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flickr nexus one simone.brunozzi

Wozu muss Google jetzt auch noch Mobiltelefone verkaufen? Das Nexus One ist ohne Zweifel ein sehr interessantes Gerät und man kann es, wie Peter Sennhauser (netzwertig), im Licht von Googles Suchmaschine sehen.

Dass dem Nexus One aber keine weitere Strategie zugrunde liegen soll, bezweifle ich. Denn dieses Gerät (und seine Nachfolger) bedient mehr, als nur das klassische Suchmaschinen- bzw. Werbegeschäft von Google. Das Nexus One ist wahrscheinlich auch ein Baustein für das Geschäft mit Unternehmen (Corporate Software Business).

Hier müssen wir die IBM und Microsoft in den Blick nehmen, denn diese beiden Konzerne sind entscheidende Akteure am Markt, wenn es um Firmenlösungen für E-Mail, Office Software, Intranet und (Social) Collaboration bis hin zum Projektmanagement geht.

Der Markt für Software in diesem Bereich ist enorm groß und Google darin bislang nicht viel mehr als ein Zwerg. Sogar ein recht unbedeutender Zwerg. Genau das aber könnte sich in den nächsten Jahren ändern. Google könnte die Strategie verfolgen, neben seinem erfolgreichen Geschäft mit Online-Werbung ein zweites, großes Standbein aufzubauen und das Nexus One könnte dazu ein Schlüsselelement werden.

Der Wind in den Segeln für Google in diesem Bereich heißt Cloud Computing. Nachdem traditionelle Lösungen für Unternehmen immer auf der Basis eines lokalen Hostings liefen, konnte Google mit seinem webbasierten Ansatz nicht viel ausrichten. Die Google Apps und Google Mail waren im letzten Jahrzehnt eher exotische Randerscheinungen und keine ernsthafte Alternative für das Gros der Unternehmen.

Mit dem Aufkommen des Cloud Computing ändert sich das fast schlagartig, denn Google ist jetzt schon dort, wo der gesamte Markt hinzieht: Im Netz. Schätzungen von Gartner zufolge könnte der weltweite Markt für Cloud Computing bis zum Jahr 2013 auf 150 Mrd. USD wachsen. Warum sollte sich Google nicht ein signifikantes Stück von diesem Kuchen abschneiden?

Die Produktpalette dafür steht: Neben den Google Apps (Office Produkte, E-Mail und Business-Video) bietet Google auch einen Browser (Chrome) und sogar ein Betriebssystem (Chrome OS). Google Voice deckt die Flanke der Telefonie ab, während Wave als (sehr) avanciertes Tool für das Projektmanagement gesehen werden kann. Eventuell noch bestehende Lücken im Programm lassen sich sicher unschwer noch schließen.

Das Tüpfelchen auf dem i ist das Nexus One. Google könnte damit etwa ein Leistungspaket schnüren, bei dem es pro Arbeitsplatz-Lizenz ein Nexus One gratis dazu gibt. Der so ausgestattete Mitarbeiter eines Unternehmens hätte damit alle wichtigen Software-Produkte nicht nur am Arbeitsplatzrechner, sondern auch auf seinem Smartphone verfügbar. Die Synchronisation würde automatisch und unauffällig im Hintergrund laufen. In Verbindung mit Google Voice könnten Unternehmen damit vermutlich sogar auf Festnetztelefongeräte ganz verzichten, die Mitarbeiter wären (egal unter welcher Nummer) immer auf ihrem Nexus One erreichbar.

Einem solchen Paket haben derzeit weder die IBM, noch Microsoft etwas entgegen zu setzen. Die Gerüchte, dass auch Microsoft an einem eigenen Mobiltelefon arbeitet, dürften deshalb nicht aus der Luft gegriffen sein.

Ins Bild passt da auch, dass das Nexus One, wie alle Android Geräte bisher, im Vergleich zu Apples iPhone schwach aussieht, wenn es um Unterhaltung geht: Das iPhone ist bei Musik, Spielen und Videos einfach besser. Fast könnte man meinen, Google habe sich bislang das Geschäft absichtlich verdorben, damit nur ja Android nicht zu spielerisch und konsumentennah wahrgenommen wird.

Klar dürfte sein, dass Google im Geschäft mit Unternehmen seine Wettbewerber an deren empfindlichster Stelle angreifen wird: Beim Preis. Während etwa die IBM oder Microsoft nicht nur Marktanteile, Margen und Umsätze werden verteidigen müssen, kann Google ungerührt die Spielregeln ändern, so wie man das auch schon mit Android oder der kostenlosen Navigation (über Google Maps) gemacht hat.

Seitdem das Betriebssystem Android kostenlos auf dem Markt ist, verliert Microsoft mit Windows Mobile nicht nur Marktanteile, sondern auch Umsätze. Im Markt für Navigation hat Google seinen Konkurrenten Nokia soeben gezwungen, auf die kostenlose Schiene umzusteigen, um nicht zu riskieren, weiter zu viel Marktanteile zu verlieren.

Gestützt auf sein hervorragend laufendes Stammgeschäft kann Google also neue Märkte erobern und dabei gelassen das Feld von hinten aufrollen. Als grobe Richtschnur kann man sich merken: Pro Quartal erzielt Google aktuell etwa 5 bis 6 Mrd. USD Umsatz und verbucht davon bis zu 2 Mrd. USD als Gewinn. 2010 dürfte Google also mehr als 20 Mrd. USD Umsatz und ca. 8 Mrd. USD Gewinn machen.

Vorstellbar ist nun, dass Google schon 2015 bis zu 50 % seines Umsatzes nicht mehr mit Werbung, sondern mit Softwarelizenzen im Firmengeschäft verdient. Das wäre nicht nur eine sehr gute Diversifikation, sondern würde auch der Google-Aktie Fantasie verleihen.

Ein Hinweis zum Schluss: Andy Rubin, Vice President of Engineering bei Google hat in einem Gespräch mit Walt Mossberg zugegeben, dass sein Unternehmen an einem Enterprise-Google-Phone arbeitet. Hat da noch jemand Zweifel am hier skizzierten Strategiekonzept? Honi soit qui mal y pense…

Jack Dorsey, aus dem Gründungsteam von Twitter, hat sein neues Startup vorgestellt. Es will Bezahlvorgänge einfacher machen. Die einschlägigen Medien (allen voran TechCrunch) überschlagen sich vor Begeisterung (vielleicht auch, weil es Anfang Dezember wenig andere Themen gibt).

Das folgende Video zeigt anfangs Dorsey seine Geschäftsidee erläuternd, danach folgt eine Demonstration eines Bezahlvorgangs:

Ich bin mir da nicht so sicher, ob das ein großer Wurf ist. In der Gastronomie werden seit längerem schon mobile Terminals eingesetzt, auch wenn diese bei weitem nicht so elegant wie ein iPhone sind.

Der wirklich große Wurf wäre es gewesen, die Kreditkarte überflüssig zu machen und durch eine elektronische Geldbörse zu ersetzen. Diese könnte über eine Applikation auf dem Mobiltelefon verwaltet werden. Das Problem bei diesem Ansatz ist die Schnittstelle zum Händler (beim Bezahlvorgang). Sie könnte via Bluetooth überwunden werden, sofern beide Seiten über kompatible Hard- und Software verfügten (das ist die Krux dieses Ansatzes).

Meines Erachtens liegt die ideale Lösung darin, den Bezahlvorgang sowie die Geldbörse auf eine Ebene ins Netz zu holen. Vielleicht schafft das ja Marc Zuckerberg für Facebook. Denn wenn ich dort eine elektronische Geldbörse führen könnte und die Einkaufsstätte meiner Wahl ebenfalls ein Profil auf Facebook hätte, sollte sich Geld problemlos übertragen lassen, unabhängig davon ob der zugrunde liegende Vorgang online oder im realen Leben abläuft.

Allerdings: Während im Sommer viel die Rede war von einer Bezahlplattfom für Facebook, ist es seither merklich stiller geworden. Dafür können wir vorläufig erst einmal mitverfolgen wie sich Square entwickelt und ob in den USA Einzelhandel, Gastronomie, Hotellerie und Tankstellen jetzt massiv in iPhones und die kleinen Quadrate (für ihre Point of Sales) investieren…

flickr Holding the Kindle 2 geoffpado

Nun kommt er also doch noch nach Deutschland: Amazons E-Book-Reader Kindle. Umständlich mutet nur die Lieferung aus den USA an. Denn wer das Gerät kaufen möchte, muss es im amerikanischen Onlinestore von Amazon bestellen und bei der Lieferung dann nachverzollen, d. h. Einfuhrumsatzsteuer bezahlen.

Hat das etwa damit zu tun, dass der Reader eine SIM-Karte des US-Providers AT&T enthält und darüber seine Inhalte bezieht? Bekanntlich konnte sich Amazon nicht mit Vodafone oder T-Online über ein Vertragsmodell für den deutschen Markt einigen. Das verwundert auch nicht, seit dem jetzt die Konditionen für den Kindle auf dem Tisch liegen.

Denn der Datenprovider spielt dabei überhaupt keine sichtbare Rolle mehr: Bezahlt wird die Anbindung ans Internet über den Gerätepreis einerseits und über den Erwerb einzelner Medien (E-Books, Zeitungen, Zeitschriften…) andererseits. Ein Datentarif ist nicht erforderlich, AT&T als “Lieferant” bleibt völlig im Hintergrund. Einem solchen Modell mochten sich wohl die Platzhirsche des mobilen Internets hierzulande nicht unterordnen.

Das Beispiel könnte aber Schule machen, denn es ist für alle Beteiligten interessant (außer den besagten Providern):

  1. Amazon rechnet ab und hat damit die bestmögliche Einsicht in das Nutzungsverhalten seiner Kunden.
  2. Für die Anbieter von Inhalten entfällt bei diesem Distributionskanal eine Handelsstufe, so dass sie bei der Marge Spielraum gewinnen für den Kostenanteil der Datenübertragung zum Kunden.
  3. Der Endkunde hat keine laufenden Vertragsverpflichtungen und kauft Inhalte nur, wenn er dazu Lust hat. Die Kosten der “Belieferung” sind für ihn unsichtbar und brauchen ihn auch nicht zu interessieren, was die Bequemlichkeit erhöht.

Was mit zu lesenden Inhalten funktioniert, sollte sich eigentlich auch auf den Bereich der Musik übertragen lassen. Denkbar ist, dass Apple seinen iPod Touch oder das für 2010 angekündigte Tablet-Gerät mit einer vergleichbaren Ausstattung versieht.

Auf diese Art lässt sich das Internet nutzen, ohne dass man einen laufenden Vertrag bei einem Provider benötigt, weil der entsprechende Kostenanteil in den Preis der Medien bzw. Applikationen einkalkuliert wird. Das ist gut für Inhalte, die einmalig heruntergeladen werden, wie etwa E-Books, und schlecht für Angebote, die auf ein Streaming angewiesen sind (teilweise Musik, aber auch Twitterclients oder Videokanäle).

Die Kardinalfrage freilich ist: Kann dieses Modell den Zeitungen helfen? Möglich ist das schon. Wer morgens am Frühstückstisch auf die unnachahmliche Haptik der Tageszeitung verzichten und dafür einen Reader in der Art des Kindle akzeptieren kann, mag als zahlender Kunde zu binden sein. Es sei denn, man entscheidet sich für das CrunchPad von Michael Arrington, schließt es an ein Drahtlosnetzwerk an und surft damit im Web…

flickr Matthew Good - Fredericton by seanmcgrath

Für gewöhnlich halte ich mich aus diesem Thema heraus. Denn Abmahnungen von Bloggern sind zwar ein wichtiges Thema, berühren aber praktisch immer mehr rechtliche als wirtschaftliche Aspekte.

Im aktuellen Fall aber lohnt es sich schon mal, die wirtschaftlichen Fragen näher zu beleuchten. Denn die Musikkonzerne Sony, Universal und Warner haben über eine Anwaltskanzlei eine Reihe von Blogs dafür abmahnen lassen, weil sie auf Seiten verlinkten, auf denen Mixtapes zum Download angeboten wurden.

Da diese Mixtapes auch Stücke enthalten, an deren Ausgangsmaterial alle Rechte bei den genannten Musikkonzernen liegen, sei schon der Link dorthin Rechte verletzend und Schaden verursachend. Will man dieser Logik folgen, müssten eigentlich auch alle Suchmaschinen abgemahnt werden, wovon mir aber nichts bekannt ist.

Rechtliche Würdigung

Aus rechtlicher Sicht haben Dr. Carsten Ulbricht (Web 2.0 & Recht) und Thomas Stadler (Internet-Law) zum Fall Stellung bezogen. Deren Sicht soll hier aber explizit nicht Gegenstand der Betrachtung sein.

BWL ganz grundsätzlich

Bei der Betriebswirtschaftslehre geht es letztlich immer um Geld. Jeder Kaufmann wägt danach ab, wie eine Handlung seiner selbst oder die eines Dritten auf seinen Umsatz wirkt. Dabei gibt es Einflüsse, die direkt auf den Umsatz wirken (es fehlt Geld in der Kasse) und solche, die indirekt wirken. Bei den indirekten Wirkungen geht es meist um den guten Ruf (das Image) oder Auflagen von Behörden (die uns hier aber nicht interessieren).

Wenn nun die oben genannten Musikkonzerne einen Schaden geltend machen, müssen sie entweder Einbussen beim Umsatz festgestellt haben oder in ihrem Image beeinträchtigt worden sein. Dabei ist dieser “Schaden” offenbar allein schon dadurch eingetreten, dass jemand einem Link von bestimmten Blogs aus folgend, auf einer Seite angekommen ist, wo ein Mixtape zum Download angeboten wurde – gleichgültig, ob man sich die Datei dann heruntergeladen hat oder nicht.

Die Wirkung von Links im Internet

Es muss also so sein, dass allein schon ein Link einen Schaden verursachen kann. Bekanntlich ist das Internet voller Links und sehr viele Seiten hätte gern mehr Links, die auf sie verweisen, da diese meist Traffic bringen und damit potenziell auch Umsatz.

So klar diese Logik ist, so schwer ist es, sie zu messen. Kein Controller dieser Welt kann wirklich nachrechnen, wie umsatzfördernd Verlinkungen im Internet für ein Unternehmen letztendlich sind. Denn dazu müsste man die Trafficströme teilweise über mehrere Stationen hinweg verfolgen können und zudem berücksichtigen, dass nicht jedes Folgen eines Links unmittelbar auch zu einem (spontanen) Kauf führt. Ferner muss man berücksichtigen, dass Online-Empfehlungen samt ihrer Links auch zu Offline-Käufen (im klassischen Einzelhandel) führen können.

Wenn nun aber schon die positiven Wirkungen von Links auf die eigenen Seiten im Internet nur sehr schwer messbar sind, wie will man dann einen “Schaden” berechnen können, der vollständig auf den Internetseiten Dritter stattfindet, zumal das “geschädigte” Unternehmen dabei gar nicht erwähnt wird?

Dazu kommt, dass etliche dieser Mixtapes kostenlos erhältlich waren. Wo liegt hier der wirtschaftliche Schaden? Selbst wenn Stücke eines Mixtapes auf Material beruhen, dessen Rechte vollständig bei einem Musikkonzern liegen, kann sich dieser kaum darauf berufen, dass ihm hier Umsatz entgeht. Das finanzielle Budget der Hörer von kostenlosen Mixtapes wird jedenfalls nicht geschmälert. Denkbar ist deshalb auch, dass die Hörer von Musiktapes einzelne Titel so gut finden, dass sie dazu dann die Originale kaufen.

Umsatz

Die Wirkungen von Links im Internet auf den Umsatz eines Unternehmens sind also nur schwer messbar, ausgenommen bei reinen Online-Angeboten wie Amazon. Noch schwieriger wird es, wenn Links ein bestimmtes Unternehmen gar nicht direkt tangieren. Ein daraus resultierender Nutzen oder Schaden ist empirisch praktisch nicht mehr feststellbar.

Image

Lässt sich eine Wirkung auf den Umsatz nicht messen, bleibt allein die Frage nach einem möglichen Image-Schaden. Aber auch hier gilt: Die Konzerne sind im vorliegenden Fall gar nicht Gegenstand der Blogartikel und ihrer Links. Sie kommen allenfalls partiell und indirekt vor. Ihr Image dürfte davon also nur in homöopathischen Dosen tangiert sein und auch das nur positiv: Denn welcher DJ remixt schon schlechte Songs?

Betriebswirtschaftliches Fazit

Im Ergebnis lässt sich für mich weder ein Umsatz- noch ein Image-Schaden erkennen. Allenfalls ensteht den Konzernen ein Image-Schaden dadurch, dass sie so rigoros gegen Blogger vorgehen und dabei jegliche Sensibilität vermissen lassen.

Dass Juristen diese Dinge anders sehen, liegt auf der Hand: Nicht zuletzt leben sie ja davon! Doch egal: Auch einem Betriebswirt wie mir ist klar, dass etwa der alte Goethe darunter gelitten hat, dass Raubdrucke seiner Bücher kursierten. Ein Urheberrecht musste her und es ist gut, dass wir ein solches heute haben.

Allerdings kann ich mich bisweilen nicht des Eindrucks erwehren, dass sich in Sachen Internet und Urheberrecht die Dinge im Lauf der letzten Jahre ziemlich verselbständigt haben und oft genug von den Rechteinhabern gar nicht mehr darauf geschaut wird, ob ihnen wirklich ein (Umsatz-) Schaden entstanden ist. Denn wenn sie ehrlich wären, müssten sie oft genug feststellen, dass sich ein solcher gar nicht messen lässt.

Doch geht es noch mit “rechten” Dingen zu, wenn die Betriebswirte nichts quantifizieren können, wo die Juristen munter Streitwerte festlegen?

flickr Bate-papo_com_Mark5 CDN Interativa

Jeder kennt Facebook, aber nicht jeder kennt sich damit aus. Vor allem nicht die vielen kleineren Unternehmen, die sich allmählich vermehrt fragen, ob man dieses Social Network weiter ignorieren soll oder ob ein Engagement auf der Plattform gut für das eigene Marketing sein kann.

Die größte Hürde dabei: Fehlendes Wissen auf ganz grundlegender Ebene. Denn vielfach bewegt man sich eher wenig im Internet und hat deshalb keine Erfahrung im Umgang mit Social Software. Schon das Anlegen von Profilen ist ungewohnt, auch das Hochladen von Bildern. Die (Über-) Fülle an Features und Einstellungsmöglichkeiten auf Facebook macht die Sache nicht einfacher.

Die Grundlagen

Da kann es nicht schaden, wenn man einen einfachen Ratgeber an die Hand bekommt. Annette Schwindt hat ein E-Book geschrieben, das auf ihrer Website (als Pdf) kostenlos heruntergeladen werden kann. Auf 55 Seiten erklärt sie jedem Anfänger Schritt für Schritt die wichtigsten Funktionen von Facebook. Dass es für ein solches Werk durchaus Bedarf gibt, zeigen die Downloads: Schon über 2.500 Abrufe konnte sie verzeichnen. Nützlich ist auch, dass es zu jedem Kapitel im Buch einen Artikel auf ihrem Blog gibt, so dass man dort mit ihr diskutieren kann.

Marketing auf Facebook

Wer die Basics beherrscht und Facebook für das professionelle Marketing nutzen möchte, kann als Einstieg und Hilfe das ebenfalls kostenlose E-Book “Marketingpraxis Facebook” (als Pdf) im Blog doing business on facebook von Andreas Bersch bestellen. Mehrere Hundert Abrufe in wenigen Tagen zeigen, dass es auch für diese Materie Erklärungsbedarf gibt.

Bewertung

Jeder dieser beiden Leitfaden ist sehr gut geschrieben und mit Screenshots anschaulich illustriert. Sie stellen jeweils den aktuellen Stand der Dinge dar und bleiben mit einem Seitenumfang von ca. 60 bis 70 Seiten erfreulich kompakt.

Abzuwarten bleibt, wie sich beide Werke mit den permanenten Veränderungen auf Facebook befassen werden. Denn hier wird beinahe jeden Tag geschraubt, auch wenn es oft nur minimale Änderungen sind. Vielleicht sollten die beiden Ratgeber deshalb eine Versionierung einführen oder auf der Titelseite ihren letzten Stand (als Datum) anzeigen.

Mark Zuckerberg jedenfalls hat mit Facebook noch viel vor. Der nächste größere Schritt soll die Einführung einer Telefonfunktion à la Skype sein (realisiert von Vivox). Das Foto zeigt ihn im August bei einem Besuch in Brasilien, wo Facebook schon eine Niederlassung hat, anders als in Deutschland.

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