Social Media: Was Unternehmen darüber wissen sollten

Einen sehr guten Beitrag hat Jeremiah Owyang über Social Media in seinem (eben erst von mir entdeckten) Blog geschrieben. Hier die Übersetzung der wichtigsten Punkte:

Was jedes Unternehmen bis Ende 2007 über Social Media wissen sollte:

  1. Was sind Social Media und wie wirken sie in einem Unternehmen.
  2. Social Media sind ein dauerhaftes Phänomen, das bleiben wird.
  3. Sie bedürfen nicht der Kontrolle (oder sind nicht zu kontrollieren) und um stärker von Social Media zu profitieren, muss man sie “laufen lassen”.
  4. In Bezug auf Marketing oder Kommunikation sind Social Media wie eine weitere Dimension (im Verhältnis zu den bestehenden Kommunikationskanälen).
  5. Einige Firmen berufen einen speziellen Funktionsträger (“Evangelist”) um auf dem aktuellen Stand zu bleiben.
  6. Die Wirkungsmessung sollte mit der ersten Implementierung von Social Media beginnen und flexibel gehandhabt werden.
  7. Keine Firma ist damit allein, jede muss sich auf ihre Weise darauf einrichten. Ein Erfahrungsaustausch mit anderen kann hilfreich sein.

Diese Liste von Jeremiah enthält sowohl Fakten als auch Ratschläge. Gleichwohl erscheint sie mir so bedeutsam, dass ich sie vollständig ins Deutsche übersetzt habe, was ich sonst nicht tue.

Mein Eindruck in letzter Zeit ist zudem, dass sich in Deutschland in den großen Unternehmen ein Bewusstsein für das Web 2.0 (bzw. Enterprise 2.0) entwickelt. Immer mehr bekannte Namen tauchen im Zusammenhang mit Social Media (oder Social Software) auf: die BASF bloggt, Bosch und BMW nutzen Wikis, Siemens entwickelt Applikationen für seine auf Facebook registrierten Mitarbeiter (ca. 6.000 sollen es angeblich schon sein) um nur ein paar Beispiele zu nennen.

Einen sehr guten Foliensatz zum Thema hat Martin Koser entwickelt und in seinem Blog veröffentlicht. Auch wenn er von “Social Software” spricht, gemeint ist im Prinzip das Gleiche. Schade nur, dass es keinen adäquaten deutschen Ausdruck dafür gibt.

6 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Pingback: bloggas.de: Internet und Marketing » Blog Archive » Blogshow 01.08.2007

  2. Mir gefällt Jeremiah Owyangs Blog sehr gut. Ich lese es auch erst seit kurzem, aber er bringt in seinem Corporate Blog vieles rund um Enterprise 2.0 immer wieder auf den Punkt. Ein schönes Beispiel für die “Community Evangelists” hat übrigens auch SAP. Ich habe vor kurzem Craig Cmehil zu Social Media Themen interviewt. Dabei fand ich es sehr spannend zu erfahren, wie intensiv die SAP mit Wikis, Blogs, Facebook und auch Twitter arbeitet (http://2big.at/7y8).

    Inwieweit setzt denn Siemens bereits Facebook ein?

  3. Pingback: » Social Media Know How, Blogpiloten.de - Weblog Update Weekly

  4. Zu Siemens und Facebook: Siemens setzt es eigentlich unfreiwillig ein, weil einfach sehr viele Mitarbeiter dort ein Profil angelegt haben.

    Anders aber als andere Unternehmen, die ihren Mitarbeitern den Zugang zu Facebook untersagt haben, will Siemens nun eigene Applikationen entwickeln und damit den Nutzen der Plattform für die eigenen Mitarbeiter steigern.

  5. Pingback: Das PM-Blog » Netzwerk-Dienste und Neue Medien wirksam nutzen

  6. Guten Tag, immer mehr Unternehmen wollen Facebook Applikationen nutzen für sich und die Mitarbeiter. Der Nutzen der Plattform Facebook steigt aber nicht nur für die Mitarbeiter sodern auch für das Unternehmen selber. Die Applikationen verbessern das Image des Unternehmen und kann zum Beispiel prima helfen neue Miatarbeiter zu finden. Ich bin mal gespannt, wie die User respektive die Facebook Nutzer / Siemensmitarbeiter die in Facebook sind, auf die Applikationen reagieren und wie nutzen…