Software aus der Cloud: Die Vorteile überwiegen längst

Software aus der Cloud

Am Thema Cloud Computing scheiden sich noch immer die Geister. Während für viele Unternehmen Software aus der Cloud längst zum Alltag gehört, setzen andere nach wie vor strikt und konsequent auf das Hosting auf den hauseigenen Rechnern. Doch vielfach ist es nur noch die Gewohnheit, mit der traditionelle Lösungen verteidigt werden: Die Vorteile bei der Software aus der Cloud überwiegen längst.

Im Grunde genommen ist uns Software aus der Cloud schon lange vertraut: Wer regelmäßig Plattformen wie Facebook, Instagram oder YouTube nutzt, setzt dabei ganz selbstverständlich auf die Cloud. Einer der größten Vorteile dabei ist, dass man nicht an ein bestimmtes Endgerät „gefesselt“ ist, um diese Dienste nutzen zu können. Von jedem Smartphone, Tablet oder Desktop-Rechner aus kann man sich einloggen und hat sofort die aktuellsten Daten buchstäblich an der Hand.

Nicht anders verhält es sich mit kaufmännischer Software. Nur war man es hier in der Vergangenheit eben gewohnt, ein Software-Paket zu kaufen und zu installieren. Kleinen Unternehmen reichte dabei meist die Lizenz für einen einzelnen Rechner, auf dem dann alle unternehmensrelevanten Daten gespeichert waren. Dass damit auch ein nicht ganz unerhebliches Risiko verbunden war, sofern man nicht zeitnah für alle Daten Backups anfertigen konnte, wurde und wird noch immer vielfach verdrängt. Es ist die Macht der Gewohnheit, mit der die gewohnte, althergebrachte Lösung nicht selten als „alternativlos“ betrachtet wird, obwohl es längst anders und besser geht.

Denn Software aus der Cloud bringt gleich eine ganze Reiche von Vorteilen mit sich. Zunächst wäre da die Software-Aktualität. Das Aufspielen von Updates gehört hier der Vergangenheit an, denn das erledigt der Software-Anbieter von sich aus im Hintergrund. Dem Anwender spart das Zeit, die sinnvoll für andere Arbeiten genutzt werden kann. An zweiter Stelle wäre die Datensicherheit zu nennen: Beim Cloud Computing legen seriöse Anbieter sehr hohe Maßstäbe sowohl an die Sicherung der Daten als auch an das Thema Verfügbarkeit.

Streng genommen können kleinere Unternehmen ohne eigene IT-Abteilung ihre Daten gar nicht so sicher verwalten wie dies ein Anbieter von cloudbasierter Software zu leisten vermag. Darüber hinaus sind in Deutschland bislang keine Fälle von Datenverlusten bei diesen Diensten bekannt geworden.

Bleibt als Risikofaktor noch das omnipräsente Thema von Hackerangriffen. Fast schon im Wochentakt werden Angriffe bekannt, bei denen Daten in erheblichem Umfang erbeutet und über dubiose Kanäle an Dritte verkauft werden. Meist handelt es sich dabei um Zahlungsinformationen, speziell für den Betrug mit Kreditkarten. Betroffen ist also in erster Linie der Bereich E-Commerce, während die Anbieter von kaufmännischer Software aus der Cloud bislang keine größeren Schäden zu vermelden hatten.

Das ist auch kein Wunder. Denn bei kaufmännischen Software aus der Cloud können von vornherein sehr viel bessere Sicherheits-Features implementiert werden, als das bei Transaktionen im Wege des E-Commerce der Fall ist. Bleibt noch das jüngst bekannt gewordene Risiko von Meltdown und Spectre, den Sicherheitslücken in Prozessoren von Intel. Ironischerweise gilt hier: Wer seine Buchhaltung auf dem heimischen Rechner vorhält, ist weniger gut geschützt als die Nutzer von cloudbasierten Anwendungen. Denn einmal mehr können Software-Anbieter ihre Cloud-Dienste sehr viel schneller und besser schützen als der Gewerbetreibende seinen persönlichen Arbeitsrechner: Ihm bleibt nur die Hoffnung auf schnelle Patches für das Betriebssystem und seitens der Browser-Anbieter – oder die Neuanschaffung seiner Hardware (worauf dann erst wieder die kaufmännische Software neu installiert werden müsste, samt Datenübernahme vom alten Rechner!).

Es spricht inzwischen also viel für die Software aus der Cloud. Dennoch wird niemand dazu gezwungen: Anbieter wie Lexware bieten für ihre kaufmännische Software nach wie vor beide Varianten an. Die Software zur eigenen Installation und die Software aus der Cloud. Letztere ist preislich allerdings etwas günstiger. Andere Anbieter für Cloud-Software sind beispielsweise Billomat oder Easybill. Der Trend geht dabei eindeutig in Richtung Cloud.