Digital gets physical

Was auf der DLD in München unter obigem Veranstaltungstitel vorgestellt werden wird, weiß ich nicht. Es könnte aber darum gehen, dass unsere digitale Welt (”Internet”) und die reale Welt (”Wirklichkeit”) einander bald schon bedeutend näher kommen und nicht mehr als getrennte Sphären wahrgenommen werden.

Ein Beispiel dafür ist das Kunstprojekt “Emotional Cities“, das aktuell in Stockholm läuft. Hannes Treichl sieht es zwar nur als “nette Spielerei mit Charme”, in meinen Augen hat es aber das Potenzial zu weit mehr. Das Konzept sieht vor, dass man auf der Website des Projektes seinen aktuellen Gefühlsstatus eingibt. Das Durchschnittsgefühl aller Teilnehmer wird in ein Farbkonzept umgesetzt und durch eine großflächige Beleuchtung von ausgewählten Hausfassaden in Stockholm angezeigt. Damit spiegeln diese Wände in ihrer Farbe die emotionale Befindlichkeit der Teilnehmer. Bislang leere Fassaden bekommen eine Aussagekraft. An dieser Stelle tritt ein digitaler Vorgang unmittelbar in die reale, physische Welt über.

Wem das noch zu “künstlich” ist, sehe sich an, wie sich Microsofts Surface-Technologie weiterentwickelt hat. Martin Kunzelnick denkt natürlich gleich ans Essen, aber wie dem auch sei, dieser Tisch zeigt klar, dass sich reale und digitale Ebenen unseres Leben sehr praktisch zusammen führen lassen.

eingebunden mit Embedded Video

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