Mozilla Ubiquity for Firefox: Eine Revolution kündigt sich an

Bei Mozilla hat man sich etwas sehr Beeindruckendes einfallen lassen: Ein Softwaretool namens Ubiquity, das im Browser läuft und auf ganz einfache Art verschiedene Funktionen sinnvoll verknüpfen kann. Wer etwa zu einer E-Mail einen Ausschnitt einer (Land-) Karte anfügen möchte, kann das damit ohne spezielle Kenntnisse in Programmierung tun, die Befehle werden in normaler Sprache eingegeben.

Das könnte ein Meilenstein in der Benutzerfreundlichkeit des Internets werden und so ganz nebenbei natürlich auch die Marktstellung des Firefox Browsers gegenüber dem Internet Explorer erheblich verbessern.

eingebunden mit Embedded Video

Das größte Problem bei dieser Technik dürfte (wie so oft) das Urheberrecht sein. Denn mit Ubiquity wird es spielend einfach, Textpassagen, Bilder oder Grafiken aus ihrem ursprüglichen Kontext zu entnehmen und an anderer Stelle wieder einzufügen.

Denkt man etwa an den Aufschrei der gerade durch die (deutsche) Blogosphäre ging, nachdem Yannick Eckl ankündigte, er wolle sein Blog verkaufen, kann man sich lebhaft vorstellen, was Ubiquity lostreten könnte. Im Video zeigt Aza Raskin etwa, wie er eine Bewertung zu einem Restaurant einfach aus Yelp in seine E-Mail übernimmt. Was werden dazu Personen sagen, die angesichts des möglichen Verkaufs von Blogschrott.net dort schon vorsichtshalber ihre Kommentare löschen lassen?

Im Übrigen bin ich schon sehr gespannt, wie ich mit meiner Einschätzung (”Revolution”) liegen werden. Robert Scoble meint, dass das nichts für die “Non-Passionate Users” sei. Das sehe ich ganz anders: Gerade für den sehr großen Personenkreis mit weniger Affinität für das Web dürfte mit Ubiquity vieles einfacher und intuitiver werden. Auf Sicht der nächsten 10 Jahre wird das vielleicht sogar zum absoluten Durchbruch vieler Web 2.0 Funktionalitäten führen, die heute noch (zu) viel spezielle Kenntnisse erfordern.

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2 Kommentare

Nice vid, make me think about building platforms.

About your copyright-related concern, there is 0 worry. We can take copyrighted materials at any time and send them via mail or blog them. The ultimate responsibility lies with us and the source (e.g. YouTube), not the intermediary (e..g Blogger.com or Gmail). At least that is how it should legally be, and there might be some international (idiotic) differences to that approach.

Matthias Schwenk

Matthias Schwenk’s avatar

@Vincent, im Prinzip sehe ich das auch so. Aber die Befindlichkeiten sind eben ganz verschieden und es wird sicher Leute geben die versuchen werden, solche technischen Möglichkeiten auf jeder nur denkbaren Ebene zu unterbinden. So absurd das dann auch sein mag…