kleiner Münze. Zudem gibt es hier noch etliche Lücken, bei den Twitterclients etwa und dringend fehlen bessere Filtermechanismen zur engeren Eingrenzung bei der App Auswahl.</p>
<p>Wie schließlich hält es das iPad bei der Kreation von Inhalten bzw. den Dialogen im Netz? <a href="http://www.buzzmachine.com/2010/04/10/reboxing/">Jeff Jarvis</a> hat seines bekanntlich recht schnell wieder zurückgegeben, weil er keinen &#8220;Usecase&#8221; dafür sehen konnte und ihm vermutlich der Dialogcharakter des Social Web darauf nicht genügend berücksichtigt wurde.</p>
<p>Tatsächlich hat das iPad hier eine leichte Schwäche, denn wer Links twittern oder auf Facebook mehr tun möchte, als nur den Like-Button zu drücken, steht vor größeren Herausforderungen. Das fehlende Multitasking tut ein Übriges, denn ist man erst einmal in einer Anwendung drin, sieht man nicht einmal mehr, ob man neue E-Mails empfangen hat.</p>
<p>Ob das auf Dauer so bleiben wird oder ob dies nur Begleiterscheinungen bei der Einführung eines noch nicht ganz ausgereiften Produktes sind, wird sich zeigen. Ich kann damit leben und setze darauf, dass in künftigen Versionen (oder den Produkten der <a href="http://www.bwlzweinull.de/index.php/2010/06/01/the-hardware-revolution-goes-on-asus-eee-pad-ep121/">Wettbewerber</a>) mehr möglich wird. Das iPad in seiner heutigen Form ist ein vielversprechender und wichtiger Anfang. Zugleich wird es noch auf längere Sicht einen PC (oder ein Notebook) nicht ersetzen, dafür aber sehr gut ergänzen können.</p>
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		<title>The Hardware Revolution Goes On: Asus Eee Pad EP121</title>
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		<pubDate>Tue, 01 Jun 2010 04:00:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matthias</dc:creator>
				<category><![CDATA[Technologie]]></category>
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		<description><![CDATA[Das ist doch mal ein wirklich viel versprechender Ansatz: Asus zeigt, wie ein Tablet-Computer mit einer Tastatur so verbunden werden kann, so dass es sich auch als vollwertiges Netbook einsetzen lässt. Leider kann uns Sascha Pallenberg noch nicht wirklich viel darüber erzählen, weil das Demo-Gerät ausgeschaltet ist. Die Software dazu soll Windows 7 von Microsoft [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das ist doch mal ein wirklich viel versprechender Ansatz: Asus zeigt, wie ein Tablet-Computer mit einer Tastatur so verbunden werden kann, so dass es sich auch als vollwertiges Netbook einsetzen lässt. Leider kann uns <a href="http://www.netbooknews.de/16790/video-asus-eee-pad-ep121-121-zoll-tablet-im-hands-on/">Sascha Pallenberg</a> noch nicht wirklich viel darüber erzählen, weil das Demo-Gerät ausgeschaltet ist. Die Software dazu soll Windows 7 von Microsoft sein.</p>
<p><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Asus">Asus</a> demonstriert damit, dass man es auch anders als Apple machen kann und dass der Markt für Tablets noch für einige Überraschungen gut sein dürfte. Das iPad ist also noch nicht das letzte Wort, auch wenn es derzeit das einzige am Markt erhältliche Gerät dieser Kategorie (und Größenklasse) ist.</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="480" height="295" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/1BLbC1mzOLk&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="480" height="295" src="http://www.youtube.com/v/1BLbC1mzOLk&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p>Insgesamt scheint es mir, als würde gerade die große Innovationswelle bei Social Software stark abflauen und von einem Schub an Neuerungen bei der Hardware abgelöst werden. Über weite Strecken war das hinter uns liegende Jahrzehnt geprägt von den Veränderungen im Internet (&#8221;Web 2.0&#8243;).</p>
<p>Der Fokuswechsel hin zur Hardware (für das Internet) kam mit dem iPhone ab dem Jahr 2007 und setzt sich aktuell mit den Tablets (und E-Book-Readern) fort, während sich die nächste Welle mit dem Einbezug der Fernsehgeräte (Google TV, Apple TV, Boxee&#8230;) bereits abzeichnet.</p>
<p>Natürlich stagniert damit die Entwicklung bei der Software nicht. Nur ist sie aktuell sehr stark gerätebezogen. Bei der Software für <a href="http://www.bwlzweinull.de/index.php/2009/10/14/wozu-wikis-wiki/">Wikis</a>, <a href="http://www.bwlzweinull.de/index.php/2010/04/01/blogs-applikationen-apps/">Blogs</a> oder <a href="http://www.bwlzweinull.de/index.php/2010/03/09/google-buzz/">Social Networks</a> passiert nicht mehr viel Neues, allenfalls Verbesserungen im Detail oder eben die unvermeidlichen Applikationen, seien sie für den App Store von Apple oder den Android Market von Google, machen von sich reden.</p>
<p>Das sogenannte &#8220;Web 3.0&#8243;, als Nachfolger des Web 2.0 ist ohne Zweifel da, nur eben ganz anders als noch vor wenigen Jahren erwartet: Nicht so sehr im Internet bzw. softwaregetrieben, sondern vielmehr auf der Ebene der Geräte, also bei der Hardware. Mitten drin Asus, wo man einen guten Riecher für die Netbooks hatte und jetzt auch bei den Tablets den Anschluss zu finden scheint.</p>
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		<title>Alice for the iPad: Wunderland der neuen Medien</title>
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		<pubDate>Tue, 13 Apr 2010 13:00:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matthias</dc:creator>
				<category><![CDATA[Medienkritik]]></category>
		<category><![CDATA[Strategie]]></category>
		<category><![CDATA[Technologie]]></category>
		<category><![CDATA[Zukunft]]></category>
		<category><![CDATA[Alice im Wunderland]]></category>
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		<category><![CDATA[iPad]]></category>

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		<description><![CDATA[Kinder lieben gut gemachte Bücher und sie werden ohne Zweifel Tablets vom Schlage des iPad ebenfalls lieben. Denn Bücher auf dem iPad wird man nicht nur lesen können: Man kann sie schütteln, drehen und vermutlich auch bald schon mit ihnen sprechen.
Alice for the iPad ist eine Adaption des berühmten Kinderbuches für das iPad und wie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Kinder lieben gut gemachte Bücher und sie werden ohne Zweifel Tablets vom Schlage des <a href="http://www.apple.com/de/ipad/">iPad</a> ebenfalls lieben. Denn <a href="http://mashable.com/2010/04/13/alice-in-wonderland-ipad/">Bücher auf dem iPad</a> wird man nicht nur lesen können: Man kann sie schütteln, drehen und vermutlich auch bald schon mit ihnen sprechen.</p>
<p><a href="http://itunes.apple.com/gb/app/alice-for-the-ipad/id354537426?mt=8">Alice for the iPad</a> ist eine Adaption des <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Alice_im_Wunderland">berühmten Kinderbuches</a> für das iPad und wie das Promotionvideo zeigt, kann man durch Berühren des Bilschirms bzw. Drehen und Kippen des ganzen Gerätes die optische Darstellung beeinflussen.</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="480" height="295" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/gew68Qj5kxw&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="480" height="295" src="http://www.youtube.com/v/gew68Qj5kxw&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p>Für das gute alte (Kinder-) Buch könnten damit schwere Zeiten anbrechen. Denn welches Kind wird noch gerne zum gedruckten Buch greifen, wenn es die gleichen Inhalte animiert auch auf einem Tablet haben kann?</p>
<p>Zugleich dürften animierte eBooks Wasser auf die Mühlen der Hersteller von Computerspielen bzw. -konsolen sein, die damit auch Mädchen als Zielgruppe werden besser adressieren können. Mädchen, die sich bekanntlich weniger für Technik interessieren als Jungen, schaffen den Sprung vom Tablet zur Konsole leicht, wenn nur die Inhalte ähnlich genug sind.</p>
<p>Der Gamingbranche wird man das nicht zweimal sagen müssen: Sie können an den Verkaufszahlen der Apps ablesen, worauf sie ihr Angebot ausrichten müssen. Theoretisch können sie sogar ihr Geschäft um animierte eBook-Apps erweitern. Denn ihre Kernkompetenz ist ja die Animation, da ist die Ergänzung um Textblöcke eine der leichteren Übungen. Die Buch-App könnte so zu einem Teaser werden und das eigentliche Geschäft macht man dann mit Spielen, die optisch und inhaltlich den animierten Büchern angeglichen sind.</p>
<p>Für die klassischen Buchverlage wird der Sprung dagegen groß und hart: Denn Text allein wird nicht mehr zum Erfolg reichen und in Sachen Programmierung haben sie wenig Kompetenzen. Dazu kommt, dass sie sich hier quasi auf vermintes Gelände begeben. Schon bei den Spielekonsolen gibt es keine einheitlichen (Software-) Standards und auch bei den Tablets bzw. E-Book-Readern zeichen sich regelrechte Paralleluniversen ab.</p>
<p><a href="http://carta.info/22324/apple-ipad-tablet/">Apple</a> zum Beispiel tut alles, um sein Ökosystem aus Hard- und Software bestmöglich zu schützen und abzuschotten. Jüngst wurden die Richtlinien für Applikationsentwickler dahingehend <a href="http://daringfireball.net/2010/04/why_apple_changed_section_331">verschärft</a>, dass nur noch in bestimmten Programmiersprachen für das iPhone bzw. iPad entwickelt werden darf. Konzepte, die auf eine Vermarktung von Inhalten (in Form von Applikationen) über mehrere Plattformen zielen, werden dadurch (unnötig) erschwert.</p>
<p>Lamentieren aber hilft nicht. In den nächsten 10 Jahren werden eBooks aus ihrer Nische heraus kommen und dabei einen großen Markt entstehen lassen, der vermutlich mehr kreative Impulse aus dem Bereich des Gaming denn aus der klassischen Buchbranche beziehen wird. Tablets, die heute noch relativ teuer und selten sind, werden in jedem Wohn- und Kinderzimmer Einzug halten. Möge sich die Verlagsbranche darauf einstellen und möge jemand den Buchhandel darauf vorbereiten, dass Kinderbuch-Apps nicht bei ihm, sondern in App Stores und Android Markets direkt auf den Geräten gekauft werden.</p>
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		<title>Vom Mobiltelefon zum mobilen Internet</title>
		<link>http://www.bwlzweinull.de/index.php/2010/01/11/mobiles-internet/</link>
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		<pubDate>Mon, 11 Jan 2010 18:15:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matthias</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Das mobile Internet ist in aller Munde, nicht zuletzt nachdem MorganStanley im Dezember 2009 eine Studie dazu veröffentlicht hat, die allerdings jedes normale Maß sprengt. Wer es gern etwas kompakter mag, kann hier meine Sicht auf die Dinge durchblättern.
Ganz entscheidend scheint mir, dass mit dem mobilen Internet die Dominanz der &#8220;normalen Webseiten&#8221; zu Ende gehen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das mobile Internet ist in aller Munde, nicht zuletzt nachdem MorganStanley im Dezember 2009 eine <a href="http://www.morganstanley.com/institutional/techresearch/mobile_internet_report122009.html">Studie</a> dazu veröffentlicht hat, die allerdings jedes normale Maß sprengt. Wer es gern etwas kompakter mag, kann hier meine Sicht auf die Dinge durchblättern.</p>
<p>Ganz entscheidend scheint mir, dass mit dem mobilen Internet die Dominanz der &#8220;normalen Webseiten&#8221; zu Ende gehen wird: Bislang sind die Inhalte des Web darauf ausgelegt, mit den Bildschirmen von PC&#8217;s bzw. Notebooks betrachtet zu werden. Smartphones, aber auch Tablets und E-Reader werden das ändern, nicht nur wegen anderer Bildschirmgrößen, sondern auch wegen ihrer zusätzlichen Features (Lagesensor, Kamera, Akzelerometer, Kompass&#8230;), die sehr viel weiter gehende Anwendungen möglich machen, als der klassische PC.</p>
<p>Auf <a href="http://carta.info/21326/mobiles-internet-2020/">Carta</a>, wo ich diese Präsentation ebenfalls veröffentlicht habe, wurde mir in den Kommentaren vorgehalten, meine Darstellung sei zu Gadget- bzw. Apple-lastig. Klar ist aber, dass die Hardware eine ganz entscheidende Rolle spielt: Ohne attraktive und praktikable Geräte bleibt das mobile Internet nur Theorie. Genau an diesem Punkt hat Nokia gegenüber Apple eine wichtige Schlacht verloren, als 2007 sowohl das <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Nokia_N95">Nokia N95</a> als auch das iPhone auf den Markt kamen.</p>
<p>Aus europäischer Sicht ist es ohne Zweifel bedauerlich, wenn das mobile Internet derzeit überwiegend in den USA und Asien gestaltet wird. Spannend ist das Thema trotzdem&#8230;</p>
<div id="__ss_2880797" style="width: 425px; text-align: left;"><object style="margin:0px" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="425" height="355" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowScriptAccess" value="always" /><param name="src" value="http://static.slidesharecdn.com/swf/ssplayer2.swf?doc=mobilesinternetjanuar2010slide-100110170222-phpapp01&amp;stripped_title=mobiles-internet-januar-2010-2880797" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed style="margin:0px" type="application/x-shockwave-flash" width="425" height="355" src="http://static.slidesharecdn.com/swf/ssplayer2.swf?doc=mobilesinternetjanuar2010slide-100110170222-phpapp01&amp;stripped_title=mobiles-internet-januar-2010-2880797" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></div>
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		</item>
		<item>
		<title>Wenn der Apple iPod Touch in die Grundschule kommt&#8230;</title>
		<link>http://www.bwlzweinull.de/index.php/2009/09/24/ipod-touch-grundschule/</link>
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		<pubDate>Thu, 24 Sep 2009 05:00:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matthias</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Technologie]]></category>
		<category><![CDATA[Apple]]></category>
		<category><![CDATA[iPod Touch]]></category>
		<category><![CDATA[Learn 4 Live]]></category>
		<category><![CDATA[Lernen]]></category>
		<category><![CDATA[Schule]]></category>

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		<description><![CDATA[In Deutschland ist so etwas natürlich undenkbar, denn hierzulande lernt man noch &#8220;vernünftig&#8221; nach alter Väter Sitte. In einer britischen Grundschule zeigte man sich experimentierfreudiger und stattete alle Schüler einer Klasse mit je einem iPod Touch (samt Internetzugang) aus.
Einen speziellen Unterricht zum Umgang mit den Geräten gab es nicht. Man ließ die Schüler einfach selbst [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In Deutschland ist so etwas natürlich undenkbar, denn hierzulande lernt man noch &#8220;vernünftig&#8221; nach alter Väter Sitte. In einer britischen Grundschule zeigte man sich experimentierfreudiger und stattete alle Schüler einer Klasse mit je einem <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Apple_iPod">iPod Touch</a> (samt Internetzugang) aus.</p>
<p>Einen speziellen Unterricht zum Umgang mit den Geräten gab es nicht. Man ließ die Schüler einfach selbst entdecken, wozu so ein iPod Touch gut ist und wie er eingesetzt werden kann.</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="480" height="380" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="src" value="http://blip.tv/play/gr8cgaDlCQI" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="480" height="380" src="http://blip.tv/play/gr8cgaDlCQI" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p>Gesehen in <a href="http://rickmans.posterous.com/what-happens-when-you-give-a-class-of-8-year">Rickman&#8217;s Posterous</a>. Seine Quelle ist das Blog <a href="http://www.l4l.co.uk/?p=835">Learn 4 Live</a>.</p>
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		<title>Apple mit Gegenwind</title>
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		<pubDate>Mon, 10 Aug 2009 14:00:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matthias</dc:creator>
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Das gab es noch nie: Öffentliche Kritik an Apple! Den Anfang machte Michael Arrington, als er bekannt gab, er würde sein iPhone aufgeben, weil Apple die Google Voice Applikation abgelehnt hatte. Nun folgt ihm Jason Calacanis mit einem fünfteiligen Artikel auf seinem (wiedereröffneten) Blog.
Einen schnellen Überblick zum Thema bietet Falk Hedemann auf t3n (&#8221;Apple ist das [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.flickr.com/photos/pingping/61487601/"><img class="alignnone size-medium wp-image-2763" title="flickr-apple-mini-retail-store-by-pinq-pinq" src="http://www.bwlzweinull.de/wp-content/flickr-apple-mini-retail-store-by-pinq-pinq-300x225.jpg" alt="flickr-apple-mini-retail-store-by-pinq-pinq" width="240" height="180" /></a></p>
<p>Das gab es noch nie: Öffentliche Kritik an Apple! Den Anfang machte <a href="http://www.techcrunch.com/2009/07/31/i-quit-the-iphone/">Michael Arrington</a>, als er bekannt gab, er würde sein iPhone aufgeben, weil Apple die Google Voice Applikation <a href="http://www.basicthinking.de/blog/2009/07/30/verschmaehte-google-voice-apps-anruf-aus-cupertino-sorgt-fuer-gaensehaut/">abgelehnt</a> hatte. Nun folgt ihm <a href="http://calacanis.com/2009/08/08/the-case-against-apple-in-five-parts/">Jason Calacanis</a> mit einem fünfteiligen Artikel auf seinem (wiedereröffneten) Blog.</p>
<p>Einen schnellen Überblick zum Thema bietet <a href="http://t3n.yeebase.com/jason-calacanis-apple-neue-microsoft-open-source-neue-251669/">Falk Hedemann</a> auf t3n (&#8221;Apple ist das neue Microsoft&#8221;). Klar ist: Apple wächst allmählich aus seiner Rolle des Nischenanbieters heraus und wird daher einige seiner Geschäftspraktiken überdenken müssen.</p>
<p>Andererseits wird man sich nicht alles zu Herzen nehmen müssen, was Jason Calancanis kritisiert. Dass das iPhone in vielen Ländern (immer noch) nur über einen einzigen Carrier zu bekommen ist, ist zwar ein echtes Ärgernis, hat aber den Markterfolg des innovativen Mobiltelefons nicht schmälern können. Dazu beigetragen haben Kunden wie Calacanis, der bislang noch von jeder neuen iPhone-Generation ein Gerät gekauft hat. Da mutet es schon etwas lächerlich an, wenn er jetzt über die Exklusivbindung an AT&amp;T jammert.</p>
<p>Heikler wird es bei <a href="http://www.apple.com/de/itunes/features/">iTunes</a>. Denn diese Abspielsoftware, die man kostenlos herunterladen und nutzen kann, ist sehr geschickt mit der Hardware von Apple verknüpft, insbesondere den iPods und natürlich dem iPhone. Auf den iPods nämlich läuft keine andere Abspielsoftware als iTunes. Wer also grundsätzlich einen Bogen um iTunes macht, darf auch keinen iPod kaufen, denn er hätte so nur ein nutzloses Stück Hardware erworben.</p>
<p>Wo ist hier das Problem? Es liegt in der zunehmenden <a href="http://carta.info/12855/monopoly-ebooks-buecher/">Hardware-Vielfalt und -Integration</a>. Wo man noch vor wenigen Jahren vielleicht einen Rechner (Mac oder PC) hatte und das Mobiltelefon nur zum Telefonieren taugte, konnte so ein iPod in Verbindung mit iTunes eine harmlose, aber schöne Bereicherung sein.</p>
<p>Heute aber ist das Mobiltelefon zugleich auch MP3-Player und wehe, wenn es nicht iPhone heisst: Dann nämlich ist eine Synchronisation mit iTunes leider nicht möglich. Hoffen lässt der wackere Kampf, den <a href="http://news.cnet.com/8301-17938_105-10294633-1.html?tag=mncol;txt">Palm mit seinem Pre</a> gegen Apple aufgenommen hat. Der <a href="http://www.bwlzweinull.de/index.php/2009/01/09/palm-pre-der-ultimative-iphone-killer/">Pre</a> nämlich will sich nicht davon abhalten lassen, eine Synchronisation mit iTunes durchzuführen, auch wenn er kein Produkt aus dem Hause Apple ist.</p>
<p>Die nächste Front zeichnet sich bereits ab: Es sind die Tablets, die teils als reine Lesegeräte, teils aber auch als Multimedia-Player auf den Markt kommen werden. Der Kindle von Amazon steht für das &#8220;pure&#8221; Lesen, aber schon das <a href="http://www.bwlzweinull.de/index.php/2009/01/20/techcrunch-crunchpad/">CrunchPad</a> von Michael Arrington wird eine Art portabler Browser sein, der Inhalte des Internets wiedergeben soll. Da ist die Frage naheliegend, ob man beim entspannten Surfen im Web nicht auch ein bisschen Musik dazu hören könnte? An iTunes wird man dabei aber nicht denken dürfen, es sei denn, ja es sei denn, man verwendet gar kein CruchPad sondern gleich das <a href="http://netzwertig.com/2009/07/28/apple-tablet-computer-knackt-apple-das-tablet-pc-problem/">Apple Tablet-Gerät</a>. Dieses wird sich garantiert mit iTunes synchronisieren lassen und Apple wäre nicht Apple, würde man nicht zu verhindern suchen, dass die Geräte der Konkurrenz dies auch können.</p>
<p>Eine weitere Problemzone sind unsere Autos. Viele von ihnen führen noch ein wahres Insel-Dasein hinsichtlich ihrer Musik-Infrastruktur, ganz so, als wäre die Zeit bei den Kasetten und CDs stehen geblieben. Einige aber versuchen sich schon an Schnittstellen zu MP3-Playern und setzen dabei (einseitig) auf die Familie der iPods aus dem Hause Apple, wie etwa der <a href="http://accessories.mini.de/internet_relaunch/DE/de/index.jsp?content=http://accessories.mini.de/internet_relaunch/DE/de/indexNoFrameset.jsp%3Furl%3Dhttp://accessories.mini.de/internet_relaunch/servlet/productDetails.do%3FproductId%3D2056460%26pageNo%3D3%26language%3Dde%26nscId%3D5%26localePath%3D/DE/de">Mini </a>von BMW. Das aber kann nicht wirklich die Lösung des Problems sein.</p>
<p>Die Aufzählung zeigt: Es fehlt insgesamt an Standards und offenen Schnittstellen. Oder müssen wir wirklich warten, bis uns das Internet immer und überall umgibt und wir alles &#8220;in the Cloud&#8221; finden und abrufen können?</p>
<p>Apple sollte sich Gedanken machen und sich künftig offener geben. Denn die Kritik von Arrington und Calancanis zeigt, dass selbst die Anhänger der Marke nicht endlos geduldig sind und sich nicht alles vorschreiben lassen wollen. Und vielleicht könnte man in diesem Kontext bei Apple auch anfangen zu bloggen oder zu twittern. Denn die Kommunikation des Unternehmens ist immer noch ähnlich einseitig wie Teile der Produktpalette&#8230;</p>
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		<title>Kampf der Kulturen? Analoges Denken in der digitalen Zeit</title>
		<link>http://www.bwlzweinull.de/index.php/2009/07/02/kampf-der-kulturen/</link>
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		<pubDate>Thu, 02 Jul 2009 06:00:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matthias</dc:creator>
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Mit markigen Worten sollte man ja vorsichtig sein. Aber vermutlich laufen wir tatsächlich auf so etwas wie einen &#8220;Kampf der Kulturen&#8221; zu, bei dem die alten, analogen Medien mit allen nur denkbaren Mitteln um ihre Existenz kämpfen werden. Ihr Feind &#8211; oder besser: Ihr Feindbild &#8211; ist die neue, digitale Welt.
In dieser digitalen Welt passieren [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.flickr.com/photos/helico/405632849/"><img class="alignnone size-medium wp-image-2562" title="flickr-good-versus-evil-helico" src="http://www.bwlzweinull.de/wp-content/flickr-good-versus-evil-helico-300x225.jpg" alt="flickr-good-versus-evil-helico" width="240" height="180" /></a></p>
<p>Mit markigen Worten sollte man ja vorsichtig sein. Aber vermutlich laufen wir tatsächlich auf so etwas wie einen &#8220;Kampf der Kulturen&#8221; zu, bei dem die alten, analogen Medien mit allen nur denkbaren Mitteln um ihre Existenz kämpfen werden. Ihr Feind &#8211; oder besser: Ihr <strong>Feindbild</strong> &#8211; ist die neue, digitale Welt.</p>
<p>In dieser digitalen Welt passieren viele Dinge und bewegen sich Akteure, die von den Vertretern der alten Medien nicht verstanden werden. Da wären einmal die <strong>Blogger</strong>. Schon deren blosse Existenz mutet vielfach wie ein Rätsel an: Warum schreiben diese Leute wirres Zeug ohne Recherche, anstatt einfach eine gute Zeitung zu lesen? Woher nehmen sie die Berechtigung, jetzt zu jedem Thema mitdiskutieren zu wollen, wo sie doch &#8220;keine Relevanz&#8221; haben und die normalen Zeitungsleser und Fernsehzuschauer doch auch ihren Mund halten &#8211; außer sie werden gefragt?</p>
<p>Dann wären da die <strong>Suchmaschinen</strong>, allen voran Google. Würden diese ihre Daten wenigstens alphabetisch auflisten, könnte man sich mit ihnen vielleicht noch arrangieren. Aber der Einsatz von Algorithmen macht das Suchen und Gefunden werden in den Augen klassischer Medienleute unverständlich, undurchsichtig und damit zu einer Entwürdigung.</p>
<p>Zu wahrem Teufelszeug aber werden diese Suchmaschinen, weil sich mit ihnen scheinbar mühelos viel <strong>Geld verdienen</strong> lässt, während den guten, alten Printmedien allmählich das Wasser bis zum Hals steht: Print verliert stetig Leser und Anzeigen, während Google schlafwandelnd sicher durch die aktuelle Krise steuert und dabei ohne Atem zu holen immer weiter Innovationen einführt und neue Geschäftsfelder erschliesst.</p>
<p>Zum Überlaufen aber bringt das Fass die Tatsache, dass alle diese neuen Akteure des digitalen Zeitalterns sich kaum mehr um die alten Medien und ihre Eliten scharen. Wo man eigentlich Achtung, Ehre und Respekt erwarten würde, denn schließlich sind die traditionellen Medien ja die vierte Gewalt im Staat, herrschen stattdessen eher <strong>Desinteresse</strong> und <strong>Respektlosigkeit</strong>.</p>
<p>Die neue Welt begegnet der alten oft genug mit der Attitüde, dass deren Zeit abgelaufen sei. Ja, man mag es formulieren wie man will, hier prallen wirklich Welten aufeinander. Wo die Fronten verlaufen, zeigen der Artikel von <a href="http://www.faz.net/s/Rub475F682E3FC24868A8A5276D4FB916D7/Doc~E5A9CAF508685453EB782013BE79E9C91~ATpl~Ecommon~Scontent.html">Hubert Burda in der FAZ</a> einerseits, sowie die sehr guten Antworten darauf von <a href="http://www.perlentaucher.de/blog/46_die_vierte_gewalt_ist_jetzt_im_netz">Anja Seeliger im Perlentaucher</a> und <a href="http://medialdigital.de/2009/06/30/dann-boykottiert-doch-google/">Ulirke Langer auf medial digital</a>. Mein Artikel auf <a href="http://carta.info/11105/burda-leistungsschutzrecht/">Carta</a> zielt auf die technische Ebene und endet mit einem Plädoyer an die Kraft der Innovation.</p>
<p>Was aber, wenn die alten Eliten nicht wollen? Dann wird es den zähen Kampf um Subventionen, Gesetze zum <a href="http://carta.info/7832/schutzlos-ausgeliefert-hegemanns-fabel-zum-leistungsschutzrecht/">Leistungsschutzrecht</a> (für Verlage) und die <a href="http://carta.info/10288/abo-oder-flatrate-auf-welches-bezahl-modell-laeuft-es-hinaus/">Kulturflatrate</a> geben. Dieser <strong>Kampf </strong>könnte hart und unfair werden. Denn die alten Eliten wissen, dass sie auf Dauer nicht werden gewinnen können. Also werden sie das Internet diffamieren und versuchen auszubremsen, wo und solange es nur geht.</p>
<p>Das Problem dabei ist, dass es hier eine recht große Koalition analoger Alt-Eliten geben könnte. Denn der <strong>Medienwandel</strong> bedroht nicht nur Zeitungen und Zeitschriften, sondern pocht auch bei so manch anderer Branche an die Tür. Etwa im Bildungswesen, von den Schulen bis zu den Universitäten. Dazu kommen Industrie, öffentliche Verwaltung und Dienstleister, die bekanntlich mit dem Thema &#8220;Enterprise 2.0&#8243; noch so ihre liebe Mühe haben.</p>
<p>Ein wichtiger Punkt ist die Erkenntnis, dass die Vertreter des analogen Denkens vieles im Internet nicht verstehen und auch nicht verstehen wollen. Eine sachliche Auseinandersetzung auf der Ebene dessen, was etwa eine Suchmaschine leistet und was nicht, ist damit nur schwer möglich. Es ist, als ob zwei Parteien aufeinander treffen, die nicht dieselbe Sprache sprechen.</p>
<p>Aber nicht alle Probleme mit dem Internet liegen auf der Verständnisebene. Der Bereich Enterprise 2.0 steuert die wichtige Erkenntnis bei, dass Social Software tendenziell <strong>flache Hierarchien</strong> und ein eher demokratisches Rollenverständnis mit sich bringt (Netzwerkeffekte, Vernetzung&#8230;). Das aber ist ein kultureller Bruch für viele Institutionen, die streng hierarchisch aufgebaut sind.</p>
<p><a href="http://netzwertig.com/2009/07/01/innovationspsychologie-warum-der-umgang-mit-disruptionen-so-schwierig-ist/">Andreas Göldi</a> beleuchtet auf netzwertig.com, warum speziell für Manager der Umgang mit dem Wandel von der analogen zur digitalen Zeit so schwierig ist. Seiner Meinung nach sind <strong>Manager</strong> auch nur Menschen und neigen dazu, Entscheidungen von großer Tragweite auf die lange Bank zu schieben.</p>
<p>In dieser Erkenntnis liegt leider noch kein Lösungsweg. Wichtig wäre es jetzt, dass der Graben zwischen den beiden Welten nicht zu groß wird. Helfen können dabei Produkte bzw. Lösungen, die den Ein- und Umstieg ins digitale Zeitalter erleichtern. <a href="http://radar.oreilly.com/2009/06/apple-the-boomer-tablet-and-th.html">Mark Sigall</a> hat in einem Blogpost bei O&#8217;Reilly darauf hingewiesen, dass ein Tablet-PC von Apple den Baby-Boomern in Amerika wesentlich mehr helfen würde als das iPhone. Das iPhone ist in seinen Augen ein Produkt für junge Leute mit guten Augen und flinken Fingern. Ältere Personen dagegen kämen mit einem größeren Gerät sicher besser zurecht und könnten so den Umstieg von der gedruckten Zeitung zu Onlinemedien schaffen.</p>
<p>In diesem Sinne sollte man vielleicht auch &#8220;<strong>Barcamps für Silversurfer</strong>&#8221; organisieren und die Senioren damit auf die Seite der Internetfreunde ziehen. Aber auch bei Jugendlichen gibt es Bildungslücken, wenn etwa viele gar nicht recht wissen, was Blogs sind. Da müssen schon wir vom Web 2.0 ran, denn die <a href="http://carta.info/11070/wir-sind-entrueckt-und-unflexibel-fuenf-thesen-zur-zukunft-des-zeitungswesens/">Medienleute und Noch-Zeitungsmacher</a> haben gerade selber alle Hände voll zu tun&#8230;</p>
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		<title>Erste Eindrücke zum HTC Magic</title>
		<link>http://www.bwlzweinull.de/index.php/2009/05/08/htc-magic-adroid-google/</link>
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		<pubDate>Fri, 08 May 2009 14:00:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matthias</dc:creator>
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Das Wichtigste ist jetzt ein Brillenputztuch. Denn das HTC Magic, seit Ende April 2009 bei Vodafone erhältlich,  kommt äußerlich hochglänzend daher und nimmt nicht nur am Touchscreen Fingerspuren deutlich sichtbar auf. Abgesehen davon hat Vodafone mit diesem Smartphone jetzt endlich auch ein Gerät im Angebot, das in seiner Machart und Philosophie mit dem Apple iPhone [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-medium wp-image-2263" title="img00003" src="http://www.bwlzweinull.de/wp-content/img00003-300x240.jpg" alt="img00003" width="240" height="192" /></p>
<p>Das Wichtigste ist jetzt ein Brillenputztuch. Denn das HTC Magic, seit Ende April 2009 <a href="http://www.vodafone.de/unternehmen/presse/97964_147141.html">bei Vodafone erhältlich</a>,  kommt äußerlich hochglänzend daher und nimmt nicht nur am Touchscreen Fingerspuren deutlich sichtbar auf. Abgesehen davon hat Vodafone mit diesem Smartphone jetzt endlich auch ein Gerät im Angebot, das in seiner Machart und Philosophie mit dem Apple iPhone <a href="http://stadt-bremerhaven.de/2009/04/28/ich-bin-ein-android-part-i/">gut mithalten</a> kann.</p>
<p>Denn das HTC Magic basiert auf <a href="http://www.android.com/">Android</a>, einem Betriebssystem von Google, das stark auf das Internet ausgerichtet ist, einen Touchscreen unterstützt und, vergleichbar dem <a href="http://www.apple.com/de/iphone/appstore/">App Store</a> von Apple, mit seinem <a href="http://www.android.com/market/">Android Market</a> Anwendungen externer Entwickler ermöglicht. Dass der Android Market in seinem Umfang bei weitem noch nicht mit dem App Store von Apple mithalten kann, muss niemanden beunruhigen. Denn bald schon könnte die Zahl der Android Phones am Markt größer werden als die der iPhones, nachdem jetzt immer mehr Hersteller Geräte auf dieser Basis ankündigen.</p>
<p>Doch vorerst hat noch HTC die Nase vorn und mit dem Magic ein attraktives Angebot im Rennen. Mein erster Eindruck ist sehr gut (trotz der Fingerspuren). Das Smartphone wirkt hochwertig und lässt sich kinderleicht einrichten. Kein Vergleich etwa zu einer Initialisierung eines Blackberries, die sich deutlich länger hinzieht und schon etwas Geschick erfordert.</p>
<p>Allerdings ist die Bedienung etwas gewöhnungsbedürftig. Zwar funktioniert der Touchscreen einwandfrei und reagiert blitzschnell. Beim Scrollen im Internet oder einem Twitter-Client kann es aber passieren, dass man anstatt zu scrollen einen Link versehentlich öffnet, weil man mit dem Finger zu dicht dran war.</p>
<p>Auch das Nebenher von Touchscreen, sechs Tasten und einem Scroll Ball schafft eine Situation, die nicht ganz an die Eleganz und Intuition des iPhone heranreicht. Viel mehr gibt es aber nicht zu kritisieren. Außer man kann nicht ohne iTunes leben: Denn iTunes auf einem mobilen Gerät, das nicht von Apple selbst stammt, ist wohl ein Ding der Unmöglichkeit, selbst mit <a href="http://www.apple.com/pr/library/2006/aug/29bod.html">Eric Schmidt</a> im Aufsichtsrat.</p>
<p>Abschließend noch zu Vodafone und den <a href="http://www.vodafone-htc-magic.de/#/tariff">Tarifen</a>. In meinen Augen wurde das HTC Magic preislich sehr ausgewogen positioniert. Klar ist, dass eine Datenflat nicht umsonst zu haben ist. Den Einstiegstarif (Vodafone SuperFlat Internet Wochenende) sollte man aber eher nicht wählen, denn ein Datenvolumen von 200 MB pro Monat reicht nicht weit.</p>
<p>Interessant sind die beiden mittleren Tarife. Hier dürften nur die großzügigen SMS-Kontingente ziemlich an der Zielgruppe vorbeigehen. Denn die wird eher fragen, ob man über das HTC Magic auch skypen darf bzw. das Gerät als Modem für ein Notebook (unterwegs) einsetzen kann. Während Skype unerwünscht ist, kann man das Smartphone immerhin als Modem nutzen, was allerdings separat abgerechnet wird (also nicht in der Datenflat enthalten ist).</p>
<p>Fazit: Das HTC Magic ist ein tolles <span style="text-decoration: line-through;">Spielzeug</span> Arbeitsinstrument mit guten Tarifen bei Vodafone. Nur das zwingend erforderliche und leider nicht im Lieferumfang enthaltene Brillenputztuch kann den Eindruck etwas trüben&#8230;</p>
<p>(Anmerkung: Das trübe Bild zeigt mein neues HTC Magic, aufgenommen mit einem Blackberry Pearl 8100)</p>
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		<title>Palm Pre: Der ultimative iPhone Killer?</title>
		<link>http://www.bwlzweinull.de/index.php/2009/01/09/palm-pre-der-ultimative-iphone-killer/</link>
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		<pubDate>Fri, 09 Jan 2009 14:00:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matthias</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wenn Robert Scoble von einer Sache ganz begeistert ist, sollte man ja lieber etwas vorsichtig sein. In diesem Fall ist es Palm (ja, die Firma gibt es noch!) und deren neues Smartphone Pre, das in den USA mit Sprint als Carrier auf den Markt gebracht wird.
Eine Überraschung ist Palm mit dem Pre sicher gelungen. Ob [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn <a href="http://scobleizer.com/2009/01/08/palm-did-what-nokia-rim-and-microsoft-couldnt-build-a-better-experience-than-apple/">Robert Scoble</a> von einer Sache ganz begeistert ist, sollte man ja lieber etwas vorsichtig sein. In diesem Fall ist es <strong>Palm</strong> (ja, die Firma gibt es noch!) und deren neues <a href="http://www.palm.com/us/products/phones/pre/">Smartphone Pre</a>, das in den USA mit Sprint als Carrier auf den Markt gebracht wird.</p>
<p>Eine Überraschung ist Palm mit dem Pre sicher gelungen. Ob das Gerät aber gegenüber dem iPhone wirklich überzeugen kann, wird sich erst noch zeigen müssen. Aktuell sind noch zu wenig Details bekannt und erst recht keine Preise. Gute Berichte haben die <a href="http://www.nytimes.com/2009/01/09/technology/personaltech/09palm.html?_r=1&amp;partner=rss&amp;emc=rss">New York Times</a> und <a href="http://mediamemo.allthingsd.com/20090108/live-from-ces-palm-unveils-nova/">All Things Digital</a> (Peter Kafka).</p>
<p>Interessante Fakten zum Pre: Das Smartphone kommt mit einem neuen Betriebssystem (warum wollte man nicht auf Google Android zurückgreifen?). Zudem konnte Palm für die Entwicklung des Pre offenbar ein paar Leute von Apple abwerben, die am iPhone bzw. iPod gearbeitet haben. Dieses Detail zeigt einmal mehr, dass derzeit Apple den Maßstab setzt &#8211; und nicht etwa Nokia.</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="425" height="500" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="flashvars" value="uri=channels/6118/308790&amp;tbid=k_1518&amp;appKey=MarbachViewerEmbedded&amp;premium=true" /><param name="src" value="http://www.kyte.tv/flash.swf?v=2&amp;uri=channels/6118/308790&amp;tbid=k_1518" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="425" height="500" src="http://www.kyte.tv/flash.swf?v=2&amp;uri=channels/6118/308790&amp;tbid=k_1518" flashvars="uri=channels/6118/308790&amp;tbid=k_1518&amp;appKey=MarbachViewerEmbedded&amp;premium=true"></embed></object></p>
<p>In Sachen Videoscreens aber setzen weder Palm noch Apple die Maßstäbe, sondern Robert Scoble &#8211; dieses Ungetüm habe ich hier nur spasseshalber drin, weil er als Einziger ein paar (wacklige) Bilder des Pre zeigen kann&#8230;.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Geschäftsmodelle auf Plattformbasis</title>
		<link>http://www.bwlzweinull.de/index.php/2008/09/01/geschaftsmodelle-auf-plattformbasis/</link>
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		<pubDate>Mon, 01 Sep 2008 06:00:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matthias</dc:creator>
				<category><![CDATA[Enterprise 2.0]]></category>
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		<description><![CDATA[Meine Renovierungsarbeiten an bwl zwei null brachten mir etwas wieder ins Bewusstsein, worüber eigentlich noch zu wenig nachgedacht wird: Die ziemlich perfekte Symbiose zwischen WordPress einerseits und den zahllosen Plugins, mit denen sich die Software erweitern lässt (für Themes gilt das ebenso).
Dieses Modell, bei dem ein Anbieter sein Produkt bzw. seine Dienstleistung für Drittanbieter öffnet, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Meine <a href="http://www.bwlzweinull.de/index.php/2008/08/18/blogbaustelle-notizen-zum-theme-zu-spam-und-zur-kommentarfunktion/">Renovierungsarbeiten</a> an bwl zwei null brachten mir etwas wieder ins Bewusstsein, worüber eigentlich noch zu wenig nachgedacht wird: Die ziemlich perfekte Symbiose zwischen <a href="http://wordpress.org/extend/plugins/">WordPress</a> einerseits und den zahllosen Plugins, mit denen sich die Software erweitern lässt (für <a href="http://wordpress.org/extend/themes/">Themes</a> gilt das ebenso).</p>
<p>Dieses Modell, bei dem ein Anbieter sein Produkt bzw. seine Dienstleistung für Drittanbieter öffnet, so dass diese eigene Produkte als Ergänzung zum Hauptprodukt anbieten können, ist nicht neu: Im Automobilbereich etwa lebt schon lange ein weit gefächerter Industriezweig davon, vom Kindersitz bis zum Spoiler alle nur denkbaren Zubehörteile zu verkaufen, die teils mehr, teils weniger auf ganz bestimmte Fahrzeugtypen hin konfiguriert sind.</p>
<p>Beispiele aus dem Software-Bereich sind <a href="http://www.apple.com/iphone/appstore/">Apple</a> und <a href="http://developers.facebook.com/">Facebook</a>, die jeweils über Schnittstellen externen Entwicklern die Möglichkeit geben, Anwendungen anzubieten, die praktisch nur im Kontext des jeweiligen Basisangebotes funktionieren. <a href="http://www.twitter.com">Twitter</a> wäre ein weiteres Beispiel.</p>
<p>Was passiert, wenn eine ganze Branche sich beharrlich diesem Modell verweigert, zeigt uns der Mobilfunk. Hier sitzen seit Jahren die Provider auf ihren teuer erworbenen UMTS-Lizenzen und können sie nicht recht zu Geld machen. Anstatt nämlich den Markt herausfinden zu lassen, welche Dienste sich am besten über UMTS verkaufen, wollen die Anbieter hier um jeden Preis auch die Inhalte (Content) kontrollieren, obwohl das noch nie ihr Kerngeschäft war und sie darin auch kaum Kompetenzen haben.</p>
<p>Apple dagegen hat sehr geschickt sein iPhone für Softwareapplikationen geöffnet, wohl wissend, dass der Vorsprung auf der Ebene der Hardware im hart umkämpften Markt für Smartphones nicht lange währen würde. <a href="http://discussionleader.hbsp.com/haque/2008/08/what_apple_knows_that_facebook.html">Umair Haque</a> kann Apple gar nicht genug dafür loben, dass es die Plattform als <strong>Markt</strong> sieht, während seiner Auffassung nach bei Facebook genau das verkannt wurde.</p>
<p>So gesehen hat es auch Google falsch gemacht: Denn mit <a href="http://android-developers.blogspot.com/2008/08/presenting-winners-of-android-developer.html">Android</a> hat man zwar eine ziemlich perfekte Plattform entwickelt, allein es fehlt noch der Markt, so lange es noch keine Smartphones gibt, die diese Software nutzen (können). Immerhin scheint jetzt das <a href="http://www.techcrunch.com/2008/07/13/gphone-may-really-happen-and-ammunition-group-may-be-designing-it/">Google Phone</a> doch noch zu kommen&#8230;</p>
<p>Die Plattformstrategie kann also ein sehr mächtiges Instrument sein (wie das Beispiel Apple zeigt), oder auch ein zahnloser Tiger, wie bei Facebook oder derzeit noch Google Android. Und WordPress? Dort ist alles im Lot: Solange <a href="http://automattic.com/">Automattic</a> seine Blogsoftware verschenkt, tun dies auch die meisten Entwickler von Plugins. Die Innovationskraft des Modells bleibt gewissermaßen &#8220;moralisch&#8221; intakt. Zugleich bleibt den Entwicklern aber unbenommen, für Themes oder Plugins einen (positiven) Preis zu verlangen, ein perfektes Modell.</p>
<p>Eine funktionierende Plattform ist aber nicht nur ein Markt, sondern auch ein sehr gutes Instrument zur Marktforschung und zur <strong>Innovation</strong>. Denn es zeigt allen Beteiligten mehr oder weniger offensichtlich, was gut aufgenommen wird und was weniger. Damit gibt es brauchbare Impulse für den Anbieter des Augangsproduktes, sein Angebot ständig weiter zu entwickeln und zu verbessern. Ebenso herrscht auf der Ebene der Applikationen ein lebhafter und sportlicher Wettbewerb, man denke hier nur an Twitter!</p>
<p>Ein letzter Punkt: Große, gut funktionierende Plattformen schaffen nicht nur einen Markt und eine Kultur der Innovation, sondern auch einen Raum für die <strong>Medien</strong> bzw. mediale Berichterstattung. Und interessant dabei ist, dass es gerade die &#8220;gesunden&#8221; Plattformen sind, über die viel berichtet bzw. gebloggt wird. Produkte wie das iPhone oder auch WordPress und ihre Plattformen ziehen die Medien stark an, während es um die Applikationen auf Facebook oder die Entwicklungsumgebung anderer Blogsoftware (<a href="http://www.s9y.org/">Serendipity</a>, <a href="http://www.movabletype.org/">Movable Type</a>) merklich stiller ist.</p>
<p>Das wirkt natürlich massiv auf die Ausgangsprodukte zurück, denn jeder (Blog-) Artikel über ein Plugin für WordPress ist indirekt Werbung für diese Blogsoftware! Je größer also eine Plattform ist, desto besser für das Ausgangsprodukt und alle daran Beteiligten.</p>
<p>Mit den drei Begriffen <strong>Markt</strong>, <strong>Innovation</strong> und <strong>Medien</strong> sind also die Geschäftsmodelle auf der Basis von Plattformen gut umrissen. Bleibt zum Schluss nur die Frage, warum die Plattformstrategie nicht häufiger genutzt wird&#8230;</p>
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