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	<title>Kommentare zu: We don&#8217;t need to compete: Opel 2.0</title>
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	<description>Matthias Schwenk on the Post Everything Economy</description>
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		<title>Von: Matthias</title>
		<link>http://www.bwlzweinull.de/index.php/2009/06/02/opel/comment-page-1/#comment-17229</link>
		<dc:creator>Matthias</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 03 Jun 2009 13:13:27 +0000</pubDate>
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		<description>@Martin Lindner: Die von Dir vorgeschlagene Art des Crowdsourcing könnte ich mir prinzipiell auch gut vorstellen. Sie erfordert aber, dass in dieser Offenheit dann auch konstruktiv mitgewirkt wird - und nicht etwa wie unlängst von der Bahn zugegeben wurde, manipulative Einträge zur Meinungsbeeinflussung &quot;beigemischt&quot; werden! 

Die Tatsache, dass schon in wenigen Jahren immer sichtbarer werden wird, dass unsere Gesellschaft sich nicht mehr alles leisten kann und deshalb Entscheidungen treffen (und Verzicht üben) muss, wird unsere Demokratie vor eine harte Belastungsprobe stellen.

Bei Opel hat sich die Regierung vermutlich nur Zeit gekauft. Das abenteuerliche Konsortium wird nicht weit kommen, der Strukturwandel in der Autobranche ist damit nicht aufzuhalten. Im Interesse Deutschlands hätte die Regierung sich besser hinter Volkwagen, Daimler und BMW gestellt. Diese drei sind wirklich wichtig und müssen durch die Krise kommen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Martin Lindner: Die von Dir vorgeschlagene Art des Crowdsourcing könnte ich mir prinzipiell auch gut vorstellen. Sie erfordert aber, dass in dieser Offenheit dann auch konstruktiv mitgewirkt wird &#8211; und nicht etwa wie unlängst von der Bahn zugegeben wurde, manipulative Einträge zur Meinungsbeeinflussung &#8220;beigemischt&#8221; werden! </p>
<p>Die Tatsache, dass schon in wenigen Jahren immer sichtbarer werden wird, dass unsere Gesellschaft sich nicht mehr alles leisten kann und deshalb Entscheidungen treffen (und Verzicht üben) muss, wird unsere Demokratie vor eine harte Belastungsprobe stellen.</p>
<p>Bei Opel hat sich die Regierung vermutlich nur Zeit gekauft. Das abenteuerliche Konsortium wird nicht weit kommen, der Strukturwandel in der Autobranche ist damit nicht aufzuhalten. Im Interesse Deutschlands hätte die Regierung sich besser hinter Volkwagen, Daimler und BMW gestellt. Diese drei sind wirklich wichtig und müssen durch die Krise kommen.</p>
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		<title>Von: Martin Lindner</title>
		<link>http://www.bwlzweinull.de/index.php/2009/06/02/opel/comment-page-1/#comment-17228</link>
		<dc:creator>Martin Lindner</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 03 Jun 2009 12:09:48 +0000</pubDate>
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		<description>was mich, auch unter 2.0-gesichtspunkten, stark beunruhigt, ist die klandestine atmosphäre, in der solche entscheidungen ohne jeglische sinnvolle demokratische beteiligung (nicht mal gedankliche) getroffen werden.

toll wäre ja ein Opel-Wiki in echtzeit, das solche politischen entscheidungen begleitet und die entscheidungsgrundlagen so öffentlich nachzeichnet, wie sie die politiker auf ihren tischen hatten. ich fürchte ja, dass man die geheimen zahlen dazu gar nicht kennen muss, weil die entscheidung ohnehin ganz anders zustande kam.

dort hätte mit Crowdsourcing untersucht werden können: ob man den beschäftigten anders besser hätte helfen können, falls man mal annimmt, dass das nur ein aufschub des untergangs ist. wie überhaupt die volkswirtschaftliche rechnung dabei aussieht, was da einfließt. 
dann auch, wer die russen überhaupt sind, wer Magna ist, und was beide wollen. die gesellschaftlichen kosten dieser lösung, oder auch der von Fiat, usw. also eine art adhoc-politik-wikipedia.

wie schon getwittert:ich habe ja das gefühl, dass der (tatsächlich nötige) umbruch unserer gesellschaft in den nächsten jahren schlicht dadurch zustande kommt, dass kein geld mehr da ist,um wie bisher alle interessen (berechetigte und weniger berechtigte) irgendwie weiterzufinanzieren. es wurden ja streng genommen seit den 1970er jahren nirgends mehr entweder-oder-entscheidungen getroffen. aber die werden kommen, erzwungenermaßen, und ich bin nicht optimistisch, was dann die demokratische legitimation angeht.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>was mich, auch unter 2.0-gesichtspunkten, stark beunruhigt, ist die klandestine atmosphäre, in der solche entscheidungen ohne jeglische sinnvolle demokratische beteiligung (nicht mal gedankliche) getroffen werden.</p>
<p>toll wäre ja ein Opel-Wiki in echtzeit, das solche politischen entscheidungen begleitet und die entscheidungsgrundlagen so öffentlich nachzeichnet, wie sie die politiker auf ihren tischen hatten. ich fürchte ja, dass man die geheimen zahlen dazu gar nicht kennen muss, weil die entscheidung ohnehin ganz anders zustande kam.</p>
<p>dort hätte mit Crowdsourcing untersucht werden können: ob man den beschäftigten anders besser hätte helfen können, falls man mal annimmt, dass das nur ein aufschub des untergangs ist. wie überhaupt die volkswirtschaftliche rechnung dabei aussieht, was da einfließt.<br />
dann auch, wer die russen überhaupt sind, wer Magna ist, und was beide wollen. die gesellschaftlichen kosten dieser lösung, oder auch der von Fiat, usw. also eine art adhoc-politik-wikipedia.</p>
<p>wie schon getwittert:ich habe ja das gefühl, dass der (tatsächlich nötige) umbruch unserer gesellschaft in den nächsten jahren schlicht dadurch zustande kommt, dass kein geld mehr da ist,um wie bisher alle interessen (berechetigte und weniger berechtigte) irgendwie weiterzufinanzieren. es wurden ja streng genommen seit den 1970er jahren nirgends mehr entweder-oder-entscheidungen getroffen. aber die werden kommen, erzwungenermaßen, und ich bin nicht optimistisch, was dann die demokratische legitimation angeht.</p>
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		<title>Von: Matthias</title>
		<link>http://www.bwlzweinull.de/index.php/2009/06/02/opel/comment-page-1/#comment-17226</link>
		<dc:creator>Matthias</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 02 Jun 2009 08:50:10 +0000</pubDate>
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		<description>@Nils König: Interessante Bemerkung. Ich wage aber den Einwand, dass man bei Opel den Einsatz von Web 2.0 nicht hätte so aussehen lassen müssen, als ob dies nur aus &quot;größter Not&quot; heraus gemacht würde. ;-)</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Nils König: Interessante Bemerkung. Ich wage aber den Einwand, dass man bei Opel den Einsatz von Web 2.0 nicht hätte so aussehen lassen müssen, als ob dies nur aus &#8220;größter Not&#8221; heraus gemacht würde. <img src='http://www.bwlzweinull.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
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		<title>Von: KingNils</title>
		<link>http://www.bwlzweinull.de/index.php/2009/06/02/opel/comment-page-1/#comment-17225</link>
		<dc:creator>KingNils</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 02 Jun 2009 08:36:36 +0000</pubDate>
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		<description>Da gebe ich dir recht. Die Situation war wohl scheinbar nie so dramatisch, &quot;dass man zum Äußersten greifen musste - dem Einsatz von Web 2.0 in der Not...&quot; - so dürften es zumindest viele Manager sehen. Die Mittel sind da - und ich bin mir sicher dass der Netzwerkeffekt sein übriges getan hätte - aber (falscher) Managerstolz und die allzu-typische Kommunikatoreneinstellung zu Social Media (&quot;wir machen Kommunikation für und nicht mit Anspruchsgruppen&quot;) verhindern da viel Hilfreiches. Aber ich denke, mit diesen Problemen steht Opel nicht allein da.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Da gebe ich dir recht. Die Situation war wohl scheinbar nie so dramatisch, &#8220;dass man zum Äußersten greifen musste &#8211; dem Einsatz von Web 2.0 in der Not&#8230;&#8221; &#8211; so dürften es zumindest viele Manager sehen. Die Mittel sind da &#8211; und ich bin mir sicher dass der Netzwerkeffekt sein übriges getan hätte &#8211; aber (falscher) Managerstolz und die allzu-typische Kommunikatoreneinstellung zu Social Media (&#8221;wir machen Kommunikation für und nicht mit Anspruchsgruppen&#8221;) verhindern da viel Hilfreiches. Aber ich denke, mit diesen Problemen steht Opel nicht allein da.</p>
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