Wenn das Wochenthema sich mit Wikis beschäftigt, kommen wir natürlich nicht an der Wikipedia vorbei. Dabei handelt es sich um das weltweit größte Onlinelexikon auf der Basis von Social Software. Jeder (der über einen Internetanschluss verfügt) kann daran mitschreiben und es müssen keine ganzen Artikel sein: Kleinere Ergänzungen oder Aktualisierungen, zusätzliche Links auf andere Websites oder schlicht die Korrektur von Rechtschreibfehlern.
Und genau darin liegt die Stärke dieses Mediums und der Grund, warum sich Unternehmen damit beschäftigen sollten. Was anfangs kaum beachtet und dann eine Zeitlang skeptisch kritisiert wurde, hat sich in aller Stille zu einem Medium entwickelt, das im Englischen die berühmte Encyclopedia Britannica und im Deutschen den Brockhaus überholt hat. Und das nicht nur quantitativ: Auch qualitativ steht die Wikipedia den beiden Traditionslexika nicht mehr nach.
Die Wikipedia gibt uns einen Eindruck davon, wie Wissen im 21. Jahrhundert gehandhabt und verbreitet wird. Wer immer noch skeptisch ist, sollte sich das Video mit Jimmy Wales, dem Gründer, ansehen (oder zumindest mal kurz reinklicken). Wer die Bilder sieht merkt sofort, dass hier kein idealistischer Träumer spricht, sondern ein visionärer Manager, der ganz genau weiss, was er macht und was er will.
Der Beitrag stammt aus dem Sommer 2005, Jimmy Wales sprach damals auf der (berühmten) TED-Konferenz. Das Video hat bis heute nichts von seiner Strahlkraft und Aktualität verloren.
Ein Schwachpunkt der Wikipedia sei an dieser Stelle allerdings nicht verschwiegen: Was klein und kostengünstig begann, ist mittlerweile ein ziemlich teures Unterfangen, weil die EDV-Infrastruktur für ein derart umfangreiches Projekt doch erhebliche Mittel bindet. Die Stiftung, von der die Wikipedia betrieben wird, ist denn auch auf Mittelzuflüsse (Spenden) angewiesen und selbst das Budget für 2007 ist demnach noch nicht in trockenen Tüchern…
Wirtschaftlich betrachtet steht die Wikipedia somit alles andere als auf stabilen Beinen. Sofern die Stiftung nicht in absehbarer Zeit ein ausreichendes Stiftungskapital erhält, wird man sich wohl mit dem Thema “Werbung” anfreunden müssen. An diesem Punkt zumindest must Jimmy Wales wohl noch etwas umdenken.














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