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	<title>Kommentare zu: Wasser auf meine Mühlen: Die Kritik des CCC an der Wikipedia-Software</title>
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	<description>Matthias Schwenk on the Post Everything Economy</description>
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		<title>Von: Matthias</title>
		<link>http://www.bwlzweinull.de/index.php/2009/11/16/ccc-wikipedia-kritik/comment-page-1/#comment-17521</link>
		<dc:creator>Matthias</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 17 Nov 2009 00:07:52 +0000</pubDate>
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		<description>@Jörg Wittkewitz: Ohne Zweifel ist die Wikipedia ein enormer Schatz und wenn es sie nicht gäbe, uns würde sehr viel fehlen. Auch ist es nur natürlich, dass man das Neue zunächst durch die Brille des Alten sieht: Das erste Auto war eine Kutsche mit Motor - und so ist eben auch das erste große Lexikon im Web noch stark von der gedruckten Enzyklopädie geprägt (bis in die Köpfe der gutmeinenden Wikipedia-Admins, die jetzt so stark in der Kritik stehen und gar nicht begreifen, wie ihnen geschieht).

Deine Kritik am Begriff &quot;Social Media&quot; finde ich treffend, den Ersatzbegriff &quot;Competitive Media&quot; finde ich aber noch nicht optimal. Ich werde darüber nachdenken...</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Jörg Wittkewitz: Ohne Zweifel ist die Wikipedia ein enormer Schatz und wenn es sie nicht gäbe, uns würde sehr viel fehlen. Auch ist es nur natürlich, dass man das Neue zunächst durch die Brille des Alten sieht: Das erste Auto war eine Kutsche mit Motor &#8211; und so ist eben auch das erste große Lexikon im Web noch stark von der gedruckten Enzyklopädie geprägt (bis in die Köpfe der gutmeinenden Wikipedia-Admins, die jetzt so stark in der Kritik stehen und gar nicht begreifen, wie ihnen geschieht).</p>
<p>Deine Kritik am Begriff &#8220;Social Media&#8221; finde ich treffend, den Ersatzbegriff &#8220;Competitive Media&#8221; finde ich aber noch nicht optimal. Ich werde darüber nachdenken&#8230;</p>
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		<title>Von: Wittkewitz</title>
		<link>http://www.bwlzweinull.de/index.php/2009/11/16/ccc-wikipedia-kritik/comment-page-1/#comment-17520</link>
		<dc:creator>Wittkewitz</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 16 Nov 2009 23:37:00 +0000</pubDate>
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		<description>Hi Matthias,

Dein Spambot läßt nach...
Zum Thema. Ich finde, dass wikipedia noch immer ein sehr großer Schatz ist. Es ist unbezahlbar, was dort an Fakten und Querverweisen (!) zusammengetragen wurde. Leider wird de Schatz der Querverweise gar nicht gehoben. Ich muss auch zugeben, dass ein Wiki die Idee hinter Hypertext sowohl erfüllt als auch torpediert. Aber in Deutschland über Ted Nelson, Engelbart und Otlet zu reden hat keinen Sinn, weil es noch keine deutsche Netztheorie gibt außer mehr oder weniger dilettantischen Applikationen von Habermas, Weber und einem Schuß Castells (und das sind noch die besseren Netzdenker). Jay Rosen hat neulich bedauert, dass es noch keine Philosophie des Journalismus gibt. Ich würde das Erweitern, es gibt noch keine Philosophie der Informationsinflation. Es gibt noch keine Analogon für Spamfilter in bezug auf verschriftetes nützliches Wissen. Das einzige was wir haben sind Querverweise. Insofern ist die Suchmaschine bei Wikipedia der Flaschenhals, den Google auf einem zehn Jahre alten Niveau erweitert. 

Wer sich die Wikisyntax antun will, gerne. Ich habe nie verstanden, warum das nicht gleich HTML-tags waren - der Unterschied ist marginal. WYSIWYG kann ganz hilfreich sein, kann aber auch den Code zerschießen. 
Wikipedia ist ein ausgesprochenes Beispiel, warum collaboration nicht per Wiki funktioniert. Goggle Wave auch. Die Diskussion ist alt und hantiert mit Begriffen wie Duplex, Vollduplex etc. Es hat einfach keinen Sinn, Konversation zu ersetzen, wenn es es nicht vollduplex ist. Wave comes close. Aber wer mehr als 20 blips in der Wave hat wird schnell verstehen, warum die UI kein Erfolg ist. 

Aber die Menschen arbeiten mit diesen unzureichenden und extrem pflegebedürftigen Tools aus einem Grund: Es kann nicht jeder und es tut nicht jeder. Das steht zwar im krassen Gegensatz zu social media, aber es ist auch genau der Grund, warum das social in social media Quatsch ist. In Wikis werden all die Inhalte abgeladen, die man nicht mehr braucht. Es sind dieselben Datengräber wie früher in den Neunzigern. Aber weil es einfach viel mehr gibt, ist die Konkurrenz so groß, dass einige den Ehrgeiz entwickelt haben, besser zu sein als andere. Insofern sind es bisher competitive media. Der Streit bei der wikipedia spricht Bände und bestätigt diese These in einer Weise, die mich keineswegs glücklich macht. In Firmen ist es übrigens nicht anders. Wer eine bestimmte Stelle der Leiter erreicht hat, trägt wenig zum Gelingen eines Wikis bei, es ei denn, er oder sie bekommt besondere boni dafür oder trägt die Idee aus ideologischen Gründen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hi Matthias,</p>
<p>Dein Spambot läßt nach&#8230;<br />
Zum Thema. Ich finde, dass wikipedia noch immer ein sehr großer Schatz ist. Es ist unbezahlbar, was dort an Fakten und Querverweisen (!) zusammengetragen wurde. Leider wird de Schatz der Querverweise gar nicht gehoben. Ich muss auch zugeben, dass ein Wiki die Idee hinter Hypertext sowohl erfüllt als auch torpediert. Aber in Deutschland über Ted Nelson, Engelbart und Otlet zu reden hat keinen Sinn, weil es noch keine deutsche Netztheorie gibt außer mehr oder weniger dilettantischen Applikationen von Habermas, Weber und einem Schuß Castells (und das sind noch die besseren Netzdenker). Jay Rosen hat neulich bedauert, dass es noch keine Philosophie des Journalismus gibt. Ich würde das Erweitern, es gibt noch keine Philosophie der Informationsinflation. Es gibt noch keine Analogon für Spamfilter in bezug auf verschriftetes nützliches Wissen. Das einzige was wir haben sind Querverweise. Insofern ist die Suchmaschine bei Wikipedia der Flaschenhals, den Google auf einem zehn Jahre alten Niveau erweitert. </p>
<p>Wer sich die Wikisyntax antun will, gerne. Ich habe nie verstanden, warum das nicht gleich HTML-tags waren &#8211; der Unterschied ist marginal. WYSIWYG kann ganz hilfreich sein, kann aber auch den Code zerschießen.<br />
Wikipedia ist ein ausgesprochenes Beispiel, warum collaboration nicht per Wiki funktioniert. Goggle Wave auch. Die Diskussion ist alt und hantiert mit Begriffen wie Duplex, Vollduplex etc. Es hat einfach keinen Sinn, Konversation zu ersetzen, wenn es es nicht vollduplex ist. Wave comes close. Aber wer mehr als 20 blips in der Wave hat wird schnell verstehen, warum die UI kein Erfolg ist. </p>
<p>Aber die Menschen arbeiten mit diesen unzureichenden und extrem pflegebedürftigen Tools aus einem Grund: Es kann nicht jeder und es tut nicht jeder. Das steht zwar im krassen Gegensatz zu social media, aber es ist auch genau der Grund, warum das social in social media Quatsch ist. In Wikis werden all die Inhalte abgeladen, die man nicht mehr braucht. Es sind dieselben Datengräber wie früher in den Neunzigern. Aber weil es einfach viel mehr gibt, ist die Konkurrenz so groß, dass einige den Ehrgeiz entwickelt haben, besser zu sein als andere. Insofern sind es bisher competitive media. Der Streit bei der wikipedia spricht Bände und bestätigt diese These in einer Weise, die mich keineswegs glücklich macht. In Firmen ist es übrigens nicht anders. Wer eine bestimmte Stelle der Leiter erreicht hat, trägt wenig zum Gelingen eines Wikis bei, es ei denn, er oder sie bekommt besondere boni dafür oder trägt die Idee aus ideologischen Gründen.</p>
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