Man betrachte mal dieses Video und überlege sich, was hier beworben oder visualisiert wird:
eingebunden mit Embedded Video
Alles klar? Oder eher nicht? Hier stellt ein deutsches Startup aus Berlin seinen Ansatz für eine neuartige Suchmaschinentechnologie vor. Es handelt sich um die vionto GmbH, ihr Produkt nennt sich eyePlorer.
Was immer der eyePlorer heute schon kann oder künftig können wird: Mit diesem Video als Teaser wird man niemanden hinter dem Ofen hervorlocken können. Er ist viel zu kurz und praktisch unverständlich: 12 Sekunden Dauer und das ohne Ton. Ein Screencast wäre hier besser gewesen (und sicher nicht teurer).
Da passt es dann auch ins Bild, dass das Startup natürlich kein Corporate Blog führt und auch sonst um die Möglichkeiten des Web 2.0 einen weiten Bogen macht. Ist das typisch deutsch?
Vionto bewegt sich im Bereich von semantischer Software und damit dem Web der dritten Generation (Hochtechnologie), macht aber in Bezug auf Social Software und das Social Web einen doch eher unbeholfenen Eindruck.
Immerhin hat ja die FAZ ausführlich berichtet und es ihrerseits nicht geschafft, den eyePlorer zu verlinken (der Name des Startups wird gleich gar nicht erwähnt). Medial kongenial, aber leider nicht auf der Höhe der Zeit.











6 Kommentare
6. 3. 2009 um 08:01:02
Pingback von bwl zwei null · eyePlorer: Eine neue Art der Wissensuche im Web
25. 2. 2009 um 14:21:31
martin hirsch
Hallo Herr Schwenk, vielen Dank für Ihre engagierte Anmerkung. Ja, Sie haben recht: das Video ist nicht instruktiv. Wir arbeiten nun hart an einem Nachfolge-Video – Mitte nächster Woche ist es hoffentlich auf unserer Website. Es tut mir leid, dass Sie sich so geärgert haben und hoffe, dass das nächste Video Ihrem kritischen Blick besser Stand hält. Mit freundlichem Gruss aus Berlin! martin hirsch (vionto CEO und eyePlorer-”Erfinder”)
25. 2. 2009 um 14:55:33
Matthias
@Martin Hirsch: Herzlichen Dank für Ihr offenes Feedback. Prinzipiell finde ich Ihre Idee schon gut und würde es dem deutschen Erfindergeist wünschen, dass er mit seinen Produkten Erfolg hat.
25. 2. 2009 um 22:28:33
eva84
ich wollte es auch mal testen, hab 4min probiert, nix kapiert und es wieder sein gelassen. wäre schön wenn eine deutsche beschreibung im video vorkommt.
26. 2. 2009 um 13:16:47
Michael Hubert
Mit Verlaub: Was hieran semantisch sein soll, fragt man sich … die Scheibe? Und ich glaube, dass etwas als Erfindung präsentiert wird, was es schon in 3D vor Jahren beim Brockhaus und in vielen leicht abgewandelten Formen vorher gab, ist nicht typisch deutsch! Viele deutsche Start-Ups machen ganze Arbeit und es ist ärgerlich, dass solche dünnen Sachen dieses durchaus vorhandene Bild verzerren.
Wie die FAZ sich dazu hergeben kann, “Google-Herausforderer” zu schreiben, entzieht sich meinem Verständnis völlig.
Michael Hubert
4. 3. 2009 um 08:56:15
martin hirsch
Oh, oh – das sind ja vernichtende Kommentare hier.
@Matthias Schwenk: Hier nun das neue Video. Ich hoffe, es verdeutlicht den Ansatz von eyePlorer deutlicher: http://www.youtube.com/watch?v=sJiSy7Bvsos
Zudem haben wir die Startseite komplett umgebaut, denn mit ihrem großen orangenen Startbutton war sie in der Tat missverständlich.
@eva84: Sorry, das video ist immer noch auf englisch … wir haben als Start-up halt nur begrenztes Budget …
@Michael Hubert: in der Tat bieten Suchmaschinen wie medstory, quintura oder exalead auch “Wortwolken” an – aber es gibt einen entscheidenden Unterschied: beim Klicken auf diese Worte verändert sich lediglich die Ergebnisliste an Dokumenten. Bei eyePlorer erhält man nach Anklicken eine Textaussage, die besagt, wie das Wort mit dem Suchwort semantisch zusammenhängt! Und das geht nur deshalb, weil eyePlorer zuvor die Texte gelesen und “verstanden” hat (das meinen wir mit “semantisch”). Ich kenne keine Suchmaschine, die das leistet – auch wenn, zugegebener Maßen, eyePlorer noch manche Sinnzusammenhänge falsch versteht. Aber es ist halt auch kein leichtes Unterfangen, Maschinen Textverständnis beizubringen. Von daher bitte ich noch um Nachsicht und Geduld.