Apple

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Das mobile Internet ist in aller Munde, nicht zuletzt nachdem MorganStanley im Dezember 2009 eine Studie dazu veröffentlicht hat, die allerdings jedes normale Maß sprengt. Wer es gern etwas kompakter mag, kann hier meine Sicht auf die Dinge durchblättern.

Ganz entscheidend scheint mir, dass mit dem mobilen Internet die Dominanz der “normalen Webseiten” zu Ende gehen wird: Bislang sind die Inhalte des Web darauf ausgelegt, mit den Bildschirmen von PC’s bzw. Notebooks betrachtet zu werden. Smartphones, aber auch Tablets und E-Reader werden das ändern, nicht nur wegen anderer Bildschirmgrößen, sondern auch wegen ihrer zusätzlichen Features (Lagesensor, Kamera, Akzelerometer, Kompass…), die sehr viel weiter gehende Anwendungen möglich machen, als der klassische PC.

Auf Carta, wo ich diese Präsentation ebenfalls veröffentlicht habe, wurde mir in den Kommentaren vorgehalten, meine Darstellung sei zu Gadget- bzw. Apple-lastig. Klar ist aber, dass die Hardware eine ganz entscheidende Rolle spielt: Ohne attraktive und praktikable Geräte bleibt das mobile Internet nur Theorie. Genau an diesem Punkt hat Nokia gegenüber Apple eine wichtige Schlacht verloren, als 2007 sowohl das Nokia N95 als auch das iPhone auf den Markt kamen.

Aus europäischer Sicht ist es ohne Zweifel bedauerlich, wenn das mobile Internet derzeit überwiegend in den USA und Asien gestaltet wird. Spannend ist das Thema trotzdem…

In Deutschland ist so etwas natürlich undenkbar, denn hierzulande lernt man noch “vernünftig” nach alter Väter Sitte. In einer britischen Grundschule zeigte man sich experimentierfreudiger und stattete alle Schüler einer Klasse mit je einem iPod Touch (samt Internetzugang) aus.

Einen speziellen Unterricht zum Umgang mit den Geräten gab es nicht. Man ließ die Schüler einfach selbst entdecken, wozu so ein iPod Touch gut ist und wie er eingesetzt werden kann.

Gesehen in Rickman’s Posterous. Seine Quelle ist das Blog Learn 4 Live.

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Das gab es noch nie: Öffentliche Kritik an Apple! Den Anfang machte Michael Arrington, als er bekannt gab, er würde sein iPhone aufgeben, weil Apple die Google Voice Applikation abgelehnt hatte. Nun folgt ihm Jason Calacanis mit einem fünfteiligen Artikel auf seinem (wiedereröffneten) Blog.

Einen schnellen Überblick zum Thema bietet Falk Hedemann auf t3n (”Apple ist das neue Microsoft”). Klar ist: Apple wächst allmählich aus seiner Rolle des Nischenanbieters heraus und wird daher einige seiner Geschäftspraktiken überdenken müssen.

Andererseits wird man sich nicht alles zu Herzen nehmen müssen, was Jason Calancanis kritisiert. Dass das iPhone in vielen Ländern (immer noch) nur über einen einzigen Carrier zu bekommen ist, ist zwar ein echtes Ärgernis, hat aber den Markterfolg des innovativen Mobiltelefons nicht schmälern können. Dazu beigetragen haben Kunden wie Calacanis, der bislang noch von jeder neuen iPhone-Generation ein Gerät gekauft hat. Da mutet es schon etwas lächerlich an, wenn er jetzt über die Exklusivbindung an AT&T jammert.

Heikler wird es bei iTunes. Denn diese Abspielsoftware, die man kostenlos herunterladen und nutzen kann, ist sehr geschickt mit der Hardware von Apple verknüpft, insbesondere den iPods und natürlich dem iPhone. Auf den iPods nämlich läuft keine andere Abspielsoftware als iTunes. Wer also grundsätzlich einen Bogen um iTunes macht, darf auch keinen iPod kaufen, denn er hätte so nur ein nutzloses Stück Hardware erworben.

Wo ist hier das Problem? Es liegt in der zunehmenden Hardware-Vielfalt und -Integration. Wo man noch vor wenigen Jahren vielleicht einen Rechner (Mac oder PC) hatte und das Mobiltelefon nur zum Telefonieren taugte, konnte so ein iPod in Verbindung mit iTunes eine harmlose, aber schöne Bereicherung sein.

Heute aber ist das Mobiltelefon zugleich auch MP3-Player und wehe, wenn es nicht iPhone heisst: Dann nämlich ist eine Synchronisation mit iTunes leider nicht möglich. Hoffen lässt der wackere Kampf, den Palm mit seinem Pre gegen Apple aufgenommen hat. Der Pre nämlich will sich nicht davon abhalten lassen, eine Synchronisation mit iTunes durchzuführen, auch wenn er kein Produkt aus dem Hause Apple ist.

Die nächste Front zeichnet sich bereits ab: Es sind die Tablets, die teils als reine Lesegeräte, teils aber auch als Multimedia-Player auf den Markt kommen werden. Der Kindle von Amazon steht für das “pure” Lesen, aber schon das CrunchPad von Michael Arrington wird eine Art portabler Browser sein, der Inhalte des Internets wiedergeben soll. Da ist die Frage naheliegend, ob man beim entspannten Surfen im Web nicht auch ein bisschen Musik dazu hören könnte? An iTunes wird man dabei aber nicht denken dürfen, es sei denn, ja es sei denn, man verwendet gar kein CruchPad sondern gleich das Apple Tablet-Gerät. Dieses wird sich garantiert mit iTunes synchronisieren lassen und Apple wäre nicht Apple, würde man nicht zu verhindern suchen, dass die Geräte der Konkurrenz dies auch können.

Eine weitere Problemzone sind unsere Autos. Viele von ihnen führen noch ein wahres Insel-Dasein hinsichtlich ihrer Musik-Infrastruktur, ganz so, als wäre die Zeit bei den Kasetten und CDs stehen geblieben. Einige aber versuchen sich schon an Schnittstellen zu MP3-Playern und setzen dabei (einseitig) auf die Familie der iPods aus dem Hause Apple, wie etwa der Mini von BMW. Das aber kann nicht wirklich die Lösung des Problems sein.

Die Aufzählung zeigt: Es fehlt insgesamt an Standards und offenen Schnittstellen. Oder müssen wir wirklich warten, bis uns das Internet immer und überall umgibt und wir alles “in the Cloud” finden und abrufen können?

Apple sollte sich Gedanken machen und sich künftig offener geben. Denn die Kritik von Arrington und Calancanis zeigt, dass selbst die Anhänger der Marke nicht endlos geduldig sind und sich nicht alles vorschreiben lassen wollen. Und vielleicht könnte man in diesem Kontext bei Apple auch anfangen zu bloggen oder zu twittern. Denn die Kommunikation des Unternehmens ist immer noch ähnlich einseitig wie Teile der Produktpalette…

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Mit markigen Worten sollte man ja vorsichtig sein. Aber vermutlich laufen wir tatsächlich auf so etwas wie einen “Kampf der Kulturen” zu, bei dem die alten, analogen Medien mit allen nur denkbaren Mitteln um ihre Existenz kämpfen werden. Ihr Feind – oder besser: Ihr Feindbild – ist die neue, digitale Welt.

In dieser digitalen Welt passieren viele Dinge und bewegen sich Akteure, die von den Vertretern der alten Medien nicht verstanden werden. Da wären einmal die Blogger. Schon deren blosse Existenz mutet vielfach wie ein Rätsel an: Warum schreiben diese Leute wirres Zeug ohne Recherche, anstatt einfach eine gute Zeitung zu lesen? Woher nehmen sie die Berechtigung, jetzt zu jedem Thema mitdiskutieren zu wollen, wo sie doch “keine Relevanz” haben und die normalen Zeitungsleser und Fernsehzuschauer doch auch ihren Mund halten – außer sie werden gefragt?

Dann wären da die Suchmaschinen, allen voran Google. Würden diese ihre Daten wenigstens alphabetisch auflisten, könnte man sich mit ihnen vielleicht noch arrangieren. Aber der Einsatz von Algorithmen macht das Suchen und Gefunden werden in den Augen klassischer Medienleute unverständlich, undurchsichtig und damit zu einer Entwürdigung.

Zu wahrem Teufelszeug aber werden diese Suchmaschinen, weil sich mit ihnen scheinbar mühelos viel Geld verdienen lässt, während den guten, alten Printmedien allmählich das Wasser bis zum Hals steht: Print verliert stetig Leser und Anzeigen, während Google schlafwandelnd sicher durch die aktuelle Krise steuert und dabei ohne Atem zu holen immer weiter Innovationen einführt und neue Geschäftsfelder erschliesst.

Zum Überlaufen aber bringt das Fass die Tatsache, dass alle diese neuen Akteure des digitalen Zeitalterns sich kaum mehr um die alten Medien und ihre Eliten scharen. Wo man eigentlich Achtung, Ehre und Respekt erwarten würde, denn schließlich sind die traditionellen Medien ja die vierte Gewalt im Staat, herrschen stattdessen eher Desinteresse und Respektlosigkeit.

Die neue Welt begegnet der alten oft genug mit der Attitüde, dass deren Zeit abgelaufen sei. Ja, man mag es formulieren wie man will, hier prallen wirklich Welten aufeinander. Wo die Fronten verlaufen, zeigen der Artikel von Hubert Burda in der FAZ einerseits, sowie die sehr guten Antworten darauf von Anja Seeliger im Perlentaucher und Ulirke Langer auf medial digital. Mein Artikel auf Carta zielt auf die technische Ebene und endet mit einem Plädoyer an die Kraft der Innovation.

Was aber, wenn die alten Eliten nicht wollen? Dann wird es den zähen Kampf um Subventionen, Gesetze zum Leistungsschutzrecht (für Verlage) und die Kulturflatrate geben. Dieser Kampf könnte hart und unfair werden. Denn die alten Eliten wissen, dass sie auf Dauer nicht werden gewinnen können. Also werden sie das Internet diffamieren und versuchen auszubremsen, wo und solange es nur geht.

Das Problem dabei ist, dass es hier eine recht große Koalition analoger Alt-Eliten geben könnte. Denn der Medienwandel bedroht nicht nur Zeitungen und Zeitschriften, sondern pocht auch bei so manch anderer Branche an die Tür. Etwa im Bildungswesen, von den Schulen bis zu den Universitäten. Dazu kommen Industrie, öffentliche Verwaltung und Dienstleister, die bekanntlich mit dem Thema “Enterprise 2.0″ noch so ihre liebe Mühe haben.

Ein wichtiger Punkt ist die Erkenntnis, dass die Vertreter des analogen Denkens vieles im Internet nicht verstehen und auch nicht verstehen wollen. Eine sachliche Auseinandersetzung auf der Ebene dessen, was etwa eine Suchmaschine leistet und was nicht, ist damit nur schwer möglich. Es ist, als ob zwei Parteien aufeinander treffen, die nicht dieselbe Sprache sprechen.

Aber nicht alle Probleme mit dem Internet liegen auf der Verständnisebene. Der Bereich Enterprise 2.0 steuert die wichtige Erkenntnis bei, dass Social Software tendenziell flache Hierarchien und ein eher demokratisches Rollenverständnis mit sich bringt (Netzwerkeffekte, Vernetzung…). Das aber ist ein kultureller Bruch für viele Institutionen, die streng hierarchisch aufgebaut sind.

Andreas Göldi beleuchtet auf netzwertig.com, warum speziell für Manager der Umgang mit dem Wandel von der analogen zur digitalen Zeit so schwierig ist. Seiner Meinung nach sind Manager auch nur Menschen und neigen dazu, Entscheidungen von großer Tragweite auf die lange Bank zu schieben.

In dieser Erkenntnis liegt leider noch kein Lösungsweg. Wichtig wäre es jetzt, dass der Graben zwischen den beiden Welten nicht zu groß wird. Helfen können dabei Produkte bzw. Lösungen, die den Ein- und Umstieg ins digitale Zeitalter erleichtern. Mark Sigall hat in einem Blogpost bei O’Reilly darauf hingewiesen, dass ein Tablet-PC von Apple den Baby-Boomern in Amerika wesentlich mehr helfen würde als das iPhone. Das iPhone ist in seinen Augen ein Produkt für junge Leute mit guten Augen und flinken Fingern. Ältere Personen dagegen kämen mit einem größeren Gerät sicher besser zurecht und könnten so den Umstieg von der gedruckten Zeitung zu Onlinemedien schaffen.

In diesem Sinne sollte man vielleicht auch “Barcamps für Silversurfer” organisieren und die Senioren damit auf die Seite der Internetfreunde ziehen. Aber auch bei Jugendlichen gibt es Bildungslücken, wenn etwa viele gar nicht recht wissen, was Blogs sind. Da müssen schon wir vom Web 2.0 ran, denn die Medienleute und Noch-Zeitungsmacher haben gerade selber alle Hände voll zu tun…

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Das Wichtigste ist jetzt ein Brillenputztuch. Denn das HTC Magic, seit Ende April 2009 bei Vodafone erhältlich,  kommt äußerlich hochglänzend daher und nimmt nicht nur am Touchscreen Fingerspuren deutlich sichtbar auf. Abgesehen davon hat Vodafone mit diesem Smartphone jetzt endlich auch ein Gerät im Angebot, das in seiner Machart und Philosophie mit dem Apple iPhone gut mithalten kann.

Denn das HTC Magic basiert auf Android, einem Betriebssystem von Google, das stark auf das Internet ausgerichtet ist, einen Touchscreen unterstützt und, vergleichbar dem App Store von Apple, mit seinem Android Market Anwendungen externer Entwickler ermöglicht. Dass der Android Market in seinem Umfang bei weitem noch nicht mit dem App Store von Apple mithalten kann, muss niemanden beunruhigen. Denn bald schon könnte die Zahl der Android Phones am Markt größer werden als die der iPhones, nachdem jetzt immer mehr Hersteller Geräte auf dieser Basis ankündigen.

Doch vorerst hat noch HTC die Nase vorn und mit dem Magic ein attraktives Angebot im Rennen. Mein erster Eindruck ist sehr gut (trotz der Fingerspuren). Das Smartphone wirkt hochwertig und lässt sich kinderleicht einrichten. Kein Vergleich etwa zu einer Initialisierung eines Blackberries, die sich deutlich länger hinzieht und schon etwas Geschick erfordert.

Allerdings ist die Bedienung etwas gewöhnungsbedürftig. Zwar funktioniert der Touchscreen einwandfrei und reagiert blitzschnell. Beim Scrollen im Internet oder einem Twitter-Client kann es aber passieren, dass man anstatt zu scrollen einen Link versehentlich öffnet, weil man mit dem Finger zu dicht dran war.

Auch das Nebenher von Touchscreen, sechs Tasten und einem Scroll Ball schafft eine Situation, die nicht ganz an die Eleganz und Intuition des iPhone heranreicht. Viel mehr gibt es aber nicht zu kritisieren. Außer man kann nicht ohne iTunes leben: Denn iTunes auf einem mobilen Gerät, das nicht von Apple selbst stammt, ist wohl ein Ding der Unmöglichkeit, selbst mit Eric Schmidt im Aufsichtsrat.

Abschließend noch zu Vodafone und den Tarifen. In meinen Augen wurde das HTC Magic preislich sehr ausgewogen positioniert. Klar ist, dass eine Datenflat nicht umsonst zu haben ist. Den Einstiegstarif (Vodafone SuperFlat Internet Wochenende) sollte man aber eher nicht wählen, denn ein Datenvolumen von 200 MB pro Monat reicht nicht weit.

Interessant sind die beiden mittleren Tarife. Hier dürften nur die großzügigen SMS-Kontingente ziemlich an der Zielgruppe vorbeigehen. Denn die wird eher fragen, ob man über das HTC Magic auch skypen darf bzw. das Gerät als Modem für ein Notebook (unterwegs) einsetzen kann. Während Skype unerwünscht ist, kann man das Smartphone immerhin als Modem nutzen, was allerdings separat abgerechnet wird (also nicht in der Datenflat enthalten ist).

Fazit: Das HTC Magic ist ein tolles Spielzeug Arbeitsinstrument mit guten Tarifen bei Vodafone. Nur das zwingend erforderliche und leider nicht im Lieferumfang enthaltene Brillenputztuch kann den Eindruck etwas trüben…

(Anmerkung: Das trübe Bild zeigt mein neues HTC Magic, aufgenommen mit einem Blackberry Pearl 8100)

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