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	<title>bwl zwei null</title>
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	<description>Matthias Schwenk on the Post Everything Economy</description>
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		<title>Twitter ist kein Marketingkanal</title>
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		<pubDate>Wed, 28 Jul 2010 14:30:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matthias</dc:creator>
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		<description><![CDATA[
Wer es immer schon im Gefühl hatte, aber nie auszusprechen wagte, kann sich jetzt bestätigt sehen: Twitter ist kein Marketingkanal, es taugt nicht für die Markenkommunikation. Bei Peter Turi wurde es kurz gemeldet, AdAge hat einen ausführlichen Artikel dazu und die Beratungsfirma 360i die Studie (Pdf-Download).
Für diese Studie hat man bei 360i über einen Zeitraum [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-medium wp-image-4176" title="Tweetings Screenshot iPad" src="http://www.bwlzweinull.de/wp-content/Tweetings-Screenshot-1-300x225.PNG" alt="Tweetings Screenshot iPad" width="240" height="180" /></p>
<p>Wer es immer schon im Gefühl hatte, aber nie auszusprechen wagte, kann sich jetzt bestätigt sehen: Twitter ist kein Marketingkanal, es taugt nicht für die Markenkommunikation. Bei <a href="http://www.turi2.de/2010/07/28/heute2-diekmann-mediencharta-spiegel-9055577/" target="_blank">Peter Turi</a> wurde es kurz gemeldet, <a href="http://adage.com/digital/article?article_id=145107" target="_blank">AdAge</a> hat einen ausführlichen Artikel dazu und die <a href="http://www.360i.com/">Beratungsfirma 360i</a> die Studie (<a href="http://www.360i.com/pdf/360i-Twitter-and-the-Consumer-Marketer-Dynamic.pdf" target="_blank">Pdf-Download</a>).</p>
<p>Für diese Studie hat man bei 360i über einen Zeitraum von sechs Monaten 1.800 Tweets ausgewertet. Spam wurde dabei eliminiert. Die Stichprobe soll repräsentativ sein und den Anforderungen statistischer Signifikanz genügen. Mir kommt dabei nur die Menge der ausgewerteten Tweets etwas gering vor, aber vielleicht hätte eine größere Stichprobe keine anderen Ergebnisse ergeben.</p>
<p>Die Auswertung  brachte zwei wesentliche Erkenntnisse:</p>
<ol>
<li><strong>Twitter ist ein Medium privater Nachrichten:</strong> 90 % der ausgewerteten Tweets stammen von Privatpersonen und diese sprechen überwiegend von sich bzw. mit ihresgleichen und nicht mit oder über Marken. Nur 12 % aller privaten Tweets enthalten einen Markennamen, wobei unter den Meistgenannten Twitter vor Apple und Google steht.</li>
<li><strong>Marken führen auf Twitter kaum Dialoge, sie monologisieren:</strong> Die 10 % der ausgewerteten Tweets, die Marken bzw. Unternehmen zugeordnet wurden, dienen überwiegend der Verbreitung von Informationen. Während die Tweets von Privatpersonen zu 43 % aus @Replies bestehen (und damit Dialogcharakter zeigen), sind es bei den Marken nur 12 %.</li>
</ol>
<p>Daraus sollte man jetzt aber nicht den Schluss ziehen, dass sich Unternehmen bzw. Marken auf Twitter einfach mehr Mühe mit dem Dialog geben sollten. In Einzelfällen mag dies zutreffen, generell aber muss kritisch hinterfragt werden, ob Twitter überhaupt das richtige Instrument ist, wenn es darum geht, Markenbotschaften zu verbreiten.</p>
<p>Ich tendiere aus meiner eigenen Erfahrung und den Ergebnissen der Studie eher dazu, von Twitter im Sinne eines offiziellen Kanals, der von einer Marketing-Abteilung (intern) oder einer PR-Agentur (extern) gepflegt wird, Abstand zu nehmen.</p>
<p>Besser dürfte es sein, wenn einzelne Mitarbeiter mit Affinität zu Social Media im Allgemeinen und zu Twitter im Speziellen einen Account führen, bei dem sie &#8220;halboffiziell&#8221; für ihr Unternehmen tätig werden. Ein solcher Ansatz fällt zwar zwischen alle Stühle der Marketingzuständigkeiten sowie der klassischen Lehrbuchmeinungen, dürfte aber dem Medium Twitter am ehesten angemessen sein. Denn dort kommunizieren Menschen miteinander, nicht Postkörbe oder Pressestellen.</p>
<p>Wer das nicht glauben mag, werfe einen Blick auf die Twitter-Accounts von <a href="http://twitter.com/APLUSK" target="_blank">Ashton Kutcher</a> und <a href="http://twitter.com/cnn" target="_blank">CNN</a>. Vor einiger Zeit gab es einen kleinen Wettlauf zwischen dem jungen Schauspieler und dem großen Nachrichtensender, wer mehr Follower erreichen würde. Beide Accounts strebten damals die Millionengrenze an, Ashton Kutcher konnte sich jedoch vor dem Sender halten.</p>
<p>Gemessen daran, dass Ashton Kutcher eigentlich nur Belangloses twittern und CNN die Schlagzeilen seiner nicht gerade kleinen Nachrichtenredaktion in die Waagschale werfen kann, ist es bemerkenswert, dass der Schauspieler heute 5,3 Millionen Follower hat, während CNN bei 1,2 Millionen steht.</p>
<p>Den Unterschied macht die Tatsache, dass Ashton eben ein Gesicht hat (und es auch zeigt), während die Marke CNN nicht annähernd die gleiche Anziehungskraft auf Twitter entfalten kann. Damit soll hier nichts gegen CNN gesagt sein. Auf Twitter funktionieren &#8220;Menschen&#8221; einfach deutlich besser als &#8220;Marken&#8221;, was vielleicht als Teil einer größeren Entwicklung im Kontext des Entstehens der digitalen Gesellschaft gesehen werden muss.</p>
<p>In diesem Sinne sollten Unternehmen den Mut finden, ihre Mitarbeiter unter ihrem eigenen Namen twittern zu lassen und deren Gesichter als Profil für Produkte bzw. Marken zulassen. Auf anderen Kanälen mögen andere Regeln gelten (insbesondere auf Facebook mit seinen Seiten, die wie geschaffen sind für die klassische Marke). Für die derzeit zu beobachtende Flut an Marken- und Unternehmens-Twitteraccounts mit ihren stereotypen Inhalten und unpersönlichen Strukturen jedenfalls sehe ich keine große Zukunft: Da wird gerade viel Geld zum Fenster hinaus geworfen&#8230;</p>
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		<title>brand eins: Ein Magazin, seine iPad App und das Social Web</title>
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		<pubDate>Wed, 14 Jul 2010 13:45:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matthias</dc:creator>
				<category><![CDATA[Medienkritik]]></category>
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		<category><![CDATA[Medienwandel]]></category>

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		<description><![CDATA[
Keiner bleibt ewig jung. Wie alt inzwischen das Wirtschaftsmagazin brand eins geworden ist, verdeutlicht ein Artikel in dessen aktueller Ausgabe (Juli 2010). Darin hat Jens Bergmann mit fünf (deutschen) Early Adopters des Social Web gesprochen (&#8221;Die Guten sind immer die Ersten&#8221;). Wirklich Neues bietet der Text nicht, außer vielleicht der Erkenntnis, dass auch brand eins [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-medium wp-image-4118" title="brandeins Screenshot iPad" src="http://www.bwlzweinull.de/wp-content/brandeins-Screenshot-iPad-300x225.jpg" alt="brandeins Screenshot iPad" width="300" height="225" /></p>
<p>Keiner bleibt ewig jung. Wie alt inzwischen das Wirtschaftsmagazin <a href="http://www.brandeins.de/">brand eins</a> geworden ist, verdeutlicht ein Artikel in dessen aktueller Ausgabe (Juli 2010). Darin hat Jens Bergmann mit fünf (deutschen) Early Adopters des Social Web gesprochen (&#8221;Die Guten sind immer die Ersten&#8221;). Wirklich Neues bietet der Text nicht, außer vielleicht der Erkenntnis, dass auch brand eins inzwischen so etwas wie eine Vergangenheit hat, auf die sich zurückblicken lässt.</p>
<p>Das <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Brand_eins">Magazin</a>, seit 1999 auf dem Markt, hat, obschon mit dem <a href="http://www.cluetrain.com/">Cluetrain Manifest</a> durchaus vertraut, um die neueren Entwicklungen im (Social) Web überwiegend einen Bogen gemacht. Im Mai diesen Jahres allerdings kam der scheinbar große Sprung nach vorn, als die <a href="http://itunes.apple.com/de/app/brand-eins/id370579874?mt=8">Applikation</a> für das iPad eingeführt wurde.</p>
<p>Diese ist gar nicht mal schlecht gemacht. Man kann sich zu allen neueren Heften die Cover nebst Inhaltsverzeichnis laden, ein vollständiges (älteres) Heft gibt es gratis dazu. Alle neueren Ausgaben können für je 6,99 Euro nachgeladen werden (am Kiosk kostet ein Heft derzeit 7,60 Euro). Die Navigation in dieser App gelingt auf Anhieb, man findet sich damit gut zurecht. Die Inhalte selbst entsprechen vollständig der Printausgabe, auch in ihrer Optik.</p>
<p>Das alles wäre eigentlich ganz wunderbar, hätte es da in den letzten 10 Jahren nicht eben dieses Social Web gegeben. Kommentare, Verlinkungen, Bookmarks, Empfehlungen &#8211; nichts davon findet sich in der brand eins App wieder. Natürlich steht sie damit nicht allein: Praktisch alle Apps von Medien, die es bislang für das iPad gibt, huldigen strikt ihren Printvorlagen. Das Wired Magazin schaffte es immerhin, ein paar Bewegtbilder zu integrieren. Aber kommentieren, so wie auf der Webseite von <a href="http://www.wired.com">Wired</a>, kann man auch dort nicht und Links auf andere Seiten im Web fehlen sowieso.</p>
<p>Viele Verlage und mit ihnen auch das Team von brand eins um Gabriele Fischer denken offensichtlich, dass sich die Entwicklung von Medien im Internet der letzten 10 Jahre ignorieren lässt und das Zeitalter der Tablets, Handhelds und Smartphones irgendwie doch nahtlos an die lange Epoche der <a href="http://www.bwlzweinull.de/index.php/2009/07/02/kampf-der-kulturen/">Printmedien</a> anschließen wird. Das ist ganz sicher ein Trugschluss.</p>
<p>Zwar mag das Konzept der Medien-Apps, wie sie sich aktuell auf dem iPad darstellen, älteren Lesern helfen, den Übergang von gedruckten Medien zu den neueren elektronischen Formen zu finden, jüngere Zielgruppen mit hoher Affinität für das Internet, wie sie sich gerne auf Facebook oder YouTube aufhalten, wird man damit eher nicht gewinnen können. Freilich: Klare Belege für die Entwicklung des Mediennutzungsverhalten stehen hier noch aus.</p>
<p>Mit Applikationen wie der von brand eins verknüpft sich aber nicht nur die Hoffnung auf das Funktionieren von Paid Content sowie das Beibehalten der klassischen Sender-Empfänger-Struktur, sondern natürlich auch der Glaube, die alten <a href="http://www.baekdal.com/publishing/from-distribution-to-the-link-economy/?utm_source=feedburner&amp;utm_medium=feed&amp;utm_campaign=Feed:+baekdalfull+(full)">Bündel-Konzepte</a> (Thomas Baekdal nennt sie &#8220;Wundertüten&#8221;) aufrechterhalten zu können: Ein Magazin ist eben ein Magazin und es kommt am Stück, obschon das Web ganz andere Publikationsrhythmen ermöglicht und nahe legt.</p>
<p>Vermutlich aber sehen wir hier ohnehin nur ein Übergangsphänomen. Denn die <a href="http://techdrifts.com/2010/07/07/welcome-to-the-future-of-mobile-the-cloud-and-google-is-bringing-us-there/">Applikation der Zukunft</a> wird nicht mehr starr an bestimmte Geräte und deren App-Plattform gebunden sein, sondern im Browser laufen. Google ist ein mächtiger Treiber dieser Entwicklung, es gibt aber auch <a href="http://gigaom.com/2010/07/13/charles-jolley-srpoutcore-strobe/">Startups wie Sproutit</a>, die hier eine große Zukunft (für sich) sehen.</p>
<p>Kommt dieser Ball erst einmal ins Rollen, werden sich Verlage fragen müssen, ob sie dann nicht gleich (wieder) voll und ganz auf ihre Webseite setzen wollen: Mit ihr gibt es die volle Partizipation am Social Web und das Thema Entbündelung steht dann auch auf der Tagesordnung.</p>
<p>Bei brand eins, dem Magazin für Quer- und Vordenker, ist man ganz offensichtlich noch nicht so weit. Mit der App für das iPad zeigt man, dass das Neue nur dann gut ist, wenn sich damit Struktur und Ordnung aus dem altgewohnten Printzeitalter aufrechterhalten lassen. Ausgerechnet brand eins. Das Magazin, dass uns für Neues und Zukünftiges begeistern will, traut sich selbst nicht richtig in die Zukunft.</p>
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		<title>Eine Woche mit dem iPad</title>
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		<pubDate>Mon, 14 Jun 2010 10:00:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matthias</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[Technologie]]></category>
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		<category><![CDATA[Apple]]></category>
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Genau vor einer Woche bekam ich mein iPad geliefert und kann seither selbst testen, wie weit meine eher skeptische Einschätzung (und &#8220;Ferndiagnose&#8221;) auf Carta vom Januar diesen Jahres trägt. In einigen Punkten muss ich mich doch tatsächlich revidieren.
Der erste Eindruck bei der Entnahme aus der hübschen Verpackung: Das Gerät ist schwerer als es eigentlich sein [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-medium wp-image-4068" title="iPad 32 GB WiFi" src="http://www.bwlzweinull.de/wp-content/Mitte-Juni-033-300x225.jpg" alt="iPad 32 GB WiFi" width="300" height="225" /></p>
<p>Genau vor einer Woche bekam ich mein iPad geliefert und kann seither selbst testen, wie weit meine eher <a href="http://carta.info/22324/apple-ipad-tablet/">skeptische Einschätzung (und &#8220;Ferndiagnose&#8221;) auf Carta</a> vom Januar diesen Jahres trägt. In einigen Punkten muss ich mich doch tatsächlich revidieren.</p>
<p>Der erste Eindruck bei der Entnahme aus der hübschen Verpackung: Das Gerät ist schwerer als es eigentlich sein sollte. Vielleicht möchte das Gewicht Solidität und Wertigkeit vermitteln, in der täglichen Handhabung wünscht man sich das iPad leichter. Davon abgesehen wirkt es edel und hochwertig, ein typisches Produkt von <a href="http://www.apple.de">Apple</a> eben.</p>
<p>Zum ansprechenden Äußeren kommt die intuitive Bedienung auf dem großen Touchscreen. Doch leider trübt sich hier das Bild etwas: Wer, wie ich, kein iPhone besitzt und zum ersten Mal Bekanntschaft mit der Gestensteuerung von Apple macht, wird nicht nur Freude empfinden. So spielend einfach, wie Steve Jobs das gern verkündet, ist das iPad nämlich nicht immer zu bedienen.</p>
<p>So ist die Gestensteuerung in ihrer Logik nicht immer ganz konsistent. Will man etwa aus der Ansicht einer Seite eine Ebene zurück, so darf man, je nach Anwendung, doppelt klicken (um in Keynote aus dem Präsentations- in den Bearbeitungsmodus zu gelangen), genau in der Mitte des Bildschirms einfach klicken (um im GoodReader aus dem Lese- in den Navigationsmodus zu kommen), vom Rand her beherzt nach links oben wischen (um die Produktfenster in iTunes oder iBooks wieder zu schließen) und das sind nur die Möglichkeiten, die ich in den ersten Tagen teils nach längerem Probieren herausgefunden habe. Wirklich intuitiv ist es auch nicht, wenn grafische Elemente zwar als Schaltflächen funktionieren, dies jedoch nicht kenntlich machen: Das iPad ist so gesehen noch kein fertiges Produkt, sondern ein Experimentierfeld der Usability auf dem Weg zum einfacheren Umgang mit Computern.</p>
<p>Etwas hakelig gerät auch die unvermeidliche Synchronisation mit iTunes auf dem PC. Meistens geht hier alles gut, aber eben nicht immer. Bei mir funkt bisweilen auch noch Windows XP dazwischen und möchte irgendetwas von einer CD installieren. Nur mit Mühe kann das System dann wieder beruhigt werden. Offenbar trägt es schwer daran, dass es jetzt nicht mehr der alleinige Mittelpunkt auf meinem Schreibtisch ist.</p>
<p>Umstände macht auch noch der Bereich &#8220;Fotos&#8221;. Zwar zeigt das iPad diese in nie zuvor gesehener Schönheit an, dazu muss man sie aber erst mal auf das Gerät bringen. Die Synchronisation über iTunes kann man hier nur als mittlere Katastrophe bezeichnen. Wer etwa seine Fotos auf dem PC in einer ausgeprägten Ordnerstruktur verwaltet, kann diese praktisch nicht auf das iPad übernehmen, weil das Gerät keine tiefer gestaffelten Ordnerstrukturen abbilden kann. Selbst mehrere Ordner mit Fotos muss man richtig anzupacken wissen, da das iPad gerne einen schon geladenen Stapel von Bildern löscht, diesen durch den nächsten ersetzt und dabei nonchalant die gliedernden Ordner einfach weglässt. Zudem fehlt eine Löschfunktion: Über iTunes synchronisierte Fotos lassen sich einzeln auf dem iPad nicht löschen, zumindest habe ich diese Funktion noch nicht gefunden.</p>
<p>Doch damit sind wir eigentlich schon am Ende der Mäkelei. Was jetzt kommt, ist pures Vergnügen und wirklich eine neue Erfahrung, die man schon bald nicht mehr missen möchte.</p>
<p>Das iPad vermittelt eine wirklich bemerkenswerte Lesefreude sowohl im Browser, als auch in Applikationen. Das Scrollen und Zoomen mit dem Finger lässt jeden PC dagegen schwer und plump aussehen, während sich man bei Smartphones jetzt fragt, was denn ihr lächerlich kleiner Bildschirm soll. Was Apple mit dem <a href="http://www.bwlzweinull.de/index.php/2007/07/31/das-iphone-mas-der-dinge-oder-maslos-uberschatzt/">iPhone</a> eingeführt hat, kommt hier erst zu seiner wahren Bestimmung: Das knapp 10 Zoll große Display des iPad schafft buchstäblich den optimalen Rahmen für die Darstellung medialer Inhalte.</p>
<p>Etwa bei Pdf-Dateien, die mit ihrem üblichen Hochformat auf den Bildschirmen von PCs nie richtig zur Geltung kamen und zudem schwer zu lesen waren. Anders auf dem iPad: Erst hier fällt auf, dass viele dieser Dateien grafisch sehr sorgfältig gestaltet sind und natürlich lassen sie sich auch gut lesen. Das von mir im Januar noch kritisierte 4:3-Format des iPad macht also durchaus Sinn. Öfter als gedacht nämlich verwende ich das Gerät im Hochformat und lese Texte praktisch so, wie wir beim Papier das DIN A 4 Format auch meist verwenden (obwohl man auf Papier auch im Querformat schreiben könnte, was nur kaum jemand macht).</p>
<p>Darin mag eines der &#8220;Geheimnisse&#8221; des iPad liegen, nämlich dass es uns mit seinem Hochformat, in Kombination mit dem Scrollen und Zoomen der Gestensteuerung ein einfaches und sehr natürlich wirkendes Leseerlebnis bietet, an das kein Netbook und kein Notebook und erst recht kein PC herankommt.</p>
<p>Das Fehlen von Flash (von mir noch im Januar scharf kritisiert) bemerkt man kaum: Nicht wenige Angebote im Web haben sich bemerkenswert schnell auf das iPad (bzw. HTML 5) eingestellt, so dass man seltener als gedacht auf echte Lücken stößt. Auch Videos, vom kurzen YouTube-Format bis hin zu Spielfilmen kann man darauf sehen, es muss nicht immer der große Bildschirm des Fernsehers sein.</p>
<p>Dazu kommt, dass man mit dem iPad nicht nur ein gutes Gerät für die Wiedergabe von Inhalten an der Hand hat, sondern den passenden Kaufladen gleich mit dazu.  iTunes, iBooks und der App Store stehen Tag und Nacht bereit und trüben den Eindruck allenfalls durch ihr bisweilen qualitativ mittelmäßiges Angebot. iTunes kann bei klassischer Musik oder auch den Filmen nicht ganz überzeugen und der iBook-Store steht bekanntlich erst ganz am Anfang.</p>
<p>Was den App Store betrifft, so reibt sich der erstmalige Besucher, der nur den Android Market seines Google Handys kennt, verwundert die Augen: Nicht dass ihm der viele Plunder der hier angeboten wird, fremd wäre, wohl aber, dass es kaum etwas kostenlos gibt. Noch der billigste Taschenrechner oder jede schnöde Wetterapplikation will hier bezahlt sein, sei es auch nur mit kleiner Münze. Zudem gibt es hier noch etliche Lücken, bei den Twitterclients etwa und dringend fehlen bessere Filtermechanismen zur engeren Eingrenzung bei der App Auswahl.</p>
<p>Wie schließlich hält es das iPad bei der Kreation von Inhalten bzw. den Dialogen im Netz? <a href="http://www.buzzmachine.com/2010/04/10/reboxing/">Jeff Jarvis</a> hat seines bekanntlich recht schnell wieder zurückgegeben, weil er keinen &#8220;Usecase&#8221; dafür sehen konnte und ihm vermutlich der Dialogcharakter des Social Web darauf nicht genügend berücksichtigt wurde.</p>
<p>Tatsächlich hat das iPad hier eine leichte Schwäche, denn wer Links twittern oder auf Facebook mehr tun möchte, als nur den Like-Button zu drücken, steht vor größeren Herausforderungen. Das fehlende Multitasking tut ein Übriges, denn ist man erst einmal in einer Anwendung drin, sieht man nicht einmal mehr, ob man neue E-Mails empfangen hat.</p>
<p>Ob das auf Dauer so bleiben wird oder ob dies nur Begleiterscheinungen bei der Einführung eines noch nicht ganz ausgereiften Produktes sind, wird sich zeigen. Ich kann damit leben und setze darauf, dass in künftigen Versionen (oder den Produkten der <a href="http://www.bwlzweinull.de/index.php/2010/06/01/the-hardware-revolution-goes-on-asus-eee-pad-ep121/">Wettbewerber</a>) mehr möglich wird. Das iPad in seiner heutigen Form ist ein vielversprechender und wichtiger Anfang. Zugleich wird es noch auf längere Sicht einen PC (oder ein Notebook) nicht ersetzen, dafür aber sehr gut ergänzen können.</p>
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		<title>The Hardware Revolution Goes On: Asus Eee Pad EP121</title>
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		<pubDate>Tue, 01 Jun 2010 04:00:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matthias</dc:creator>
				<category><![CDATA[Technologie]]></category>
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		<description><![CDATA[Das ist doch mal ein wirklich viel versprechender Ansatz: Asus zeigt, wie ein Tablet-Computer mit einer Tastatur so verbunden werden kann, so dass es sich auch als vollwertiges Netbook einsetzen lässt. Leider kann uns Sascha Pallenberg noch nicht wirklich viel darüber erzählen, weil das Demo-Gerät ausgeschaltet ist. Die Software dazu soll Windows 7 von Microsoft [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das ist doch mal ein wirklich viel versprechender Ansatz: Asus zeigt, wie ein Tablet-Computer mit einer Tastatur so verbunden werden kann, so dass es sich auch als vollwertiges Netbook einsetzen lässt. Leider kann uns <a href="http://www.netbooknews.de/16790/video-asus-eee-pad-ep121-121-zoll-tablet-im-hands-on/">Sascha Pallenberg</a> noch nicht wirklich viel darüber erzählen, weil das Demo-Gerät ausgeschaltet ist. Die Software dazu soll Windows 7 von Microsoft sein.</p>
<p><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Asus">Asus</a> demonstriert damit, dass man es auch anders als Apple machen kann und dass der Markt für Tablets noch für einige Überraschungen gut sein dürfte. Das iPad ist also noch nicht das letzte Wort, auch wenn es derzeit das einzige am Markt erhältliche Gerät dieser Kategorie (und Größenklasse) ist.</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="480" height="295" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/1BLbC1mzOLk&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="480" height="295" src="http://www.youtube.com/v/1BLbC1mzOLk&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p>Insgesamt scheint es mir, als würde gerade die große Innovationswelle bei Social Software stark abflauen und von einem Schub an Neuerungen bei der Hardware abgelöst werden. Über weite Strecken war das hinter uns liegende Jahrzehnt geprägt von den Veränderungen im Internet (&#8221;Web 2.0&#8243;).</p>
<p>Der Fokuswechsel hin zur Hardware (für das Internet) kam mit dem iPhone ab dem Jahr 2007 und setzt sich aktuell mit den Tablets (und E-Book-Readern) fort, während sich die nächste Welle mit dem Einbezug der Fernsehgeräte (Google TV, Apple TV, Boxee&#8230;) bereits abzeichnet.</p>
<p>Natürlich stagniert damit die Entwicklung bei der Software nicht. Nur ist sie aktuell sehr stark gerätebezogen. Bei der Software für <a href="http://www.bwlzweinull.de/index.php/2009/10/14/wozu-wikis-wiki/">Wikis</a>, <a href="http://www.bwlzweinull.de/index.php/2010/04/01/blogs-applikationen-apps/">Blogs</a> oder <a href="http://www.bwlzweinull.de/index.php/2010/03/09/google-buzz/">Social Networks</a> passiert nicht mehr viel Neues, allenfalls Verbesserungen im Detail oder eben die unvermeidlichen Applikationen, seien sie für den App Store von Apple oder den Android Market von Google, machen von sich reden.</p>
<p>Das sogenannte &#8220;Web 3.0&#8243;, als Nachfolger des Web 2.0 ist ohne Zweifel da, nur eben ganz anders als noch vor wenigen Jahren erwartet: Nicht so sehr im Internet bzw. softwaregetrieben, sondern vielmehr auf der Ebene der Geräte, also bei der Hardware. Mitten drin Asus, wo man einen guten Riecher für die Netbooks hatte und jetzt auch bei den Tablets den Anschluss zu finden scheint.</p>
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		<title>Soziale Netzwerke und Beziehungen in der digitalen Gesellschaft</title>
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		<pubDate>Wed, 12 May 2010 03:25:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matthias</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Social Software]]></category>
		<category><![CDATA[Zukunft]]></category>
		<category><![CDATA[Antje Schrupp]]></category>
		<category><![CDATA[digitale Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Facebook]]></category>
		<category><![CDATA[Nicholas Christakis]]></category>
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		<description><![CDATA[Soziale Netzwerke sind sehr viel mehr eine Erfahrung im realen Leben als im Internet. Darauf macht uns der Arzt und Wissenschaftler Nicholas Christakis in seinem TED-Vortrag aufmerksam. Er erforscht beispielsweise, wie Fettleibigkeit (Obesity) sich ausbreitet und welche Rolle dazu soziale Beziehungen (in größerem Maßstab) spielen können.

Sein Vortrag zeigt, dass Dienste im Internet wie Facebook noch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Soziale Netzwerke sind sehr viel mehr eine Erfahrung im realen Leben als im Internet. Darauf macht uns der Arzt und Wissenschaftler <a href="http://christakis.med.harvard.edu/pages/about/about.html">Nicholas Christakis</a> in seinem TED-Vortrag aufmerksam. Er erforscht beispielsweise, wie Fettleibigkeit (<a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Obesity">Obesity</a>) sich ausbreitet und welche Rolle dazu soziale Beziehungen (in größerem Maßstab) spielen können.</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="480" height="295" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/2U-tOghblfE&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="480" height="295" src="http://www.youtube.com/v/2U-tOghblfE&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p>Sein Vortrag zeigt, dass Dienste im Internet wie <a href="http://www.bwlzweinull.de/index.php/2010/04/07/facebook-ilse-aigner-und-das-personalisierte-internet/">Facebook</a> noch weit davon entfernt sind, unser reales Geflecht an Beziehungen auch nur annähernd abzubilden. Und doch sind wir irgendwie auf dem Weg dorthin. Antje Schrupp beleuchtet in einem <a href="http://antjeschrupp.com/2010/05/05/das-ende-der-heuchelei/">aktuellen Artikel auf ihrem Blog</a>, wie auf Facebook unter dem Begriff &#8220;Freunde&#8221; ganz unterschiedliche Beziehungsebenen aufeinander prallen können: Eltern, Geschwister, Nachbarn, Berufskollegen &#8211; was im realen Leben oft fein säuberlich getrennt abläuft, kommt im News Feed von Social Networks ungefiltert zusammen.</p>
<p>Sie findet das gut und plädiert für ein &#8220;Ende der Heuchelei&#8221;. Der Mensch soll sein (dürfen) wie er ist und nicht mehr in unterschiedlichen Situationen unterschiedliche Rollen spielen müssen. Allerdings kann die neu gewonnene Freiheit auch leicht neue Zwänge mit sich bringen, etwa wenn sehr private Dinge in der Timeline eines Social Networks ausgebreitet werden und damit ein (Handlungs-) Druck aufgebaut wird.</p>
<p>Wer Antje Schrupp widersprechen möchte (in den Kommentaren zu ihrem Artikel gibt es reichlich Widerspruch), sollte bedenken, dass in den letzten Jahren zwar sehr viele themenorientierte Social Networks im Internet entstanden sind, die der Trennung unterschiedlicher Sphären und Interessen Genüge tun, diese sich aber in den meisten Fällen nicht auf Dauer halten konnten. Durchgesetzt hat sich Facebook, als eine Art alles umfassender Dienst, der noch die unterschiedlichsten Interessen bedienen und bündeln kann.</p>
<p>Meiner Meinung nach wird sich Facebook in den nächsten Jahren erheblich weiter entwickeln und dabei vielleicht eine Art &#8220;Schichtenmodell&#8221; konstruieren, mit dem sich seine User in abgestuften Graden öffentlich äußern und sich zudem auch in voneinander getrennten Sphären werden bewegen können. Dies halte ich nicht als eine Art Gegenmeinung zu Antje Schrupp für wahrscheinlich, sondern allein wegen des Information Overload: Es macht schlicht und einfach keinen Sinn, jede Äußerung und jede Empfehlung auf Facebook vor einer (technisch bedingt) homogenen Gruppe von &#8220;Freunden&#8221; zu tun, obwohl man längst nicht alle Interessen mit jeweils allen diesen Freunden teilt.</p>
<p>In Sachen Musik oder Kleidung etwa wird man mit Gleichaltrigen anders kommunizieren als mit seinen Eltern. Und dies liegt nicht daran, dass letztere nicht wissen dürften, was man mit den ersten teilt: Es sind schlicht die unterschiedlichen Interessen, die dafür sorgen, dass den einen in der Timeline langweilt, was den anderen interessiert.</p>
<p>Im Ergebnis wird es daher vielleicht nicht so offen und radikal kommen, wie Antje Schrupp es sieht. Social Networks werden komplexer werden, Filtermechanismen integrieren und vermutlich mit Algorithmen versuchen, jedem User nicht beliebig viel, sondern möglichst interessante und relevante Inhalte zu bieten. Auf dem Weg dorthin könnten sie sich auch von Dr. Nicholas Christakis beraten lassen, um in der digitalen Gesellschaft mehr Empathie und weniger Fettleibigkeit entstehen zu lassen.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Zugänge zum Internet der Dinge</title>
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		<pubDate>Wed, 21 Apr 2010 04:00:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matthias</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Technologie]]></category>
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		<category><![CDATA[Andrew Hessel]]></category>
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		<category><![CDATA[Internet of Things]]></category>
		<category><![CDATA[Jesse Schell]]></category>

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		<description><![CDATA[Das nächste große Ding wird das Internet der Dinge (Internet of Things). Der Weg hin zur elektronischen Vernetzung von Gegenständen des Alltags ist durchaus wahrscheinlich, da Informationstechnologie immer preisgünstiger und räumlich kleiner wird. Zudem ist dieses Internet der Dinge ein großes Geschäft und kommt mit dem Versprechen, unser Leben angenehmer und leichter zu machen. Wer [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das nächste große Ding wird das Internet der Dinge (<a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Internet_of_Things" target="_blank">Internet of Things</a>). Der Weg hin zur elektronischen Vernetzung von Gegenständen des Alltags ist durchaus wahrscheinlich, da Informationstechnologie immer preisgünstiger und räumlich kleiner wird. Zudem ist dieses Internet der Dinge ein großes Geschäft und kommt mit dem Versprechen, unser Leben angenehmer und leichter zu machen. Wer wollte sich dem in den Weg stellen?</p>
<p>Hier zur Einführung in das Thema die Sichtweise der IBM, die uns in 5 Minuten einen guten Überblick über die Materie gibt (via: <a href="http://www.wissensgarten.com/wordpress/?p=2195">Dieter Josten</a>):</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="480" height="295" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowScriptAccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/sfEbMV295Kk&amp;rel=0&amp;border=1&amp;color1=0xb1b1b1&amp;color2=0xcfcfcf&amp;hl=de_DE&amp;feature=player_embedded&amp;fs=1" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="480" height="295" src="http://www.youtube.com/v/sfEbMV295Kk&amp;rel=0&amp;border=1&amp;color1=0xb1b1b1&amp;color2=0xcfcfcf&amp;hl=de_DE&amp;feature=player_embedded&amp;fs=1" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p>Einen etwas anderen Blick auf das Internet der Dinge hat Jesse Schell, <a href="http://www.schellgames.com/" target="_blank">Spieleentwickler</a> und Dozent an der Carnegie Mellon University. Er sieht (ironisch) voraus, dass Spiele und Bonuspunktsysteme unseren Alltag beherrschen werden, wenn erst einmal alle Gegenständen, angefangen von der Zahnbürste bis hin zu unseren Schuhen, mit vernetzen Sensoren bestückt sein werden. Hier ein Ausschnitt aus einem Vortrag vom Februar 2010, den man in voller Länge <a href="http://www.ted.com/talks/jesse_schell_when_games_invade_real_life.html">hier</a> (TED) sehen kann:</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="480" height="295" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/Xetj0GuLlmk&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="480" height="295" src="http://www.youtube.com/v/Xetj0GuLlmk&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p>Schließlich noch eine völlig andere Perspektive. Andrew Hessel, Professor an der <a href="http://singularityu.org/">Singularity University</a>, sieht das Internet der Dinge an der Schnittstelle zwischen Informatik und Biologie enstehen, weil Bakterien letztlich nicht viel anders als Computer funktionieren und DNA ihre Programmiersprache sind. Hier sein faszinierender Vortrag vom März 2010 (<a href="http://www.mobilemonday.nl/">Mobile Monday</a>, Amsterdam):</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="480" height="299" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="src" value="http://blip.tv/play/g6UkgdPyRAI" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="480" height="299" src="http://blip.tv/play/g6UkgdPyRAI" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p>Andrew Hessel zitiert in seinem Vortrag <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Juan_Enriquez">Juan Enriquez</a> mit der Aussage, die Menschheit werde sich in den nächsten 20 Jahren zu einer &#8220;völlig neuen Spezies&#8221; entwickeln. Gut möglich, dass uns das in eine gesellschaftliche Zerreissprobe führen wird.</p>
<p>Das Internet der Dinge bietet ohne Zweifel interessante Perspektiven, aber auch Potenzial für eher bedrohliche Szenarien. Den Gegnern bzw. Skeptikern der Digitalisierung wird hier noch reichlich Munition geboten werden und Optimisten wie Andrew Hessel werden viel Geduld brauchen, ihre Sicht der Dinge zu vermitteln.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Die Welt im Jahr 2020: Hans Rosling blickt in die Zukunft</title>
		<link>http://www.bwlzweinull.de/index.php/2010/04/19/die-welt-mit-anderen-augen-sehen-hans-rosling-uber-die-zukunft-der-erde/</link>
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		<pubDate>Mon, 19 Apr 2010 04:00:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matthias</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Strategie]]></category>
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		<category><![CDATA[Gapminder]]></category>
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		<category><![CDATA[Weltbevölkerung]]></category>

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		<description><![CDATA[Hans Rosling erklärt unsere Zukunft anhand der Bevölkerungsentwicklung: Vier Minuten die sich lohnen und zeigen, dass die Zukunft in Asien liegt. In exportorientierten Ländern wie Deutschland sollte diese Perspektive mit Optimismus gesehen werden, denn an Märkten für unsere Produkte wird es nicht fehlen.
Allerdings mahnt Rosling an, dass die Erde so etwas wie &#8220;Global Governance&#8221; bräuchte, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Hans_Rosling">Hans Rosling</a> erklärt <a href="http://www.gapminder.org/videos/population-growth-explained-with-lego/">unsere Zukunft</a> anhand der Bevölkerungsentwicklung: Vier Minuten die sich lohnen und zeigen, dass die Zukunft in Asien liegt. In exportorientierten Ländern wie Deutschland sollte diese Perspektive mit Optimismus gesehen werden, denn an Märkten für unsere Produkte wird es nicht fehlen.</p>
<p>Allerdings mahnt <a href="http://www.bwlzweinull.de/index.php/2009/09/14/hans-rosling-gapminder/">Rosling</a> an, dass die Erde so etwas wie &#8220;Global Governance&#8221; bräuchte, wo heute noch auf der Ebene von Nationalstaaten politisch gedacht und gehandelt wird.</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="480" height="295" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/P8gHT3Xgz9A&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="480" height="295" src="http://www.youtube.com/v/P8gHT3Xgz9A&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
]]></content:encoded>
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		<title>Alice for the iPad: Wunderland der neuen Medien</title>
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		<pubDate>Tue, 13 Apr 2010 13:00:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matthias</dc:creator>
				<category><![CDATA[Medienkritik]]></category>
		<category><![CDATA[Strategie]]></category>
		<category><![CDATA[Technologie]]></category>
		<category><![CDATA[Zukunft]]></category>
		<category><![CDATA[Alice im Wunderland]]></category>
		<category><![CDATA[Apple]]></category>
		<category><![CDATA[Buchverlage]]></category>
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		<description><![CDATA[Kinder lieben gut gemachte Bücher und sie werden ohne Zweifel Tablets vom Schlage des iPad ebenfalls lieben. Denn Bücher auf dem iPad wird man nicht nur lesen können: Man kann sie schütteln, drehen und vermutlich auch bald schon mit ihnen sprechen.
Alice for the iPad ist eine Adaption des berühmten Kinderbuches für das iPad und wie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Kinder lieben gut gemachte Bücher und sie werden ohne Zweifel Tablets vom Schlage des <a href="http://www.apple.com/de/ipad/">iPad</a> ebenfalls lieben. Denn <a href="http://mashable.com/2010/04/13/alice-in-wonderland-ipad/">Bücher auf dem iPad</a> wird man nicht nur lesen können: Man kann sie schütteln, drehen und vermutlich auch bald schon mit ihnen sprechen.</p>
<p><a href="http://itunes.apple.com/gb/app/alice-for-the-ipad/id354537426?mt=8">Alice for the iPad</a> ist eine Adaption des <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Alice_im_Wunderland">berühmten Kinderbuches</a> für das iPad und wie das Promotionvideo zeigt, kann man durch Berühren des Bilschirms bzw. Drehen und Kippen des ganzen Gerätes die optische Darstellung beeinflussen.</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="480" height="295" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/gew68Qj5kxw&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="480" height="295" src="http://www.youtube.com/v/gew68Qj5kxw&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p>Für das gute alte (Kinder-) Buch könnten damit schwere Zeiten anbrechen. Denn welches Kind wird noch gerne zum gedruckten Buch greifen, wenn es die gleichen Inhalte animiert auch auf einem Tablet haben kann?</p>
<p>Zugleich dürften animierte eBooks Wasser auf die Mühlen der Hersteller von Computerspielen bzw. -konsolen sein, die damit auch Mädchen als Zielgruppe werden besser adressieren können. Mädchen, die sich bekanntlich weniger für Technik interessieren als Jungen, schaffen den Sprung vom Tablet zur Konsole leicht, wenn nur die Inhalte ähnlich genug sind.</p>
<p>Der Gamingbranche wird man das nicht zweimal sagen müssen: Sie können an den Verkaufszahlen der Apps ablesen, worauf sie ihr Angebot ausrichten müssen. Theoretisch können sie sogar ihr Geschäft um animierte eBook-Apps erweitern. Denn ihre Kernkompetenz ist ja die Animation, da ist die Ergänzung um Textblöcke eine der leichteren Übungen. Die Buch-App könnte so zu einem Teaser werden und das eigentliche Geschäft macht man dann mit Spielen, die optisch und inhaltlich den animierten Büchern angeglichen sind.</p>
<p>Für die klassischen Buchverlage wird der Sprung dagegen groß und hart: Denn Text allein wird nicht mehr zum Erfolg reichen und in Sachen Programmierung haben sie wenig Kompetenzen. Dazu kommt, dass sie sich hier quasi auf vermintes Gelände begeben. Schon bei den Spielekonsolen gibt es keine einheitlichen (Software-) Standards und auch bei den Tablets bzw. E-Book-Readern zeichen sich regelrechte Paralleluniversen ab.</p>
<p><a href="http://carta.info/22324/apple-ipad-tablet/">Apple</a> zum Beispiel tut alles, um sein Ökosystem aus Hard- und Software bestmöglich zu schützen und abzuschotten. Jüngst wurden die Richtlinien für Applikationsentwickler dahingehend <a href="http://daringfireball.net/2010/04/why_apple_changed_section_331">verschärft</a>, dass nur noch in bestimmten Programmiersprachen für das iPhone bzw. iPad entwickelt werden darf. Konzepte, die auf eine Vermarktung von Inhalten (in Form von Applikationen) über mehrere Plattformen zielen, werden dadurch (unnötig) erschwert.</p>
<p>Lamentieren aber hilft nicht. In den nächsten 10 Jahren werden eBooks aus ihrer Nische heraus kommen und dabei einen großen Markt entstehen lassen, der vermutlich mehr kreative Impulse aus dem Bereich des Gaming denn aus der klassischen Buchbranche beziehen wird. Tablets, die heute noch relativ teuer und selten sind, werden in jedem Wohn- und Kinderzimmer Einzug halten. Möge sich die Verlagsbranche darauf einstellen und möge jemand den Buchhandel darauf vorbereiten, dass Kinderbuch-Apps nicht bei ihm, sondern in App Stores und Android Markets direkt auf den Geräten gekauft werden.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Facebook, Ilse Aigner und das personalisierte Internet</title>
		<link>http://www.bwlzweinull.de/index.php/2010/04/07/facebook-ilse-aigner-und-das-personalisierte-internet/</link>
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		<pubDate>Wed, 07 Apr 2010 04:00:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matthias</dc:creator>
				<category><![CDATA[Marketing]]></category>
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		<description><![CDATA[
Auf Carta habe ich einen Artikel über Facebook veröffentlicht, der sich mit der Aktion von Verbraucherministerin Ilse Aigner (CSU) in Sachen Datenschutz befasst. Was vordergründig vielleicht trocken und langweilig klingt, ist tatsächlich ein hochspannendes Thema.
Facebook möchte künftig Daten aus den Profilen seiner User an Dritte weitergeben, so dass diese auf ihren Webseiten die Besucher persönlich ansprechen und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.flickr.com/photos/tigh/3303332249/"><img class="alignnone size-medium wp-image-3870" title="flickr Facebook t-buck" src="http://www.bwlzweinull.de/wp-content/flickr-Facebook-t-buck-300x225.jpg" alt="flickr Facebook t-buck" width="240" height="180" /></a></p>
<p>Auf <a href="http://carta.info/25187/mitwirken-statt-loeschen-ilse-aigners-falsch-verstandener-facebook-datenschutz/">Carta</a> habe ich einen Artikel über Facebook veröffentlicht, der sich mit der Aktion von Verbraucherministerin <a href="http://www.ilse-aigner.de/index.php">Ilse Aigner</a> (CSU) in Sachen Datenschutz befasst. Was vordergründig vielleicht trocken und langweilig klingt, ist tatsächlich ein hochspannendes Thema.</p>
<p>Facebook möchte künftig Daten aus den Profilen seiner User an Dritte weitergeben, so dass diese auf ihren Webseiten die Besucher persönlich ansprechen und ihnen tendenziell &#8220;maßgeschneiderte&#8221; Inhalte präsentieren können. Damit stehen wir vor dem <strong>personalisierten Internet</strong>, das in dieser Form eine ganz erhebliche Veränderung gegenüber der bisherigen Situation im Netz darstellt.</p>
<p>Dabei geht es natürlich um das große Geschäft: <a href="http://www.bwlzweinull.de/index.php/2009/09/25/facebook/">Facebook</a> möchte mit dem Verkauf von Profildaten (viel) Geld verdienen und zugleich die mitwirkenden Seitenbetreiber enger an sich binden. Diese wiederum sollen über eine gezieltere Ansprache mehr Umsatz im Wege des E-Commerce machen können. Mitwirken können aber auch Medienhäuser und Verlage, die auf Paid Content setzen.</p>
<p>Unternehmen aus dem B2B-Bereich sollten die Entwicklung mitverfolgen. Denn längerfristig könnten auch für sie solche Strategien erfolgversprechend sein. Nur würden sie vielleicht nicht Daten von <a href="http://www.facebook.com">Facebook</a> kaufen, sondern von spezielleren Netzwerken wie <a href="http://www.linkedin.com/">LinkedIn</a>.</p>
<p>Zunächst aber muss das Thema vermittelt und diskutiert werden. Facebook versucht derzeit, auf die stille Art das Thema an seinen Usern vorbei zu mogeln und hofft wohl auf einen Gewöhnungseffekt. Dagegen läuft Ilse Aigner Sturm und droht, ihren Account auf Facebook zu löschen, wenn nicht in Sachen Datenschutz nachgebessert wird (&#8221;Privates muss privat bleiben&#8221;). Leider hat sie dabei ein sehr konservatives Bild von einem <a href="http://www.bwlzweinull.de/index.php/2008/05/05/social-software-fur-die-industrie-und-handelskammer-ihk/">Social Network</a> vor Augen, das den künftigen Entwicklungen im Netz kaum Rechnung trägt.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Müssen Blogs mehr wie Applikationen werden?</title>
		<link>http://www.bwlzweinull.de/index.php/2010/04/01/blogs-applikationen-apps/</link>
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		<pubDate>Thu, 01 Apr 2010 12:00:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matthias</dc:creator>
				<category><![CDATA[Medienkritik]]></category>
		<category><![CDATA[Social Software]]></category>
		<category><![CDATA[Technologie]]></category>
		<category><![CDATA[Web 2.0]]></category>
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		<category><![CDATA[Blogs]]></category>
		<category><![CDATA[Blogsoftware]]></category>
		<category><![CDATA[Fred Wilson]]></category>
		<category><![CDATA[Web Apps]]></category>

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		<description><![CDATA[Applikationen (Web Apps) sind ein großes Thema, nicht zuletzt seitdem Apple das iPad vorgestellt hat und sich Medienhäuser mit Ankündigungen fast schon überschlagen, was sie nicht alles in Form der kleinen Anwendungen auf den Markt bringen wollen. Blogs dagegen scheinen Schnee von gestern zu sein, eine Mediengattung unter vielen, aber nichts was aufregend, interessant und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Applikationen (<a href="http://www.apple.com/de/webapps/whatarewebapps.html">Web Apps</a>) sind ein großes Thema, nicht zuletzt seitdem Apple das <a href="http://www.fscklog.com/2010/04/ipad-erstes-auspackvideo-erste-testberichte-videos.html">iPad</a> vorgestellt hat und sich <a href="http://yuccatree.de/2010/03/das-ipad-wird-den-journalismus-nicht-retten/">Medienhäuser</a> mit Ankündigungen fast schon überschlagen, was sie nicht alles in Form der kleinen Anwendungen auf den Markt bringen wollen. Blogs dagegen scheinen Schnee von gestern zu sein, eine Mediengattung unter vielen, aber nichts was aufregend, interessant und zukunftsweisend wäre.</p>
<p>Stimmt das? Gehört den Applikationen die Zukunft während Blogs ihre beste Zeit schon hinter sich haben und künftig nur ein Dasein in der Nische fristen werden? Meine Antwort lautet: Ja und Nein. Blogs bzw. ihre Software laufen tatsächlich Gefahr, in einer Nische zu landen, wenn sie sich nicht deutlich weiterentwickeln und in gewisser Weise ähnlich wie Applikationen werden.</p>
<p><a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Fred_Wilson_(financier)">Fred Wilson</a> hat kürzlich in einem sehr interessanten Vortag (&#8221;<a href="http://www.avc.com/a_vc/2010/03/10-golden-principles-of-successful-web-apps.html">Ten Golden Principles of Sucessful Web Apps</a>&#8220;) erläutert, wie Applikationen gemacht sein müssen, damit sie am Markt Erfolg haben. Während ich mir das Video seines Vortrags ansah, fragte ich mich, ob das was er da auflistet, nicht auch für Blogs bzw. Blogsoftware gilt. Dazu ein paar Überlegungen:</p>
<p><strong>&#8220;Speed&#8221;</strong></p>
<p>Es mag überraschen, aber Fred Wilson nennt als wichtigsten Erfolgsfaktor die Geschwindigkeit, mit der eine Applikation lädt und auf Eingaben reagiert. Ist dieser &#8220;Speed&#8221; nicht so wie die User es erwarten, lassen sie das Produkt wieder fallen, meint er. Überträgt man den Gedanken auf Blogs, landet man sofort bei einem wunden Punkt: Nicht wenige Blogs haben lange Ladezeiten und sie reagieren auch sonst nicht übertrieben schnell. Dafür gibt es viele Gründe, angefangen beim Hosting, über die Blogsoftware selbst bis hin zur möglichen Überfrachtung eines Blogs mit Widgets. Ist es denkbar, dass Blogger ihr Produkt mit einer gewissen Nonchalence sehen, die der Markt in dieser Form nicht mit trägt?</p>
<p><strong>&#8220;Personal&#8221;</strong></p>
<p>Mit dem Begriff &#8220;Personal&#8221; meint Fred Wilson die Möglichkeit, dass sich die User einer Web App diese an die eigenen Bedürfnisse oder den Geschmack anpassen, also personalisieren, können. Die Idee ist gut, aber nichts läge einem Blog ferner! Das Konzept des Blogs beinhaltet, dass dieser von seinem Autor &#8220;personalisiert&#8221; wird und nicht von seinen Lesern. Das aber könnte ein überholtes Konzept sein. Vor etwa 10 Jahren, als Blogs aufkamen, schufen sie die Möglichkeit, dass praktisch jeder zum Publizisten werden und sich sein eigenes Medium schaffen und gestalten konnte.</p>
<p>Heute ist das ein ganz selbstverständlicher Gedanke, der zudem auf einer Vielzahl verschiedener Plattformen realisiert werden kann. Damit aber werden die Inhalte wichtiger als ihr äußerer Rahmen. Das beste Beispiel dafür ist <a href="http://mashable.com/2010/03/18/twitter-infographic/">Twitter</a>. Wer achtet schon darauf, wie die einzelnen Seiten gestaltet sind? Viel entscheidender ist doch, welchen Twitter-Client bzw. welche App ein User einsetzt. Der Fokus hat sich hier also verschoben: Weg von der Optik der Seite des Senders und hin zum Empfänger. Warum aber vollziehen Blogs bzw. ihre Software diese Entwicklung nicht nach? Zumindest für große Blogs mit hoher Artikelfrequenz wäre dies ein Ansatz, den Lesern stärker entgegen zu kommen.</p>
<p><strong>&#8220;Playful&#8221;</strong></p>
<p>Der letzte Punkt auf Fred Wilsons Liste meint das Spielerische und Unterhaltsame. Eine Web App muss, egal welchem Zweck sie eigentlich dient, immer auch zu einem gewissen Grad spielerische Elemente enthalten, meint Fred Wilson. Damit hat er vollkommen recht, denn sehr viele Applikationen (wenn nicht die meisten) vertreten sehr stark den spielerischen Gedanken, denken wir nur an so nützliche Dinge wie die Wasserwage oder den Kompass für das iPhone oder Android. Wo aber ist das spielerische Element bei Blogs? Mir fällt dazu partout nichts sein, außer vielleicht dass der Blogsektor auch diesen Trend bislang verschlafen hat.</p>
<p>Dazu kommt die durchaus reale Gefahr, dass Blogs als Browsermedien alt aussehen könnten, wenn Verlage ihre Publikationen als multimediale Apps auf das <a href="http://www.nytimes.com/2010/04/01/technology/personaltech/01pogue.html?pagewanted=1">iPad und andere Tablets</a> bringen werden. Natürlich ist das nur eine Spekulation, denn noch wissen wir weder, wie stark die neuen Tablets Verbreitung finden werden, noch ob die Apps der Verlage, die auf <a href="http://carta.info/24218/mehr-werbung-wagen-medien-internet/">Paid Content</a> abzielen, sich letztlich werden durchsetzen können.</p>
<p><strong>Fazit: Eine neue Zeit braucht neue Software</strong></p>
<p>Dennoch ist klar, dass Blogs, sofern sie nicht als Fachmedien bewusst auf spezielle Nischen zielen, sich der neuen Konkurrenz durch Applikationen stellen müssen. Ihre Software bedarf der gezielten Weiterentwicklung, damit sie auch im Zeitalter der Touchscreens, Handhelds und Tablets eine attraktive Plattform für Publizistik bleibt.</p>
<p>Als Blogs vor gut 10 Jahren entstanden und man sie bisweilen abschätzig als &#8220;Tagebücher im Web&#8221; bezeichnete, gab es das Internet praktisch nur im Browser von PCs und Notebooks. Damit sind Blogs geistig ein Kind ihrer (Hardware-) Zeit, in der sie nicht stehen bleiben dürfen. Eine neue Zeit mit vielfältigerer Hardware braucht auch eine neue, angepasste Software.</p>
<p>Zum Abschluss hier der sehenswerte Vortrag von Fred Wilson:</p>
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