Update zur New York Times

Anfang August hatte ich hier darüber berichtet, dass die New York Times ihren bisher kostenpflichten Online-Service “Times Select” freistellen würde. Nun ist es amtlich und vollzogen. Jeff Jarvis lässt sich ausführlich darüber aus und betont, dass damit jetzt auch die Hoffnung (endgültig) begraben sei, Online-Content kostenpflichtig vermarkten zu können.

Im August war ich dazu noch skeptisch und im Hause O’Reilly ist man es noch. Heute kann ich mir vorstellen, dass Jarvis Recht behalten wird, zumal sich beim Wall Street Journal die Hinweise auf eine vollständig kostenlose Online-Ausgabe verdichten.

Dafür wird sich in Zukunft vermutlich ein neues Geschäftsfeld zur Informationsauswahl entwickeln. In der immer größer werdenden Daten- und Informationsflut ist nicht mehr der (bloße) Zugang zur Information an sich entscheidend (wie früher etwa bei der Zeitung), sondern die richtige Auswahl aus der überbordenden Menge. Wo uns Nachrichten aus aller Welt ununterbrochen über das Internet zugeführt werden, wird die richtige Auswahl immer mehr zum eigentlichen Engpassfaktor.

Lösungsansätze bieten Dienste wie Rivva oder Techmeme. Aber diese sind erst der Anfang einer spannenden Entwicklung, über die ich mehr schreiben sollte…

1 Kommentar Schreibe einen Kommentar

  1. Danke für die Info. Nun steht der vollständigen Lektüre der NYT ja nichts mehr im Weg. Interessant ist in diesem Zusammenhang vielleicht auch, dass die NYT mit ihrem Webangebot noch einen Schritt weiter geht und mir als User die Möglichkeit gibt, die für mich relevanten Inhalte zusammen zu stellen. Mehr dazu hier und hier.