3D Online Shopping mit Kinset

Wozu die 3D-Umgebung für das Einkaufen im Internet, fragt sich Martin Kunzelnick, bei dem ich auf Kinset aufmerksam wurde. Das amerikanische Unternehmen bietet eine Plattform für Onlineshops, die in ihrer Anmutung Second Life sehr nahe kommt und damit ein dreidimensionales Einkaufserlebnis bietet. Ebenso skeptisch wie Martin gibt man sich auch bei Read/WriteWeb und verweist darauf, dass das Einkaufen etwa bei Amazon im zweidimensionalen Raum wesentlich einfacher funktioniert.

eingebunden mit Embedded Video

Die Kritiker haben natürlich recht – aber nur für die Gegenwart. In 8 bis 10 Jahren dürften 3D Online Shops zum Alltag gehören, reibungslos funktionieren und gut besucht sein.

Der Kunde wird dann die Wahl haben: Sucht er gezielt ein Produkt und will verschiedene Angebote vergleichen, einschließlich der Meinungen (Kommentare, Rezensionen) anderer Käufer, wird er den 2D Shop bevorzugen. Will er dagegen lieber stöbern und sich vielleicht überraschen lassen, dürfte der 3D Shop wesentlich attraktiver sein. Zumal dort dann noch die soziale Komponente dazu kommt: Dort muss man nicht allein zwischen den Regalen wandeln, sondern kann Kontakt mit anderen Online-Shoppern aufnehmen (sofern gewünscht).

Bis dahin ist es aber noch ein weiter Weg. Und ob Kinset der Marktführer für solche Plattformen wird, oder ob die Musik eher in Second Life spielen wird, braucht uns hier nicht zu kümmern. Wichtig ist nur das Bewusstsein dafür, dass auf längere Sicht 3D Online Shops ein ernst zu nehmender Faktor sein werden.

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3 Kommentare

Wird wahrscheinlich genauso “fun” wie die todesgelangweilte Stimme des Sprechers. Ich teile Deine Begeisterung ganz und gar nicht

Ich kann mir nicht vorzustellen, durch einen virtuellen Laden zu latschen auf der Suche nach einem Produkt. Egal ob fummelig per Maus zu navigieren, per Sprache oder per Gedankenübertragung.

Entweder gehe ich im echten Leben shoppen oder ich suche gezielt Produkte in einem Onlineshop (meinetwegen über semantische Suche). Und ich glaube, bis auf ein paar Spielkinder wird das keiner viel anders machen.

Sorry, aber diesen ganzen Hype um neue Konzepte habe ich einfach schon zu oft erlebt.

Thanks for this! I’ll definitely have to discuss this on my blog or Tech IT Easy at some point.

I agree with R/WW’s point that Amazon’s experience is much simpler and are definitely the way to go for now. We’re simply at too early a stage to implement virtual environments. When high-resolutions/bandwidth and other (e.g. sensory) ways to interact with digital products will be developed, then these virtual worlds will hit it off as a commercial environment. Until then, Second Life is just as much a game as Word of Warcraft.

Matthias Schwenk

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Sehr interessant zu sehen, dass so ein Video bei unterschiedlichen Betrachtern auch ganz unterschiedliche Emotionen und Erwartungen (an die Zukunft) auslöst.

Die große Frage wird tatsächlich sein, welche Akzeptanz 3D-Welten in der Breite bekommen werden: Kommen sie aus der Nische heraus und werden zum Massenphänomen, oder eben nicht….