Im Blog von Diego Rodriguez (metacool) entdeckt: Die Encyclopedia of Life, ein Projekt bei dem alle Arten und Lebensformen unseres Planeten online katalogisiert und dieses Wissen öffentlich zugänglich gemacht werden soll. Initiator ist der Biologe und Harvard-Professor E. O. Wilson.
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Begeistert zeigen sich Jens Schröder (popkulturjunkie) und Martin Kunzelnick. Bei Techcrunch wird die interessante Frage gestellt, ob dieses Projekt bessere Daten als die Wikipedia wird liefern können. Während bei der Wikipedia jeder mitschreiben kann, wird die Encyclopedia of Life ausschliesslich von Fachexperten verfasst und deren Beiträge zudem von einer übergeordneten Redaktion authorisiert.
Mein Eindruck: Die Wikipedia als “offenes” Web 2.0 Produkt ist schneller (heute schon umfassend verfügbar), muss aber Abstriche bei der wissenschaftlich-inhaltlichen Qualität machen und dürfte zudem optisch deutlich hinter die EOL zurückfallen. Diese hingegen wird zweifellos exaktere Daten liefern, gibt sich dafür allerdings selbst eine Anlaufzeit von 10 Jahren.Das Beispiel zeigt uns, dass der Bereich der Online-Lexika eine große Zukunft haben kann und dass die Wikipedia nicht der Weisheit letzter Schluss sein muss.
E. O. Wilson geht es aber nicht nur um ein simples Online-Lexikon, sondern um die umfassende Erforschung der zahllosen noch völlig unbekannten Arten. Dabei denkt er sogar daran, dass Bakterien von extraterrestrischer Herkunft gefunden und als solche identifziert werden können. Seine Sorge gilt dem Klimawandel und der fortschreitenden Umweltzerstörung und er kritisiert den “Blindflug”, mit dem wir Menschen unterwegs sind, weil wir den größten Teil der Lebensformen auf der Erde noch überhaupt nicht kennen – und erst recht nicht deren Entstehungsgeschichte oder Wirkungszusammenhänge und Interdependenzen.
ist Unternehmensberater, Autor, Vortragsreferent und Dozent zum Thema Social Web. Sein Schwer-
punkt liegt auf Collaboration Software (Enterprise 2.0), Wissensmanagement und der Konvergenz digitaler Medien (Medienwandel). Mehr...











3 Kommentare
5. 3. 2008 um 08:01:27
Pingback von bwl zwei null » Encyclopedia of Life jetzt online
9. 6. 2009 um 07:04:12
Pingback von bwl zwei null · Euch kriegen wir noch: Der Klimawandel und die arglosen Unternehmer
8. 6. 2007 um 14:05:13
admin
Der Artikel ist draussen da fällt mir erst auf:
Warum greifen in den USA auch sehr alte Menschen (wie Prof. Wilson) die Idee des Web 2.0 auf und nutzen sie für ihre Vorhaben, während bei uns praktisch nur jüngere Leute das Mitmach-Web kennen und einsetzen?
Was läuft da bei uns falsch? Warum ist das bei uns eine Altersfrage, in den USA dagegen nicht? Und was sagt das über die Wettbewerbsfähigkeit von Deutschland aus?