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	<title>bwl zwei null</title>
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	<description>Matthias Schwenk on the Post Everything Economy</description>
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		<title>E-Book statt Artikelserie im Blog: PandoDaily probiert etwas Neues</title>
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		<pubDate>Wed, 16 May 2012 15:22:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matthias</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Marketing]]></category>
		<category><![CDATA[Strategie]]></category>
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		<category><![CDATA[Sarah Lacy]]></category>

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So macht man das heute: Man nimmt einen aktuellen Anlass (hier den Börsengang von Facebook) und schreibt dazu ein paar längere Artikel. Diese kommen aber nicht ins Blog, sondern werden als E-Book (über Amazon) zum Kauf angeboten. Der Preis ist niedrig angesetzt: 4,11 US-$ bzw. 3,18 €.
Abzuwarten bleibt, wie viele dieser E-Books sich damit absetzen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-medium wp-image-5745" title="Screenshot PandoDaily-Blog am 16.05.2012" src="http://www.bwlzweinull.de/wp-content/pando1-300x136.jpg" alt="Screenshot PandoDaily-Blog am 16.05.2012" width="300" height="136" /></p>
<p>So macht man das heute: Man nimmt einen aktuellen Anlass (hier den Börsengang von Facebook) und schreibt dazu ein paar längere Artikel. Diese kommen aber nicht ins <a href="http://pandodaily.com/" target="_blank">Blog</a>, sondern werden als <a href="http://www.amazon.com/gp/product/B00835T9D8/ref=as_li_qf_sp_asin_il_tl?ie=UTF8&amp;tag=pando0c-20&amp;linkCode=as2&amp;camp=1789&amp;creative=9325&amp;creativeASIN=B00835T9D8" target="_blank">E-Book</a> (über Amazon) zum Kauf angeboten. Der Preis ist niedrig angesetzt: 4,11 US-$ bzw. 3,18 €.</p>
<p>Abzuwarten bleibt, wie viele dieser E-Books sich damit absetzen lassen. Insgesamt aber scheint mir das ein geeignetes Konzept zu sein, um ein Blog mit einer Paid-Content-Komponente zu verbinden. Dabei können die Artikel des E-Books später immer noch einzeln im Blog veröffentlicht werden, vielleicht in gekürzter Form.</p>
<p>PandoDaily, das von Sarah Lacy 2012 gegründete Blog, hatte zuletzt keine übertrieben gute Presse: Es fehle an Scoops sowie an originellen Analysen wurde moniert. Mit dem E-Book versucht die junge Herausgeberin offensichtlich wieder Boden gut zu machen.</p>
<p>Festzuhalten bleibt, dass die Kombination aus Blog und E-Books sich zu einer interessanten <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Freemium" target="_blank">Freemium-Strategie</a> entwickeln könnte. Das wäre dann auch eine Option für deutschsprachige Blogs &#8211; und nicht zuletzt natürlich für <a href="http://carta.info" target="_blank">Carta</a>.
<div class="tw_button" style=";float:left;margin-right:10px;"><a href="http://twitter.com/share?url=http%3A%2F%2Fwww.bwlzweinull.de%2Findex.php%2F2012%2F05%2F16%2Fe-book-statt-artikelserie-im-blog-pandodaily%2F&amp;text=&amp;related=&amp;lang=&amp;count=" class="twitter-share-button"  style="width:55px;height:22px;background:transparent url('http://www.bwlzweinull.de/wp-content/plugins/wp-tweet-button/tweetn.png') no-repeat  0 0;text-align:left;text-indent:-9999px;display:block;"></a></div>
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		<title>Selbstfahrende Fahrzeuge und das Regelverständnis künstlicher Intelligenz</title>
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		<pubDate>Fri, 16 Mar 2012 09:00:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matthias</dc:creator>
				<category><![CDATA[Beschleunigung]]></category>
		<category><![CDATA[Technologie]]></category>
		<category><![CDATA[Zukunft]]></category>
		<category><![CDATA[Künstliche Intelligenz]]></category>
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		<description><![CDATA[Selbstfahrende Autos sind keine Utopie mehr, praktisch alle Automobilhersteller arbeiten daran. Darüber hinaus hat Google eine kleinere Flotte solcher Fahrzeuge testhalber im Einsatz und denkt offenbar daran, deren spezielle Technik zu einem neuen Geschäftsfeld zu entwickeln.
Das folgende Video zeigt, wie selbstfahrende Fahrzeuge den Kreuzungsverkehr unter sich regeln könnten (gesehen auf The Next Web):

Was in erster [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Selbstfahrende Autos sind keine Utopie mehr, praktisch alle Automobilhersteller arbeiten daran. Darüber hinaus hat Google eine kleinere Flotte solcher Fahrzeuge testhalber im Einsatz und denkt offenbar daran, deren spezielle Technik zu einem neuen Geschäftsfeld zu entwickeln.</p>
<p>Das folgende Video zeigt, wie selbstfahrende Fahrzeuge den Kreuzungsverkehr unter sich regeln könnten (gesehen auf <a href="http://thenextweb.com/shareables/2012/03/14/watch-what-traffic-will-look-like-when-cars-drive-themselves-video/" target="_blank">The Next Web</a>):</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="400" height="400" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowfullscreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://vimeo.com/moogaloop.swf?clip_id=37751380&amp;server=vimeo.com&amp;show_title=0&amp;show_byline=0&amp;show_portrait=0&amp;color=00adef&amp;fullscreen=1&amp;autoplay=0&amp;loop=0" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="400" height="400" src="http://vimeo.com/moogaloop.swf?clip_id=37751380&amp;server=vimeo.com&amp;show_title=0&amp;show_byline=0&amp;show_portrait=0&amp;color=00adef&amp;fullscreen=1&amp;autoplay=0&amp;loop=0" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p>Was in erster Linie humorvoll gemeint ist, illustriert perfekt eine tiefer reichende Komponente: Künstliche Intelligenz kann auf Regeln bzw. Regelungsmechanismen zurückgreifen, die uns Menschen nicht mehr zugänglich sind. Was uns als unsinnig und hochgradig riskant erscheint, kann für solche Systeme noch vollkommen beherrschbar und übersichtlich wirken.</p>
<p>Ob eines Tages der Verkehr an Kreuzungen tatsächlich in der hier visualisierten Form geregelt werden wird, ist dabei nicht der Kern der Sache: Die Kernfrage lautet vielmehr, ob wir Menschen uns Systemen von künstlicher Intelligenz anvertrauen wollen, deren Aktionsmuster wir nicht mehr nachvollziehen können, weil sie unsere eigenen Fähigkeiten weit übersteigen.</p>
<p>Meines Erachtens ist diese Frage bereits beantwortet. Wir wollen es und wir werden es tun, weil es unseren (menschlichen) Handlungsspielraum vergrößern und damit unsere Lebensqualität verbessern kann. Natürlich wird es als Begleiterscheinungen dieser Entwicklung auch massive Proteste, Boykottaktionen und vermutlich auch mutwillige Zerstörungsakte geben. Verhindern lassen wird sich diese Entwicklung aber nicht.</p>
<p>Am Ende stehen dann vermutlich Systeme von künstlicher Intelligenz, die zwar autonom agieren werden, uns Menschen dabei jedoch die Illusion vermitteln, wir selbst seien es, die den Faden in der Hand hielten und Entscheidungen autonom träfen&#8230;
<div class="tw_button" style=";float:left;margin-right:10px;"><a href="http://twitter.com/share?url=http%3A%2F%2Fwww.bwlzweinull.de%2Findex.php%2F2012%2F03%2F16%2Fselbstfahrende-fahrzeuge-und-das-regelverstandnis-kunstlicher-intelligenz%2F&amp;text=&amp;related=&amp;lang=&amp;count=" class="twitter-share-button"  style="width:55px;height:22px;background:transparent url('http://www.bwlzweinull.de/wp-content/plugins/wp-tweet-button/tweetn.png') no-repeat  0 0;text-align:left;text-indent:-9999px;display:block;"></a></div>
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		<title>Pinterest &amp; Co.: Ein Bild sagt mehr als tausend Worte</title>
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		<pubDate>Tue, 13 Mar 2012 11:27:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matthias</dc:creator>
				<category><![CDATA[Marketing]]></category>
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		<category><![CDATA[Tumblr]]></category>

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		<description><![CDATA[
Pinterest hat einen Nerv getroffen, daran kann es keinen Zweifel geben. Die Plattform für das Publizieren von Bildern aller Art (&#8221;Social Photo Sharing&#8221;) entstand ziemlich genau vor zwei Jahren, also im März 2010, und hat seither enorm an Popularität gewonnen. Auf den ersten Blick ist das erstaunlich, denn das Konzept von Pinterest ist relativ schlicht: [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-large wp-image-5665" title="Pinterest Screenshot" src="http://www.bwlzweinull.de/wp-content/pinterest11-1024x586.jpg" alt="Pinterest Screenshot" width="368" height="211" /></p>
<p>Pinterest hat einen Nerv getroffen, daran kann es keinen Zweifel geben. Die <a href="http://www.pinterest.com" target="_blank">Plattform</a> für das Publizieren von Bildern aller Art (&#8221;Social Photo Sharing&#8221;) entstand ziemlich genau vor zwei Jahren, also im März 2010, und hat seither enorm an Popularität gewonnen. Auf den ersten Blick ist das erstaunlich, denn das Konzept von Pinterest ist relativ schlicht: Man lädt Fotos hoch, die dann in eine Kategorie einsortiert werden, bevor sie auf der mehrspaltigen Pinnwand erscheinen. Das Layout lässt sich nicht beeinflussen, immerhin kann man jedes Bild mit einem Kommentar versehen. Wer selbst keine eigenen Fotos hat oder diese nicht für originell genug hält, kann auf die Fotos anderer Pinterest-User zurückgreifen und diese mit einem einfachen &#8220;Repin&#8221; der eigenen Pinnwand hinzufügen.</p>
<p><a href="http://www.bwlzweinull.de/wp-content/pinterest21.jpg" target="_blank"><img class="alignnone size-full wp-image-5668" title="Google Trends am 12. März 2012" src="http://www.bwlzweinull.de/wp-content/pinterest21.jpg" alt="Google Trends am 12. März 2012" width="340" height="175" /></a></p>
<p>Der Blick auf <a href="http://www.google.de/trends/?q=Pinterest,+Tumblr,+Instragram,+Flickr&amp;ctab=0&amp;geo=all&amp;date=all&amp;sort=0" target="_blank">Google Trends</a> zeigt, dass Pinterest (rechts in blau) in kurzer Zeit ein bemerkenswertes Momentum aufbauen konnte und damit dem Vorbild und Rivalen Tumblr (hier in roter Farbe) schon gefährlich nahe kommt. Bescheiden nehmen sich dagegen Flickr (grün) und Instagram (gelb) aus (auf der Grafik muss leider die Foto-Funktion von Facebook fehlen, die sicherlich eine Spitzenposition einnehmen würde). Statistiken von Comscore, wie etwa von <a href="http://www.socialmediastatistik.de/pinterest-wachstum-in-deutschland-spurbar/" target="_blank">Julian Grandke</a> zitiert, sprechen eine ähnliche Sprache.</p>
<p><strong>Was macht den Erfolg von Pinterest aus?</strong></p>
<p>Der Dienst spricht Menschen an, die sich im Web mitteilen wollen, ohne dabei viel Aufwand zu treiben und ohne sich in Worten äußern zu müssen. Der weitgehende Verzicht auf die schriftliche Komponente dürfte ein ganz entscheidender Punkt sein, den in dieser Konsequenz und Radikalität vor Pinterest kein anderes Startup gewagt hat.</p>
<p>Dazu kommt die von Tumblr bekannte Funktion der Übernahme von Inhalten Dritter (auf der gleichen Plattform) mit einem einfachen Mausklick: Was gefällt, landet so blitzschnell auf der eigenen Pinnwand, ohne dass es dazu technischer Kenntnisse bedarf. Kaum irgendwo sonst im Web kann man sich so schnell und einfach ein eigenes Profil zusammen schustern.</p>
<p>Schließlich ist Pinterest bewusst einfach gehalten und folglich kinderleicht zu bedienen. Damit hebt sich dieser Dienst wohltuend von Facebook ab, das mit seinen ständigen Änderungen und Erweiterungen zwar sehr viel bietet, dabei seinen Usern auch einiges abverlangt.</p>
<p>Aktuell hilft der Medien-Hype um Pinterest, die Plattform als neuen Standard ins Gespräch zu bringen. Hält er noch eine Weile an, könnte das den echten Durchbruch mit sich bringen, weil dann vermutlich viele Seitenbetreiber neben den Buttons für Facebook und Twitter auch noch einen für Pinterest einpflegen werden (und bei dieser Gelegenheit vielleicht <a href="http://www.bwlzweinull.de/index.php/2011/07/07/social-mania/" target="_blank">Google+</a> wieder entfernen).</p>
<p><strong>Können die Pinterest-Klone dem Original gefährlich werden?</strong></p>
<p>Kaum. Teilweise sind es nur schnöde Kopien (insbesondere der Klon der Samwer-Brüder, <a href="http://netzwertig.com/2012/03/11/pinterest-klon-pinspire-verschickt-zweifelhafte-e-mails/" target="_blank">Pinspire</a>), teilweise zielen die Dienste in eine andere Richtung, auch wenn das auf den ersten Blick nicht ersichtlich wird. <a href="http://www.thefancy.com/" target="_blank">Fancy</a> ist dafür ein gutes Beispiel: Optisch ähnlich aufgebaut wie Pinterest, möchte dieser Dienst eher eine Art Einkaufs-Wunschliste sein. Einige der Bilder sind mit Online-Shops verlinkt, auf denen die entsprechenden Artikel gleich gekauft werden können. Händler bzw. Hersteller können auf Fancy gezielt Promotion-Aktionen durchführen.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-5688" title="Screenshot aus einem Newsletter zu Fancy" src="http://www.bwlzweinull.de/wp-content/pinterest3.jpg" alt="Screenshot aus einem Newsletter zu Fancy" width="413" height="234" /></p>
<p>Insgesamt dürfte auf diesem Gebiet kein Platz für mehrere, ähnlich positionierte Dienste sein. Einer wird sich als Standard etablieren können, alle anderen werden sich mit speziellen Nischenmärkten zufrieden geben müssen. Eine dieser &#8220;Nischen&#8221; könnte der Bereich der Pornografie sein&#8230;</p>
<p><strong>Was sagen Rechtsanwälte zu Pinterest?</strong></p>
<p>Sie reiben sich die Hände. Denn das offenherzige Sharing von Bildmaterial unterschiedlichster Herkunft bildet eine nicht unerhebliche Grauzone rechtlicher Fallstricke, je nach Herkunft der Bilder oder nach Wohnsitzland des Profil-Inhabers. So schön das Konzept von Pinterest auch ist, es birgt eine offene Flanke. Mit einem sehr traditionell-konservativen Verständnis von Urheberrecht ist Pinterest schlicht nicht vereinbar.</p>
<p>Aus deutscher Sicht bleibt zu hoffen, dass die Justizministerin ihre <a href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/Justizministerin-erlaeutert-Vorstoss-gegen-das-Abmahnunwesen-1468162.html" target="_blank">Ankündigung</a>, dem Abmahn-Unwesen zu Leibe rücken zu wollen, bald in die Tat umsetzen kann. Wer so lange nicht warten will, kann sich vorläufig <a href="http://spreerecht.de/social-media-2/2012-02/pinterest-und-die-rechtlichen-grenzen-beim-teilen-und-verlinken" target="_blank">hier</a> ein paar gute rechtliche Empfehlungen zu Pinterest abholen.</p>
<p><strong>Soll man Pinterest jetzt schon im Marketing berücksichtigen?</strong></p>
<p>Das kommt darauf an. Zeitungen oder Buchverlage mit ihrer ausgeprägten Orientierung an der Gattung Text dürfte Pinterest nicht viel nützen. Unternehmen jedoch, die stark oder ausschließlich über Bilder kommunizieren, sollten das Startup auf alle Fälle im Auge behalten. Aber auch Mischformen aus Bild und Text sind denkbar, wie etwa die <a href="http://pinterest.com/greygermany/jobs-recruiting/" target="_blank">Werbeagentur GREY</a> zeigt:</p>
<p><img class="alignnone size-medium wp-image-5696" title="Screenshot zu GREY auf Pinterest" src="http://www.bwlzweinull.de/wp-content/pinterest4b1-300x188.jpg" alt="Screenshot zu GREY auf Pinterest" width="300" height="188" /></p>
<p>GREY möchte damit Personalmarketing betreiben &#8211; oder seine Bewerber prüfen: Wer sich bei der renommierten Agentur bewirbt, sollte angesagte Plattformen wie Pinterest tunlichst kennen, lautet die unterschwellige Botschaft. Insgesamt kann Pinterest durchaus heute schon als interessante Beimischung für das Marketing-Mix gesehen werden, insbesondere wenn mit sehr guten Bildmotiven auf virale Effekte gezielt wird. Zu prüfen ist jedoch vorab, ob die eigene Zielgruppe schon in ausreichendem Maß auf dieser Plattform unterwegs ist. Nicht zuletzt sollte man rechtlich auf derabsolut sicheren Seite bleiben und nur Bildmaterial einsetzen, an dem man alle Rechte besitzt.</p>
<p><strong>Fazit: Da geht was!</strong></p>
<p>Insgesamt stellt Pinterest eine interessante Bereicherung der Social Media-Landschaft dar, die das Potenzial für einen längerfristigen Erfolg in sich trägt. Dafür bringt die Plattform einen einfachen Funktionsmechanismus mit, der in dieser Form von etablierten Diensten wie Facebook oder Twitter nur schlecht bzw. gar nicht kopiert werden kann. Allein Flickr könnte Pinterest das Wasser reichen. Allerdings hat dieser Foto-Pionier im Web praktisch alle neueren Entwicklungen der letzten Jahre verschlafen oder ignoriert, was Pinterest genügend Chancen lässt.</p>
<p>Das Startup aus Kalifornien hat derzeit eine gute Presse und findet Interesse sowohl bei Endanwendern als auch bei Unternehmen. Jetzt sollte es nur keine falschen Fehler machen, dann könnte daraus eine große Sache werden.
<div class="tw_button" style=";float:left;margin-right:10px;"><a href="http://twitter.com/share?url=http%3A%2F%2Fwww.bwlzweinull.de%2Findex.php%2F2012%2F03%2F13%2Fpinterest-co-ein-bild-sagt-mehr-als-tausend-worte%2F&amp;text=&amp;related=&amp;lang=&amp;count=" class="twitter-share-button"  style="width:55px;height:22px;background:transparent url('http://www.bwlzweinull.de/wp-content/plugins/wp-tweet-button/tweetn.png') no-repeat  0 0;text-align:left;text-indent:-9999px;display:block;"></a></div>
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		</item>
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		<title>Social Business = Social Media in Business?</title>
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		<pubDate>Thu, 23 Feb 2012 15:00:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matthias</dc:creator>
				<category><![CDATA[Enterprise 2.0]]></category>
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		<category><![CDATA[Strategie]]></category>
		<category><![CDATA[Technologie]]></category>
		<category><![CDATA[Internet of Things]]></category>
		<category><![CDATA[Social Business]]></category>
		<category><![CDATA[Social Media]]></category>

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		<description><![CDATA[
In Europa solle man den Begriff &#8220;Facebook&#8221; nicht erwähnen wenn man mit Unternehmen spricht und dabei auch den Ausdruck &#8220;Social Media&#8221; lieber meiden. Besser sei es, &#8220;Social Enterprise&#8221; oder &#8220;Social Business&#8221; zu sagen, empfiehlt laut Computerwoche Stefan Ried, ein Analyst von Forrester Research.
Das Problem mit dieser Empfehlung ist nur, dass der Begriff Social Business auch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.flickr.com/photos/davegray/5641345550/" target="_blank"><img class="alignnone size-full wp-image-5643" title="Social Objects, by dgray_xplane auf Flickr" src="http://www.bwlzweinull.de/wp-content/5641345550_8647e29076.jpg" alt="Social Objects, by dgray_xplane auf Flickr" width="166" height="193" /></a></p>
<p>In Europa solle man den Begriff &#8220;Facebook&#8221; nicht erwähnen wenn man mit Unternehmen spricht und dabei auch den Ausdruck &#8220;Social Media&#8221; lieber meiden. Besser sei es, &#8220;Social Enterprise&#8221; oder &#8220;Social Business&#8221; zu sagen, <a href="http://www.computerwoche.de/mittelstand/2505311/" target="_blank">empfiehlt</a> laut Computerwoche Stefan Ried, ein Analyst von Forrester Research.</p>
<p>Das Problem mit dieser Empfehlung ist nur, dass der Begriff Social Business auch ganz anders interpretiert werden kann, wie uns ein schneller Blick in die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Social_Business" target="_blank">Wikipedia</a> zeigt. Dort wird damit ein Konzept des Friedensnobelpreisträgers Muhammad Yunus bezeichnet, bei dem Unternehmen auf spekulative Gewinne verzichten und ihr Handeln auf die Lösung wichtiger sozialer Probleme ausrichten sollen. Dabei hat Prof. Yunus sicher nichts gegen den Einsatz von Social Media, wenn es <a href="http://socialbusinessnet.wordpress.com/2012/02/09/social-business-10-thesen/" target="_blank">der guten Sache</a> dient. Dennoch dürfte seine Begriffsverwendung im Widerspruch zu dem stehen, was von Stefan Ried in der Computerwoche zitiert wurde.</p>
<p>Social Business meint hier nämlich den Einsatz von Social Media in und durch Unternehmen in einem sehr weit verstandenen Sinn, aber im Gegensatz zu Prof. Yunus vollkommen losgelöst vom eigentlichen Unternehmenszweck. <a href="http://www.socialbusinessnews.com/social-media-week-shines-a-light-on-social-business/" target="_blank">Ethan McCarty</a> (IBM) beschreibt es so:</p>
<blockquote><p>While social media has significantly shaped how we communicate and connect in our personal lives, there’s a related trend that the most sophisticated enterprises have already begun to embrace: social business. Engaging in social media through Facebook,  YouTube and the like represent just one element businesses can explore, but business is more than media – so how can businesses apply the principles of “social” to other dimensions of their organizations to improve outcomes?&#8221;</p></blockquote>
<p>Einen so weit gefassten Blick haben heute die wenigsten Unternehmen, wenn sie den Einsatz von Social Media planen. Überwiegend geht es ihnen um Marketing- und Reputationsziele, gefolgt vom Wissensaustausch und der besseren Vernetzung von Teams. Was darüber hinaus möglich ist, zeigt etwa das israelische Startup <a href="http://serendip.me/application/login" target="_blank">Serendip</a>, das seinen Dienst ganz allein auf den Präferenzen seiner Kunden aufbaut.</p>
<p>Konkret geht es bei Serendip um Musik als personalisierte Dienstleistung. Die kommt zustande, indem einerseits Content von Plattformen wie YouTube oder Soundcloud bezogen wird, und andererseits die Kunden ihren Musikgeschmack über ihren Twitter-Account einbringen. Die Daten der Accounts werden ausgewertet und dann die passende Musik gestreamt. Das funktioniert als dynamischer Prozess, bei dem sich im Zeitablauf musikalische Vorlieben problemlos ändern können. Ob am Ende die Rechnung für Serendip als Unternehmen aufgehen wird, ist aus heutiger Sicht noch nicht sicher.</p>
<p>Sicher ist jedoch, dass uns das dort umgesetzte Funktionsprinzip immer öfter begegnen wird &#8211; nicht umsonst ändert Google derzeit gerade seine Allgemeinen Geschäftsbedingungen: Es geht um (mehr) Daten und daraufhin personalisierte Angebote. Das ist die neue Dimension von Social Business.</p>
<p>Dennoch bleibt ein Unbehagen hinsichtlich des Begriffs. Vielleicht sollte Social Business als Ausdruck den Ideen und Projekten im Sinne von Prof. Yunus vorbehalten bleiben, weil die Entwicklungen im Kontext von Social Media erkennbar in eine Größenordnung vorstossen, in der längst nicht mehr alle Daten, die erhoben und ausgewertet werden, aus originär sozialen Medien stammen. Das &#8220;Internet of Things&#8221; kommt hier in den Sinn, das bald schon Umweltdaten mit sozialen Daten für Entscheidungen kombinieren wird &#8211; wer wird dann noch von Social Business sprechen wollen?</p>
<div id="_mcePaste" style="position: absolute; left: -10000px; top: 293px; width: 1px; height: 1px; overflow-x: hidden; overflow-y: hidden;">Konkret geht es bei Serendip um Musik als personalisierte Dienstleistung. Die kommt zustande, indem einerseits Content von Plattformen wie YouTube oder Soundcloud bezogen wird, und andererseits die Kunden ihren Musikgeschmack über ihren Twitter-Account einbringen. Die Daten der Accounts werden ausgewertet und dann die passende Musik gestreamt. Das funktioniert als dynamischer Prozess, bei dem sich im Zeitablauf musikalische Vorlieben problemlos ändern können. Ob am Ende die Rechnung für Serendip als Unternehmen aufgehen wird, ist aus heutiger Sicht noch nicht sicher.</div>
<div id="_mcePaste" style="position: absolute; left: -10000px; top: 293px; width: 1px; height: 1px; overflow-x: hidden; overflow-y: hidden;">Sicher ist jedoch, dass uns das dort umgesetzte Funktionsprinzip immer öfter begegnen wird &#8211; nicht umsonst ändert Google derzeit gerade seine Geschäftsbedingungen: Es geht um (mehr) Daten und daraufhin personalisierte Angebote. Das ist die neue Dimension von Social Business.</div>
<div class="tw_button" style=";float:left;margin-right:10px;"><a href="http://twitter.com/share?url=http%3A%2F%2Fwww.bwlzweinull.de%2Findex.php%2F2012%2F02%2F23%2Fsocial-business-social-media-in-business%2F&amp;text=&amp;related=&amp;lang=&amp;count=" class="twitter-share-button"  style="width:55px;height:22px;background:transparent url('http://www.bwlzweinull.de/wp-content/plugins/wp-tweet-button/tweetn.png') no-repeat  0 0;text-align:left;text-indent:-9999px;display:block;"></a></div>
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		<title>Crowdsourcing in der Praxis: Wie Adrien Treuille mit Foldit die Proteinfaltung erforschen lässt</title>
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		<pubDate>Fri, 17 Feb 2012 06:00:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matthias</dc:creator>
				<category><![CDATA[Medienkritik]]></category>
		<category><![CDATA[Social Software]]></category>
		<category><![CDATA[Wissen]]></category>
		<category><![CDATA[Adrien Treuille]]></category>
		<category><![CDATA[Collaboration]]></category>
		<category><![CDATA[Collaborative Science]]></category>
		<category><![CDATA[Crowdsourcing]]></category>
		<category><![CDATA[Foldit]]></category>

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		<description><![CDATA[Crowdsourcing ist ein Konzept mit Zukunft. Wenn es aber darum geht, gute Beispiele aus der Praxis dafür anzuführen, wird meist nur die Wikipedia genannt. Auch mir fällt auf Anhieb oft nichts anderes ein. Warum also nicht eine Artikelserie (in loser Folge) auflegen, in der weitere Beispiele aufgeführt und diskutiert werden?
Adrien Treuille, Assistant Professor an der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Crowdsourcing ist ein Konzept mit Zukunft. Wenn es aber darum geht, gute Beispiele aus der Praxis dafür anzuführen, wird meist nur die Wikipedia genannt. Auch mir fällt auf Anhieb oft nichts anderes ein. Warum also nicht eine Artikelserie (in loser Folge) auflegen, in der weitere Beispiele aufgeführt und diskutiert werden?</p>
<p><a href="http://www.cs.cmu.edu/~treuille/" target="_blank">Adrien Treuille</a>, Assistant Professor an der Carnegie Mellon University, hat Crowdsourcing erfolgreich bei der Erforschung von Proteinen zur Anwendung gebracht, indem er Varianten der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Proteinfaltung" target="_blank">Proteinfaltung</a> auf spielerische Weise ermitteln lässt. Dafür hat er die Plattform <a href="http://fold.it/portal/" target="_blank">Foldit</a> geschaffen, die wie ein Computerspiel funktioniert und damit auch an <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Gamification" target="_blank">Gamification</a> denken lässt. Im folgenden Video erläutert er sein Konzept. Achtung: Adrien Treuille ist nicht etwa Biologe oder Pharmazeut, sondern Informatiker&#8230;</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="480" height="295" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/A-CCEy3u2WM?version=3&amp;hl=de_DE&amp;rel=0" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="480" height="295" src="http://www.youtube.com/v/A-CCEy3u2WM?version=3&amp;hl=de_DE&amp;rel=0" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p>Sein Anwendungsfall beeindruckt, denn er schafft es darin, eine große Zahl von Menschen in ein wissenschaftlich komplexes Thema einzubinden, ohne dass der Einzelne über ein großes Vorwissen verfügen muss. Darüber hinaus sind die von Menschen erdachten Varianten der Proteinfaltung offenbar besser solche, die man mittels Computersimulation entwickeln könnte.</p>
<p>Zugleich zeigt dieses Beispiel aber auch, wie hoch die konzeptionellen Hürden für Crowdsourcing sein können. Denn mit einem einfachen Aufruf zur Partizipation war es bei Foldit natürlich nicht getan. Die Plattform hebt die Ermittlung neuer Varianten der Proteinfaltung auf eine spielerische Ebene und verknüpft diese mit einer Bewertung durch Peers (Anreizsystem). Flankierend kommen zur Wissensvermittlung ein Wiki sowie ein Blog hinzu, die Community diskutiert in einem Forum und für das Marketing gibt es zudem eine Facebook-Seite. Ein sicher nicht ganz unwichtiger Aspekt ist die geschickte Hervorhebung der &#8220;Förderung der Wissenschaft&#8221;: Wer wollte nicht gern auf spielerische Weise die Wissenschaft unterstützen?
<div class="tw_button" style=";float:left;margin-right:10px;"><a href="http://twitter.com/share?url=http%3A%2F%2Fwww.bwlzweinull.de%2Findex.php%2F2012%2F02%2F17%2Fcrowdsourcing-in-der-praxis-wie-adrien-treuille-mit-foldit-die-proteinfaltung-erforschen-lasst%2F&amp;text=&amp;related=&amp;lang=&amp;count=" class="twitter-share-button"  style="width:55px;height:22px;background:transparent url('http://www.bwlzweinull.de/wp-content/plugins/wp-tweet-button/tweetn.png') no-repeat  0 0;text-align:left;text-indent:-9999px;display:block;"></a></div>
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		<title>Zur Rolle des Eigentums in der digitalen Gesellschaft</title>
		<link>http://www.bwlzweinull.de/index.php/2012/02/05/zur-rolle-des-eigentums-in-der-digitalen-gesellschaft/</link>
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		<pubDate>Sun, 05 Feb 2012 17:06:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matthias</dc:creator>
				<category><![CDATA[Technologie]]></category>
		<category><![CDATA[Zukunft]]></category>
		<category><![CDATA[Besitz]]></category>
		<category><![CDATA[Eigentum]]></category>
		<category><![CDATA[Eigentumpopeigentum]]></category>
		<category><![CDATA[Michael Seemann]]></category>
		<category><![CDATA[Ökonomie]]></category>
		<category><![CDATA[Verteilungsgerechtigkeit]]></category>

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		<description><![CDATA[
Unter dem Titel &#8220;Eigentumpopeigentum&#8221; hat Michael Seemann einen Blogartikel zur Rolle des Eigentums in unserer digitalen Gesellschaft geschrieben. Seine Kernaussage lautet: Eigentum verliert an Bedeutung, weil sich mittels moderner Kommunikationstechnologie die Nutzung von Gütern verschiedenster Art so steuern lässt, dass nicht mehr jeder jeden Gegenstand permanent besitzen und damit dessen Eigentümer werden muss.
Ein durchaus treffendes [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.flickr.com/photos/beaucom/2934274779/" target="_blank"><img class="alignnone size-medium wp-image-5590" title="sp ? plattenbau" src="http://www.bwlzweinull.de/wp-content/2934274779_ed33d74f7d_z-300x200.jpg" alt="sp ? plattenbau" width="300" height="200" /></a></p>
<p>Unter dem Titel &#8220;Eigentumpopeigentum&#8221; hat <a href="http://mspr0.de/?p=2817" target="_blank">Michael Seemann</a> einen Blogartikel zur Rolle des Eigentums in unserer digitalen Gesellschaft geschrieben. Seine Kernaussage lautet: Eigentum verliert an Bedeutung, weil sich mittels moderner Kommunikationstechnologie die Nutzung von Gütern verschiedenster Art so steuern lässt, dass nicht mehr jeder jeden Gegenstand permanent besitzen und damit dessen Eigentümer werden muss.</p>
<p>Ein durchaus treffendes Beispiel in seinem Text ist das zunehmende Aufkommen von Carsharing. Hier im <a href="http://www.bwlzweinull.de/index.php/2009/03/26/daimler-car2go-blog/" target="_blank">Blog</a> wurde dazu übrigens schon 2009 auf Daimlers Initiative car2go verwiesen, die mittlerweile weltweit in <a href="http://blog.car2go.com/2011/11/28/aus-4-mach-8-die-weltkarte-fuellt-sich/" target="_blank">8 Städten</a> verfügbar ist.</p>
<p>Michael Seemann bleibt jedoch nicht bei dieser Gattung von Gütern stehen, sondern diskutiert in der Folge anhand des Wohneigentums die Frage, ob es den Eigentümer überhaupt noch braucht, oder ob in unserer Gesellschaft derartige Verteilungsfragen nicht auch anders gelöst werden könnten. Dazu von meiner Seite zwei Anmerkungen:</p>
<p><strong>Eigentum und technischer Fortschritt</strong></p>
<p>Die auch in meinen Augen deutlich sichtbar abnehmende Relevanz von Eigentum in unserer modernen Gesellschaft lässt sich nicht allein auf das Aufkommen neuer Verteilungsmechanismen im Wege der digitalen Kommunikation zurückführen, sondern muss auch im Kontext des technischen Fortschritts in der Produktion gesehen werden, der eine Vielzahl von Gütern des täglichen Bedarfs hat kostengünstig und ubiquitär verfügbar werden lassen. Fast nichts, was der Mensch zum Leben braucht, ist heute noch knapp. Produkte auf den Markt zu bringen verursacht heute keine Mühe mehr.</p>
<p>Allerdings müssen die Hersteller von Konsumgütern immer mehr Mühe darauf verwenden, Produkte weiterhin als hochpreisige Luxusartikel im Markt zu halten, weil praktisch alles auch in Form von Billigware verfügbar ist &#8211; bis hin zum Problem der Imitate von Markenartikeln. Nebenbei bemerkt: Das Kernproblem der Imitate ist nicht etwa der Umsatzverlust bei den Herstellern der Originalware, sondern der ihnen innewohnende Hinweis, dass sich diese Artikel im Prinzip auch sehr viel günstiger herstellen und vertreiben lassen.</p>
<p>Wo also Gegenstände des täglichen Bedarfs nicht mehr knapp sind, sondern jederzeit für wenig Geld ersetzt werden können, bleibt zwar das Prinzip des Eigentums erhalten, es büsst jedoch etwas von seinem Stellenwert ein. Als weitere Relativierung kommt hinzu, dass bestimmte Güter wie etwa Fernsehgeräte oder Tablet-Computer trotz eines vielleicht hohen Anschaffungspreises dennoch keinen hohen Eigentumswert besitzen, weil sie keine Anschaffung mehr für Leben darstellen: Der Konsument heute weiß, dass der gekaufte Gegenstand in spätestens 3 oder 4 Jahren technisch veraltet sein wird und durch ein (besseres) Nachfolgemodell ersetzt werden kann.</p>
<p>Man mag die hier getroffenen Feststellungen für unbedeutend halten. Denn bei der Kritik am Kapitalismus geht es nicht um Zahnbürsten oder Kochtöpfe, sondern um das große Ganze. Dabei wird aber leicht übersehen, dass der technische Fortschritt nicht bei den eher geringwertigen Gütern des täglichen Bedarfs stehen bleibt, sondern allmählich auch die komplexeren und prinzipiell teuren Produktgattungen wie den Fahrzeug- oder Wohnungsbau erfasst. Zwar wehren sich hier die Hersteller mit aller Macht gegen ein Absinken des Preisniveaus und setzen sich vehement für den Erhalt ihrer althergebrachten Geschäftsmodelle ein. Es wird ihnen aber auf lange Sicht nichts nützen. Die hier sich abzeichnenden Veränderungen sollte deshalb berücksichtigen, wer neue Modelle von Eigentum bzw. Verteilung und Verteilungsgerechtigkeit diskutieren möchte.</p>
<p><strong>Eigentum und Verteilung</strong></p>
<p>Ein Punkt bei der Frage der Verteilung sei hier noch herausgegriffen. Michael Seemann bringt eine herrliche Argumentationskette ins Spiel, bei der am Ende der Eigentümer (und Vermieter) von Wohnraum scheinbar überflüssig wird, weil er nur noch &#8220;Produktivitätsgewinne&#8221; einstreicht und dem System offenbar keinen Nutzen mehr bringt. Eine solche Sicht der Dinge übersieht, dass jeder Eigentümer von Wohnraum, der diesen vermieten möchte, prinzipiell vor der Frage steht, welche der dabei anfallenden Aufgaben er selbst erledigen und welche er an Dienstleister auslagern möchte. Er kann delegieren, muss aber nicht.</p>
<p>Entscheidet sich ein Eigentümer nun dafür, sämtliche mit der Bewirtschaftung des zu vermietenden Wohnraums anfallenden Fragen auszulagern, wird er deshalb aber nicht überflüssig, sondern macht nur sichtbar, wie weit die Arbeitsteilung in unserer Gesellschaft heute gehen kann. Denn die Beauftragung von Maklern, Verwaltern und Steuerberatern wird vielfach nicht aus Faulheit oder einem Hang zur Gewinnmaximierung erfolgen, sondern schlicht aus der Erkenntnis, dass die Vermietung von Wohnraum in Deutschland eine hochkomplexe Materie geworden ist, bei der etwa Fragen des Mietrechts, Steuerrechts und Fragen der sachgerechten Instandhaltung von Gebäuden häufig nur noch unter Einschaltung von Experten sinnvoll beantwortet werden können.</p>
<p>Darüber hinaus verbleibt beim Eigentümer auch bei der weitestgehend möglichen Delegation von Aufgaben immer das Investitionsrisiko. Wer ihm dieses abnehmen und auf andere Schultern verlagern möchte, sollte zusehen, dass Qualität und Vielfalt nicht auf der Strecke bleiben: Den Plattenbau der DDR-Bürokratie wünscht sich wohl niemand zurück.</p>
<p><strong>Fazit</strong></p>
<p>Festzuhalten bleibt, dass mit der digitalen Gesellschaft im 21. Jahrhundert die Fragen nach Eigentum und Besitz vielfach neu gestellt werden: Einerseits werden mittels moderner Kommunikation Formen des Sharings effizienter oder überhaupt erst möglich, andererseits nimmt aufgrund einer fast schon als Überproduktion zu bezeichnenden Angebotsvielfalt an Gütern des täglichen Bedarfs die Wertschätzung von Eigentum tendenziell ab (die Wegwerfgesellschaft lässt grüßen).</p>
<p>Die Frage der Verteilungsgerechtigkeit an den sich verschiebenden Kategorien von Eigentum festzumachen, halte ich aber für falsch. Die zunehmende Disparität zwischen Armen und Reichen in unserer Gesellschaft sind nicht ursächlich in Eigentumsfragen zu suchen, sondern in der zu niedrigen Besteuerung von Gewinnen und hohen Einkommen.
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		<title>Roger McNamee über die Zukunft des Internets: Microsoft und Google werden verlieren, Apple und Facebook gewinnen</title>
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		<pubDate>Fri, 25 Nov 2011 07:00:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matthias</dc:creator>
				<category><![CDATA[Social Web]]></category>
		<category><![CDATA[Technologie]]></category>
		<category><![CDATA[Zukunft]]></category>
		<category><![CDATA[Apple]]></category>
		<category><![CDATA[Facebook]]></category>
		<category><![CDATA[Google]]></category>
		<category><![CDATA[HTML5]]></category>
		<category><![CDATA[Microsoft]]></category>
		<category><![CDATA[Roger McNamee]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Mann im Kapuzen-Sweatshirt ist eine schillernde Persönlichkeit: Musiker und (Ex-)Hippie einerseits, Venture-Capitalist und Buchautor andererseits. Im Silicon Valley ist Roger McNamee, Mitgründer von Elevation Partners, als einer der frühen Investoren in Facebook gut bekannt. Seine Aussagen über die Zukunft des Internets sind sehenswert, denn er lehnt sich weit aus dem Fenster und spart nicht mit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Mann im Kapuzen-Sweatshirt ist eine schillernde Persönlichkeit: <a href="https://twitter.com/#!/moonalice" target="_blank">Musiker</a> und (Ex-)Hippie einerseits, Venture-Capitalist und Buchautor andererseits. Im Silicon Valley ist <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Roger_McNamee" target="_blank">Roger McNamee</a>, Mitgründer von <a href="http://www.elevation.com/index.html" target="_blank">Elevation Partners</a>, als einer der frühen Investoren in Facebook gut bekannt. Seine Aussagen über die Zukunft des Internets sind sehenswert, denn er lehnt sich weit aus dem Fenster und spart nicht mit provokativen Aussagen:</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="480" height="295" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/aR6jLD1USW0?version=3&amp;hl=de_DE&amp;rel=0" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="480" height="295" src="http://www.youtube.com/v/aR6jLD1USW0?version=3&amp;hl=de_DE&amp;rel=0" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p>Eine längere Fassung des gleichen Vortrags, dieses Mal mit Sakko statt Kapuzen-Sweatshirt, gibt es <a href="http://fora.tv/2011/06/28/Elevation_Partners_Director_and_Co-Founder_Roger_McNamee#fullprogram" target="_blank">hier</a> (Fora.TV). Ein paar Anmerkungen aus meiner Sicht:</p>
<p>Seine Beobachtungen zu <strong>Microsoft</strong> und <strong>Google</strong> sind zweifellos bemerkenswert. Sie bedeuten aber nicht, dass die beiden Unternehmen in naher Zukunft einfach verschwinden werden: Sie verlieren nur ihre dominante Stellung, weil jetzt zunehmend andere Plattformen neben sie treten und damit die bislang monolithischen Strukturen einebnen werden (bei Betriebssystemen im Fall von Microsoft und bei alternativen Suchmöglichkeiten gegenüber Googles Suchindex).</p>
<p>Die starke Betonung von <strong>Apple</strong> und den <strong>Tablet-Computern</strong> enthält meines Erachtens einen Denkfehler. Tablets werden nicht so dominant werden, wie Roger McNamee vermutet, weil sie nur ein Element eines immer breiter und vielfältiger werdenden Hardware-Spektrums sind. Spielkonsolen erwähnt er gar nicht, vermutlich weil er keine Erfahrung damit hat. Auch das &#8220;Internet der Dinge&#8221; wird nicht thematisiert. Der Wesenskern der gerade ablaufenden Veränderung besteht also nicht darin, dass es jetzt Tablets gibt, sondern dass wir von immer mehr Gegenständen umgeben sind, die mit dem Internet Verbindung aufnehmen können.</p>
<p>Seine Betonung der Bedeutung von <strong>HTML5</strong> ist sicher richtig. Im Vortrag auf Fora.TV gibt er dazu noch eine sehr interessante Antwort auf eine Frage aus dem Publikum, das Urheberrecht betreffend. Sinngemäß führt er aus, dass Raubkopien ein großes Problem waren und noch immer sind, tendenziell aber an Bedeutung verlieren werden, weil künftige Inhalte nicht mehr als einfach zu kopierende Dateien in Erscheinung treten werden, sondern als komplexe und vernetzte Strukturen, die sich schlicht nicht mehr kopieren lassen. Das ist in meinen Augen eine visionäre Aussage, die plausibel und spannend zugleich klingt!</p>
<p>Schließlich noch das Social Web. Hier sei alles gelaufen und <strong>Facebook</strong> als dominierender Akteur etabliert. Das darf man gerne hoffen, wenn man ein größeres Paket an Facebook-Aktien besitzt. Leider hat Roger McNamee hier nicht in die Zukunft, sondern nur in seinen Geldbeutel geschaut. Facebook ist bei weitem nicht die sichere Bank, um die sich alle anderen herum gruppieren müssen, auch wenn Mark Zuckerberg das sicher gerne so hätte (mehr dazu in Kürze hier im Blog).</p>
<p>Insgesamt ein sehr interessantes Video, das mich zu der Überlegung gebracht hat, ob die heute gängige Trennung in &#8220;Web 1.0&#8243; und &#8220;Web 2.0&#8243; nicht bald schon überholt sein wird. Aus der Zukunft rückblickend wird vielleicht neu eingeteilt: In die Phase, in der man praktisch nur mit einem PC bzw. Notebook in Verbindung mit einem Browser im Web unterwegs war (also von 1994 bis ca. 2007), und in die neuere Phase, in der das Web über eine Vielzahl von Geräten und über unterschiedliche Software-Modalitäten genutzt wird, bis hin zum Internet der Dinge, zu dem Smartphones und Tablets nur den Einstieg markieren.
<div class="tw_button" style=";float:left;margin-right:10px;"><a href="http://twitter.com/share?url=http%3A%2F%2Fwww.bwlzweinull.de%2Findex.php%2F2011%2F11%2F25%2Froger-mcnamee-uber-die-zukunft-des-internets-microsoft-und-google-werden-verlieren-apple-und-facebook-gewinnen%2F&amp;text=&amp;related=&amp;lang=&amp;count=" class="twitter-share-button"  style="width:55px;height:22px;background:transparent url('http://www.bwlzweinull.de/wp-content/plugins/wp-tweet-button/tweetn.png') no-repeat  0 0;text-align:left;text-indent:-9999px;display:block;"></a></div>
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		<item>
		<title>Ist das die Zukunft? Sprachsteuerung mit Siri auf dem Apple iPhone</title>
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		<pubDate>Wed, 19 Oct 2011 07:00:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matthias</dc:creator>
				<category><![CDATA[Beschleunigung]]></category>
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		<category><![CDATA[Technologie]]></category>
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Als Apple das iPhone auf den Markt brachte, war dessen Touchscreen ein Triumph im leider viel zu kurzen Leben des Steve Jobs. Vier Jahre später kommt mit Siri ein Programm zur Sprachsteuerung auf das aktuelle iPhone (4S), mit dem der Touchscreen beinahe arbeitslos zu werden scheint: Man spricht jetzt mit dem Smartphone, wenn man telefonieren, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.flickr.com/photos/68650874@N06/6242983816/" target="_blank"><img class="alignnone size-medium wp-image-5491" title="Apple iPhone 4S" src="http://www.bwlzweinull.de/wp-content/6242983816_bfb2307572-300x198.jpg" alt="Apple iPhone 4S" width="240" height="158" /></a></p>
<p>Als Apple das iPhone auf den Markt brachte, war dessen Touchscreen ein Triumph im leider viel zu kurzen Leben des Steve Jobs. Vier Jahre später kommt mit Siri ein Programm zur Sprachsteuerung auf das aktuelle iPhone (4S), mit dem der Touchscreen beinahe arbeitslos zu werden scheint: Man spricht jetzt mit dem Smartphone, wenn man telefonieren, Musik hören oder Informationen abrufen möchte. Ist das die Zukunft und Apple der Konkurrenz wieder mal um Längen voraus? Oder wird hier nur eine in den Geräten der Konkurrenz relativ ähnlich anzutreffende Technik <a href="http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&amp;v=LEqpfaRaWxU" target="_blank">sehr geschickt vermarktet</a>?</p>
<p>Ob der Sprachsteuerung die Zukunft gehört, kann aus heutiger Sicht noch nicht zwingend mit &#8220;ja&#8221; beantwortet werden. Dagegen spricht der eigentlich erstaunliche Trend zur weniger Sprachtelefonie und mehr Kommunikation via Text auf mobilen Geräten. Die Menschen telefonieren nicht mehr so viel, sie schreiben sich lieber Kurznachrichten, Tweets oder E-Mails. Eine mögliche Erklärung könnte sein, dass zumindest in der Öffentlichkeit diskrete (stille) Kommunikationsmittel lieber verwendet werden. Das aber ist nur eine Vermutung von mir. Würde sie zutreffen, hätte Siri wenig Chancen. Denn wer spricht schon gern mit seinem Mobiltelefon, wenn andere Anwesende alles mithören können, einschließlich vielleicht der laut gesprochenen Antwort von Siri?</p>
<p>Der Mensch von heute findet sich oft genug in Situationen wieder, in denen er zwar sein Mobiltelefon diskret und leise nutzen kann, wo eine laute (sprachbasierte) Kommunikation damit aber verpönt ist: In Besprechungen und auf Konferenzen, in Restaurants und Wartezimmern, in Wellness-Oasen und Museen. Dazu kommen Orte, wo lautes Sprechen zwar möglich, aber vielleicht unangenehm ist, weil fremde Menschen in nächster Nähe sind und alles mithören würden. Im Lift und in der Bahn, im Taxi und in der Warteschlange am Flughafen.</p>
<p>In unserer Kommunikation und den ihr zugrunde liegenden gesellschaftlichen Konventionen gibt es wohl einen Trend zum Gebrauch diskreter Instrumente. Dennoch schreibe ich Siri nicht vorschnell ab.</p>
<p>Denn da ist noch eine andere Komponente. Siri möchte auf ganz unterschiedliche Fragen mit einer präzisen und einfachen Antwort dienen. Damit steht der Traum von der kinderleicht zu nutzenden Wissensmaschine im Raum. Eigentlich würde man so etwas ja eher von Google erwarten. Aber der Suchmaschinenriese optimiert offenbar lieber seine lukrativen Werbeprogramme, anstatt die Ausgabe der Suchanfragen neu zu erfinden. Mit Android, der Software für mobile Geräte, hätte Google eigentlich die Chance dazu gehabt. Nun hat Apple die Gelegenheit ergriffen, auf diesem Gebiet die <a href="http://labs.vectorform.com/2011/10/the-impact-of-apple%E2%80%99s-siri-release-from-the-former-lead-iphone-developer-of-siri/" target="_blank">Vorreiterrolle</a> zu übernehmen, vermutlich aus genau der Überlegung heraus, die Google hat zögern lassen: In einer präzisen Antwort auf eine konkrete Frage ist wenig bis kein Platz für (zusätzliche) Werbeeinblendungen.</p>
<p>Was für Google ein Problem darstellt, weil der Konzern seinen Umsatz fast nur mit Werbung macht, kann Apple getrost in Angriff nehmen, denn Werbeeinnahmen rangieren bei Apple unter &#8220;ferner liefen&#8221;. Erweist sich Siri in den kommenden Monaten als die &#8220;bessere Suchmaschine&#8221;, bekommt Google ein ernsthaftes Problem &#8211; erst recht, wenn Siri nicht mehr nur dem iPhone vorbehalten bleibt, sondern auch auf dem iPad und den Mac-Rechnern verfügbar gemacht wird. Daran dürfte auch das jetzt in Verbindung mit dem <a href="http://thisismynext.com/2011/10/18/galaxy-nexus-iphone-4s-comparison/" target="_blank">Samsung Galaxy Nexus</a> vorgestellte <a href="http://techcrunch.com/2011/10/18/a-quick-ice-cream-sandwich-feature-rundown/" target="_blank">Google Android 4.0</a> (Ice Cream Sandwich) nichts ändern.</p>
<p>Kritiker könnten jetzt einwenden, dass die interessante Technik auch Geld kostet und fragen, wie Apple Siri refinanzieren möchte. Eine erste Antwort darauf liefern uns die <a href="http://www.guardian.co.uk/technology/2011/oct/17/apple-iphone-sales-record" target="_blank">Verkaufszahlen zum iPhone 4S</a>. Obwohl das Gerät dem Vorgängermodell äußerlich weitestgehend gleicht, wurden davon in den ersten Tagen seit Verkaufsbeginn bereits mehr als 4 Mio. Stück abgesetzt. Selbst für die Maßstäbe von Apple ist das ein neuer Rekord.</p>
<p>Siri dürfte also zumindest in den kommenden ein bis zwei Jahren leicht über den Umsatz mit Hardware (kalkulatorisch) finanziert werden können. Darüber hinaus ist denkbar, dass Siri für Applikationsentwickler kostenpflichtig gemacht wird: Wer möchte, dass seine App oder Mac-Software über Siri gesteuert werden soll, muss dann vielleicht Lizenzgebühren bezahlen. Entwickelt sich Siri zum perfekten digitalen Assistenten, könnten auch die Endverbraucher zur Kasse gebeten werden: Apple ist an dieser Stelle bekanntlich nicht zimperlich. Ein Indiz dafür könnte sein, dass Siri derzeit unter dem für Apple ungewöhnlichen &#8220;Beta-Label&#8221; geführt wird.</p>
<p>Aber noch ist das alles Zukunftsmusik. Apple muss mit Siri jetzt erst einmal unter Beweis stellen, dass die neue Technik <a href="http://searchengineland.com/why-siri-yelp-google-maps-iphone-4s-96976" target="_blank">wirklich gut funktioniert</a> und auf Seiten der Anwender bleibt abzuwarten, ob aus dem anfänglich eher spielerischen Interesse ein ernsthafter Dauergebrauch wird. In diesem Zusammenhang sei daran erinnert, dass auch Apple nicht vor Fehleinschätzungen gefeit ist. FaceTime etwa, Apples Variante der Video-Telefonie, die vor gut einem Jahr eingeführt wurde, stand auch eine Zeit lang im Ruf, den Durchbruch für diese Form der Kommunikation zu bringen.</p>
<p>Insgesamt aber deutet sich an, dass mit Siri ein neues, großes Kapitel in unserem Umgang mit Computern aufgeschlagen werden könnte. Schafft es die Software tatsächlich, gesprochene Sprache richtig zu interpretieren und parallel dazu verschiedenste Datenbanken im Hintergrund zu nutzen um sinnvolle Antworten auf die gestellten Fragen auszugeben, wird das unseren <a href="http://techcrunch.com/2011/10/16/siriquora-and-the-future-of-search/" target="_blank">Umgang mit Computern bzw. Informationen</a> massiv verändern. Steve Jobs Aussage vom Juni 2010, wir befänden uns im <a href="http://news.cnet.com/8301-13860_3-20006526-56.html" target="_blank">Post-PC-Zeitalter</a>, erscheint damit plausibler denn je.
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		<title>Soll man Alessio Rastani glauben? Über Schlagzeilen und Reputation in Medien</title>
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		<pubDate>Wed, 28 Sep 2011 16:29:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matthias</dc:creator>
				<category><![CDATA[Medienkritik]]></category>
		<category><![CDATA[Alessio Rastani]]></category>
		<category><![CDATA[BBC]]></category>
		<category><![CDATA[Medientaktik]]></category>
		<category><![CDATA[Recherche]]></category>
		<category><![CDATA[Reputation]]></category>

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			<content:encoded><![CDATA[<p>Bis gestern kannte niemand Alessio Rastani. Dann brachte die BBC ein kurzes Interview mit ihm, das weltweit für Aufsehen sorgte, weil Rastani nichts weniger als den Zusammenbruch des Euro-Marktes prophezeite. Gewiss eine tolle Schlagzeile, aber wie glaubwürdig ist die Quelle? Zunächst befasste sich damit kaum jemand, weil das Interview ja von der BBC stammte und diese ehrwürdige Institution schon wissen wird, wen sie vor die Kamera bittet.</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="480" height="295" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/aC19fEqR5bA?version=3&amp;hl=de_DE&amp;rel=0" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="480" height="295" src="http://www.youtube.com/v/aC19fEqR5bA?version=3&amp;hl=de_DE&amp;rel=0" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p>Später stellte sich heraus, dass Rastani ein vergleichsweise unbeschriebenes Blatt ist. Als Händler arbeitet er nicht für eine der großen Investmentbanken, sondern nur für sich persönlich. Sein Schreibtisch steht in seiner Wohnung im Londoner Süden. Dass er vom Fach ist, steht außer Frage. Positiv anrechnen darf man ihm auch, dass er eine klare Meinung hat und diese auch unverblümt ausspricht.</p>
<p>Aber ist das schon genug für ein Interview in der BBC?</p>
<p>Meines Erachtens hat sich der Sender hier bewusst jemanden gesucht, der eine schlagzeilenträchtige Aussage macht, um damit im ewigen Kampf um Reichweite punkten zu können. Das Kalkül war klar: Der Interview-Partner muss nicht prominent sein, im Zweifel zieht das Logo der BBC.</p>
<p>Zugleich ist das Interview Ausdruck eines medialen Dilemmas: Vor laufender Kamera wird heute kein Vertreter einer namhaften Finanz-Institution einen Markt-Zusammenbruch vorhersagen, selbst wenn er davon felsenfest überzeugt wäre. Eine derart schlechte Nachricht ist ein absolutes Tabu, über das unter keinen Umständen auch nur im Ansatz gesprochen werden darf.</p>
<p>In diesem Kontext hätte sich die BBC mehr Mühe geben müssen: Einerseits hätte sie die Person Alessio Rastani nicht einfach nur als &#8220;Händler&#8221; benennen, sondern ihn genauer vorstellen sollen und zudem noch Belege dafür bringen, dass er nicht der Einzige ist, der so denkt. Gut machbar wäre gewesen, Rastani als &#8220;Gesicht&#8221; zu präsentieren und seine Einschätzung mit Stimmen von Händlern aus großen Häusern zu untermauern, die jedoch anonym hätten aussagen können. Die Story hätte so erheblich an Glaubwürdigkeit und Brisanz gewonnen.</p>
<p>So bleibt ein fader Beigeschmack, denn was private Trader und Möchtegern-Millionäre so denken, hilft uns kaum weiter in der Einschätzung der Stabilität des Euro. Sucht man übrigens Rastani im Netz findet man ein <a href="http://www.leadingtrader.com/" target="_blank">Blog</a> mit Pagerank Null (sehr bezeichnend!), daneben aber auch ein <a href="https://twitter.com/#!/alessiorastani" target="_blank">Twitter-Profil</a> mit aktuell rund 12.000 Followern sowie eine <a href="http://www.facebook.com/alessiorastani" target="_blank">Facebook-Seite</a> mit über 7.000 Fans. Die letzten beiden Werte sind nicht schlecht, können jedoch in der kurzen Zeit seit Veröffentlichung des Interviews in diese Dimension gewachsen sein.</p>
<p>Fazit: Die BBC hätte erkennen können, dass sie sich hier auf sehr dünnes Eis begibt und es einen Backlash geben könnte. Allgemein zeigt sich einmal mehr, dass sich Schlagzeilen heute schneller denn je (viral) verbreiten, ihnen aber die Kritik und Medienkontrolle auf dem Fuß folgt.
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		<title>Ein Buchtipp: Business Model Generation (Campus Verlag)</title>
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		<pubDate>Thu, 15 Sep 2011 12:57:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matthias</dc:creator>
				<category><![CDATA[Medienkritik]]></category>
		<category><![CDATA[Strategie]]></category>
		<category><![CDATA[Zukunft]]></category>
		<category><![CDATA[Alexander Osterwalder]]></category>
		<category><![CDATA[Buch]]></category>
		<category><![CDATA[Business Model]]></category>
		<category><![CDATA[Business Model Generation]]></category>
		<category><![CDATA[Campus Verlag]]></category>
		<category><![CDATA[Yves Pigneur]]></category>

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Das Buch &#8220;Business Model Generation&#8221; gibt es jetzt auch in deutscher Sprache und ich habe es spontan gekauft, als ich es neulich in Frankfurt in einer Buchhandlung liegen sah. Der Campus Verlag hat es herausgebracht und sich dabei weitgehend am englischen Original orientiert.
Zum Konzept des Buches muss man wohl nicht mehr viel sagen. Alexander Osterwalder [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.bwlzweinull.de/wp-content/osterwalderbmg.jpeg" target="_blank"><img class="size-medium wp-image-5438 alignnone" title="Business Model Generation" src="http://www.bwlzweinull.de/wp-content/osterwalderbmg-300x224.jpg" alt="Business Model Generation" width="240" height="179" /></a></p>
<p>Das Buch &#8220;<a href="http://www.businessmodelgeneration.com/" target="_blank">Business Model Generation</a>&#8221; gibt es jetzt auch in deutscher Sprache und ich habe es spontan gekauft, als ich es neulich in Frankfurt in einer Buchhandlung liegen sah. Der <a href="http://www.campus.de/business/management-und-unternehmensfuehrung/Business+Model+Generation.98072.html" target="_blank">Campus Verlag</a> hat es herausgebracht und sich dabei weitgehend am englischen Original orientiert.</p>
<p>Zum Konzept des Buches muss man wohl nicht mehr viel sagen. Alexander Osterwalder und Yves Pigneur liefern einen soliden Rahmen für die Definition bzw. Analyse von Geschäftsmodellen. Dabei ist das Buch weniger als einfache Lektüre, sondern bewusst als ein Werkzeug gedacht, das geradezu nach der praktischen Anwendung verlangt.</p>
<p>Zum Buch gibt es eine <a href="http://itunes.apple.com/app/business-model-toolbox/id431605371?mt=8" target="_blank">App für das iPad</a>, eine <a href="http://www.businessmodelgeneration.com/downloads/businessmodelgeneration_preview.pdf" target="_blank">Pdf-Datei</a> als Einstiegslektüre (in englischer Sprache) und eine diskussionsfreudige <a href="http://businessmodelhub.com/" target="_blank">Community</a> auf der Website. Eine <a href="http://www.facebook.com/pages/Business-Model-Generation/257568574170" target="_blank">Facebook-Seite</a> und der <a href="https://twitter.com/#!/business_design" target="_blank">Twitter-Account</a> von Alexander Osterwalder runden das Bild ab, so dass die Bezeichnung &#8220;Handbuch&#8221; eigentlich stark untertrieben ist: Business Model Generation ist eher eine Plattform mit Community-Orientierung und eigenem Geschäftsmodell. Die weltweit stattfindenden <a href="http://www.businessmodelgeneration.com/events" target="_blank">Seminare</a> scheinen gut besucht zu sein, für die Veranstaltung in München im November sind noch Plätze frei&#8230;
<div class="tw_button" style=";float:left;margin-right:10px;"><a href="http://twitter.com/share?url=http%3A%2F%2Fwww.bwlzweinull.de%2Findex.php%2F2011%2F09%2F15%2Fein-buchtipp-business-model-generation-campus-verlag%2F&amp;text=&amp;related=&amp;lang=&amp;count=" class="twitter-share-button"  style="width:55px;height:22px;background:transparent url('http://www.bwlzweinull.de/wp-content/plugins/wp-tweet-button/tweetn.png') no-repeat  0 0;text-align:left;text-indent:-9999px;display:block;"></a></div>
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