Social Software

Sie durchstöbern gerade das Archiv zum Thema Social Software.

Empty Chairs by Michael Cory

Blogs haben auch schon mal bessere Tage gesehen. Erkennbar wird das, wenn etwa Robert Basic fragt, wo denn die Blog-Debatte hin sei. Recht hat er. Es wird nicht mehr so viel verlinkt und auch nicht mehr so viel kommentiert. Statt dessen nehmen Likes (Facebook), Tweets (Twitter) und seit neuestem “+1″ (Google) zu.

Damit sehen sich Blogs mit einer Situation konfrontiert, in der ihre Rolle bzw. ihr Rollenverständnis hinterfragt und neu definiert werden muss, weil sich die Muster der Kommunikation und Vernetzung über Social-Media-Tools ständig weiter fort entwickeln. In diesem Prozess geben Blogs bestimmte Funktionen (leider) ab, nicht zuletzt weil sich ihre Software in den letzten Jahren kaum mehr weiterentwickelt hat.

Ich sehe folgende Entwicklungen:

  1. Die fortschreitende Digitalisierung macht den Diskurs an sich komplexer. Das stellt jedoch eine Barriere für eine einfache Vernetzung unter den Blogs dar, weil diese, der Komplexität folgend, sich zunehmend in thematischen Nischen wieder finden. So “heimelig” die deutsche Blogosphäre noch vor 5 oder 6 Jahren gewesen sein mag, so wenig kann sie heute die Erfahrung eines homogenen Raums abbilden, die “gefühlte Mitte” ist nicht mehr vorhanden. Vernetzung gibt es daher tendenziell nur noch in den jeweiligen Nischen.
  2. Social Networks haben neue Kommunikationsräume geschaffen, die einen erheblichen Teil der Online-Diskurse für sich beanspruchen. Blogs müssen dabei der Tatsache ins Auge sehen, dass ihre Kommentarfunktion nur noch eine unter vielen Möglichkeiten ist, die in den Artikeln behandelten Themen zu diskutieren. Dabei habe ich den Eindruck, dass die öffentliche Kommentar-Diskussion unter mehr oder weniger fremden Menschen in Blogs zunehmend an Attraktivität verliert. Man diskutiert möglicherweise lieber im Bekanntenkreis und im (relativ) geschützten Raum von Social Networks, bzw. in speziellen Fachkreisen, die sich beispielsweise mit der Gruppen-Funktion von Facebook sehr gut bilden und führen lassen.
  3. Speziell in Deutschland arbeiten traditionelle Medien (Zeitungen etwa) und neue Medien (unabhängige Blogs) nicht zusammen. Die “Großen” verlinken praktisch immer noch viel zu wenig (oder gar nicht) auf die “Kleinen”. Auch Fachmedien verlinken nicht auf Blogs. Die Berührungsängste sind noch viel zu groß, weil die kommerziell betriebenen Medien offenbar Angst haben, Blogs könnten ihnen das Geschäftsmodell zerstören.
  4. Wie oben schon angeführt, entwickelt sich die Software für Blogs praktisch nicht mehr weiter. Man mag WordPress und dessen jungen Erfinder Matt Mullenweg viel zugute halten, seine Software ist heute nicht viel mehr als ein solides Content Management System, das gegenüber neueren Formen der Vernetzung und des Inhalte-Sharings (man denke nur an Google Plus) zunehmend starr und inflexibel wirkt. Dazu kommt: Was hat WordPress in all den Jahren eigentlich getan, um RSS bekannter und verständlicher zu machen?

Die Liste ließe sich fortsetzen. Robert Basic selbst merkt an anderer Stelle an, dass das Bloggen nicht einfacher wurde, seit dem es gilt, diverse Like-Buttons in ein Blog zu integrieren und dessen Inhalte in den unterschiedlichen sozialen Netzwerken zu verbreiten, um ein immer stärker fragmentiertes Publikum einzusammeln und zum Lesen zu animieren.

Was also bleibt, außer der Arbeit mit dem Bloggen?

Blogs sind immer weniger soziale Knoten im Netz und dafür immer mehr (nur) Lieferanten für Inhalte. Konnte man in der Frühphase des “Web 2.0″ noch das Internet als Netzwerk und Blogs darin als die Profile und Knotenpunkte der Vernetzung auffassen, trifft dies heute kaum mehr zu. Das Identitäts-Management übernehmen zunehmend soziale Netzwerke.

Blogs werden damit auf das reduziert, was der Name ihrer Software schon sagt: Es geht um den Content. Dabei konkurrieren sie mit einer enormen Menge anderer Medien, können dafür aber mit ihrer Suchmaschinenfreundlichkeit punkten.

Das ist überhaupt der Punkt: Blogs sind suchmaschinenfreundlich, aber völlig ungeeignet, eine Identität über verschiedene soziale Netzwerke hinweg effizient zu managen. Die Frage wird sein, ob die Netzwerke den Blogs auch noch den Content streitig machen werden. Bei Google Plus sind schon Postings von unbegrenzter Länge möglich und es gehört nicht viel Fantasie dazu, sich vorzustellen, dass Facebook nachziehen wird, wenn sich der Ansatz von Google als erfolgreich herausstellen sollte.

Vorläufig jedoch gilt, was Christian Henner-Fehr postuliert: Der optimale Social-Media-Mix darf nicht nur aus Social Networks bestehen. Blogs haben nach wie vor ihren Platz im medialen Gefüge des Internet. Auf der Ebene ihrer Software sollte sich aber vielleicht mal was tun.

Noch streng geheim und deshalb unscharf: Profil auf Workio

Würden Sie sich gerne (mühsame) Recherche-Arbeiten von jemand anderes abnehmen lassen? Dinge, die man im Prinzip auch selbst zusammentragen könnte, die aber viel Zeit binden? In Kürze können Sie das. Konkret, sobald Workio in vollem Umfang online ist.

Workio ist ein Startup aus Österreich, das einen Marktplatz für Wissensarbeit etablieren möchte. Gehandelt werden soll alles, was sich recherchieren und in schriftlicher Form wiedergeben lässt: Marktanalysen, Produktvergleiche, Stoffsammlungen, Working-Papers – schlicht all das, was man eigentlich auch selbst tun könnte, wenn man nur in der jeweiligen Materie gerade tief genug drin wäre bzw. die Zeit dafür hätte.

Da wir bzw. Unternehmen in unserer wissensüberfluteten Zeit immer häufiger vor der Situation stehen, sich eben nicht mal schnell und einfach einen Überblick bzw. Sachstand verschaffen zu können, möchte Workio hierfür eine Lösung anbieten und damit nichts weniger als einen neuen Markt schaffen.

Bislang gibt es bekanntlich nur den Markt für verhältnismässig teure Studien oder noch teurere Marktforschungsberichte, die von hoch spezialisierten Instituten, Think-Tanks bzw. Marktforschungsunternehmen geschrieben werden. Kleinere Recherchen werden in den meisten Unternehmen selbst erstellt, nicht zuletzt weil man das bislang schlecht outsourcen konnte: Der Koordinationsaufwand ist dafür zu hoch, es fehlt schlicht der “Marktplatz”. Mit Workio wäre dieses Problem gelöst.

So weit die Theorie. Die große Frage ist: Wird das in der Praxis funktionieren? Gibt es diesen Markt tatsächlich? Wie lange wird es dauern, bis sich das herumspricht und etabliert? Und schließlich: Wird es neben der Nachfrage auch ein qualifiziertes Angebot für diese kleineren Recherche-Aufträge geben?

Um das Angebot mache ich mir weniger Sorgen, wie die nachfolgende Grafik zeigt. Sucht man bei Google Trends nach “Coworking” erhält man folgendes Ergebnis:

coworking als Begriff bei Google Trends

Coworking und die dazu gehörenden Coworking-Spaces liegen voll im Trend. Freelancing bzw. Selbständigkeit als Arbeitsform sind die Treiber dieser Entwicklung. Da sollte also schon Potenzial für eine breite und qualifizierte Angebotsbasis für Workio vorhanden sein.

Das nicht zu unterschätzende Thema “Qualität” will Workio mit einem eigenen Bewertungsmodul lösen, auf externe Scorings bzw. Rankings (etwa von Klout) will man nicht zurückgreifen. Auch hierüber mache mir keine Sorgen, weil schon genügend andere Plattformen gezeigt haben, dass sich dieser Faktor handhaben lässt.

Heikel wird es bei der Nachfrage. Denn die wirklich zahlungskräftige Kundschaft, Mittelständler etwa, sind in Sachen Digital Business noch sehr zurückhaltend. Und große Konzerne müssen solche Aufgaben meist nicht auslagern: Sie haben genügend Manpower in ihren Abteilungen und Stäben.

Ist Workio deshalb ein hoffnungsloser Fall?

Das denke ich nicht. Allerdings würde ich mich an der Stelle der Gründer etwas breiter absichern und die Neuartigkeit von Workio intensiv kommunizieren. Denn auf den ersten Blick wirkt es eben nur wie eine Plattform für den Handel mit Recherche-Texten. Dem ist aber nicht so: Die Arbeiten nämlich werden nicht etwa mit einer beliebigen Office-Software erstellt, hübsch formatiert und dann auf Workio hochgeladen, sondern direkt in einem Editor auf der Website von Workio geschrieben.

Auf diese Weise soll es möglich sein, dass mehrere Auftragnehmer gleichzeitig an einem Auftrag arbeiten, weil dieser in Module zerlegt werden kann. Auch vorgefertigte Templates werden zum Einsatz kommen, soweit sich einzelne Auftragsmodule entsprechend standardisieren lassen.

Darauf, wie das konkret aussieht, dürfen wir sehr gespannt sein. Ich bin mir nicht sicher, ob hier die Taylorisierung der Wissens-Arbeit eingeleitet wird, oder ob ein paar (Ex-)Studenten ihre (verständlichen) Albträume in Sachen Prüfungs-Stress verarbeiten. Warten wir einfach mal ab…

Ein Aspekt den ich wirklich kritisch sehe: Alle bisher erfolgreichen Dienste des Social Web praktizieren mehr oder weniger intensiv das, was Tim O’Reilly in einer seiner Definitionen zum Web 2.0 ausgeführt hat: Das Prinzip der Plattform (”the move to the internet as a platform”).

Plattformen schaffen Mehrwerte für ihre Nutzer, weil diese die Inhalte liken, kommentieren, weiterempfehlen, bewerten, ergänzen oder auch neu zusammenstellen können. Es geht also immer darum, Stellung zu beziehen oder eine Arbeit fortzuführen. Dieses Prinzip sehen wir überall, sei es auf Flickr, einer Plattform für Fotos, ebenso wie auf Quora, wo es explizit um Wissen geht.

Wo aber taucht dieser Plattform-Gedanke bei Workio auf? Wo ist die Community? Entsteht mit und auf Workio ein kollektiv nutzbarer Mehrwert?

Wird mit Workio der immer größer werdenden Menge an Wissensarbeitern im Web ein Tool an die Hand gegeben, mit dem sie sich gegenseitig unterstützen können?

Auf dieser Ebene ist noch viel zu tun und zu erreichen. Denn die Software, die uns für das Sharing und Collaboration (Enterprise 2.0) zur Verfügung steht, ist im Kern gut und gerne auch schon wieder 10 Jahre alt (Blogs, Wikis, Social Networks).

Neben all diesem Socializing und seinen Netzwerkeffekten (”Resonanz”) kommt mir noch eine weitere Ebene in den Sinn: Semantische Software bzw. die Analyse sehr großer Datenmengen. Forschungseinrichtungen sowie große Unternehmen arbeiten bereits damit. Was aber ist mit all den hoffnungsvollen Coworking-Freelancern? Wer verschafft ihnen den Zugang zu den mächtigen Tools, deren Anschaffung für den Einzelnen noch auf lange Sicht viel zu teuer sein wird?

Die Tatsache, dass einer der Workio-Gründer, Bruno Haid, in einem früheren Startup (System One) bereits gezielt mit semantischer Software gearbeitet hat, lässt für Workio hoffen. Allerdings wird es nach Aussagen von Luca Hammer davon zu Beginn noch nichts geben.

Nun denn. Ich bin sehr gespannt auf Workio und traue der Plattform einen Erfolg zu. Mehr noch: Ich erhoffe ihn sogar! Denn endlich wagt es ein Startup, den Faktor Wissen “bezahlbar” zu machen und nicht nur auf die blumig-nebulöse Online-Reputation zu verweisen und selbst auf die größtmögliche Skalierung zu setzen.

Wonach richten Sie sich, wenn Sie einen geeigneten Anbieter von Collaboration Software suchen? Vermutlich erstellen Sie dafür eine Anforderungsmatrix und vergleichen darin verschiedene Angebote. Dazu brauchen Sie erst einmal eine Liste von Anbietern, die es im zweiten Schritt auf eine überschaubare Teilmenge einzugrenzen gilt. Wie geht man dabei vor?

Ich schaue mir zuerst an, wie ein Anbieter im Web kommuniziert: Gibt es ein Blog? Wird getwittert? Wie steht es um die Facebook-Seite? Denn wer Social Software an Unternehmen verkaufen möchte, sollte auch selbst gern im Social Web kommunizieren.

Hier ein Einblick, als kleine und nicht-repräsentative Auswahl. Jüngst bin ich über die Namen Just Software und Podio gestolpert. Beide waren mir nicht geläufig, so dass ich sie mir genauer angeschaut habe.

Just Software ist ein deutsches Unternehmen mit Sitz in Hamburg. Es wurde 2007 gegründet, das Hauptprodukt ist die Enterprise Collaboration Software “Just Connect”.

Podio ist ein dänisches Unternehmen, das 2009 in Kopenhagen gegründet wurde und mittlerweile auch einen Sitz in Kalifornien hat. Sein Produkt heißt wie das Unternehmen, “Podio”.

Beide Unternehmen führen ein Blog. Bei Just Software wurde der letzte Eintrag im April 2011 publiziert, bei Podio heute (also am 01. Juli 2011).

Screenshot zu JustSoftware auf Twitter, Stand: 01.07.2011

Beide Unternehmen twittern. Dabei bringt es Just Software auf 238 Tweets, 82 Follower und steht auf 6 Listen, während Podio 287 Tweets bei 2.096 Followern zählt und auf 123 Listen steht (Stand 01. Juli 2011).

Screenshot zu Podio auf Twitter, Stand: 01.07.2011

Kann man daraus etwas Substanzielles ableiten? Objektiv betrachtet nicht, denn damit ist noch überhaupt nichts über den Kern der Sache, die jeweilige Software, gesagt. Es reicht aber für einen ersten Eindruck, der in meinem Fall bei Just Software negativ ist, während mich Podio positiv stimmt, so dass ich gerne mehr über dieses Startup erfahren möchte.

Just Software bloggt und twittert seit Januar 2010, das Engagement wirkt lustlos und ohne nennenswerte Effekte in der Reichweite. Es ist ganz offensichtlich: Die Software dieses Unternehmens wird nicht über das Web “verkauft”.

Bei Podio dagegen setzt man erkennbar auf die Wirkung des Web. Getwittert wird seit September 2010 (in englischer Sprache), mit einer deutlich anderen Wirkung als bei JustSoftware. Das Blog startete erst im März 2011, mit dem offiziellen Produkt-Launch.

Erkennbar wird im Vergleich, dass sich Just Software wohl stark auf den großen deutschen Markt verlässt, während Podio von Beginn an über Dänemark hinaus nach Berlin (es gibt eine deutsche Sprachversion!), London und natürlich San Francisco schaute. Podio möchte ganz offensichtlich nicht nur in Europa eine Rolle spielen, sondern auch in den USA und damit in die erste Liga der Anbieter von Collaboration Software aufsteigen.

Zieht man in diese Betrachtung noch den Aufbau der Unternehmens-Website ein, verfestigt sich der erste Eindruck: Bei Podio wirkt alles moderner, leichter und raffinierter, während Just Software hier leider nur “billig” wirkt.

Aber wie schon erwähnt, über die Software der beiden Anbieter ist damit noch nichts gesagt. Dürfte ich jedoch für eine Bewertungsmatrix nur einen der beiden mit in die engere Wahl nehmen, wäre jetzt wohl klar, welcher Kandidat das wäre.

Facebook kann nicht endlos wachsen. Zudem ist damit zu rechnen, dass das Social Network irgendwann an Popularität verlieren und damit für Marketing-Kampagnen weniger interessant sein wird. Die Frage ist nur: Wann tritt diese Trendwende ein?

Ein paar Blogartikel aus den letzten Tagen haben mich aufhorchen lassen und ich frage mich, ob diese Artikel vielleicht schon als “schwache Signale” in diese Richtung gedeutet werden können:

Inside Facebook und die Grenzen des Wachstums

Das Blog Inside Facebook veröffentlichte jüngst eine eigene statistische Auswertung, wonach in Ländern, in denen Facebook sehr früh populär wurde, eine Art Wachstumsgrenze dann einzutreten scheint, wenn etwa die Hälfte der Bevölkerung auf Facebook registriert ist. Ab diesem Punkt scheint das Interesse etwas abzunehmen, die User loggen sich weniger häufig ein und der Saldo von neuen und geschlossenen Accounts kann auch mal negativ werden. Bei Inside Facebook selbst will man diese Daten mit Vorsicht interpretiert wissen, da sie noch keinen längerfristig stabilen Trend darstellten. Dennoch können sie einen Hinweis auf die möglichen Grenzen des Wachstums bei Facebook sein.

Für das Marketing bzw. Social-Media-Planning gilt deshalb: Man darf sich nicht vom globalen Trend zu Facebook verleiten lassen, der weiterhin Wachstum und hohe Popularität signalisiert. Vielmehr muss darauf geschaut werden, wo Facebook im eigenen Land steht und welches Stadium im Produktlebenszyklus hier erreicht ist.

Jamais Cascio und die Frage der Langeweile

Dem Zukunftsforscher Jamais Cascio wurde die Frage gestellt, ob es etwas gibt, das Facebook zur Gefahr werden könnte. Hier seine Antwort:

Den Menschen könnte es auf Facebook langweilig werden, so dass sie einfach weiter ziehen. Nun ist diese Feststellung weder als klare Zukunftsprognose, noch als Interpretation von Statistiken zu sehen. Interessant finde ich aber, dass ihm gerade Anfang 2011 so eine Frage gestellt wurde.

Zuupy und der Ärger mit Facebook’s Schnittstellen

Das Startup Zuupy muss man nicht unbedingt kennen. Bemerkenswert ist aber, dass das junge Unternehmen kaum ein Jahr nach seiner Gründung davon abrückt, sich stärker mit Facebook zu verbinden. Als Grund dafür werden u. a. Probleme mit der Schnittstelle (API) angegeben, bei der es zu häufig Änderungen gebe, welche die externen Entwickler ständig zu ungeplanten Nachbesserungen zwinge. Zudem sei Facebook “overhyped”.

Das sind keine weltbewegenden Neuigkeiten, zumal Zuupy keine große Nummer ist. Aber es wirft ein interessantes Schlaglicht darauf, wie Facebook aktuell bei Entwicklern gesehen wird: Nämlich nicht mehr nur mit bedingungsloser Zustimmung, sondern deutlich nüchterner abwägend, und in Frage stellend, ob eine enge Koppelung des eigenen Geschäftsmodells an Facebook als Plattform nicht vielleicht eine sehr riskante Strategie sein könnte.

Fazit

Facebook ist noch lange nicht in Gefahr. Zudem scheint in Deutschland der Wachstumstrend nach wie vor intakt zu sein. Erste schwache Signale deuten jedoch darauf hin, dass Facebook insgesamt auch stagnieren und in der Gunst der User sowie der Entwickler an Attraktivität verlieren kann. Das Social Network könnte irgendwann sogar als langweilig eingestuft werden.

Am Ende hat uns Mark Zuckerberg mit Facebook eben keine Wundertüte, sondern ein ganz normales Produkt beschert, das, wie alles andere auch, einem normalen Produktlebenszyklus unterliegt…

Das Socialmedia-Blog hat zusammen mit der Cocomore AG aktuelle Zahlen zur Nutzung von Social Media in Deutschland zusammen getragen und optisch sehr gut aufbereitet:

Gefunden bei Daniel Rehn via Twitter.

« Ältere Artikel