Accessibility Blog Parade 2007: Das Internet barrierearm gestalten

Blogparade AccessibilityBei Blogparaden habe ich mich bislang immer zurückgehalten, möchte diese Aktion hier aber ausdrücklich unterstützen. Das MAIN_blog hat zusammen mit Robert Lender (Nur ein Blog) eine Blogparade zum Thema “Accessibility” gestartet, bei der es darum geht, das Bewusstsein für die Thematik zu schärfen und Erfahrungsbeispiele mit Barrieren im Web in der Blogosphäre zu sammeln.

Bei der Gestaltung meines Blogs vor gut sechs Monaten habe ich mir überhaupt keine Gedanken um Barrierefreiheit gemacht, möchte dies aber künftig ändern und ggf. auch das Blog barriereärmer gestalten. Die Blogparade bietet dazu einen sehr guten Anlass.

Unternehmen sollten sich mit der Thematik ebenfalls befassen. Meiner Erfahrung nach sind nämlich Werbe- oder Internet-Agenturen längst nicht automatisch auf Barrierefreiheit eingestellt, schränkt diese doch den kreativen Spielraum (in deren Augen) etwas ein. Selbst wer also eine teure Agentur mit der Gestaltung seines Internetauftritts beauftragt, kann nicht sicher sein, dass dieser dann auch barrierefrei ist.

Barrierefreiheit endet aber nicht nur bei der Website, sondern zieht sich nahtlos weiter in Intranets und firmeninterne Portale, die in einem Browser laufen. Vor dem Hintergrund der Tatsache, dass immer Anwendungen “ins Netz” ziehen und über Browser genutzt werden, wird das Thema also immer wichtiger.


Dipl.-Kfm. Matthias Schwenk
ist Unternehmensberater, Autor, Vortragsreferent und Dozent zum Thema Social Web. Sein Schwer-
punkt liegt auf Collaboration Software (Enterprise 2.0), Wissensmanagement und der Konvergenz digitaler Medien (Medienwandel). Mehr...

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blogoscoop

5 Kommentare

Freut mich, dass du mitmachst. Besonders deinen letzten Absatz kann ich nur unterstreichen, hier bedürfte es sicherlich noch mehr Gedanken.
Wenn du die Blog Parade mit Änderungen und mit Artikeln dazu begleitest – ich habe ähnliches vor – wäre das wunderbar und vielleicht ein Beispiel für andere.
Wir müssen ja nicht perfekt werden (können wir auch nicht ;-) – aber es gibt (musste ich selbst erst lernen und lerne es immer noch) so viele Kleinigkeiten die man nur ändern müsste um schon ein bisschen barriereärmer zu werden.
In diesem Sinne bin ich auf deine Einträge schon gespannt. Danke auch für die Bewerbung der Blog Parade.

Du schreibst:

“…sind nämlich Werbe- oder Internet-Agenturen längst nicht automatisch auf Barrierefreiheit eingestellt, schränkt diese doch den kreativen Spielraum (in deren Augen) etwas ein.”

Stimmt. Das denken leider viele. Standardkonforme und barrierefreie Realisierung bedeuten aber schon längst keine Beschränkung mehr in der Kreativität. Wir setzen für eine Agentur die kreativen Entwürfe deren Webdesigners genauso gut (wenn nicht besser) barrierefrei um, wie sie dort früher hausintern in furchtbarsten Tabellenkonstrukten hingebastelt wurden.

Dass aber sehr viele Agenturen und Webdesigner immer noch keine standardkonformen Webseiten beherrschen – die ja quasi Grundlage für eine barrierefreie Realisierung sind – ist meines Erachtens wirklich ein Armutszeugnis. Hier sitzen oft noch Grafiker, die eine Website als “DIN A4 quer” begreifen.

Matthias Schwenk

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Danke für das Feedback. Ich selber bin auch schon sehr gespannt und hoffe im Übrigen, dass durch solche Aktionen das Stichwort allmählich auch in den Agenturen bekannter wird, so dass sich auch dort das entsprechende Bewusstsein (weiter) entwickelt.