Michael Jackson, Popidol meiner Jugendzeit, war als Musiker damals so erfolgreich, dass er vom amerikanischen Präsidenten, Ronald Reagan, persönlich empfangen wurde und dabei zusätzlich dadurch Schlagzeilen machte, weil er zum Handshake den damals bei ihm obligatorischen weißen Handschuh nicht auszog. Reagan nahm es gelassen.
Das Video hier zeigt aber nicht Michael Jackson, sondern Strafgefangene eines philippinischen Gefängnisses, die zu seiner Musik tanzen. Ein Gefängnisdirektor dachte sich die Maßnahme aus, die erstaunliche Resultate brachte: Seit 2007 läuft das Programm. Seither haben die sonst üblichen Schlägereien offenbar weitgehend aufgehört, die Stimmung unter den Gefangenen soll sich enorm gebessert haben.
Die Choreografien im Gefängnishof werden auf Video aufgenommen und in einem eigenen Kanal auf YouTube gezeigt (Web 2.0 made in The Philippines!).
Gefunden habe ich das Thema auf The Junction, einem Berliner Webmagazin (oder Blog?). Auf Twitter findet man TheJunction natürlich auch.











3 Kommentare
3. 6. 2009 um 18:00:06
Marco Mattheis
Hi,
Irgendwie kann ich diese ganzen Geschichten von “und nachdem wir x gemacht haben, hat die Gewalt so gut wie aufgehört” nicht mehr hören. Und das geht jetzt gar nicht gegen deinen Artikel, Video auch cool, aber ich persönlich bin mit solchen Meldungen sehr vorsichtig geworden. Es kann bestimmt dabei helfen den schnöden Gefängnisalltag zu verbessern, aber dass die Gewalt gleich komplett aufhört oder weitestgehend auf ein bisher erlerntes Konfliktlösungsverhalten (nichts anderes ist es ja) verzichtet wird, ich weiß nicht…
Aber das Video ist trotzdem cool!
Gruß Marco
4. 6. 2009 um 09:43:00
Matthias
@Marco: Deine Skepsis ist berechtigt. Man müsste weitere Quellen heranziehen, um die Aussage besser zu belegen.
Mir ging es hier aber auch um den Aspekt des Web 2.0, weil die Aktionen im Gefängnishof gefilmt und auf YouTube gestellt werden, von wo sie wieder von erstaunlich vielen Menschen angesehen werden.
6. 6. 2009 um 05:51:47
Christian Henner-Fehr
erinnert mich an “Metropolis”…