Social Software für die Industrie- und Handelskammer (IHK)

Ich habe mir mal Gedanken darüber gemacht, wie wohl unsere Kammern, also inbesondere die Industrie- und Handelskammern sich im Web präsentieren könnten, wenn sie auf das Web 2.0 setzen würden. Ihr Auftritt im Internet wäre dann nämlich ein ganz anderer. Und vermutlich würde das den Mitgliedern sogar gut gefallen…

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Weniger gut wäre das vermutlich für Xing. Dieses Netzwerk erfüllt nämlich heute bereits einen guten Teil der Funktionen, die auch die Kammern im Web darstellen könnten. Dabei zeigt der Erfolg von Xing, dass eine der wichtigen Funktionen der Kammern, nämlich Kontaktmöglichkeiten unter den Mitgliedern zu schaffen, längst dabei ist, ins Netz zu wandern. Das Gleiche gilt für Fachdiskussionen, die auf Xing ebenfalls rege genutzt werden.

Die Nachfrage schafft sich ihren Markt also selbst, ohne zu warten, ob von Seiten der Industrie- und Handelskammern ein entsprechendes Angebot bereit gestellt wird. Letztere sollten aufpassen, dass sie im Web nicht irgendwann überflüssig gemacht werden…

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7 Kommentare

Hallo Matthias, interessante Anregungen wieder! Slideshare ist ein wunderbares Medium für ästhetisch ansprechende Gliederungen…

Ich habe mir mal ähnliche Gedanken gemacht, allerdings nicht in Bezug auf Kammern im speziellen sondern für bestimmte Branchen, die thematisch ja wiederum branchenübergreifend sein können – wie z.B. “Umwelttechnologie”.

Wenn man sich da manche Themen so anschaut merkt man, dass es eine Menge Wissen verteilt gibt, aber nicht an einem Ort, nicht wirklich aktuell. Und dass danach manchmal Nachfrage besteht.

Da kam mir die Idee, ein Wiki als zentralen Dienst einzurichten, der solche übergreifenden Informationen bereitstellt und offen für Beiträge ist. Ein Blog wäre analog zu deinem “Lifestream” eine weitere wichtige Funktion und ein erster Schritt zur Community.

Die SN-Funktionen könnte man aus der Perspektive zur Basis eines Geschäftsmodells machen: Beiträge und lesen kostenlos, Autorenschaft, Branche, Kontaktdaten gegen Bezahlung, dann allerdings mit allen Funktionen wie Chat, Foren, …

Die thematische Gruppenbildung ist mir als Nicht-SN-Nutzer noch nicht gekommen, eine schöne Ergänzung der Idee.

Haben die Kammern die Herausforderungen erkannt; bzw. akzeptieren die Kammern diese Herausforderungen? Interessant sind auch die Rückmeldungen – haben Sie Informationen?

Matthias Schwenk

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@Ludwig: Dein Ansatz ist interessant und könnte die Basis für ein Geschäftsmodell sein. Das genau wäre eigentlich eine Aufgabe für die Fachverlage, die meist eine hohen Branchenkenntnis haben und deren traditionelles Geschäftsmodell (Printmedien) ohnehin bedroht ist. Allerdings wäre dazu gedanklich ein großer Schritt zu leisten, weg vom Denken in Printmedien und hin zur Organisation von Wissens- und Kontaktnetzwerken!

@Rainer: Ich bleibe da am Ball und werde auch wieder hier im Blog berichten. Noch gibt es keine Reaktionen von meiner lokalen IHK.

Hallo Herr Schwenk,
bin erst jetzt auf Ihren Blog-Beitrag gestoßen.

Haben Sie Ihre Idee schon einmal Ihrer IHK, HWK, Verbänden der Freiem-Berufe vorgestellt? Wie war die Reaktion?

Wir machen in Aachen mit der IHK Nägel mit Köpfen! Wir haben die Planungsphase hinter uns und – ganz im Vertrauen – wir werden einen ersten Schritt in diese Richtung ab nächstem Jahr umsetzen.

Am meisten in ich auf die Nachfrage bei Nutzern und anderen IHKs, HWKs usw. gespannt.

Freue mich auf Ihre Reaktion.
Hans Bayartz

Ich habe den Beitrag auch jetzt erst entdeckt.
Sehr interessante Idee. Die Umsetzung wird sicherlich alles andere als leicht bei den deutschen Behörden.
Bei so etwas sind uns die USA immer ein bis zwei Schritte voraus. Dort werden solche innovativen Ideen viel schneller umgesetzt.

Doch ich sehe in Deutschland dafür auf jeden Fall Bedarf. Zwar wird wie im Artikel schon beschrieben teilweise XING dafür genutzt, aber da gibt es noch Verbesserungspotential. Die Gruppen bei XING sind häufig doch sehr speziell und richtung gute Diskussionen kommen kaum zu stande.